Rezension: Zementfasern

Mario Desiati – Zementfasern

  • Verlag: Wagenbach
  • Seitenzahl: 285
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Mimi lebt führt kein leichtes Leben. Ihre Kindheit ist alles andere als leicht und auch als Erwachsene hat es Mimi nicht einfach. Sie ist eine der Frauen, die in einem kleinen Dorf im Süden Italiens wohnt, in dem nach und nach fast nur noch Frauen und Kinder leben. Doch trotzdem sind Mimi und ihre Tochter Arianna beim nächsten Patronenfest nicht allein und unterkriegen lassen sie sich auch nicht.
  • Rezension:
    Das Buch bzw. deren Inhalt beruht auf einer wahrend Begebenheit. Lange Zeit mussten viele italienische Gastarbeiter in einer Asbestfabrik in der Schweiz, was schwere gesundheitliche Folgen für dieses Männer und ihre Familien hatte. Diese Tatsache hat mich sehr berührt, besonders dadurch wie sie zu Beginn des Buches aus der Sicht eines Kindes bzw. jungen Mädchens geschildert wird. Generell finde ich es beeindruckend wie stark Menschen und insbesondere Frauen sein können, wenn sie kämpfen müssen. Der Autor schildert die Geschehnisse auf eine ganz besondere Art und Weise, aber irgendwie konnte er mich nicht ganz erreichen, obwohl der Inhalt an sich mich durchaus berührt, kamen sie Worte nicht richtig bei mir an. Seine Ausdrucksweise ist mir irgendwie fremd. Ich bin mir aber sicher, dass dieses Buch durchaus das Potential hat Menschen zu berühren und zu fesseln, auch wenn das bei mir nicht der Fall war. Daher kann ich das Buch trotzdem weiter empfehlen.
    Vielen Dank an den Wagenbach-Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Soul Seeker. Vom Schicksal bestimmt

Alyson Noel – Soul Seeker. Vom Schicksal bestimmt

  • Verlag: Page & Tuner
  • Seitenzahl: 444
  • Teil einer Reihe?: Ja – es ist Band 1 von schon 4 geplanten Teilen.
  • Inhalt:
    Daire ist 16 Jahre alt und zieht mir ihrer Mutter, die als Maskenbildnerin arbeitet von Ort zu Ort. Doch kurz nach ihrem 16.  Geburtstag ändert sich ihr Leben schlagartig. Sie hat plötzlich Visionen und seltsame Träume, in denen immer wieder ein Junge mit wunderschönen blauen Augen eine wichtige Rolle spielt. Zudem scheinen sich auf einmal Krähen ganz besonders für sie zu interessieren. Daire fürchtet verrückt zu werden, etwas Klarheit bringt erst der Kontakt mit ihrer Großmutter, die sie nie zuvor gesehen hat. Sie ist ein Soul Seeker und hat die Fähigkeit zwischen den Welten zu wandeln. Doch wird sie dieses Fähigkeiten noch rechtzeitig trainieren können, bevor sie gezwungen ist sie anzuwenden? Und welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Jungen mit den besonderen Augen?
  • Rezension:
    Ich habe das Buch direkt vom Verlag vorgeschlagen bekommen und bin sehr froh darüber, denn das Buch ist einfach genial! Am liebsten würde ich schon jetzt den nächsten Band lesen, der aber erst im Juli 2013 rauskommt. Daire ist einfach ein beeindruckendes Mädchen mit einem ganz besonderen Charakter, unglaublich welche Stärke und welchen Mut sie an den Tag legt, um sich für ihre Oma einzusetzen und ihre neuen Kräfte zu nutzen. Toll, dass der Schlüssel dazu ist, dass sie in sich hinein hört und ihrem Gefühl und sich selbst vertraut. Auch die Charaktere der beiden so völlig ungleichen Zwillinge finde ich sehr spannend und bereichernd für die insgesamt gute Idee der Geschichte. Für mich persönlich war ein weiteres kleines Highlight, dass die Oma ihre Enkelin Nieta nennt und sie diese irgendwann liebevoll Abulea, also mit dem spanischen Wort anspricht und ich selbst gerade Spanisch lerne. Auch die schwierige Beziehung zwischen Daire und ihrer Mutter finde ich gut aufgegriffen und in die Geschichte eingearbeitet. Ich bin mir sicher, dass das Buch auch Jugendliche begeistern und sie zum Nachdenken über viele Thema, wie z.B. Vertrauen, Eltern, Selbstbewusstsein , Scheinwelt und Leben in Hollywood anregen wird, wobei es wahrscheinlich eher Mädchen anspricht. Ich empfehle es sehr gern weiter und freu misch jetzt schon auf die Fortsetzung!
    Vielen Dank an den Verlag Page & Tuner, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Die Angst der Bösen

Kristina Dunker – Die Angst der Bösen

  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 240
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Fünft Jugendliche auf einer Abschlussfahrt der 10.Klasse: Eine Clique in der oft Langeweile herrscht bei der Gewalt an der Tagesordnung ist. Ein Obdachloser ist zur falschen Zeit am falschen Ort und damit nimmt das Unheil seinen Lauf. Dazu kommen einige schwerwiegende Missverständnisse und plötzlich ist der erste der Jugendlichen tot und auch die anderen schweben in tödlicher Gefahr…
  • Rezension:
    Ich weiß gar nicht mehr genau, wie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin, aber ich bin froh es gelesen zu haben, denn es hat mich nicht nur gefesselt sondern auch wirklich überzeugt. Es ist eingeniales Jugendbuch, dass sich eines sehr wichtigen Themas annimmt, der Gewalt die von Jugendlichen manchmal ausgeht und deren Folgen. Dabei wird aber nicht einfach zwischen den bösen Jugendlichen und den armen Opfern unterschieden. Es gelingt der Autorin auf unglaublich feinfühlige Art und Weise deutlich zu machen, wie es zu einem so schrecklichen Vorfall kommen kann und welche komplizierten Mechanismen sich dahinter verbergen können. Auch macht sie deutlich, dass es nicht immer einfach ist, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden. Dabei wird deutlich, wie schwer es manchmal sein kann die richtigen Schlüsse zu ziehen und das richtige zu tun. Außerdem wird deutlich, dass kleine Missverständnisse und große Vorurteile oft gefährliche Folgen haben können. Die Charaktere der Jugendlichen werden dabei sehr beeindruckend und authentisch gezeichnet und machen das Buch wahrscheinlich gerade für Jugendliche sehr spannend. Ich denke es eignet sich auch gut als Schullektüre. Der einzige kleine Wermutstropfen ist, wie schlecht die Lehrerin der Schüler wegkommt. Andererseits wird an ihr deutlich wie leicht man auf andere Menschen und deren vermeintliche Freundlichkeit hereinfallen kann – jeder von uns. Ich kann dieses Buch, was ich selbst förmlich verschlungen habe, uneingeschränkt weiterempfehlen und bin mir sicher es wird vielfach als Gesprächsanlass dienen.
    Vielen Dank an den dtv-Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Der schönste Fehler meines Lebens

Susan Elizabeth Philips – Der schönste Fehler meines Lebens

  • Verlag: blanvalet
  • Seitenzahl: 447
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Meg ist eine Chaotin, die irgendwie nichts so richtig auf die Reihe bekommt. Auch als sie die Hochzeit ihrer besten Freundin Lucy besucht sorgt sie für Chaos, denn sie überzeugt Lucy Sekunden vor der Trauung, dass sie mit der Hochzeit einen großen Fehler machen würde und so wird die Hochzeit kurzfristig abgeblasen. Leider kann Meg anschließend die Stadt nicht verlassen, da sie völlig pleite ist und somit ihre Hotelrechnung nicht zahlen kann und damit nimmt das Chaos seinen Lauf, als sich Meg nun der Feindschaft der anderen Bewohner der Stadt und ihren eigenen Gefühlen stellen muss…
  • Rezension: Den Titel fand ich zuerst etwas seltsam, wenn man den Klappentext liest. Jetzt, nach dem ich aber das komplette Buch kenn, kann ich ihn gut nachvollziehen, finde ihn aber trotzdem nicht ganz passend. Die Idee, dass man eine Freundin so wenig sieht und kennt, dass man erst auf deren Hochzeit feststellt, dass man denkt der zukünftige Bräutigam nicht gut für sie ist finde ich befremdlich, genauso wie den Gedanken die Hochzeit einer Freundin zu sabotieren, obwohl es natürlich wichtig ist einer Freundin zu sagen, wenn man man denkt, dass sie einen Fehler macht. Ich könnte mir trotzdem nicht vorstellen etwas mit dem Fast-Bräutigam meiner Freundin anzufangen… Die Geschichte an sich hat aber trotzdem wirklich ihren Reiz, da sie irgendwie nicht vorhersehbar ist und Meg einfach klasse. Man fühlt sofort mit ihr mit und leicht macht sie sich es ja auch nicht, sich die Gefühle zu Ted einzugestehen. Was sie dabei erlebt ist einfach wahnsinnig kurzweilig und amüsant – irgendwie sogar ein wenig verrückt und sorgt für den besonderen Reiz des Buches. Gut gefällt mir auch wie die Gefühle der Charaktere beschrieben werden und sich innerhalb des Buches wandeln. Ich kann es wirklich weiter empfehlen, wenn man eine ungewöhnliche aber romantische Liebesgeschichte lesen möchte und sich an der Rahmenhandlung nicht stört.
    Vielen Dank an den blanvalet-Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Zwei Leben – eine Liebe

Kirsten Winkelmann – Zwei Leben – eine Liebe

  • Verlag: GerthMedien
  • Seitenzahl: 544
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Cordula hat keine einfache Jugend. Ihre Pflegeeltern tyrannisieren sie, ihre Klassenkameraden ebenfalls und sie ist stark übergewichtig. Ihre große Liebe Tim sucht Trost bei ihr als er mal wieder Streit mit seiner Freundin hat. Zuerst ist Cordula im siebten Himmel doch dann muss sie sich der Realität stellen und dieses Realität hat weitreichende Konsequenzen… Viele Jahre später wird Cordula, die sich mittlerweile ein Leben als Anwältin mit dem Namen Cora aufgebaut hat, von der Vergangenheit eingeholt und macht dabei unglaubliche Entdeckungen…
  • Rezension:
    Eine sehr schöne Geschichte über Menschen, die sich in Lügen verstricken und am Ende die Kraft der Vergebung und der Ehrlichkeit spüren dürfen. Von Anfang an konnte ich mit Cordula bzw. Cora mitfühlen. Es ist unglaublich hart unglücklich verliebt zu sein und die Art und Weise wie in diesem Buch damit umgegangen wird, gefällt mir sehr gut. Auch finde ich es sehr einfühlsam, wie die Autorin Coras Gedanken und Gefühle schildert und den inneren Konflikt, in dem sie sich ständig befindet. Toll, dass am Ende die Wahrheit siegt und nicht die Ungerechtigkeit. Mir gefällt es gut, wie deutlich wird, dass es nicht immer leicht ist, die Wahrheit zu sagen, dass es aber immer schwerer wird, je länger man damit wartet.
    Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, es ist eine sehr tolle und bewegenden Geschichte über eine starke Frau mit großer Angst und unwahrscheinlichen Komplexen, die es schafft diese mit Hilfe ihres Glaubens zu überwinden.
  • Bewertung:  

Rezension: Unter dem Schatten des Todes

Robert Brack – Unter dem Schatten des Todes

  • Verlag: Nautilus
  • Seitenzahl: 224
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Klara Schindler bekommt von der KPD den Auftrag als Journalistin der Times getarnt nach Berlin zu reisen und dort alles über den Brand des Reichstages in Erfahrung zu bringen. Besonders wichtig sind die Informationen über den vermeindlichen Brandstifter van der Lubbe. So begibt sich Klara auf eine nicht ganz ungefährliche Spurensuche…
  • Rezension: Ich habe auf einem Bücher-Lesungs-Abend in einer Buchhandlung Anfang Mai von diesem Buch erfahren und mein Interesse wurde sofort geweckt. Ich liebe historische Romane, besonders auch solche die auf wahren Begebenheiten beruhen. Krimis verschlinge ich und fand es zudem besonders spannend das Buch eines in Hamburg lebenden Autoren zu lesen, anmit stand schnell fest, dass ich dieses Buch lesen möchte. Ob mir das Buch gefallen hat lässt sich nicht so einfach sagen. Der Schreibstil des Autors und seine Art und Weise das Buch und die Geschichte aufzubauen hat mir sehr gut gefallen. Es liest sich wirklich wie ein Krimi und gar nicht wie ein Buch über ein historisches Ereignis. Das finde ich genial. Allerdings liegt genau hier auch die Unsicherheit bezüglich der Frage danach, wie gut mir das Buch gefallen hat. Das Buch ist toll, aber leider interessiere ich mich dann scheinbar doch nicht genug für die historischen Zusammenhänge die sich in der Zeit des Reichstags-Brandes einordnen lassen. Ich habe einiges nicht verstanden, anderes war mir zu ausführlich. Dies liegt aber eindeutig nicht an dem Buch, sondern an mir und am Ende fand ich es dann auch wieder sehr spannend und wollte wissen, wie es ausgeht. Ich finde es ist eine geniale Art und Weise sich mit dieser Thematik auseinander zu setzen und sie gerade auch nicht so versierten Lesern nahe zu bringen. Ich bin mir sicher an Geschichte sehr interessierte Leser wie mein Vater werden dieses buch lieben, daher kann ich es uneingeschränkt weiter empfehlen. Es hält vollkommen was es verspricht. Vielen Dank an den Nautilus-Verlag der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Die Touristin

Taylor Stevens – Mission Munroe. Die Touristin

  • Verlag: Goldmann
  • Seitenzahl: 447
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der erste Teil einer Thrillerserie um Vanessa Munroe.
  • Inhalt:
    Vanessa Munroe ist ein Chamäleon und eine Jägerin. Sie ist perfekt darin, sich anzupassen und Informationen zu sammeln. Als sie den Auftrag erhält die Adoptivtochter eines texanischen Öl-Milliadärs zu finden, reist sie nach Afrika und damit gleichzeitig zurück in ihre Vergangenheit. Aber nicht nur ihre eigene Biografie macht ihr die Reise unerwartet schwer, irgendjemand scheint nicht zu wollen, dass sie Erfolg hat…
  • Rezension:
    Das Buch ist einfach klasse, die Geschichte aber auch der tolle Erzählstil haben mich von Anfang an gefesselt. Ich denke das es auch daran liegt, dass es sie Autorin selbst nicht leicht hatte im Leben und auch die dunklen Seiten Afrikas hautnah erlebt hat. Irgendwie schafft Taylor Stevens es, dass der Leser sich zugleich in Vanessa bzw. Michael verliebt und sie fürchtet. Und außerdem hatte ich das Gefühl teilweise mittendrin im Buch zu sein und es hautnah mitzuerleben, so authentisch und spannend wird die Geschichte erzählt. Es ist unglaublich welchen Mut und welche Kraft Vanessa entwickelt und welches Durchhaltevermögen sie an den RTag legt, wie sich sich selbst von schwierigsten Bedingungen und Umständen nicht entmutigen lässt. Besonders gut gefällt mir, dass die Handlung so gar nicht vorhersehbar ist, ich konnte es am Ende kaum glauben wie sich alle Puzzleteile in ein großes Ganzes fügen. Unglaublich wozu Menschen in der Lage sind allein aus Macht- und Geldgier. Aber auch schön, das man trotzdem spüren kann welche Kraft auch die Liebe bewirken kann. Ich kann das Buch allen Thriller-Liebhabern unbedingt weiterempfehlen, man darf aber wirklich nicht zu empfindlich sein, die Geschichte ist alles andere als harmlos. Vielen Dank an den Goldmann-Taschenbuchverlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: