Rezension: Schneewittchen muss sterben

Nele Neuhaus – Schneewittchen muss sterben

  • Verlag: List (Aktion zum Welttag des Buches)
  • Seitenzahl: 536
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der vierte von fünf Teilen.
  • Inhalt:
    Tobias wird nach 10 Jahren aus dem Gefängnis entlassen und kehrt in sein Heimatdorf zurück. Dort beginnt er sofort die Feindseligkeiten der anderen Dorfbewohner zu spüren. Kurz danach wird seine Mutter von einer Brücke gestoßen. Die Kriminalkommissarin Pia beginnt zu ermitteln und gerät dabei schnell an den Punkt, an dem ihr klar wird, dass sie die Vergangenheit wieder neu aufrollen muss. Als dann erneut ein Mädchen verschwindet wird es richtig brenzlig…
  • Rezension:
    Ich kannte bisher nur „Wer Wind sät“, hatte aber schon viel Positives über Nele Neuhaus gehört und mich deshalb ja ach bei der Aktion zum Welttag des Buches für „Schneewittchen muss sterben“ entschieden und meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Das Buch ist einfach klasse und fesselnd bis zur letzten Seite. Zugleich ist es auch erschreckend zu lesen, wie sich ein ganzes Dorf gegen einen Einzelnen verschwört und welche Macht gleichzeitig ein anderer Einzelner haben kann. Toll, dass es der Autorin trotzdem gelingt deutlich zu machen, das Vertrauen auch unter schwierigen Bedingungen aufrecht erhalten werden kann. Das macht Mut. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.
    Vielen Dank an die Stiftung Lesen, die mir und 30 anderen Lesern dieses Buch zur Verfügung gestellt haben.
  • Bewertung: 

Rezension: Artemis Fowl. Die Verschwörung

Eoin Colfer – Artemis Fowl. Die Verschwörung

  • Verlag: List
  • Seitenzahl: 240
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der zweite von sieben Bänden.
  • Inhalt:
    Artemis Fowl ist noch ein Junge aber trotzdem schon ein Meisterverbrecher und er hat er das Ziel seinen Vater zu retten. Dabei bekommt er unerwartet Hilfe von einigen Unterirdischen, allen voran  der Fee Holly. So richtig gefährlich wird es aber erst, als er bemerkt, dass im Reich unter der Erde irgendetwas nicht stimmt und sich scheinbar alle Unterirdischen gegen Artemis und seine kleine Gruppe verschworen haben. Kann Artemis einen neuen genialen Plan entwickeln? Wird es ihm trotzdem gelingen sein Vater zu retten?
  • Rezension:
    Auch der zweite Band der Artemis Fowl Serie ist einfach magisch. Mir persönlich hat der erste Teil aber ein wenig besser gefallen. Auch muss ich deutlich sagen, dass man unbedingt das erste Buch gelesen haben muss, bevor man dieses Buch liest. Wer das erste Buch geliebt hat, wird diesen zweiten Band aber auf jeden Fall ebenfalls mögen. Ich persönlich fand es spannend Artemis irgendwie noch von einer anderen Seite kennen zu lernen und war sehr gespannt, wie es ihm wohl gelingen wird, seinen Vater zu retten.
  • Bewertung: 

Rezension: Retrum

Francesc Mirales – Retrum

  • Verlag: Loewe
  • Seitenzahl: 345
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Christian wird völlig aus der Bahn geworfen als sein Zwillingsbruder stirbt- Zuerst zieht er sich völlig zurück, doch dann begegnet er bei einerm seiner Aufenthalte auf dem Freidhof  zufällig einer Gruppe von Jugendlichen, die sich selbst Retrum nennen. Alexia, Robert und Lorena halten sich regelmäßig auf Friedhöfen auf und Christian ist sofort fanziniert von ihnen und schließt sich deshalb der Clique an. Doch bald merkt er, dass das Ganze nicht so harmlos ist wie er dachte. Es ist kein Spass mehr, sondern wird zum tödlichen Ernst…
  • Rezension:
    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob mir das Buch gut gefallen hat oder nicht. Das Buch ist sehr spannend und fesselt den Leser von der ersten Seite an, soviel steht fest. Auch die einzelnen Charaktere sind sehr glaubwürdig konstruiert und wirken authentisch. Als Leser ist man nah bei Christian und möchte ihm manchmal Tips zurufen oder vor etwas warnen. Auch die in dem Buch eingewobene Liebesgeschichte gefällt mir sehr gut. Es geht um die Frage welche Aspkete für die Partnerwahl entscheidend sind und was Treue bedeutet. Ich bin mir sicher, dass diese Punkte das Buch für Jugendliche lesenswert machen und durchaus zum Nachdenken anregen können. Was mir persönlich an dem Buch aber nciht so gut gefällt und was ich auch für Jugendliche bedenklich finde ist die enorme Düsternis und Bedrohlichgkeit dieses Buches. Ich denke das der Umgang mit „Todeskult“ und „Okultismus“ hier verharmlost wird, ebenso die Art und Weise wie Christian von „Alexias Geist“ bedroht wird und wie sehr so etwas ängstigen kann. Ob ich das Buch weiter empfehlen soll, weiß ich nicht. Vielleicht lest ihr es einfach und bildet euch selbst eine Mienung.
    Vielen Dank an den Loewe Verlag , der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

    Ein spannendes Buchquiz zu diesem Buch findest du auch unter www.antolin.de
    © Schroedel, Braunschweig

Rezension: Missing. Gefährliche Träume

Meg Cabot – Missing. Gefährliche Träume

  • Verlag: cbj
  • Seitenzahl: 256
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Jess kann eigentlich nichts aus der Fassung bringen, bis sie eines Tages seltsame Träume hat und nach dem Aufwachen unerwartet den Aufenthaltsort vermisster Kinder kennt, deren Bild sie zuvor auf einer Milchpackung gesehen hat. Sofort beginnt Jess mit der Rettung dieser Menschen, doch dann wird ihr klar, dass vielleicht gar nicht alle gefunden werden wollen und auch dem BFI bleibt ihre Gabe nicht lange verborgen. Plötzlich ist ihr Leben Ales andere als einfach…
  • Rezension:
    Fesseln bis zum Schluss! So lautet mein Fazit zu diesem Buch. Auch wenn die Gabe an sich für mich völlig unglaubwürdig ist so ist der Gedanke doch bis zum Schluss folgerichtig zünde gedacht und eröffnet ein sehr spannenden Feld, nämlich die Frage danach, ob alle vermissten Menschen auch gefunden werden wollen, und ob es nicht manchmal besser ist, wenn sie weiterhin im verborgenen Leben können. Auch Jess wird dieser Konflikt schnell klar und sie handelt entsprechend. Dabei finde ihren Charakter genial konstruiert , denn man erleben förmlich mit, wie sehr sie damit kämpft herauszufinden, was „richtig“ ist und was nicht. Dabei ist sie wahnsinnig liebenswert und sympathisch, was u.a. anderes an ihrem Umgang mit ihrer Familie und Sean, dem ersten Jungen, dessen Aufenthaltsort sie erträumt hat. Ihr Verhältnis zu Rob gibt der Geschichte ein weitere, interessante Facette und wirft die Frage nach sozialen Gruppen und ihrer Bedeutung sowie  Vorurteilen gegenüber Menschen auf. Ich denke dieses Buch trifft genau in die Lebenswelt von Jugendlichen und ist spannend bis zur letzten Seite. Deshalb wird es sicherlich nicht nur von dieser Altersgruppe verschlungen werden. Ich kann es trotz des zuerst etwas unrealistisch wirkenden Inhaltes nur weiter  empfehlen.
    Vielen Dank an den cbj-Verlag , der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Ruf der Tiefe

Brandis & Ziemek – Ruf der Tiefe

  • Verlag: Beltz & Gelberg
  • Seitenzahl: 424
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Der 17-jährige führt ein völlig anderes Leben als andere Jugendliche, denn er lebt in der Tiefsee und arbeitet dort als Flüssigkeitstaucher. Gemeinsam mit seinem Partner, dem Krakenweibchen Lucy erforscht er den Meeresboden der Tiefsee. Doch plötzlich schein das Meer verrückt zu spielen und Leon begibt sich in große Gefahr um dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Unerwartete Hilfe bekommt er dabei ausgerechnet von Carima, einem Mädchen von oben, dass als Touristin zu Besuch in der Unterwasserstation war die Leon sein Zuhause nennt.
  • Rezension: Das Buch ist klasse! Es zieht den Leser sofort komplett in seinen Bann und man versinkt förmlich in der Geschichte bis man beim Ende angelangt ist, darüber vergisst man alles andere. Auch in diesem Buch behandelt das Autorenteam ein naturwissenschaftliches Thema aus der Sicht eines Jugendlichen, welcher im Laufe der Geschichte eine wichtige moralische Frage beantworten muss. Dieses Erstlingswerk gefällt mir aber noch viel besser als „Lucy“, das andere Buch, dass ich bereits von den Autoren gelesen habe. Begeistert bin ich wieder von der Genauigkeit der Recherchen und der damit verbundenen, unglaubliches Authentizität der Geschichte. Die Handlung des Buches ist wahnsinnig spannend und die (vor allem jugendlichen) Charaktere einfach liebenswert. Ich bin mir sicher, dass dieses Buch Jugendliche vollauf begeistern und für den Umweltschutz interessieren wird.  Aber auch Erwachsenen kann ich dieses Buch nur ans Herz legen, denn es ist auf jeden Fall lesenswert und sehr kurzweilig.
    Vielen Dank an den Verlag Beltz & Gelberg , der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Die Stadt aus Gold und Silber

Kenizé Mourad – Die Stadt aus Gold und Silber

  • Verlag: blanvalet
  • Seitenzahl: 448
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Kenizé Mourads Mutter war die letzte türkische Sultanin und  ihr Vater der indische Radschah von Badalpur. In diesem Buch beschreibt sie das Leben von Hazrat Mahal, einem zur Königin gewordenen Waisenmädchen um Jahr 1856. Sie ist nicht nur wunderschön, sondern auch hartnäckig und sie will ihr Land retten. Mit ihr gemeinsam kämpft der treue Radscha Jai Lal, Hazrat ist lange der Motor des Widerstandes, doch dann unterbreite ihr die Briten ein unmoralisches Angebot entgegen. Wie wird sie sich entscheiden?
  • Rezension:
    Ich war sehr neugierig auf dieses Buch. Leider war ich ein bisschen enttäuscht. Mir persönlich gerät die Geschichte von Hazrat zu sehr in den Hintergrund, währen die politischen Feinheiten und Wendungen bis ins kleinste Detail geschildert werden. Ich hatte einfach etwas anderes erwartet, mir war aber auch nicht bewusst, dass es sich bei dem Buch im eine wahre Begebenheit handelt.  Trotzdem hat mich die Geschichte wirklich sehr beeindruckt, es ist kaum zu glauben, welche enorme Kraft, starken Mut und welch großes Durchhaltevermögen Menschen aufbringen können, die für ihnen etwas wichtiges kämpfen. Sehr hilfreich fand ich das Glossar am Ende des Buches, ich denke ich habe eine Menge über die Zustände in Indien im Jahr 1856 gelernt. Ich kann das Buch weiterempfehlen an alle, die sich für die historischen Ereignisse in Indien interessieren und die Geschichte einer beeindruckenden und sehr starken Frau lesen wollen.
    Vielen Dank an den Blanvalet-Verlag der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Blackout

Marc Eisberg – Blackout

  • Verlag: blanvalet
  • Seitenzahl:800
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Unbekannte Terroristen sorgen einem einem Tag im Februar für einen Stromausfall in vielen Teilen Europas. Der italienische Ex-Hacker Piero Manzano erfährt dies sofort hautnah und versucht auf eigene Faust herauszufinden, was passiert ist. Er vermutet einen Hacker-Angriff, doch niemand glaubt ihm. Als er es endlich schafft zu den Behörden durchzudringen ist die Lage bereits als sehr bedrohlich einzustufen. Die Menschen kämpfen im wahrsten Sinne des Wortes um ihr überleben. Leider bringt man Manzano nicht überall uneingeschränktes Vertrauen entgegen und dann bricht auch noch das Stromnetz einer anderen Großmacht zusammen. Doch Manzono gibt nicht auf…
  • Rezension:
    Dieses Buch ist einfach erschreckend genial. Wie der Autor selbst in seinem Nachwort schreibt ist sein erstes Manuskript in zwei Teilen leider von der erschreckenden Realität eingeholt worden. „Nein, das ist wirklich Fiktion, so etwas kann nie passieren“ hat sich als die Unwahrheit herausgestellt. Ich hoffe ebenso wie Eisberg selbst, dass das Szenario in diesem Buch nicht irgendwann auch Wirklichkeit wird. Gerade wegen seiner beindruckenden und erschreckenden Authentizität gefällt mir das Buch so gut. Beim Lesen habe ich eine Gänsehaut bekommen und immer wieder gedacht : „hoffentlich wird das nie Wirklichkeit“ und „erschreckend welche Folgen ein solcher von Hackern ausgelöster Stromausfall innerhalb kürzester Zeit hätte“. Das Buch regt wirklich sehr zum Nachdenken an über die Gefahren der Technik und die Globalisierung und Technisierung unserer Welt. Außerdem macht sie deutlich wie schnell das Chaos ausbricht und kriegsähnliche Zustände herrschen, wenn der Strom ausfällt und damit eigentlich kein alltägliches Leben mehr möglich ist, weil innerhalb kürzester Zeit alles zusammenbricht, von der Wasserversorgung über das Gesundheitssystem bis zu hygienischen Gegebenheiten und finanziellen Aspekten unsere Welt. Ich finde es aber toll, dass das Buch Menschen in den Mittelpunkt stellt die sich anders verhalten als erwartet und eine Menge riskieren, um anderen zu helfen. Die Charaktere sind einfach klasse. Die Handlung des Buches ist so spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und die letzten 600 Seiten in nur 1,5 Tagen gelesen habe. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen, aber „Achtung!“ es macht süchtig und führt dem Leser sehr deutlich vor Augen was passieren würde bei einem Blackout.
    Vielen Dank an den blanvalet-Verlag,  der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!
  • Bewertung: