Rezension: Papa, was ist ein Fremder?

Tahar Ben Jelloun – Papa was ist ein Fremder?

  • Verlag: Rowohlt
  • Seitenzahl: 109
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Der französische Autor Tahar Ben Jolloun spricht mit seiner zehnjährigen Tochter über Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Im Laufe des Gesprächs erklärt er ihr auch begriffe wie Apartheit, Ghetto, Antisemitismus, Diskriminierung und Kolonialisierung.
  • Rezension:
    Das Buch ist wirklich genial, kein Wunder, dass es schon so viele Preise gewonnen hat und den Einzug in den (französischen) Schulunterricht gefunden hat. Dem Auto ist es, wie von ihm beabsichtigt und von seiner Tochter und ihren Freundinnen überprüft, gelungen diese schwierigen Sachverhalte in (für Kinder und Jugendliche) leicht verständliche Worte zu fassen. Ich war wirklich beeindruckt davon und kann mir gut vorstellen, es selbst einmal in Auszügen im Unterricht einzusetzen. Auch die Illustration mit den „Fingerabdruck-Männchen“ finde ich sehr passend und gut gelungen. Das Buch gefällt mir rundherum sehr gut und ich kann es unbedingt weiterempfehlen.
  • Bewertung: 

Rezension: Wie ein Flügelschlag

Jutta Wilke – Wie ein Flügelschlag

  • Verlag: Coppenrath
  • Seitenzahl: 287
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Jana hat ein Stipendium  für ein Sportinternat bekommen und damit geht ein Traum in Erfüllung – Jana liebt das Schwimmen. Doch plötzlich wird ihre Freundin Mel tot aufgefunden und Jana versucht herauszufinden, was passiert ist.
  • Rezension:
    Das Buch war toll, es hat mir sehr gut gefallen und war wirklich fesselnd. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, denn ich wollte unbedingt wissen, wie und warum Mel nun gestorben ist. Dadurch das das Buch mit dieser Schlüsselszene beginnt, in der Jana ihre Freundin Mel tot auffindet, wartet man die ganze Zeit darauf, zu erfahren, welche Umstände sich dahinter verbergen. Jana muss man einfach von Anfang an lieben, sie ist klasse, auch wenn sie absolut nicht leicht hat. Das Ende kam dann für mich sehr überraschend, gefällt mir aber gerade deshalb sehr gut. Genial, wie mit den Klischees rund um das Thema Doping gespielt wird und wie deutlich gemacht wird, dass vieles oft anders ist, als es auf den ersten Blick erscheint. Ein weiteres Highlight des Buches ist für mich die Beziehung von Jana und Mels Bruder, auch wenn sie nur eine Nebenrolle spielt, macht sie doch deutlich, welche Hindernisse sich oft zwischen Menschen befinden, für die sie selbst aber gar nicht können und die ihnen eine Beziehung erheblich erschweren. Ich denke das Buch regt zum Nachdenken an, über die Fragen nach Leistungsdruck, Doping, Freundschaft und Liebe und ich bin mir fast sicher, dass es jugendliche Leser genauso fesseln und begeistern wird wie mich. Als letztes möchte ich noch hervorheben, wie toll ich das Cover und das immer wieder auftauchen des Schmetterlings innerhalb des Buches gefällt, generell gefällt mir dieses Bild des Schmetterlings, durch den einem Flügel wachsen sehr schön.
    Vielen Dank an den Coppenrath Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Mehr als nur ein Zeuge

Keren David – Mehr als nur ein Zeuge

  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 378
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Ty hat einen Mord beobachtet und ist anschließend zur Polizei gegangen, um gegen die Täter auszusagen. Also bleibt ihm und seiner Mutter Nicky nichts anderes übrig als anschließend in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen zu werden und als Schutzmaßnahme eine eine andere Stadt umzuziehen um dort eine völlig neue Identität anzunehmen.
  • Rezension:
    Dieser Debütroman von Keren David ist wirklich klasse, ich kann absolut  nachvollziehen, dass er für viele Preise nominiert worden ist. Die Autorin schreibt über dieses nicht ganz leichte Thema auf gleichzeitig einfühlsame und spannende Art und Weise. Es war sehr interessant aus Sicht eines Jugendlichen zu lesen, welche enormen Einschnitte dieser Schritt bedeutet, aber auch welche Chancen darin liegen noch einmal ganz von vorne beginnen zu können und sich dabei sozusagen selbst neu zu erfinden. Ich fand Ty bzw. Joe von Anfang an sympathisch, ich denke gerade weil er selbst alles andere als perfekt ist und auch seine dunklen Seiten hat, dabei aber unglaublich liebenswert ist. Es ist sehr authentisch beschrieben, wie kompliziert und gefährlich Joes Leben auf einmal ist, mal von den „normalen“ Dingen, wie Liebeskummer, Stress mit den Eltern und Ärger in der Schule einmal abgesehen, ohne diese aus dem Blick zu verlieren, denn die vielen kleinen Details sind es, die diese Geschichte so lebendig machen. Es ist toll mit zu erleben, wie Joe langsam deutlich wird, was wirklich wichtig ist im Leben und wie er versucht sich zu verändern, aber auch seine Ängste und Sorgen sind sehr einfühlsam beschrieben. Mir hat das Buch und besonders auch das offene Ende sehr gut gefallen und ich denke, dass es (nicht nur ) Jugendliche anregen kann über viele wichtige Fragen ihres Lebens nachzudenken, deshalb kann ich es bedenkenlos weiter empfehlen.
    Vielen Dank an den dtv-Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Die wir am meisten lieben

