Rezension: Der Geschmack von Apfelkernen

Katharina Hagena – Der Geschmack von Apfelkernen

Geschmack von Apfelkernen

  • Verlag: KiWi-Taschenbuch
  • Seitenzahl: 272
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Iris erbt das Haus ihrer Großmutter Bertha und obwohl sie eigentlich nur kurz bleiben möchte, um alles zu regeln, bleibt sie dann doch etwas länger. Während sie durch die Zimmer streift kommen Erinnerungen hoch und alte Geheimnisse treten wieder an die Oberfläche.
  • Rezension: Es ist schon vier Jahre her, bevor ich dieses wundervolle Buch geschenkt bekommen habe daher erinnere ich mich nicht mehr an jeden Detail. Aber ich wusste sofort, dass es ein sehr schönes Buch war, dass ich sehr gern gelesen habe. Inzwischen wurde es in mehrere Sprachen übersetzt und sogar verfilmt. Ich nutze den gestrigen Abend rückwirkend, um euch dieses Buch an Herz zu legen. Danke an meine Freundin, dass du es mir wieder ins Gedächtnis gerufen hast.
  • Bewertung: 5 Sterne    

Rezension: Angstlos

Jean-Philippe Taouzeau  – Angstlos (Band 1)

ansgtlos

  • Verlag: 88Seeds
  • Seitenzahl: 264
  • Teil einer Reihe?: Ja, es gibt noch eine Fortsetzung.
  • Inhalt: Stellt euch vor, jemand bietet euch eine Pille an, mit der ihr innerhalb von 24 Stunden all eure Ängste und Zweifel komplett loswerden könntet. Würdet ihr euch darauf einlassen? Eine kleine weiße Pille im Tausch gegen ein unerschütterliches Selbstvertrauen, wie ihr es noch nie zuvor gespürt habt. Würdet ihr sie wirklich nehmen? Und wenn derjenige, der sie euch anbietet, noch dazu ein bekannter Forscher ist, der für eines der größten Pharmalabore der Welt arbeitet? Auf diese Frage muss Trinity Silverman eine Antwort finden. Vom äußeren Anschein her besitzt sie sämtliche Eigenschaften einer beruflich erfolgreichen jungen Frau, in ihrem tiefsten Inneren wird sie jedoch von genau diesen Zweifeln und Ängsten gequält, die in ihrer Kindheit wurzeln. (Quelle: Klappentext des Buches)
  • Rezension:  Das Buch hat mich sehr neugierig gemacht – so eine Pille gegen die Angst wäre wohl eine sehr wertvolle Erfindung. Allerdings ist die Frage, ob Sie nicht auch jede Menge Gefahren mit sich bringen würde. In diese Richtung hatte ich irgendwie vom Buch mehr erwartet. Für mich ist die Handlung dann irgendwie zu „flach“ und vor allem unvollendet – auch wenn es im nächsten Band ja weiter geht bleiben meiner Meinung nach zu viele Fragen offen. Ich hoffe sehr darauf, dass sie im nächsten teil aufgeklärt werden und man z.B. erfährt wie es mit Trinity aber auch Christina weitergeht und was es wirklich mit dieser Pille auf sich hat (ich hatte da zwischendurch so eine Vermutung…) Die Idee mit der Schnecke fand ich zuerst etwas gewöhnungsbedürftig, dann aber großartig – es wirft einen ganz neuen Blickwinkel auf die Gefühlswelt von Menschen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das Buch weiterempfehlen soll. Gefesselt hat es mich auf jeden Fall, aber ich war am Ende trotzdem etwas enttäuscht. Ich hoffe auf die Fortsetzung und dass ich dann rückwirkend auch den ersten Teil voller Überzeugung empfehlen kann.  Vielen Dank an den Autor bzw. sein deutsches Marketing, das mir dieses eBook freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 3 Sterne

Rezension: Schwarzes Erbe

Jens Lossau – Schwarzes Erbe

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  • Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS
  • Seitenzahl: 355
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Lina und Ben kennen sich aus der Schule und nach dem Tod von Linas Onkel treffen sie sich an einem See und werden ein Paar. Kurze Zeit später ziehen beide gemeinsam in eine Wohnung und die Plüschraben Hugin, Munin und Nevermore ziehen mit ein. Diese spielen dann auch die Hauptrollen, in den Comics  zur „Rabenwelt“ in denen die beiden Jugendlichen über das Leben in den Konzentrationslagern Hitlerdeutschlands berichten. Diese Comics haben jede Menge Erfolg, was nicht allen zu gefallen scheint, denn die beiden Ben und Lina werden bedroht Außerdem scheint diese Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte Ben nicht gut zu tun, er wird immer mehr von den Dämonen seiner eigenen Vergangenheit eingeholt…
  • Rezension: Vor einigen Wochen habe ich vom Verlag ein  pdf mit  dem Vorab-Lese-Exemplars des Romans bekommen, der damals noch einen anderen Titel trug und auch sonst noch nicht 100% mit dem jetzt erschienenen Buch übereinstimmte.  Bei „Schwarzes Erbe“ handelt es sich nämlich um eine Wieder- bzw. Neuauflage des Romanes „Schlafwandler“ aus dem Jahre 2007. Obwohl ich dazu nicht mehr sagen möchte kann ich euch doch versichern, dass die Veränderungen durchweg positiv bzw. komplett nach meinem Geschmack waren. Am Anfang wusste ich nicht so recht, was ich von dem Buch halten sollte und was mich thematisch erinnern würde. Auch die Bedeutung der Raben war mir zu Beginn etwas unklar – ja ich war geradezu verwirrt warum sie Ben so wichtig sind und immer wieder auftauchen. Als die beiden dann die Rabenwelt-Comic schreiben war es mir natürlich klar. Die Geschichte der beiden Jugendlichen hat mit aber wirklich von der ersten Seite an sehr gefesselt, gerade durch den Anfang, der ja das Ende darstellt, und wo man sich immer wieder fragt, wie es wohl dazu kommt…. Die Idee Lina rückblickend schreiben zu lassen finde ich großartig. Der Inhalt der Geschichte ist wirklich nicht ganz leicht – psychische Erkrankung und Konzentrationslager, aber ich finde das es dem Autoren sehr gut gelungen ist gerade das zweite Thema auf eine ganz neue Art und Weise zu bearbeiten. Gerade durch die Raben wird es erschreckend deutlich, was dort wirklich damals geschehen ist und welche persönlichen Schicksale es gab, aber vor allem auch, was es mit den Menschen macht, auch wenn diese wie Ben gar nicht selbst dort gelebt hat. Sehr schwierig finde ich die Thematik der Bordelle. Hierfür finde ich es sehr hilfreich und unbedingt notwenig, dass sich im Anhang eine Übersicht mit Fakten findet. Aber auch das ganz persönliche Dilemma von Lina, die nicht weiß, wie sie ihrem Freund Ben helfen und nach seinem Tod weiter leben soll finde ich ganz großartig geschildert, ebenso wie das Dilemma vor dem sie ganz am Ende steht, über das ich jetzt aber nichts verraten möchte. Mir hat das Buch, auch wenn es irgendwie ganz anders ist als andere Bücher (besonders zu dem Thema Konzentrationslager Hitlerdeutschlands), sehr gut gefallen. Man muss es aber auf jeden Fall langsam lesen, um das Gelesene immer wieder verarbeiten zu können und vielleicht mit Anderen darüber sprechen. Trotzdem oder gerade deswegen kann ich das Buch wirklich empfehlen – vielleicht sogar als Schullektüre. Vielen Dank an den Verlag dp DIGITAL PUBLISHERS, der mir dieses Buch freundlicherweise als Vorab-Manuskript und später dann als Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: M. L. Stedman – Das Licht zwischen den Meeren

M. L. Stedman – Das Licht zwischen den Meeren

M. L. Stedman – Das Licht zwischen den Meeren

  • Verlag: LIMES
  • Seitenzahl: 448
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Tom Sherbourne ist Leuchtturm-Wärter. Er lebt mit seiner Frau Isabell auf einem entlegenen Zipfel Australiens. Ihr Leben ist sehr ruhig aber sie sind glücklich, nur eines trübt ihr Leben in ihrer kleinen Welt – sie hätten sehr gern Kinder. Kurz nachdem sie eine weitere Fehlgeburt zu verschmerzen hatten, finden sie ein Boot. An Board befinden sich die Leiche eines Mannes und ein noch lebendiges kleines Mädchen….
  • Rezension:  Das Buch war eine Überraschung, ich hatte es nicht wirklich ausgesucht, sondern mich einfach überraschen lassen. Das Cover finde ich wunderschön und auch der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen und ich habe sofort mitgefeiert, ob wohl am Ende alles gut geht und wie alle beteiligten mit ihrer schwierigen Vergangenheit umgehen. Ach die Fragen nach Ehrlichkeit und Vergebung finde ich hier großartig verarbeitet. Ich will vom Inhalt nicht zu viel verraten, aber das Schicksal der kleinen Lucy und ihrer Eltern ist wirklich sehr bewegend und hat mich tief berührt. Ich bin mir sicher, dass es Leserinnen, die selbst Eltern sind noch mehr so gehen wird. Teilweise ist es dann vielleicht schon fast zu „krass“,sich das alles vorzustellen. Trotzdem kann ich das Buch empfehlen, aber Vorsicht, es nimmt einen wirklich persönlich mit… Vielen Dank an den Randomhouse-Verlag (LIMES), der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 4 Sterne

Tipp: Die Hebamme

HebammeVielleicht habt ihr am Dienstag den Film „Die Hebamme“ auf Sat1 gesehen? Ich habe ihn leider verpasst, aber dank moderater Technik konnte ich ihn gestern Abend ansehen. Er beruht auf dem gleichnamigen Buch von Kerstin Cantz und ist wirklich sehr empfehlenswert. Kurze Infos zum Buch:
– Verlag: Diana Taschenbuch
– Seitenzahl: 416
– Inhalt: Gesa macht sich nach dem Tod ihrer Mutter auf den Weg nach Marburg, um dort selbst Hebamme zu werden. Schnell muss sie feststellen, dass die Entbindungen wenig mit ihrem eigenenVerständnis von der Tätigkeit einer Hebamme gemeinsam haben. Außerdem lernt sie Ergibn, eine Hebamme die nicht im Geburtshaus arbeiten möchte und Jugendfreundin ihrer Mutter, kennen, von der sie sehr viel lernt. Bei alledem gerät sie schnell in die typischen Machtkämpfe des Mittelalters.
Hebamme DVDDas Buch lebt von viele Details aus dem Leben des Mittelalters und insbesondere dem Gebären, hat aber trotzdem auch eine sehr fesselnde Geschichte und unglaublich starken Protagonistinnen. Zudem macht es einmal mehr deutlich, welche Gefahren entstehen können, wenn man Geheimnisse vor Menschen hat, die einem nahe stehen und welche Gefahren aus Machtmissbrauch entstehen.
Wer den Film verpasst hat, sollte sich den Film auf DVD bestellen (dieses ist seit Donnerstag verfügbar) oder einfach das Original – das Buch – lesen.

Rezension: Kommissar Lavalle: Im Haus des Hutmachers

Stefanie Koch – Kommissar Lavalle: Im Haus des Hutmachers

Hutmacher

  • Verlag: dotbooks
  • Seitenzahl: ca. 311
  • Teil einer Reihe?: Ja, es gibt noch weitere Fälle von Kommissar Lavalle. 
  • Inhalt:
  • Rezension: Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich eine Postkarte bekommen, die mir den gratis Download dieses eBooks ermöglicht hat. Erst über die Weihnachtstage bin ich dazu gekommen, dieses Buch zu lesen. Ich hatte mich sehr auf einen spannenden Krimi gefreut und bin ein bisschen enttäuscht worden. Woran das genau liegt kann ich gar nicht so richtig festmachen. Die Geschichte an sich ist schon spannend und überrascht mit immer neuen Wendungen und Infos über das Privatleben des Kommissars. Aber vielleicht war es genau das, was das Lesen besonders der zweiten Hälfte etwas mühsam gemacht hat und dazu geführt hat, dass ich das Buch immer wieder aus der Hand gelegt habe. Manchmal ist weniger mehr – weniger Schleifen und neue Wendungen, die nichts mit der Aufklärung des Falls zu tun haben und weniger Hintergrundinfos hätte mir vielleicht zu mehr Lesefreude verholfen. Vielleicht muss man aber auch Düsseldorf kennen und lieben, um sich richtig in dieses Buch zu verleiben?  Es könnte aber auch daran liegen, dass Stefanie Kochs Art und Weise zu schreiben nicht so gut zu mir passt. Ich bin mir nicht sicher und kann dieses Buch daher trotz seines eindeutig spannenden Inhaltes und für mich überraschenden Endes nicht weiterempfehlen, im fehlt für mich das gewisse Etwas. Eines muss ich aber am Ende noch lobend erwähnen: Die Widmung fand ich einfach schön.
  • Bewertung: 3 Sterne

Rezension: Bibbi Bokkens magische Bibliothek

Jostein Gaarder – Bibbi Bokkens magische Bibliothek

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  • Verlag: DTV
  • Seitenzahl: 240
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Berit und Nils, Cousine und Cousin, die nach gemeinsam verbrachten Ferien beschließen, ein Briefbuch zu führen. Eine seltsame Frau mit Namen Bibbi Bokken wird zu ihrem Hauptthema und bald begeben sich die beiden auch in der Wirklichkeit außerhalb ihres Buches auf ihre Spuren und veruschen das Geheimnis ihrer magischen Bibliothek zu lüften.
  • Rezension: Vor einigen Wochen habe ich einen Artikel geschrieben, über alle Bücher von Jostein Gaarder, die ich bereits gelesen habe (hier geht es zu diesem Artikel), daraufhin  hat mich meine Schwester angesprochen und gefragt, ob ich die Bücher „Bibi Bokkens magische Bibliothek“ und „Hallo ist da jemand?“ (Rezi dazu hier) von ihr leihen möchte, da sie sich diese gerade gekauft habe. Ich habe sofort begeistert zugestimmt und an Weihnachten hat sie mir die Bücher dann gegeben. Ich war wirklich begeistert. Auch schon rein optisch finde ich „Bibbi Bokkens magische Bibliothek“ wunderschön – so ein Zimmer hätte ich auch gern. Außerdem ist dieses Buch auch inhaltlich genau das richtige für mich, ein Buch, in dem man in einem Rätsel, indirekt und gleichzeitig mit den Kindern, etwas über Bücher und deren Entstehung erfährt und darüber hinaus eine sehr spannende und phantasievolle Detektiv-Geschichte lesen kann. Diese Mischung finde ich großartig. Durch die Briefform kennt man immer die Gedanken der Kinder, weiß aber eben auch nicht mehr als sie. Trotzdem gibt es eine Geschichte hinter der Geschichte –  ähnlich wie bei anderen Jostein Gaarder Büchern – wirklich toll! Auch das Ende finde ich einfach klasse! Ich kann das Buch wirklich nur wärmstens weiter empfehlen und das nicht nur an Kinde und Jugendliche.
  • Bewertung: 5 Sterne