Rezension: Der Schatten des Galiläers

Gerd Theißen – Der Schatten des Galiläers

  • Verlag: Gütersloher Verlagshaus
  • Seitenzahl: 272
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Anhand einer fiktiven Rahmenhandlung wird das Leben Jesu beleuchtet: Der Jude Adress wird von Pilatus dazu erpresst Material über neuen religiöse Bewegungen in Palästina zu sammeln. Dabei stößt er zwangsläufig auf Berichte über Jesus, anhand derer er dessen Leben rekonstruiert.
  • Rezension:
    Ich war heute im Pfingstgottesdienst in der Heidelberger Studentengemeinde und dort dürfet ich Gerd Theißens live erleben. Die war sehr interessant und ich möchte es zum Anlass nehmen endlich mal das Buch zu rezensieren, dass ich bereits letztes Jahr gelesen habe. „Der Schatten des Galiläers“ hat mich wirklich beeindruckt. Ich denke es hat mir einen ganz neuen Blick auf den historischen Jesus eröffnet und mich zum Nachdenken anreget, nicht zuletzt durch die Art und Weise wie es geschrieben ist. Die Anregungen des Herrn Kratziger nach jedem Kapitel finde ich sehr gelungen und machen für mich einen teil der ganz besonderen Qualität dieses Buches aus. Ich kann es nur weiterempfehlen, auch wenn es an manchen Stellen nicht ganz einfach zu Lesen ist und man stark ins Grübeln kommt und ggf. sein eigenes Jesusbild überdenken muss. Aber vielleicht ist das auch gerade eine der Stärken dieses Buches Forschung und Fiktion so zu mischen, dass man selbst zwangsläufig darüber nachdenken muss, welches Jesusbild man hat. Und man muss ja auch nicht alles für bahre Münze lesen, was man liest!
  • Bewertung: 

Rezension: Missing. Gefährliche Träume

Meg Cabot – Missing. Gefährliche Träume

  • Verlag: cbj
  • Seitenzahl: 256
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Jess kann eigentlich nichts aus der Fassung bringen, bis sie eines Tages seltsame Träume hat und nach dem Aufwachen unerwartet den Aufenthaltsort vermisster Kinder kennt, deren Bild sie zuvor auf einer Milchpackung gesehen hat. Sofort beginnt Jess mit der Rettung dieser Menschen, doch dann wird ihr klar, dass vielleicht gar nicht alle gefunden werden wollen und auch dem BFI bleibt ihre Gabe nicht lange verborgen. Plötzlich ist ihr Leben Ales andere als einfach…
  • Rezension:
    Fesseln bis zum Schluss! So lautet mein Fazit zu diesem Buch. Auch wenn die Gabe an sich für mich völlig unglaubwürdig ist so ist der Gedanke doch bis zum Schluss folgerichtig zünde gedacht und eröffnet ein sehr spannenden Feld, nämlich die Frage danach, ob alle vermissten Menschen auch gefunden werden wollen, und ob es nicht manchmal besser ist, wenn sie weiterhin im verborgenen Leben können. Auch Jess wird dieser Konflikt schnell klar und sie handelt entsprechend. Dabei finde ihren Charakter genial konstruiert , denn man erleben förmlich mit, wie sehr sie damit kämpft herauszufinden, was „richtig“ ist und was nicht. Dabei ist sie wahnsinnig liebenswert und sympathisch, was u.a. anderes an ihrem Umgang mit ihrer Familie und Sean, dem ersten Jungen, dessen Aufenthaltsort sie erträumt hat. Ihr Verhältnis zu Rob gibt der Geschichte ein weitere, interessante Facette und wirft die Frage nach sozialen Gruppen und ihrer Bedeutung sowie  Vorurteilen gegenüber Menschen auf. Ich denke dieses Buch trifft genau in die Lebenswelt von Jugendlichen und ist spannend bis zur letzten Seite. Deshalb wird es sicherlich nicht nur von dieser Altersgruppe verschlungen werden. Ich kann es trotz des zuerst etwas unrealistisch wirkenden Inhaltes nur weiter  empfehlen.
    Vielen Dank an den cbj-Verlag , der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Ruf der Tiefe

Brandis & Ziemek – Ruf der Tiefe

  • Verlag: Beltz & Gelberg
  • Seitenzahl: 424
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Der 17-jährige führt ein völlig anderes Leben als andere Jugendliche, denn er lebt in der Tiefsee und arbeitet dort als Flüssigkeitstaucher. Gemeinsam mit seinem Partner, dem Krakenweibchen Lucy erforscht er den Meeresboden der Tiefsee. Doch plötzlich schein das Meer verrückt zu spielen und Leon begibt sich in große Gefahr um dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Unerwartete Hilfe bekommt er dabei ausgerechnet von Carima, einem Mädchen von oben, dass als Touristin zu Besuch in der Unterwasserstation war die Leon sein Zuhause nennt.
  • Rezension: Das Buch ist klasse! Es zieht den Leser sofort komplett in seinen Bann und man versinkt förmlich in der Geschichte bis man beim Ende angelangt ist, darüber vergisst man alles andere. Auch in diesem Buch behandelt das Autorenteam ein naturwissenschaftliches Thema aus der Sicht eines Jugendlichen, welcher im Laufe der Geschichte eine wichtige moralische Frage beantworten muss. Dieses Erstlingswerk gefällt mir aber noch viel besser als „Lucy“, das andere Buch, dass ich bereits von den Autoren gelesen habe. Begeistert bin ich wieder von der Genauigkeit der Recherchen und der damit verbundenen, unglaubliches Authentizität der Geschichte. Die Handlung des Buches ist wahnsinnig spannend und die (vor allem jugendlichen) Charaktere einfach liebenswert. Ich bin mir sicher, dass dieses Buch Jugendliche vollauf begeistern und für den Umweltschutz interessieren wird.  Aber auch Erwachsenen kann ich dieses Buch nur ans Herz legen, denn es ist auf jeden Fall lesenswert und sehr kurzweilig.
    Vielen Dank an den Verlag Beltz & Gelberg , der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Junikäfer flieg

Chris Fabry – Junikäfer flieg

  • Verlag: GerthMedien
  • Seitenzahl: 384
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Junikäfer ist 9 Jahre alt, als sie in einem Supermarkt zufällig ein Plakat entdeckt, auf dem ein Mädchen gesucht wird, dass eindeutig so aussieht wie sie selbst. Damit gerät die Welt des Mädchens völlig ins Wanken und sie beginnt sich zu fragen, welches Geheimnis hinter ihrem Leben steckt und wieso sie und ihr Papa in einem Wohnwagen leben und ständig weiterziehen…
  • Rezension:
    Das Buch hat schon eine Weile im Regal gestanden, bis ich es endlich gelesen habe. Das hätte ich schon früher tun sollen, denn ich habe das Buch verschlungen obwohl ich eigentlich gar nicht so viel Zeit zum Lesen hatte. Ich bin vollauf begeistert von dieser bewegenden Geschichte, in der sich wieder einmal zeigt, dass vieles anders ist, als es zu sein scheint. In Junikäfer habe ich mich sofort verliebt – sie ist wirklich ein ganz besonderes Kind. Aber auch die anderen Charaktere des Buches sind wirklich toll und die Geschichte einfach wundervoll. Man hofft die ganze Zeit auf eine positive Lösung und fragt sich, gemeinsam mit Junikäfer, was eigentlich hinter dem Geheimnis ihres Lebens steckt. Dabei lernt man eine Menge toller Menschen kennen und bekommt deutlich vor Augen geführt, dass man sich nicht immer auf seinen ersten Eindruck verlassen sollte und hinter Menschen und ihrem Handeln oft mehr steckt als man vermutet. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.
  • Bewertung: 

Rezension: Die Stadt aus Gold und Silber

Kenizé Mourad – Die Stadt aus Gold und Silber

  • Verlag: blanvalet
  • Seitenzahl: 448
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Kenizé Mourads Mutter war die letzte türkische Sultanin und  ihr Vater der indische Radschah von Badalpur. In diesem Buch beschreibt sie das Leben von Hazrat Mahal, einem zur Königin gewordenen Waisenmädchen um Jahr 1856. Sie ist nicht nur wunderschön, sondern auch hartnäckig und sie will ihr Land retten. Mit ihr gemeinsam kämpft der treue Radscha Jai Lal, Hazrat ist lange der Motor des Widerstandes, doch dann unterbreite ihr die Briten ein unmoralisches Angebot entgegen. Wie wird sie sich entscheiden?
  • Rezension:
    Ich war sehr neugierig auf dieses Buch. Leider war ich ein bisschen enttäuscht. Mir persönlich gerät die Geschichte von Hazrat zu sehr in den Hintergrund, währen die politischen Feinheiten und Wendungen bis ins kleinste Detail geschildert werden. Ich hatte einfach etwas anderes erwartet, mir war aber auch nicht bewusst, dass es sich bei dem Buch im eine wahre Begebenheit handelt.  Trotzdem hat mich die Geschichte wirklich sehr beeindruckt, es ist kaum zu glauben, welche enorme Kraft, starken Mut und welch großes Durchhaltevermögen Menschen aufbringen können, die für ihnen etwas wichtiges kämpfen. Sehr hilfreich fand ich das Glossar am Ende des Buches, ich denke ich habe eine Menge über die Zustände in Indien im Jahr 1856 gelernt. Ich kann das Buch weiterempfehlen an alle, die sich für die historischen Ereignisse in Indien interessieren und die Geschichte einer beeindruckenden und sehr starken Frau lesen wollen.
    Vielen Dank an den Blanvalet-Verlag der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: König Arsch

Martin Wehrle – König Arsch

  • Verlag: Heyne
  • Seitenzahl: 256
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Martin Wehrle schreibt seinem Buch über seine Erfahrungen als Kunde in der Service-Wüste:
    – Einleitung: Vom König zum Knecht
    – Besorg´s dir selbst: Mein Leben als Laufbursche
    – Des Kunden tägliche Not:  Abgezockt und fehlgeleitet
    – Die Bahn im Wahn: Entgleiste Dienstleistung
    – Horror im Hotel: Mini-Bar und Mini-Service
    – Post – und Bankraub: Der geklaute Service
    – Falsche Lebensmittel: Ein Teller voller Lügen
    – Abserviert im Internet:  Service-Stop im Online-Shop
    – Die Axt im Haus: Wenn der Handwerker (nicht) kommt
    – Spionage á la carte: Der gläserne Kunde
    – Werbe-Tricks: Wie man Luftschlösser verkauft
    – Servicewüste Deutschland:  Was uns dieses Kamel lehrt
  • Rezension:
    Das Buch ist einfach klasse. Beim Lesen musste ich ständig schmunzeln und dachte fast auf jeder Seite „stimmt, so ist es mir auch schon gegangen“ oder „crass!“. Es ist wirklich unglaublich, wenn man die Fülle der vielen Informationen liest und einem so bewusst wird, wie extrem negativ man als Kunde behandelt wird. Die Art und Weise des Autor diese Missstände aufzudecken und auf direkt und sehr humorvoll zu beschreiben gefällt mir sehr gut. Am besten fand ich persönlich das Kapitel über die Bahn, da ich persönlich fast jedes Wochenende mit den Tücken der Bahn konfrontiert werde. Ich kann dieses Buch allen Menschen weiterempfehlen, die mal etwas zynisches  aber zugleich lustiges lesen wollen. Abgerundet wird das Buch durch viele Hilfreiche Tipps, etwas in dem Kapitel über die Banken und eine Zusammenstellung von Verbraucherzentralen und ein ausführliches Quellenverzeichnis. So kann man als Verbraucher nicht nur schmunzeln sondern praktisch vom Lesen des Buches profitieren. Deshalb kann ich das Buch auch praktisch denkenden Menschen sehr ans Herz legen, denn es öffnet wirklich die Augen und macht ein bisschen klüger.
    Vielen Dank an den Heyne Verlag der mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht und es mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Der Visionist

M. J. Rose – Der Visionist

  • Verlag: Mira
  • Seitenzahl: 444
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist Teil 3 einer Reihe.
  • Inhalt:
    Der FBI-Agent Lucian Glass wurde hypnotisiert und hat nun mysteriöse Erinnerungen. Doch während er mit den quälenden Visionen kämpft wird er in einen Kunstskandal verstrickt. Ein Verrückter erpresst das Metropolitan Museum of Art: Er droht Kunstwerke zu zerstören, falls er nicht „als Lösegeld“ eine antike Skulptur ausgehändigt bekommt, die er für den Schlüssel zum Rätsel der Wiedergeburt hält. Was soll Lucian tun?
  • Rezension:
    Obwohl mir der Klappentext sehr gut gefallen und ich mich sehr auf das Buch gefreut habe, war ich dann beim Lesen enttäuscht. Die Geschichte gefällt mir nicht und auch mit der Art und Weise wie das Buch aufgebaut ist bin ich nicht richtig warm geworden. Das ständige Sprüngen zwischen den verschiedenen Personen, dass sonst dazu beiträgt, dass mir Bücher gut gefallen, weil es spannend ist zu erleben, wie sich alles zusammenfügt, hat mich hier gestört. Ich hatte Schwierigkeiten mir alle Details und Personen zu merken, was vielleicht auch an den teilweise etwas ungewöhnlichen Namen gelegen hat. Die Geschichte an sich ist mir zu „abgehoben“ und auf das Thema Reinkarnation bezogen. Vielleicht hätte ich doch erst die Teile eins und zwei lesen sollen, bevor ich dieses Buch gelesen habe. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich dann leichter einen Zugang zur Geschichte / Handlung bekommen hätte. Ich bin mir unsicher, ob ich das Buch weiterempfehlen soll. Wenn, dann auf jeden Fall an Menschen, die etwas mit der Idee der Reinkarnation anfangen können und Kunst mögen.
    Vielen Dank an den Mira-Taschenbuchverlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: