Rezension: Wandelmonster Waldemar

Patrick Wirbeleit – Wandelmonster Waldemar 

  • Verlag : Loewe
  • Seitenzahl : 32
  • Teil einer Reihe? : Nein
  • Inhalt:
    Waldemar ist ein ganz besonderes Monster, nämlich ein Wandelmonster. Er verwandelt sich mir nix dir nix in ein anderes Lebewesen. Nur eins ist wichtig, es muss sich reimen. Isst er z.B. vom Tisch, dann wird er zum Fisch.
  • Rezension:
    Dieses Buch gefällt mir total gut. Ich bin begeistern von den tollen Illustrationen und der lustigen Geschichte. Die Idee ein Bilderbuch in Reimform zu schreiben, wobei die Reime dann auch noch auf eine so tolle Art und Weise in die Geschichte eingebunden werden, finde ich einfach klasse. Es fordert geradezu heraus mit zu reimen und zu raten, in was sich Waldemar wohl dieses Mal verwandelt, um dann nach dem Umblättern anhand des nächsten Bildes zu überprüfen ob es stimmt. Ich werde es sofort mit meinen Kids ausprobieren und bin mir sicher sie werden genauso viel Spass an der Geschichte und am Reimen habe wie ich. Toll ist auch, dass sich das Buch super nachspielen lässt. Die lebendigen und farbenfrohen Bilder laden zum Entdecken immer neuer Details ein: Was hat sich verändert? Wer sieht den Geist? Wie viele kleine graue Tierchen siehst du? Was hat sich verändert? Außerdem finde ich die Bilder einfach sehr schön und lustig anzusehen, sie untermalen die Geschichte auf einen sehr tolle Art und Weise. Toll das Auto sich entscheiden hat diese selbst zu erstellen, ich denke das trägt wesentlich zu deren hoher Qualität bei. Die Krönung des Buches ist, dass am Ende sogar eine Fee darin vorkommt, die sich dann   ganz wunderbar, wieder verwandelt in … (richtig!)… Waldemar :-).
    Vielen Dank an dem Loewe-Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung:  

Rezension: Nils Holgerssons wunderbare Reise

Selma Lagerlöf – Nils Holgerssons wunderbare Reise

  • Verlag : Arena
  • Seitenzahl : 87
  • Teil einer Reihe? : Nein
  • Inhalt:
    Nils ist ein frecher kleiner Junge. Eines Tages legt er sich mit einem kleinen Männchen an, dass ihn kurzerhand schrumpft. Durch einen Zufall begibt er sich gemeinsam mit der Hausgans Martin und vielen Wildgänsen auf eine Reise nach Lappland. Während der Reise erlebt er viele Abenteuer, verändert sich und findet neue Freunde unter den Tieren, die früher vor ihm Angst hatten. Als der Sommer in Lappland sich dem Ende neigt bekommt Nils Heimweh. Weil er so viele gute Dinge getan hat bekommt er die Chance wieder ein Mensch zu werden. Doch das ist an eine Bedingung geknüpft… Wie wird Nils sich entscheiden? Und wird er seine Eltern jemals wieder sehen?
  • Rezension:
    Ein tolles Bilderbuch und eine tolle Geschichte, ich bin froh sie jetzt endlich mal gelesen zu haben. Die Wandlung von Nils Persönlichkeit ist wahnsinnig toll beschrieben. Die vielen kleinen Abenteuer die er besteht machen das Buch spannend und zeigen Schritt für Schritt, dass in Nils eine Menge Tierlieb steckt und er sich zu einem ganz tollen Kind verändert hat. Es ist toll zu lesen, wie sehr er sich um die Tiere sorgt, sogar, wenn sie ihm Böses wollen und wie er immer wieder Wege findet ihnen zu helfen. Ganz besonders ist die Freundschaft zu Martin, der ihm ein echter, vielleicht sogar sein erster wirklicher Freund geworden ist und um den sich Nils sehr liebevoll kümmert. Auch die Leitgans Akka und der Adler Gorgo und deren Verbindung untereinander sowie zu Nils gefallen mir sehr gut und handelt wirklich toll. Besonders niedlich ist es , wie Nils mit den Kücken von Martin und seiner Frau Daunenfein spielt. Am beeindruckendsten aber ist natürlich dieses starke Ende, als Nils sich gegen sein eigenes Menschsein und für das Leben von Martin entscheidet und völlig überrascht ist am Schluss plötzlich doch wieder ein Menschenkind zu sein und sich riesig freud seine Eltern wieder umarmen und mit den Gänsen gemeinsam auf dem Hof leben zu können.
  • Bewertung:  

 

 

 

Rezension: Die hellen Tage

Zsusza Bánk – Die hellen Tage

  • Verlag : Fischer
  • Seitenzahl : 544
  • Teil einer Reihe? : Nein
  • Inhalt:
    Drei Kinder, Seri, Aja und Karl wachsen gemeinsam in einem kleinen Dorf in der Nähe von Heidelberg auf. Sie haben es alle Drei nicht leicht.  Seris Vater ist kurz nach ihrer Geburt gestorben. Aja stammt aus einer Artistenfamilie und sieht ihren Vater nur sehr selten. Sie wohnt mit ihrer Mutter in einer Baracke am Randes Dorfes. Karls jüngerer Bruder ist verschwunden und seine Eltern haben sich daraufhin getrennt. Gemeinsam suchen und finden sie einen Weg ins Leben uns stellen sich dabei oft die Frage ob es sich um Schicksal oder Zufall handelt. Begleitet werden sie von ihren Müttern, die es selbst nicht besonders leicht haben. Seri, Aja und Karl gehen nach der Schule zuerst gemeinsam nach Heidelberg und anschließen nach Rom und stellen dabei fest, dass das Leben und Erwachsenwerden alles andere als leicht ist.
  • Rezension:
    Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und mich haben die Lebens-geschichten der drei Kinder und deren Familien tief bewegt. Es sind drei tolle Persönlichkeiten. Die Geschichte hat eine beindruckende Leichtigkeit, und hat es mir so ermöglicht gleichzeitig zum Lesen über den Inhalt nachzudenken. Oft bin ich dann in Gedanken weiter abgeschweift und habe es gar nicht bemerkt. Die Charaktere sind liebevoll und detailreich konstruiert und wandeln sich innerhalb der Geschichte, also ihrem Leben, mehrfach. Das macht die Geschichte besonders wertvoll und glaubwürdig. Toll finde ich, dass die Geschichte aus der Sicht von Siri beschrieben werden und man ihre Gedanken und Gefühle so hautnah miterleben kann. Die „Aufdeckung“ ihres Namens innerhalb des Buches finde ich sehr gut gelungen und hat mir deutlich gemacht, wie sehr man daran gewöhnt ist, dass man immer den Namen einer Person wissen möchte. Allgemein gefallen mir dieses Rückblenden und Einschübe innerhalb der Geschichte sehr gut. Besonders gut gefällt mir außerdem, wie die Mütter und deren Entwicklung beschrieben werden und wie die Drei sich irgendwie gegen-seitig brauchen ohne es am Anfang selbst zu begreifen. Auch die vielen liebevollen Details des Lebens der Kinder und deren Eltern, wie etwas die Schilderung von Ajas Geburtstagsfeiern, dem Lesenlernen von Evi mit bunten Zetteln. Auch die Idee, dass Zigi seine Schuhe jeden Winter verschenkt, weil er selbst denkt, dass ihm seine einmal während der Wanderschaft von einem Engel geschenkt worden sind finde ich sehr beeindruckend. Es ist spannend mitzuerleben, wie die drei Kinder größer werden und auf einmal ganz neue Themen an Wichtigkeit gewinnen: Liebe, Schuld, Verrat und Vergebung, die wie ich finde sehr glaubhaft und einfühlsam beschrieben werden. So macht das Buch nachdenklich und „stupst“ den Leser an über sein eigenes Leben nachzudenken und darüber was wirklich wichtig ist. Gerade auch deshalb gefällt mir der Titel „helle Tage“ so gut, weil in dem Buch eben gerade nicht nur leichte Tage beschrieben werden, sondern das wirkliche Leben, so hart und kompliziert es eben manchmal ist. Es wird aber auch deutlich, wie liebens- und lebenswert das Leben ist, besonders wenn man die „hellen Tage“ gut im Gedächtnis behält und es zeigt, dass eine Sekunde manchmal weitreichende Folgen haben kann. So können aus „dunklen Momenten“ auch viele „helle Tage und Augenblicke“ entstehen. Der Umgang mit der Frage ob Schicksal oder Zufall das Leben bestimmen wird so auf eine interessante Art und Weise behandelt. Die Frage nach dem „was wäre gewesen wenn“ ist unwichtig, das jetzt zählt und das Wertschätzen der „hellen Tage“, dabei ist es letztendlich auch egal ob es Schicksal oder Zufall ist. Wobei ich persönlich glaube, dass nicht ohne eine tieferen Sinn geschieht und auch Zufälle oft schicksalshafte Begegnungen sind.
  • Bewertung:  

 

Rezension: Quipu

Agustin Sanchez Vidal- Quipu. Das Vermächtnis der Inka

  • Verlag : dtv
  • Seitenzahl : 463
  • Teil einer Reihe? : Nein
  • Inhalt:
    Das Buch beginnt mit einer Rückblende in das Jahr 1573: Ein Jesuit und eine Inkaprinzessin sind mit einem geheimnisvolles schwarzes Schiff  auf dem Weg nach Spanien. Dann beginnt die eigentliche Geschichte: Wir befinden uns im Jahr 1780: Der junge spanische Militäringeniuer Sebastían de Fonseca findet nach einem abgebrochenen Theaterbesuch, bei dem der Regisseur umgebracht wird, seinen Vater tot im eigenen Haus. Kurz darauf wird findet er auch seinen gerade erst wieder aufgetauchten Onkel tot. Alle Drei wurde mit einem seltsamen Strick erhängt. Es handelt sich um eine roten Knotenschnur, eine Quipu, einen Teil der mysteriöse „Schrift“ der Inkas.  Sebastían macht sich auf den Weg nach Peru und versucht den Quipu zu entschlüsseln. Dabei helfen ihm eine alte Chronik und es mysteriöse Frau, ihr Name ist Umina und sie ist eine Mestizin, also selbst eine Nachfahrin der Inkas.
  • Rezension:
    Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen, er war spannende bis zur letzten Seite und endet mit einer großen Überraschung, die  alles vorangegangene erklärt. Nach und nach erfährt der Leser immer mehr Details, die sich wie winzige Puzzleteile ineinander fügen. Sehr interessant ist auch die Verknüpfung der verschiedenen Ebenen. So liest der Leser mit Sebastían gemeinsam in der Chronik und erfährt so Stück für Stück neue, spannende Details über das Leben der letzten Inka. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen und ich fand es sehr spannend durch dieses Buch  aus einer sehr interessanten Perspektive mehr über die Inkas und deren Ende zu erfahren. Die Verknüpfung von Gegenwart und Vergangenheit haben mir dabei sehr gefallen. Während der Entschlüsselung des Quipu verliert man dabei fast den eigentlichen Grund für die Reise, nämlich die Aufklärung des Mordes, aus den Augen.  Auch die Charaktere des Buches haben mir sehr überzeugt, sie sind detailliert, authentisch und liebenswert konstruiert. Besonders gut gefällt mir, wie sich die Beziehung zwischen Sebastían und Umina innerhalb des Buches  entwickelt und  wandelt und wie behutsam der Autor dabei vorgeht. Am meisten beeindruckt hat mich aber dieses starke Ende der Geschichte, bei der sich alles zusammenfügt und alle Fragen beantwortet werden. Ich habe mit Sebastían und Umina über der Glauben der Inkaprinzessin Sírax an ihre Nachfahren. Auch die Idee im wirklich tollen Nachwort Videls, dass die Kartoffeln der wahre Schatz der Inkas ist, weil diese ca.250 verschiedene Sorten züchteten und kultivierten und so ihre Nachkommen, allen Völker,  oftmals vor dem Verhungern bewahren konnten.
    Vielen Dank an den dtv-Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!
  • Bewertung:  

Rezension: Gösta Berling

Selma Lagerlöf – Gösta Berling 

  • Verlag : dtv
  • Seitenzahl : 551
  • Teil einer Reihe? : Nein
  • Inhalt:
    Der Pfarrer Gösta Berling lebt in Schweden, genau genommen im Värmland in den 1820ern. Er ist aber nur kurz aktiver Pfarrer, denn er wird aus seinem Amt verwiesen, da er zu oft zu sehr betrunken ist und sich dann nicht unter Kontrolle hat. Heimatlos streift er dann durchs Land und trifft auf die Majorin, die ihn zu einem ihrer Kavaliere macht. Das sind ehemalige Offiziere und verarmte Adlige, die mit ihr gemeinsam auf ihrem Gut Ekeby leben, und sich den Tag u.a. mit Kartenspielen, Musizieren und Liebesabenteuern vertreiben. An Weihnachten schließen die Kavaliere und allen voran Gösta Berling, der inzwischen zu ihrem Anführer geworden ist,  einen Pakt mit dem Teufel,in Gestalt des Bergwerksbesitzers Sintram. Sie dürfen im kommenden Jahr nicht tun, was nicht kavaliermäßig ist, insbesondere dürfen sie nichts nützliches tun, ansonsten bekommt der ihre Seelen. Falls es den Kavalieren aber gelingen sollte bekommt er die Seele der Majorin, die selbst auch schon einen Handel mit ihm abgeschlossen hat. Im darauf folgenden Jahr erlebt er viele interessante Dinge und begegnet vielen Menschen und man erfährt viel über die Verstrickungen des Lebens. Währenddessen verliebt er sich auch insgesamt dreimal und denkt über sich selbst nach.
  • Rezension:
    Das Buch von Selma Lagerlöf ist beindruckend, aber, wie ich finde, schwer zu lesen. Ich musste während des Lesens immer mal wieder längere Pausen machen, um über das Gelesene nachzudenken, dass sprachlich nicht ganz einfach ist, aber auch inhaltlich eher „schwere Kost“ ist. Dies liegt sicher zu einem großen Teil an der Zeit, zu der es geschrieben worden ist, aber auch daran, dass es sich teilweise um einzelne Episoden handelt und man dem roten Faden der Geschichte so nicht immer folgen kann. Andererseits machen diese Details einzelner Charaktere und Rückblenden aus deren Leben, das Buch auch aus und verleihen ihm seinen besonderen Reiz. Der Leser bekommt einen, wie ich denke, guten Einblick in die damaligen Verhältnisse in Värmland.  Er lernt  verschiedene, mehr- perspektivische Charaktere kennen, denen Gösta Berling begegnet und erfährt so sehr detailliert wie sich Einzelschicksale zu einem großen Ganzen verweben und wie es den Einzelnen dabei ergeht und was ihre Beweggründe sind. Dabei geht es häufig um Macht, Liebe und Rache. Deswegen könnte man auch sagen, dass es sich bei Gösta Berling um eine Liebesgeschichte handelt, genau genommen sogar um drei und es ist teilweise wirklich rührend, wie er über die Frauen und sich selbst denkt. Allgemein macht das Buch deutlich, dass nicht immer alles so ist, wie es zu sein scheint und daß das Leben aus vielen komplexen Verstrickungen besteht und (Fehl-)Entscheidungen von Einzelnen große Auswirkungen auf das Leben Anderer haben.
    Vielen Dank an den dtv-Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!
  • Bewertung: 

Rezension: Störenfrieda und der Rückwärtsflohmarkt

Jana Frey – Störenfrieda und der Rückwärtsflohmarkt

  • Verlag : Arena
  • Seitenzahl : 168
  • Teil einer Reihe? : Ja – Es ist der zweite Band mit Krachgeschichten von Störenfrieda.
  • Inhalt:
    Das Buch handelt von einem siebenjährigen Mädchen namens Frieda, das aber von allen nur Störenfrieda gennant wird, ihrer Familie – Mama, Papa, zwei kleine Zwillings-schwestern Amelie und Eugenia, Oma, Franzfahrlehrer, Uropa und Urgroßtante Sonnen-schwein-,  ihren Haustieren, Nachbarn und Freunden. In folgenden zehn Geschichten werden einzelne Episoden aus dem Leben von Frieda erzählt, die erklären, warum sie von allen nur Störenfrieds genannt wird, aber trotzdem ein sehr liebenswertes Mädchen ist:
    1. Eine richtige Oma: Frieda findet ihre Oma irgendwie komisch, denn sie fährt Inlineskates und hört laute Musik. Also versucht sie ihre Oma mit Hilfe ihrer Freundinnen Milla und Fatima zu verändern.
    2. Störenfrieda und die Liebe: Friedas Papa ist ein bekannter Restaurator und deshalb will ihn eine junge russische Studentin mit Namen Venera besuchen, um ihm bei seiner Arbeit zuzuschauen. Weil Papa durch einen unglücklichen Zufall in der Sauna eingesperrt war, rennt er zufällig gerade nackig durch die Wohnung, als Venera ankommt.  Frieda hat nun Angst, dass ihr Papa von nun an Venera liebt und deshalb gehen sie und Milla zu ihr, um ihr schlechte Dinge über ihren Papa zu erzählen. Gerade in diesem Moment kommen ihre Eltern dazu.
    3. Das Schreckgespenst: Sabrina ist der Babysitter der Familie, wird aber von Frieda nur Schreckgespenst genannt. Als ihre Eltern eines Abends im Theater sind und Sabrina ihr nicht erlaubt auf die Hochzeitsfeier von Fatimas Schwester zu gehen, übernimmt Frieda kurzerhand den Babysitter-Job nachdem Sabrina eingeschlafen ist. Sie kümmert sich dabei nicht nur um ihre Geschwister, sondern auch noch um die Kinder der Gäste.
    4. Beste Freundinnen: Milla ist zu einem Casting eingeladen und Frieda kommt mit. Doch die Chefin Frau Höflich ist kein bisschen höfflich und so wollen am Ende beide Mädchen in keinem Film mitspielen, wissen aber, was Freundschaft bedeutet.
    5. Ein großartiger Flohmarkt: Frieda liest in der Zeitung von einem Mädchen aus Afrika, dass finanzielle Hilfe benötigt. Also macht sie mit ihrer Freundin Milla einen Flohmarkt. Die Sache hat nur einen Haken, es sind nicht ihre eigenen Sachen, die sie verkauft, sondern die Lieblingssachen ihre Familie Also gibt es am nächsten Tag einen Rückwärtsflohmarkt.
    6. Die Sache mit der Erbsensuppe: Frieda und Milla spielen bei einem Werbespot für Erbsensuppe mit und verschaffen dem Dreh sowie dem fertigen Film eine besondere Note.
    7. Der Schneegeist: Frieda und ihr Freund Olivander vollführen einen indianischen Schneetanz um den Schneegeist dazu zu bewegen, dass es schneit.
    8. Eine warme Höhle: Draußen wird es immer kälter und so beschließt Frieda ein paar Insekten in einer Kiste in ihrem Wohnzimmer überwintern zu lassen. Leider krabbeln diese genau während eines Abendessens mit dem Bürgermeister heraus und das ist nicht der einzige Zwischenfall an diesem Abend.
    9. Der Herzenswunsch: Frieda bekommt von ihrer Tante 50 Euro für fünf verlorene Zähne (Idee der Zahnfee) und darf sich nun etwas dafür kaufen. Leider geht sie dabei ihrer Tante Sonnenschwein verloren, macht aber währenddessen ein kleines Mädchen einen alten Mann sehr glücklich.
    10. Das Wald-Wohnzimmerfernsehfest: Frieda möchte unbedingt einen Fernseher. Weil ihr langweilig ist geht sie nach draußen und sammelt alle „alten“ Tannenbäume ein , um ein „Weihnachtsbaumrausschmeißfest“ zu veranstalten und dazu lädt zu dann auch die Nachbarn ein und bekommt zufällig mehrere ausgediente Fernseher geschenkt.
  • Rezension:
    Ein tolles Kinderbuch mit phantasievollen und liebevoll erdachten Charakteren. Frieda finde ich einfach klasse, sie ist sehr lebendig, ideenreich,  hat Power und sagt was sie denkt, ist dabei aber sehr liebeswert und alles andere als egoistisch, nur etwas impulsiv. Deshalb kommt es häufig zu ungeahnten Folgen ihres eigentlich gut gemeinten Verhaltens.  Frieda und der Rückwärtsflohmarkt (was es damit auf dich hat erfährt man in der fünften Geschichte) ist ein geniales Buch, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistert. Besonders gut gefallen mir auch die fantasievollen Namen und Beschreibungen der Nachbarn (z.B. Herrn Kurzzhals), Familienmitglieder (z.B. Urgroßtante Sonnenschwein, deren Name auf einem „Hörfehler“ des Wortes Sonnenschein beruht) und Haustiere (z.B. die Papageien Papagena und Papageno – mit ihrem Pupslied – , der Hund Wunschpunsch, Waschmaschine der Goldfisch und die Ziege Getreideklösschen). Ich finde es toll, dass die Geschichten nicht zwingend aufeinander aufbauen und man sie je nach Geschmack und „Notwendigkeit“ auch in einer anderen Reihenfolge (Vor-) Lesen kann. Trotzdem werden einzelne Aspekte weitergeführt und machen aus dem Buch so eine große Geschichte und nicht nur eine Sammlung einzelner Erzählungen. Genau richtig!  In allen zehn Geschichten finden sich tolle und detailreiche Ideen zur Schilderung des Lebens von Frieda und ich war immer wieder überrascht von den lustigen Einfällen der Autorin. So haben mit die Szene mit den Lieblingswörtern der Zwillinge in der ersten Geschichte oder die Bemühungen ihrer Papa schlecht zu machen in der zweiten Geschichte sehr gut gefallen. Besonders gut gelungen sind meiner Meinung auch die Teile des Buches, in denen der Leser  neben Friedas frecher und lebendiger Seite auch ihre fürsorglichen und feinfühligen Wesenszüge kennenlernt: Das liebevolle Kleinkinder zu Bett bringen (3), Friedas Verhalten beim Casting (4), die Motivation für den Flohmarkt und die Auswahl der Dinge (5) und ihre Einkäufe und ihr gesamtes Verhalten im Kapitel „Der Herzenswunsch“ (9). Die Geschichten sind aber nicht nur lustig, sondern bitten auch Gesprächsanlässe und Denkanstöße für ernstere Themen. Geschichte Nr. 4 eignet sich z.B. wie ich finde sehr gut für das Thema Freundschaft und Neid. Die versteckte Kritik an langweiligen und unsinnigen Werbespots und deren lustige Variante am Schluss in der sechsten Geschichte finde ich ebenfalls sehr gelungen und ich werde bei Suppenwerbespots wohl noch lange grinsen müssen. Aber auch die Thematik von Kindern in Afrika kann anhand dieses Buches thematisiert werden (5 und 6). Zur bald beginnenden Winterzeit passend finden sich drei Geschichten, die erste handelt von dem kindlichen Wunsch nach Schnee  (7), die zweite vom Überwintern von Insekten (8) und die letzte vom sinnvollen Wünsche erfüllen und von Herzenswünschen (9)  – besonders diese letzte Geschichte finde ich sehr gelungen und man merkt deutlich, fast für ein tolles Kind Frieda ist und wie man von ihr lernen kann z.B. großzügig zu sein. Abgeschlossen wird das Buch mit einer wunderschönen Geschichte über das Fernsehen und die Langeweile und darüber, das es eine Menge schöne Gründe gibt um mit einfachen Mitteln ein einzigartiges Fest zu feiern, wenn man nur genug Phantasie hat. Ich denke, es ist für jeden eine Geschichte dabei. Ich fand sie alle zehn sehr lustig zu lesen und mir würde es schwer fallen, wenn ich mich für eine Lieblingsgeschichte entscheiden müsste. Ein Highlight des Buches sind auch die bunten und sehr lebendigen Bilder von Stolz, die die Geschichte sehr schön untermalen und ergänzen.
    Vielen Dank an den Arena-Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!
  • Bewertung:  

Rezension: Amadeus Moll und die Welt der Musik

Michael Twinn – Amadeus Moll und die Welt der Musik

  • Verlag : Arena
  • Seitenzahl :32
  • Teil einer Reihe? :  Nein
  • Inhalt:
    Amadeus Moll ist ein kleiner Maulwurf, der mit Musik aufwächst. Als Baby bekommt er ein Schlaflied vorgespielt, in Kindergarten und Schule macht er selbst Musik und auch zu seinem Geburtstag gibt es Musik. Es ist kein Wunder, dass auch Amadeus Musiker werden möchte, also geht er auf die Musikakademie und dort eines Tages zu einem Konzert. Er verliebt sich unsterblich und komponiert ein Liebeslied für seine Angebetete. Nachdem ein kleines Missverständnis ausgeräumt worden ist, heiraten die beiden und werden selbst eine musikalische Familie.
    Ergänzt wird das Buch durch eine CD, auf der sich das Buch als Hörbuch mit passenden Musikbeispielen findet.
  • Rezension:
    Dieses Bilderbuch ist einfach super. Ich bin total begeistert. Es hat eine sehr süße Geschichte, tolle Bilder und ermöglicht es Kinder Musik näher zu bringen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass es durch eine CD unterstützt wird. Deshalb ist es das perfekte Buch für meine nächste musikalisch und künstlerisch ausgerichtete Projektwoche mit meiner ersten Klasse, die an ein Theaterstück zum Thema Orchester anschließt. Ein Amadeus ist einfach ein Maulwurf zum lieb haben und besonders wie er vor lauter Liebeskummer seine Geige verkaufen will und ihn seine Freunde dann davon abhalten ist total rührend. Seine ganze Lebensgeschichte ist sehr liebevoll und detailreich erdacht und trotzdem hat das Buch nur wenig Text. Auch die farbenfrohen Bilder, gefallen mir sehr gut, sie sind großformatig und trotzdem detailreich und eignen sich hervorragend zum vorlesen und darüber sprechen. So lernen die Kinder im Laufe von Amadeus Leben viele verschiedenen Instrumente  (z.B. Geige, Oboe, Flöte, Klavier, Schlagzeug, Rassel) und Musikrichtungen (z.B. Streichquartett, Orchester und Jazzband) kennen.  Ich liebe dieses Buch und ich bin mir sicher ich werde es noch oft u.a. in meinem Musikunterricht vorlesen und damit  Kindern auf eine einfache aber besonders schöne Art und Weise an  Musik heranführen können.
  • Bewertung:  

    Ein spannendes Buchquiz zu diesem Buch findest du auch unter www.antolin.de
    © Schroedel, Braunschweig