Nicholas Evans – Die wir am meisten lieben

  • Verlag: Aufbau (Rütten & Loening)
  • Seitenzahl: 367
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Das Leben von Tommy ist schon in Kindertagen nicht leicht.  Nur seine Schwester Diane bringt glückliche Momente in sein Leben, bis eine Katastrophe passiert. Als Erwachsener, inzwischen ein erfolgreicher Dokumentarfilmer,  trägt er das Geheimnis seiner Vergangenheit immer noch mit sich herum, bis sein eigener Sohn, der ihm aber irgendwie fremd ist, Schwierigkeiten hat.
  • Rezension:
    Ich habe mich sehr gefreut, dieses Buch zu lesen und ich war sehr gespannt, denn „der Pferdeflüsterer“ hat mich wirklich beeindruckt. Und auch dieses Buch ist wirklich toll. Nicholas Evans gelingt es auf beindruckende Art und Weise viele kleinen Geschichten zu einem Großen Ganzen zu verweben. Da ist zum einen die Gesichte des Jungen Tommy, sein Leben als Erwachsener (die Beziehung zu seinem Sohn aber auch sein anderes Leben), die Geschichte von Danny (seinem Sohn) und die Geschichte von Diane. Diese Geschichten verlaufen am Anfang scheinbar unabhängig voneinander, nach und nach wird aber deutlich, wie Vergangenheit und Gegenwart zusammenhängen. Eine Lektion, die man als Leser auf jeden Fall lernen kann, es sich neu bewusst zu machen wie sehr alle Dinge im Leben sich gegenseitig beeinflussen und die Kindheit entscheidend dazu beiträgt, wie das Leben als Erwachsener aussieht.
    Alle Erzählstränge für sich sind total spannend , finden ihre Krönung aber in dem Zusammenspiel der verschiedenen Details. Ein erster Höhepunkt ist der Moment, als man gleichzeitig mit Tommy erfährt, dass Diane nicht seien Schwester sondern seine Mutter ist und damit eine andere Person als anfangs vermutet zur Todesstrafe verurteilt wurde und ums Leben kam als Tommy 13 Jahre alt war. Bis zum Ende fragt man sich als Leser allerdings welche Umstände zu der Verurteilung geführt haben und die Auflösung dieses Geheimnisses kam für mich völlig unerwartet und war eine geniale Krönung dieses Buches. Fast kamen mir die Tränen bei so viel Mutterliebe. Das Buch ist aber nicht nur sehr spannend, sondern es regt auch zum Nachdenken an über vielen Themen: Indianer, das Leben als Schauspieler / Berühmtheit, die Erfahrungen von Soldaten im Irak, Todesstrafe, Leben im Internat, Lebenslügen, gute Eltern und Schwangerschaft bei Jugendlichen sowie gesellschaftlicher Druck. Ich bin beeindruckt, wie man in einem einzigen Buch so viele ernste Themen auf so wunderbare Art und Weise einbinden und eine so schöne Geschichte daraus erschaffen kann. Das Ende finde ich trotz der Tragik einfach schön, auch die Botschaft, dass es letztendlich „heil macht“ die Wahrheit zu sagen und das in schweren Zeiten Zusammenhalt enorm wichtig ist. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, wenn du es lesen möchtest, findest du es z.B. hier.
    Vielen Dank an das Team von BlogDeinBuch und den Aufbau Verlag  , die mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.
  • Bewertung: 

Rezension: Alles über dein kleinen Prinzen

Johannes Thiele – Alles über den kleinen Prinzen

  • Verlag: Karl Rauch
  • Seitenzahl: 239
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    In diesem Buch erfährt der Leser eine Menge spannende Detials über die (Entstehungs-) Geschichte des kleinen Prinzen und seinen Autor:
    – Die Geschichte des kleinen Prinzen
    – Der Schöpfer des kleinen Prinzen
    – Die Rose des kleinen Prinzen
    – Die Geburt des kleinen Prinzen
    – Die Zeichnungen des kleinen Prinzen
    – Die Botschaft des kleinen Prinzen
    – Der Erfolg des kleinen Prinzen
    – Der kleine Prinz im deutschen Sprachraum
    –  Die Zukunft des kleinen Prinzen
  • Rezension:
    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es war spannend und informativ. Durch die vielen kurzen Kapitel mit den beschreibenden Überschriften weiß man immer sofort worum es geht und kann sich auf immer wieder neue Details gefasst machen. Das Buch ist aber mehr als eine Anekdotensammlung, denn die einzelnen Abschnitte bauen aufeinander auf und ergänzen sich gegenseitig. Besonders spannend fand ich die Biografie Antoine Saint-Exupery genauer beleuchtet zu bekommen und so Hintergründe über seine Werke zu erfahren. Außerdem war ich sehr überrascht, wie vielfältig die Verarbeitungen des Buches „der kleine Prinz“ sind, in wie viele Sprachen es übersetzt worden ist und wie abwechslungsreich die Verfilmungen etc. sind.  Leider fand ich die Sprache des Buches teilweise etwas schwer zu verstehen.
    Vielen Dank an den Karl Rauch-Verlag und die Buchbotschafter, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Mücke im März

Veronika Rotfuß – Mücke im März

  • Verlag: Carlsen
  • Seitenzahl: 192
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Mücke hat es nicht leicht, denn ihre Mutter ist schwer krank und ihr Vater meistens in Tokio. Und zu allem Überfluss muss sie auch noch mit einer glitzerlila  Turnhose in die Schule, weil ihr Sportzeug nicht sauer ist. Aber es gibt auch schöne Momente in Mückes Leben, wenn sie mit Yurik oder Nora Zeit verbringt.
  • Rezension:
    Ein Buch, das irgendwie ganz anders ist, als viele andere Jugendbücher, mir aber trotzdem gut gefallen hat. Schon das Cover ist ein Hingucker und hebt sich von der Masse ab. Veronika Rotfuß schildert in „Mücke im März“ auf sehr authentische und feinfühlige Art und Weise das Leben eines 16-jährigen Mädchens, dass es nicht leicht hat im Leben. Das gefällt mir sehr gut. Es hat mich tief berührt, wie  Mücke die Krankheit ihrer Mutter, Demenz, empfindet und wie sie damit umgeht, ihr Leben aber trotzdem weitergeht und die „normalen“ Probleme eines Teenagers trotzdem wichtig sind. Ich denke dieses Buch kann Jugendlichen den Blick öffnen für ihren Alltag, Verständnis wecken für Menschen mit (psychischen) Erkrankungen und sensibilisieren für die Probleme die, die die Liebe mit sich bringen kann. Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen und die Geschichte war nicht vorhersehbar, sondern spannend und anders als erwartet. Nur ein anderes, hoffnungsvolleres Ende hätte ich mir gewünscht.
    Vielen Dank an den Carlsen-Verlag und die Buchbotschafter, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Libellenprinzessin

 Julia Golding – Libellenprinzessin

  • Verlag: cbj
  • Seitenzahl: 445
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Kronprinzessin Taoshira, von ihren Freunden Tashi gennant, stammt von den Inseln der Blauen Insel, aber das ist nicht das einzige, was sie von Ramil, dem Thronfolger von Gerfalien, ihrem zukünftigen Ehemann, unterscheidet. Aus eine Zweckehe zwischen zwei Vertretern unterschiedlicher Völker wird Liebe, als sie beiden kurz vor ihrer geplanten Vermählung entführt werden.
  • Rezension:
    Das wunderschöne Cover und der Titel haben mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht und auch der Klappentext hat mir sehr gut gefallen. Nun habe ich das Buch gelesen und kann nur sagen, dass meine Erwartungen übertroffen worden sind. Das Buch war genial – es hat mich mit immer wieder neuen und unerwarteten Wendungen überrascht. Sowohl in Prinzessin Tashi als auch in Ramil habe ich mich sofort verliebt und immer gehofft, dass die beiden doch noch lernen sich trotz ihrer Unterschiedlichkeit zu verstehen. Doch bis es soweit ist, müssen die beiden eine Menge Abenteuer verstehen, so war das Buch spannend, aber auch romantisch – also genau die richtige Mischung für ein perfektes Buch. Es spricht dabei viele interessante Themen an: Verfolgung aufgrund von religiösen Gründe, Loyalitätskonflikt zwischen Pflicht als König und Familienoberhaupt, Vertrauen und Liebe. Das Buch hat mich echt überzeugt!
    Vielen Dank an den cbj-Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: