Rezension: 22 Bildermaus Geschichten zum Lesenlernen

22 Bildermausgeschichten zum Lesenlernen

  • Verlag : Loewe
  • Seitenzahl : 219
  • Teil einer Reihe? : Ja, es gibt noch viele andere Bildermausgeschichten.
  • Inhalt:
    Das Buch besteht aus 22 Geschichten, bei denen jeweils die wichtigsten Nomen durch Bilder ersetzt worden sind. Sie sind von verschiedenen Autoren und behandeln die unterschiedlichsten Themen:
    1. Die kleine Torwächterin: Ein kleine Mädchen deckt einen Betrugsversuch auf  und bewahrt die Burg so vor einem bösen Ritter.
    2. Die Pirateninsel: Piraten haben auch ihre Ehre, denn es gilt die Regel nie eine fremde Kiste zu klauen.
    3. Arme Ritter: Der Ritter liebt „Arme Ritter“, als er sich welche stibitzen will fällt er die Treppe herunter und muss daraufhin seinen Brustpanzer reparieren.
    4. Moritz reißt aus: Das Fohlen Moritz läuft weg um die Welt zu entdecken, es spiegelt sich um Wasser und verläuft sich, doch der Bauer Franz findet ihn.
    5. Die Krankenschwester Lisa: Im Krankenhaus ist es gar nicht so schlimm, wenn es dort eine Krankenschwester wie Lisa gibt.
    6. Joscha geht schlafen: Der kleine Bär Joshua baut sich eine eigene Höhle zum schlafen, dort trifft er einen Igel und die beiden werden Freunde.
    7. Dummes kleines Kätzchen: Die Katze Zilly sitzt auf einem Baum fest und wird von einem Feuerwehrmann und einen kleinen Jungen gerettet.
    8. Neue Freunde: Der Hengst Max ist unglücklich in seinem neuen Stall, weil er die Berge nicht sieht. Die Stute Milli tröstet ihn mit einem Berg aus Heu.
    9. Nachtalarm: Der Feuerwehrmann Florian hat mit seinen Kollegen einen Einsatz wegen eines Baumes in den ein Blitz eingeschlagen hat.
    10. Peter Pandabär: Die Elfe Elfriede schenkt Peter, der besondere Ohren hat,  ganz besondere Ohrenschützer, weil sie ihn gern hat.
    11. Frühjahrsputz: Der Pirat Siggi  hat eine Idee zum Insel-Aufräumen, er schlägt  vor ein Fest zu feiern und das Holz fürs Feuer einfach auf zu sammeln.
    12. Fiorina rettet Fünkchen: Die Fee Fiorina wird zur Hilfe geholt, um den Marienkäfer Fünkchen zu retten und das ganz ohne zu zaubern.
    13. Besuch vom Drachentöter: Ein Ritter hat sich im Schloss geirrt und will alles tun um das Herz einer Prinzession zu gewinnen.
    14. Ein wahrer Ritter: Der Ritter Kuno rettet einen verwundeten anderen Ritter beim Wettkampf  und bekommt deshalb als wahrer Ritter einen Ring.
    15. Lokführer Leo: Der Lokführer Leo hilft mit bei dem Transport eines Zirkus mit eigenwilligen Tieren, die nicht einsteigen möchten.
    16. Die fließende Höhle: Der kleine Elche Emil möchte nicht Wald umziehen, er findet eine Höhle mit Wasser und alle Elche im Wald können bleiben.
    17. Kasper fühlt sich einsam: Die Krankenschwester Lisa tröstet einen kranken Jungen indem sie ihm mit einem Kasper vorspielt, der auch krank ist.
    18. Eine Krone für Mina: Die Elfenprinzessin Mina hat ihre Krone verloren, gemeinsam mit der Biene bastelt sie eine Neue und findet ihre Alte wieder.
    19 Dragomirs Feuer: Dem kleinen Dragomir geht es schlecht, denn er muss dringend wieder glühende Kohlen essen, sonst erlischt sein inneres Feuer.
    20. Die verzauberte Prinzessin: Der Drache Zacharias will die traurige Prinzessin trösten und gibt ihr einen Kuss, da verwandelt sie sich zurück.
    21. Aus dem Ei geplumpst: Papa und Papa Pinguin verlieren ihr Ei, es rollt isn Wasser und dort schlüpft das Junge, sie nennen ihn Plumps.
    22. Alles für Ritter: Rüdiger möchte Ritter werden und heute holt er endlich seine Rüstung beim Schmied ab.
  • Rezension:
    Die 22 hier in diesem Band zusammengestellten Bücher gefallen mir richtig gut. Die Illustrationen ergänzen die Geschichten auf eine schöne Art und Weise. Auch die Bilder, die einige Nomen der jeweiligen Geschichte ersetzen, machen nicht nur das Lesen einfacher, sondern das Buch auch sehr schön anzusehen. Dabei ist es sehr hilfreich, dass sich am Ende einer jeden Geschichte eine Liste der Wörter zu den Bildern finden lässt. Die 22 Geschichten greifen viele für Kinder interessante Themen auf und sind sehr abwechslungsreich, so wird das Lesenlernen unterstützt und es bleibt bei den immer neuen Geschichten spannend und wird den Kindern nie langweilig. So eigenen sich diese Bücher gut zum Vorlesen und zum selber Lesen und auch Kinder, die eigentlich noch nicht lesen können,  können so einbezogen werden, indem sie z.B. immer die Bilder „vorlesen“. Die einzelnen Geschichten sind jeweils nur ca. 7 Seiten lang und eigenen sich so auch gut für „Lücken“ und da sie nicht aufeinander aufbauen können sie auch je nach Themenwunsch unabhängig voneinander gelesen werde. Am besten gefallen mir persönlich einige der vielen Tier-Geschichten (4, 6, 16, 19 und 21), besonders Joshua, Emil  und Plumps finde ich sehr niedlich und von Moritz kann man eine Menge lernen. Auch die Geschichte mit den Elfen und Feen (10,12 und 18 ) finde ich toll. Ich denke sie gefallen auch Kindern. Besonders die Geschichten mit den Pferden (4 und 8) und den Elfen und Feen kommen bei den Mädchen bestimmt sehr gut an. Aber auch die Geschichten über Ritter (1, 3, 14 und 20), Piraten (11)  oder Feuerwehr-männer (7 und 9) sind klasse und besonders den Jungen gefallen sie sicher gut. Kinder können anhand dieser Geschichten eine Menge lernen, z.B. zu Themen wie „Weglaufen“, „Krankenhaus“, „Anderssein“, „Freundschaft“ und „Leben anderer Lebewesen“. Bei dieser großen Vielfalt an Themen, ist sicher für jeden Etwas dabei. Deshalb finde ich nicht nur die einzelnen Geschichten, sonder auch diese Zusammenstellung sehr gut gelungen.
    Vielen Dank an dem Loewe-Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung:   

    Ein spannendes Buchquiz zu diesem Buch findest du auch unter www.antolin.de
    © Schroedel, Braunschweig

Rezension: Erebos

U. Poznanski – Erebos

  • Verlag : Loewe
  • Seitenzahl : 485
  • Teil einer Reihe? : Nein
  • Inhalt:
    Ein Computerspiel macht an ein einer Schule in London die Runde. Der Name des Spiels ist Erebos. Seine Verbreitung geschieht im geheimen und unter gewissen Auflagen: Man hat nur eine Chance und darf nicht darüber sprechen. Erebos ist kein gewöhnliches Computerspiel, denn es hat ein Eigenleben – es stellt den Spielern Aufgaben, die sie in der realen Welt erfüllen müssen. Auch Nick ist gefesselt von diesem besonderen Computerspiel und kann gar nicht mehr damit aufhören, bis er eine Aufgabe bestellt bekommt, die einen Menschen das Leben kosten könnte. Daraufhin beschließt er herauszufinden, was es mit dem Spiel wirklich auf sich hat. 
  • Rezension:
    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es ist wirklich ein spannender Thriller. Die Geschichte und die vielen Charaktere sind fantastisch und sehr detailreich konstruiert und am Ende war ich völlig überrascht, wie sich alles ineinander fügt. Auch war es sehr fesselnd, als die Geschichte eine völlig neue Wendung erhielt, als Nick zum einen den Auftrag bekam seinem Lehrer Pillen in seinen Tee zu tun und so zu riskieren, den Lehrer ernsthaft zu verletzten, vielleicht sogar zu töten. Das andere wichtige Erlebnis, war das Jamie, Nicks Freund einen schweren Fahrradunfall hatte, dem eine Sabotage zugrunde lag. Dadurch wurde Nick bewusst, wie gefährlich, dass Spiel ist und wie viel wichtiger echte Menschen sind als das Leben in der virtuellen Welt. Es war sehr aufregend mitzuerleben, wie Nick und Emelie  gemeinsam mit einigen Anderen versuchen herauszufinden, was hinter Erebos steckt und sie nach und nach immer mehr Puzzlesteinchen des großen Ganzen entdeckten. Trotzdem war das Ende des Buches für mich völlig unerwartet und u.a. auch deshalb hat mir das Buch so gut gefallen, weil es nicht vorhersehbar aufgebaut ist. Toll fand ich auch die integrierte Liebesbeziehung zwischen Emelie und Nick, die sich so zaghaft entwickelt hat und sehr liebevoll geschildert wurde. Ich habe richtig mit den Beiden mitgefiebert, sowohl was ihre Liebe als auch das Lösen des Rätseln anbetrifft. Das Buch regt sehr stark zum Nachdenken darüber an, wie wichtig Computerspiele und das virtuelle Leben im Allgemeinen sind und ob man sie wichtiger nehmen sollte als das wahre Leben. Es ist gruselig, aber nicht unrealistisch, was die Jugendlichen unternehmen, um im Spiel weiter zu kommen und wie sie dafür im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen gehen. Es macht zudem auf den enormen Suchtfaktor solcher Spiele hin und hat mich selbst auch nachdenklich gestimmt. Außerdem weißt es auf die Gefahren hin, die hinter der Entwicklung von künstlicher Intelligenz stecken. Es wirft außerdem Fragen von Freundschaft und Loyalität auf. Damit ist es am Puls der Zeit und hat wie ich finde auch völlig zu Recht den Jugendliteraturpreis der Jugendjury erhalten.
    Vielen Dank an dem Loewe-Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung:   

    Ein spannendes Buchquiz zu diesem Buch findest du auch unter www.antolin.de
    © Schroedel, Braunschweig

Rezension: Die Schachspielerin

Bertina Henrichs – Die Schachspielerin

  • Verlag : Diana Verlag (RANDOMHOUSE GRUPPE)
  • Seitenzahl : 175
  • Teil einer Reihe? : Nein
  • Inhalt:
    Eleni ist Zimmermädchen in einem Hotel auf der griechischen Mittelmeerinsel Naxos. Eines Tages stößt sie beim Aufräumen eines der Zimmer auf eine umgefallende Schachfigur. Dadurch wächst auch in Eleni der Wunsch ihr Leben zu verändern. Sie will Schachspielen lernen, denn das Spiel der Könige lässt sie nicht mehr los. Ihre Freuden und Familie haben kein Verständnis dafür, dass eine Putzfrau Schach spielen möchte. Deshalb versucht sie es geheim zu halten und denkt sich eine Menge Tricks aus, um es trotzdem weiterverfolgen zu können.  Sie beginnt mit dem Unterricht bei einem alten Lehrer ihrer Kindheit. Eleni wird immer besser und verbringt viel Zeit mit dem Schachspiel. Weil ihr das aber keiner wirklich zutraut entstehen die unglaublichsten Geschichten und Gerüchte und Eleni setzt eine Menge aufs Spiel.
  • Rezension:
    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere sind liebevoll und detailreich erdacht. Besonders Eleni und ihren Lehrer Kouros finde ich toll. Es hat mir sehr gut gefallen, wie sich Eleni durch das Schachspiel und die Zeit mit ihrem ehemaligen Lehrer und Mentor verändert. Die Geschichte ihrer Wandlung ist sehr spannend beschrieben und der Leser „fiebert“ mit, als Eleni z.B. zu Beginn des Buches ihr Spiel verstecken muss und die Entdeckung fürchten muss, oder sie sich immer neue Gründe ausdenkt, um Üben zu können und droht augzufliegen. So emanzipiert sie sich, ohne es eigentlich wirklich zu wollen, sie will doch „nur“ Schach spielen. Dabei setzt sie eine Menge aufs Spiel, als sie irgendwann nicht mehr nur im geheimen dem für sie so wichtig gewordenen Spiel der Könige nachgehen möchte. Sie riskiert Arbeitsplatz und Ehe, ohne das es ihr richtig bewusst ist und irgendwie im Stillem. Gerade deshalb hat mir das Buch so gut gefallen, weil Eleni kein typisches Beispiel für eine sich emanzipierende Frau ist. Ihre Revolution ist langsam, behutsam und leise und damit umso beindruckender. Auch gefällt mir gut, wie sehr Eleni sich in eine Sache vertieft und alles für ihren Traum tut einmal bei einem richtigen Schachtunier anzutreten. Sie gibt nicht auf und glaub an sich. Das ist etwas, was man als Leser von Eleni lesen kann.
  • Bewertung: