Rezension: Was im Leben wirklich zählt

Madame Missou – Was im Leben wirklich zählt – 10 Ratschläge von Sterbenden, die erfüllt zurück blicken

Was wirklich

  • Verlag: Madame Missou eBooks & Ratgeber
  • Seitenzahl: 34
  • Teil einer Reihe?: Ja, es gibt noch viel mehr Ratgeber aus der Reihe „Madame Missou KOMPAKT – Wissen in 45 Minuten“.
  • Inhalt: Madame Missou hat alte dazu Menschen befragt, was sie anders machen würde im Leben, wenn sie noch einmal die Gelegenheit dazu hätten. Dabei wird deutlich, was für diese Menschen im Leben wirklich zählt und das die Antworten darauf so vielfältig sind wie die Menschen selbst. Neun dieser Geschichten, die sie dabei zu hören bekam,  stellt sie beispielhaft vor und fasst anschließend alle Gespräche in einem kurzen Fazit zusammen.
  • Rezension:  Zuerst fand ich das Cover mit dem Schmetterling und den Titel des Targebers etwas komisch. Aber jetzt wo ich das Buch gelesen habe, finde ich es einfach total schön und die Idee einen Schmetterling auf die Reuse zu den Menschen zu schicken einfach wundervoll. Mehr als einmal sind mir beim Lesen die Tränen gekommen und ich werde sicher noch oft an das Buch denken und habe mir feste vorgenommen mein Leben noch etwas bewusster zu leben und mich meinen Freunden und der Familie  zu widmen statt mich stressen zu lassen. Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen, es ist echt schön und macht mal wieder deutlich, was  für einen im Leben wirklich zählt. Vielen Dank an Madame Missou, die mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Verkannte Pioniere

Armin Strohmeyr  – Verkannte Pioniere. Abenteuer. Erfinder. Visionäre.

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  • Verlag: styria
  • Seitenzahl: 304
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die Menschen, die in diesem Buch vorgestellt werden, waren ihrer Zeit irgendwie voraus und wurden daher eher als Spinner betrachtet. Zudem waren die meisten von Ihnen auch keine geschickten Taktiker und haben sich ihrer Erfindungen und Ideen nicht immer patentieren lassen. Trotzdem haben sie sehr wichtige und für uns heute selbstverständliche Dinge wie Strom, Autos oder das Telefon erfunden oder entscheidend zur Entdeckung der DNA oder der Bekämpfung von Krankheiten wie den Piken beigetragen.
  • Rezension: Ich liebe solche kurzen Biografien von bedeutenden Menschen, über die man aber eigentlich noch nichts weiß. So wird das Leben dieser ungewöhnlichen und unbekannten Menschen lebendig und sie bekommen nach ihrem Tod einen verdienten höheren Bekanntheitsgrad, der ihnen zu Lebzeiten meist verwehrt geblieben ist. Oft waren es Frauen oder vermeintliche „Träumer“, die wichtige Dinge erfunden oder entdeckt haben, meistens trafen sie aber (oft aufgrund ihres weiblichen Geschlechtes) auf Unverständnis und wurden von ihren Kollegen um Ruhm und Ehre betrogen. Trotzdem haben sie nicht aufgegeben und das beeindruckt mich wirklich. Und deshalb hat mir dieses Buch so gut gefallen, denn es sind viele kleine aber spannende Lebensgeschichten von besonderen Menschen darin enthalten und zusätzlich kann man noch eine Menge lernen, denn die Lebensgeschichten und Erfindungen bzw. Entdeckungen sind so unterschiedlich wie die Menschen, denen wir sie zu verdanken haben. Ich kann das Buch daher nur weiterempfehlen und kann sehr gut verstehen, warum es den dritten Platz Platz 3 im
    „DAMALS-Buchwettbewerbs „Das historische Buch des Jahres 2014““ in der Kategorie „Unterhaltung“ gewonnen hat und für das beste Wissenschaftsbuch des Jahres 2014 nominiert worden ist.Vielen Dank an den styria Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Jung. Schön. Krebs

Barbara Stäcker, Dorothea Seitz, Sandra Kader  – Jung. Schön. Krebs. Schönheit., Selbstbewusstsein und Sexualität in der Krebserkrankung

Jung.Schön.Krebs

  • Verlag: Irsiana
  • Seitenzahl: 192
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist die Fortsetzung des Buches „Nana und der Tod trägt Pink“.
  • Inhalt: Mit der Diagnose „Du hast Krebs“ verändert sich das Leben komplett. Der Körper reagiert extrem und auch an der Psyche geht es natürlich nicht spurlos vorüber. Dieses Buch möchte Tipps für den Alltag geben zu „typischen Frauenthemen“ wie Selbstbewusstsein, Schminken, Kinderwunsch, Mutterschaft und Beziehung. So sollen den Patientinnen ihre ganz eigenen Wege gezeigt,wie das Leben mit dem Krebs weitergehen kann und die Frauen dazu ermutigt werden sie  zu gehen.
  • Rezension: Als ich von der Fortsetzung bzw. dem zweiten Band zu „Nana und der Tod trägt Pink“ gehört habe, wusste ich sofort, dass ich „Jung.Schön.Krebs“ auch unbedingt lesen und hier vorstellen möchte. Schon das erste Buch hat mich sehr tief bewegt und dieses zweite bietet eine  wunderbare Fortsetzung, die sicher vielen Betroffenen und ihren Angehörigen helfen kann mit der Krebserkrankung besser klar zu kommen. Ich finde es toll, wie dieses Buch auf die Themen junger Frauen aufmerksam macht, die automatisch mit einer Krebserkrankung einher gehen und auf welche besondere Art und Weise es Mut machen möchte. Ich kann es daher wirklich nur empfehlen, auch wenn ich natürlich alles Lesern wünsche, dass sie es nie  brauchen mögen. Vielen Dank an den Irsiana Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Die zweite Fremde

Christoph W. Bauer – Die zweite Fremde. Zehn jüdische Lebensbilder

Die zweite Fremde

  • Verlag: Haymon
  • Seitenzahl: 176
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Erzählt werden 10 Schicksale der letzten noch lebenden Juden, die 1938 aus Wien und Innsbruck zur Zeit der Machtübernahme Hitlers fliehen mussten und in England und Israel eine neue Heimat fanden. Christoph W. Bauer verfolgt die Lebenswege von der Vertreibung bis in die Gegenwart. Die Interviews werden auf Film- und Tondokumenten festgehalten und später in Form von Berichten mit Originalaussagen und persönlichen Fotos niedergeschrieben. Die Vertriebenen kennen sich zum Teil untereinander oder sind weitläufig miteinander verwandt. Trotzdem halten sie keinen regelmäßigen Kontakt zueinander.
  • Rezension:  Die zehn Interviews sind formal alle gleich aufgebaut: Das Kapitel beginnt mit einem ganzseitigen Portrait, dann folgt der Bericht, angereichert mit Originalzitaten und Familienfotos und abschließend eine kleine Plauderei des Autors über seinen Besuch. Spätestens nach der Hälfte des Buches fängt der gleichförmige Aufbau an zu ermüden, auch weil die Sprache eher emotions- und schnörkellos ist. Die Schicksale „plätschern“ ein wenig dahin, was mir angesichts des erlebten Grauens unangemessen erscheint, immerhin sind es Kinder und Jugendliche, die Mord, Denunziation, Angst, Verlassenheit und Vertreibung aus bekannten Welten erleben müssen. Spannend zu erfahren sind allerdings die unterschiedlichen Erinnerungsweisen, die Verarbeitungsstrategien und das Einrichten in der neuen Heimat. Über den Begriff „Heimat“ wird viel nachgedacht und Persönliches erzählt. Zwischen „Ein Punkt auf der Landkarte“ und dem Cicero Zitat “ Uni bene ivi patria“ (Wo es mir gutgeht, da ist mein Vaterland.) kommen noch zahlreiche interessante Interpretationen zur Sprache. Informativ ist auch zu erfahren, wie die Jugend erlebt wurde, wie Flucht und Vertreibung verarbeitet oder verdrängt werden (eine Frau berichtet beispielsweise auch von Abenteuergefühlen, da sie zum ersten Mal al 14-jährige ohne Eltern in ein fremdes Land fahren sollte und schämt sich für diese Gedanken) und wie sich aus der Ferne die Gefühle zur alten Heimat entwickeln. (Das schwankt zwischen Rückkehrvorbereitungen und „no-way!“.) Abschließend kann ich sagen, dass das Buch inhaltlich interessante Einblicke in das Leben von Vertriebenen gibt. Der latenten Monotonie der Erzählweise kann man vielleicht entgehen, wenn man die Kapitel portionsweise und nicht hintereinander weg liest. Dann ist das Buch durchaus empfehlenswert, zweigt es uns doch auch wie man vom Opferstatus in eine selbstgestaltete Lebensgeschichte wechseln kann. Vielen Dank an den Haymon Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Drei Bier auf die Vier

Maria Rossbauer – Drei Bier auf Vier. Vom Abenteuer die eigene Kneipe zu eröffnen

Drei Bier auf die Vier

  • Verlag: Blanvalet
  • Seitenzahl: 256
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Viele Menschen haben den Traum eine eigene Kneipe oder ein Café zu eröffnen, aber nur wenige haben den Mut es auch zu versuchen. Maria Rossbauer erzählt davon, wie sie gemeinsam mit ihrer Freundin Sonja Obermeier deren Traum hat Gestalt werden lassen und welche Stolpersteine es auf dem Weg dahin  zu überwinden galt.
  • Rezension: Ich war sofort neugierig auf dieses Buch, nicht nur, aber auch weil eine Freundin von mir gerade auch den Traum hat ein eigenes Café zu eröffnen. Titel, Cover und Klappentext versprachen ein spannendes Buch und ich bin nicht enttäuscht worden. Ich habe keine Ahnung davon (gehabt), was man alles wissen und bedenken muss und konnte mich vielleicht gerade deshalb super in die Geschichte einfühlen. Ich bin wirklich beeindruckt, wie es Sonja u.a. mit Hilfe ihrer Freundin Maria gelungen ist, ihren Traum wahr werden zu lassen und finde die Autorin hat genau die richtigen Worte gefunden, um das ganze zu beschreiben. Besonders gute gefallen mir z.B. die Stelle, als es um die Namens-Findung geht, oder die Homepage (die ich mir natürlich sofort angesehen habe). Außerdem habe ich richtig Lust bekommen mir den „Klinglwirt“ einmal anzusehen, leider ist Hamburg nicht gerade um die Ecke.  Ich kann dieses Buch wirklich allen empfehlen, die daran denken ihre Träume zu verwirklichen, ein Buch von starken Frauen lesen möchten Ode einfach Lust auf eine ganz besondere aber wahre Geschichte haben. Vielen Dank an den Blanvalet Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Graubart Boulevard

Christoph W. Bauer – Graubart Boulevard

Graubart

  • Verlag: Haymon
  • Länge: 296
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Richard Graubar ist ein jüdischer Kaufmann, der 1938 in seiner Wohnung ermordet und seine Familie gezwungen  wird nach Wien zu fliehen. Aber auch über einen der Täter wird in diesem Buch erzählt, den
  • Rezension: Durch eine Email mit Neuerscheinungen bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Die Recherchen des Autors haben viele Details der Familie Graubart ans Licht gebracht, die er in einem wirklich lesenswerten Buch zusammenträgt. Es ist ein Buch, das sich klar mit dem Antisemitismus und der österreichischen Geschichte auseinander setzt und auch den Mut besitzt die Geschichte von Opfern und Tätern in einem Buch zu behandelt und deutlich macht, dass irgendwie alle Verlierer waren. Mir persönlich ist es zu sehr Geschichtsbuch (das sich strak an Fakten und Originaldokumenten orientiert) und ein bisschen zu wenig Roman, bei dem man mit den Protagonisten mitfiebern kann. Darüber hinaus  ist „Graubart Boulevard“ keine einfache Lektüre, aber Liebhaber von historischen Romanen mit Originaldokumenten,werden dieses Buch sicher lieben und denen kann ich es wirklich empfehlen. Vielen Dank an den Haymon Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: First Ladys

Armin Strohmeyr – First Ladys

First Ladys

  • Verlag: Styria premium
  • Seitenzahl: 246
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: In den USA ist die „First Lady“ schon lange ein feststehender Begriff und auch hierzulande wird der Begriff immer gebräuchlicher. Dieses Buch stellt in 11 Portraits die  First Ladys, also die Frauen der Bundespräsidenten vor: 1. Elle Heuss-Knapp, 2. Wilhelmine Lübke, 3. Hilda Heinemann, 4. Mildred Schäl, 5. Veronica Carstens, 6. Marianne von Weizächer, 7. Christiane Herzog, 8. Christina Rau, 9. Eva Luise Köhler, 10. Bettina Wulf & 11. Daniela Schadt
  • Rezension: Eigentlich ist Politik nicht ganz so meins, aber  dieses Buch hat mich trotzdem neugierig gemacht, weil es dabei wie ich hoffte nicht hauptsächlich im Politik, sondern um das Leben von Menschen drehen würde.   Und genauso war es, ich habe während des Lesens sehr viele interessante Details über das Leben von starken Frauen erfahren. Besonders spannend, fand ich den Vergleich von Bettina Wulf und Daniela Schadt sowie von Hilde Heinemann und das nicht nur weil sie wie ich Hanseaten ist. Außerdem ich mir bewusst geworden, dass ich auch nicht mehr die Jüngste bin, wenn ich mich aktiv an mehr als die Hälfte der Bundespräsidenten und ihre First Ladys erinnern kann. Ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen, an meine politikbegeisterten Lesern sowieso, aber ich denke auch gerade den anderen Lesern kann es helfen sich ein wenig über unsere Bundespräsidenten zu informieren und das aus eher untypischer Perspektive. Ich finde das Buch wirklich großartig. Vielen Dank an den Styria Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne