Rezension: Die Liebe ist ein schlechter Verlierer

Katie Marsh – Die Liebe ist ein schlechter Verlierer 

  • Verlag: Random House Audio
  • Länge: 6 CDs, Laufzeit: 7h 13
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Eigentlich hatte Hannah vor, ihrem Mann Tom zu sagen, dass sie sich von ihm trennen und nach Afrika gehen möchte, doch dann kommt alles anders.
  • Rezension: Diese Hörbuch war allein schon deshalb etwas ganz Besonderes, weil es nicht von einem Menschen gelesen wurde, sondern von zwei – einem Sprecher für Tom und einer Sprecherin für Hannah. Immer abwechselnd erfährt man so, was ihn beiden vorgeht, aber nicht nur aktuell, sondern auch zu der Zeit als sie sich kennen gelernt haben. Aber auch ihre Liebesgeschichte macht das Hörbuch so hörenswert, denn sie ist anders und zeigt, dass Liebe wieder erblühen kann und das sehr vieles oft ganz anders kommt als man denkt. Mich hat sie daran erinnert, dass man wirklich jeden Tag bewusst genießen sollte, denn er kommt nicht wieder zurück und man weiß nie, was morgen ist. Wer eine schöne Liebesgesichte lesen bzw. anhören möchte, der ist hier genau richtig.
  • Bewertung: 5 Sterne

Ein ganz besonderes Buch über Erziehung – Rezension: In Liebe wachsen

Dr. Carlos Gonzales – In Liebe wachsen: Liebevolle Erziehung für glückliche Familien. 6. Auflage 2014

In Liebe wachsen

  • Verlag: La Leche Liga
  • Seitenzahl: 256
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Der spanische Kinder-Arzt Dr. Carlos González macht auf seine ganz eigene Art und Weise deutlich welche Irrtümer sich seiner Meinung nach in die Erziehung von Kindern eingeschlichen haben.  Und er macht deutlich, dass die Erwachsenen ihre Ansichten dringend hinterfragen sollten. Darüber hinaus öffnet er den Blick dafür, Kinder mit ganz neuen Augen zu sehen und sie in Liebe aufwachsen zu lassen. Das Buch richtet sich dabei nicht nur an Eltern, sondern auch an alle anderen Erwachsenen, die viel mit Kindern zu tun haben.
  • Rezension: Eine Kollegin hat mir dieses Buch empfohlen und das war wirklich ein sehr guter Tipp. Ich finde das Buch großartig. Carlos González macht auf ganz besondere Art und Weise deutlich, was eigentlich klar sein sollte, nämlich das Babys auch schon fertige Menschen sind und wir sie auch so behandeln sollten. Sie brauchen jede Menge Nähe und Liebe. Das Buch hat mich darin bestärkt auf mein Herz zu hören, was den Umgang mit meinem Baby betrifft und nicht auf die vielen Tipps. Ein schönes Beispiel dafür ist die Tatsache, dass er deutlich macht, dass man ein Baby nicht verwöhnen kann. Ich finde das Buch einfach sehr hilfreich und freue mich darauf zu erleben, wie ich es im Alltag umsetzen kann. Spannend waren für mich persönlich auch die Passagen, in denen es klar um Kinderpsychologie geht. Sie untermauern das Ganze mit Theorie. Das Buch steckt voller Liebe für Kinder und kann meiner Meinung nach Eltern die Angst nehmen, bei der Kindererziehung zu viel falsch zu machen, wenn sie nur auf ihre Gefühle und ihr Herz vertrauen. Daher kann ich das Buch werdenden Eltern aber auch allen anderen Erwachsenen, die viel mit Kindern zu tun haben nur wärmstens an Herz legen, damit noch mehr Kinder „in Liebe wachsen“ könne.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Der Kampf der Wächter

Sabine Schulter  – Der Kampf der Wächter.  Die Geschichte von Sin und Miriam 3

Kampf der Wächter

  • Verlag: Books on Demand
  • Seitenzahl: 408
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist das Ende einer Trilogie. Der erste Band trägt den Titel „Die Erwachte. Die Geschichte von Sin und Miriam“ und der Zweite „Das Phyralit. Die Geschichte von Sin und Miriam 2″.
  • Inhalt: Miriam hat schon viel durchmachen müssen in ihrem Leben als „Erwachte“. 
  • Rezension: Die ersten beiden Bände haben mich wirklich sehr begeistert, trotzdem habe ich erst jetzt den letzten Band zur Hand genommen, weil ich wusste das ich vorher aus verschiedenen Gründen nicht die Ruhe dafür hatte, ein dickes, gebundenes Buch zu lesen – und ein kleines bisschen wollte ich es mir auch einfach aufheben… aber dann war es vor wenigen Tagen endlich soweit. Und obwohl ich beim Lesen immer wieder starke Rippenschmerzen bekommen habe, hat es nicht lange gedauert, bis ich es komplett gelesen hatte, denn es ist genauso großartig wie die vorangegangenen beiden Bände – ein großartiges Finale einer fantastischen Trilogie, das ich allen Fantasy-Fans unter euch absolut empfehlen kann.
  • Bewertung: 5 Sterne

Die Autorin hat mir erzählt, dass es bald auch neue Cover geben wird.

Rezension: Spiegelstaub

Ava Reed – Spiegelstaub

Spiegelstaub

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 301
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der der Abschluss der Spiegel-Saga. Der erste Band heißt „Spiegelsplitter„.
  • Inhalt: Caitlin und Finn konnten sich seit den turbulenten Ereignissen nicht wirklich lange erholen und Cat beherrscht ihre neuen Fähigkeiten noch längst nicht gut genug genug. Was sie nicht weiß ist, dass dies sehr wichtig werden könnte, falls der Magier Seth es geschafft hat zu fliehen. Gemeinsam mit Finn und einigen ihrer Freunde müssen sie ins Land ihrer Mutter reisen, wo einst alles begonnen hat. Und natürlich wird es dort sehr gefährlich…
  • Rezension: Als erstes ist mir das Cover aufgefallen: Ich finde es sehr konsequent, dass es fast genauso aussieht wie das Erste, nur das man jetzt einen Jungen – vielleicht Finn? – sieht. Es ist wirklich sehr gelungen. Allerdings ist es mir sehr schwer gefallen mich an den Inhalt des ersten Bandes zu erinnern und wieder in die Handlung hineinzufinden, obwohl es ja noch gar nicht so lange her ist und ich den Beginn der Spiegel-Saga ja wirklich verschlungen habe. Ich weiß nicht genau, woran das lag, aber es hat mir ein wenig die Lesefreude genommen und außerdem dazu geführt, dass ich das Buch immer wieder zur Seite gelegt habe. Am Ende war ich dann aber doch „versöhnt“ mit dem Buch und fand es durchaus lesenswert und einen passenden Abschluss für den ersten Teil. Ihr solltet die Spiegelsaga aber auf jeden Fall an einem Stück lesen, dann werden ihr es denke ich komplett verschlingen.
  • Bewertung: 3 Sterne

Rezension: In der Entfernung liegt die Wahrheit

Lena Steening – In der Entfernung liegt die Wahrheit. Ein Münsterland – Roman

In der Entfernung liegt die Wahrheit

  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Seitenzahl: 276
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Pauline Große-Landhorst ist beruflich in Hamburg, um in einer Werbeagentur ein Interview durchzuführen. Dort trifft sie auf Jan und verliebt sich sofort in ihn. Sie verbringen den Abend miteinander, doch am nächsten Morgen muss Pauline zurück nach Münster. In den nächsten Tagen wartet sie sehnsüchtig auf ein Lebenszeichen von Jan. Dieser kämpft währenddessen mit seinem Privatleben, überdenkt seine Beziehung zu seiner Freundin und seinem Vater. Auch Pauline denkt über ihr Leben nach und stößt dabei zufällig auf das Tagebuch ihrer Mutter. Nach und nach wird deutlich das es eine Verbindung zwischen ihren beiden Familien gibt, doch damit haben die beiden kein bisschen gerechnet. Was werden sie herausfinden und wie wird sich ihre Vergangenheit auf ihr aktuelles Leben auswirken?
  • Rezension: Das Buch war schon allein deshalb spannend, weil es in Hamburg (dem Ort wo ich lebe) und Münster (dort wohnen meine jüngeren Geschwister) spielt. Und deshalb habe ich das Buch auch gern gelesen, obwohl mich das Cover so gar nicht angesprochen hätte. Die Handlung gefällt mir sehr gut und hat mich schnell in ihre Bann gezogen. Immer wieder erfährt man Dinge aus den verschiedensten Perspektiven, denn es sind wirklich jede Menge Menschen verwickelt. Das macht das Ganze sehr spannend und man stellt schnell jede Menge Vermutungen auf, wie alles zusammenhängt und möchte es den Protagonisten mehr als einmal zurufen, zusammen mit Tipps wie sie sich bitte verhalten sollen. Ich konnte das Buch dann auch gar nicht mehr aus der Hand legen, bis sich endlich alles aufgeklärt hat. Wer ein spannendes Buch mit einer Mischung aus Liebes-und Familiengeschichte sucht, der ist hier genau richtig. Die Autorin hatte mir „Spaß beim lesen, kurzweilige Unterhaltung oder Ablenkung vom Alltag“ gewünscht und ich habe alles Drei bekommen.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Book Elements 3: Das Geheimnis unter der Tinte

Stefanie Hase – Book Elements 3. Das Geheimnis unter der Tinte

Book Elements 3

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 360
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist das Ende einer Trilogie. Der erste Band trägt den Titel:  „Book Elements 1. Die Magie zwischen den Zeilen“ und der Zweite „Book Elements 2. Die Welt hinter den Buchstaben.“
  • Inhalt: Das Buch spielt gleichzeitig in der realen Welt, wo wir Laurie begleiten und in der Welt von Oherside, wo Lin und die anderen haben immer noch gefangen sind. Ihr Leben ist unglaublich gefährlich, denn es verändert sich ständig. Ihre einzige Chance ist es, das Tor zur Realität zu finden. Wird es ihnen gelingen und wie sehr wird Zac dabei helfen, auch wenn es Rio nicht in den Kram passt? Und wie wird sich Laurie in der realen Welt schlagen, kann sie den in Otherside gestrandeten helfen und wie kommt sie mit ihrer eigenen vergantet klar?
  • Rezension: Ich hatte mir sehr gewünscht, dass mich das Ende der Trilogie wieder würde so sehr gefangen nehmen können, wie es der Beginn getan hat. Aber leider war das nicht der Fall. Ich habe einfach nicht wieder in die Geschichte hineingefunden und fand sie eher langweilig. Das kann aber auch schlicht und einfach daran liegen, dass ich die ersten deine Bände schon im Dezember gelesen habe. Allerdings war es ehre ein emotionales als ein inhaltliches Problem, denn von der Handlung her schließt es sich logisch an und die ersten Kapitel helfen sich an das vorangegangenen zu erinnern. (Trotzdem muss man zwingend die ersten beiden Bände lesen, bevor man diesen hier verstehen kann.) Allein schon das Eifersuchtsthema zwischen Ric, Lin und Zac, das ja eigentlich Potential gehabt hätte, kam irgendwie nicht bei mir an. Vielleicht war ich einfach nicht in der richtigen Stimmung für diesen doch eher düsteren Abschluss der Trilogie, woran dann auch das Ende nichts mehr ändern konnte. Fantasyfans kann ich aber trotzdem sehr empfehlen der „Book Elements Reihe“ eine Chance zu geben, denn das erste Buch und die Idee an sich finde ich nach wie vor großartig!
  • Bewertung: 3 Sterne

Rezension: Verleihe niemals deinen Mann

Graham Greene – Verleihe niemals deinen Mann

Verleihe niemals

  • Verlag: Verlag Klaus Wagenbach
  • Seitenzahl: 104
  • Teil einer Reihe?: Nein, aber es gibt ein vergleichbares Buch des selben Autor: „Heirate nie in Monte Carlo„, dessen inhaltliche Fortsetzung es ist.
  • Inhalt: Wenn das Buch auch kein Teil einer Serie ist, so ist es doch quasi inhaltliche Fortsetzung des Romans von Graham Greene „Heirate nie in Monte Carlo„. Schon optisch passen die beiden schmalen  Bändchen perfekt zusammen: roter Leineneinband mit einem nostalgisch anmutenden Foto eines jungen Paares im bzw. am Wasser. Der letzte Band mit den beiden Erzählungen erschien als englisches Original erstmals 1967 und wurde nun von Wagenbach neu aufgelegt. Sowohl in „Verleihe niemals deinen Mann“ als auch in der 2. Erzählung „Billig im August“geht es um die Liebe und das Fremdgehen in der Ehe. Die Erzählungen spielen wie immer bei dem Autor an malerischen Plätzen, diesmal wieder an der Riviera und in Jamaika, wo der August schon zur Nachsaison zählt und deshalb billiger ist und sich von Menschen geleistet werden kann, die sonst eher sparsam leben. Während das Motto des vergangenen Romans „The Loser takes it all“ war, ist es jetzt das trotzige: „Je ne regnete rien!“ („Ich bereue nichts!“ nach einem bekannten französischen Chanson!)
  • Rezension: Dem Autor ist mit der 1. Erzählung eine wunderbare Beschreibung menschlicher Beziehungen, Begierden, Sehsüchte und Selbsttäuschungen gelungen. Durch die Ich-Form fühlt sich der Leser mittendrin im Geschehen. Obwohl äußerlich nicht viel passiert, eröffnet sich dem Leser ein facettenreiches Spektrum menschlicher Verhaltensweisen. Der Autor ist dabei Beobachter (er erahnt die Entwicklung) und Beteiligter zugleich. (Er ist ein wenig verliebt in die frisch verheiratete Flitterwöchnerin.) Sie ist im „Alter des Vertrauens“, er in jenem „des Zynismus“, woraus sich psychische Spannungen der Extraklasse ergeben. Auch die zweite Erzählung ist äußerst subtil beobachtet und spannend geschrieben. Wieder geht es um Innenschau der Protagonistin Mary, eine 39-jährige Ehefrau, die aber alleine Urlaub in Jamaica macht. Sie lässt sich auf eine kurze sexuelle Begegnung mit einem siebzigjährigen Hotelgast ein, der aus ihrer Sicht als klug und warmherzig geschildert wird. Wie sich die Segnung entwickelt ist so spannend und vorurteilsfrei dargestellt, dass man der fremdgehenden Ehefrau nicht böse sein kann. Was sie macht, ist nachvollziehbar und manchem Leser vielleicht aus eigenen Wünschen bekannt. Beide Erzählungen sind so unspektakulär und trotzdem so faszinierend – wirklich große überzeugende Schreib- und Gedankenkunst!
  • Bewertung: 5 Sterne