Rezension: Oma Else startet durch

Thomas Letocha – Oma Else startet durch

Oma else startet durch

  • Verlag: Goldmann
  • Seitenzahl: 192
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der zweite Teil. Der erste Band heißt „Oma Else kann´s nicht lassen„.
  • Inhalt: Oma Else lebt glücklich mit ihrem guten Freund Mario (den sie in ersten Abenteuer kennen geratne hat) in einem kleinen Haus am Mittelmeer. Doch dann beschließt dieser von den einen auf den anderen Tag, dass er dringend zurück nach Deutschland muss. Oma Else hört lange nichts von ihm und beginnt sich Sorgen zu machen, da taucht Hardy auf uns sagt, er habe von Mario den Auftrag bekommen einige seiner Sachen für seine Söhne nach Deutschland zu holen. Oma Else versteht das Ganze nicht wirklich, macht sich aber dann gemeinsam mit Hardy in dem alten VW-Bus auf den Weg in den Norden. Natürlich verläuft diese Reise alles andere als langweilig und ein neues Abenteuer für Oma Else beginnt…
  • Rezension: Vor ca. 1,5 Jahre habe ich Oma Else kennen und lieben gelernt und mich unglaublich auf den zweiten Band gefreut. Und ich muss wirklich sagen, dass meine Erwartungen mehr als erfüllt worden sind. Oma Else ist einfach großartig und dem Autor geliebt es erneut sie so detailliert zu beschrieben, dass man sie förmlich vor Augen sieht. Ich finde es wirklich enorm, was dieses alte Dame alles erlebt und wie sie sich immer wieder selbst in Schwierigkeiten und Probleme verstrickt und dabei aber immer ihren ganz speziellen Charme versprüht. Aber auch dieses Buch hat zwischendurch wieder ernste Töne und das macht es so besonders. Oma Else hinterlässt wirklich Spuren im Leben der Menschen – das finde ich toll.  Ich hoffe es gibt noch ein drittes Abenteuer von Oma Else und kann euch die ersten zwei wirklich nur wärmstens ans Herz legen. Ihr solltet aber wirklich mit dem ersten Teil beginnen, da im zweiten immer wieder darauf Bezug genommen wird und man ihn hinterher nicht mehr mit dem selben Genuss lesen könnte.  Vielen Dank an das Team vom Goldmann – Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Damenprogramm

Michael Hasenpusch –  Damenprogramm. Nichts für schwache Männer

Damenprogramm

  • Verlag: Knaur
  • Seitenzahl: 288
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Thomas war erfolgreich im Beruf und glücklich mit seinem Leben in Deutschland. Doch dann entschied er sich  aus beruflichen Gründen mit seiner Frau nach Afrika zu ziehen, denn sie wird dort gebraucht. Von nun an kämpft er als „männliche Fristlady“ mit den Konsequenzen, er muss den Haushalt führen während seine Frau Karriere macht.
  • Rezension: Allein schon das Cover des Buches finde ich unglaublich gut gelungen, den Titel sowieso und die Idee des Buches finde ich einfach großartig, besonders weil es auf einer wahren Begebenheit beruht. Denn der Autor selbst schildert sein Leben als (wie er es selbst nennt) „männliche Fristlady in Afrika“ in seinem eigenen Blog (www.firstladiesblog.de). Das Buch hat mich nicht nur sehr gut unterhalten, sondern auch meinen Horizont erweitert. Ich kann es wirklich nur weiterempfehlen. Vielen Dank an das Team vom Knaur Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Zum Wünschen ist es nie zu spät

Kim Winter – Zum Wünschen ist es nie zu spät

Zum Wünschen ist es nie zu spät

  • Verlag: Goldmann
  • Seitenzahl: 352
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die vier Frauen Ingrid, Hedda, Gudrun und Marie-Ann sind seit mehr als sechs Jahrzehnten befreundet und sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Als Hedda eine Beziehung mit einem jüngeren Mann beginnt, gibt dies den Anstoß für ein Gespräch darüber, dass es zum Wünsche nie zu spät ist. Daraufhin schreibt jede der vier Freundinnen zwei Wünsche auf und diese werden dann nach und nach in die Tat umgesetzt. Natürlich hat das weitreichende Auswirkungen auf das Leben der vier Seniorinnen.
  • Rezension:  Wünsche sind doch etwas wundervolles genauso wie diese köstlichen kleinen Macarons, die man auf dem Cover erkennen kann. Ich steckte gerade mitten in diesem wunderbaren Buch, als ich im Fernsehen auf die Macarons stieß, irgendwie ein lustiger Zufall finde ich, bei dem ich mich dann aber gefragt habe, warum sie sich eigentlich auf dem Cover befinden. Die vier Frauen habe ich auf jeden Fall schnell ins Herz geschlossen und mich immer darauf gefreut, wieder von einem neuen Wunsch und dessen Erfüllung zu lesen und dabei zu erleben wie sich die vier ändern und irgendwie zu sich selber finden. Es ist klasse, wie sie sich jetzt endlich trauen ihre Wünsche anzugehen!!! Besonders großartig finde ich persönlich die  Idee mit den beiden etwas ungewöhnlichen Wohngemeinschaften, die im Laufe des Buches entstehen.  Außerdem ist es einfach toll sozusagen Zeuge ihrer ganz besonderen Freundschaft zu werden.  Ich kann das Buch wirklich absolut weiter empfehlen. Vielen Dank an das Team vomGoldmann Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Sechs Jahre

Charlotte Link – Sechs Jahre. Der Abschied von meiner Schwester. 

  • Sechs JahreVerlag: Blanvalet Verlag
  • Seitenzahl: 320
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Charlotte Link erzählt in diesem sehr persönlichen Buch davon, wie sie und ihre Familie die Krankheit und das Sterben ihrer Schwester Franziska begleitet haben. Dabei gibt sie nicht nur Einblick in ihr eigenes Leben und Fühlen, sondern sie beschreibt den Klinikalltag in Deutschland, das Zusammentreffen mit großartigen, engagierten Ärzten, aber auch mit solchen, deren Verhalten zweifeln lässt. Und Sie plädiert dafür, die Hoffnung nie aufzugeben, denn nur sie verleiht die Kraft zu kämpfen.
  • Rezension:  Als ich von dem Buch und dem damit verbundenen LiveTalk hörte, wusste ich sofort, dass mich dieses Buch sehr bewegen würde. Zuerst war ich mir unsicher, ob ich es lesen möchte oder ob es mir wohl zu nah gehen wird. Doch dann habe ich mich schnell dafür entschieden, denn es war irgendwie klar, dass es mich nicht wieder loslassen würde und ich – auch wenn es sicher für viele irgendwie seltsam klingen mag –  große Hoffnungen in dieses Buch gesetzt habe. Vor zwei Stunden habe ich nun mit Tränen in den Augen die letzten Seiten gelesen und das Buch hat mich wie erwartet sehr tief bewegt. Auch in meiner Familie mussten wir Bekanntschaft mit Krebserkrankungen, die immer wieder zurück kommen und das kompletten Leben verändern. Dabei meine ich nicht nur das Leben der Betroffenen selbst, sondern auch der nahen Angehörigen. Ich habe mich an so vielen Stellen in den Worten von Charlotte wieder gefunden – das war irgendwie ein unglaublich tröstendes Gefühl, dass es Menschen gibt, die meine Gedanken nachvollziehen können. Und auch wenn unsere Geschichte eine ganz andere ist und ich jetzt nicht persönlicher werden möchte würde ich jetzt am liebsten Charlotte Link einen Brief schreiben und mich bei ihr für dieses Buch bedanken – aber ich könnte es wahrscheinlich nicht in Worte fassen, wie großartig ihr Buch für mich ist… und auch diese Rezension kann es nicht Worte fassen, was ich gerade denke. Auf jeden Fall finde ich dieses Buch einfach großartig und kann es wirklich allen Menschen empfehlen. Ich habe kurz überlegt, ob ich denke, dass es Menschen Angst machen könnte die gerade in einem „Krebs-Kampf“ stecken, habe dann aber schnell entschieden, dass dies absolut nicht der Fall ist, denn diesen Menschen ist ohnehin schon klar, was alles noch passieren kann. Und vielleicht können sie aus diesem Buch Kraft ziehen, weil sie sich verstanden fühlen und ganz vielleicht kann es ja helfen, dass die eine oder andere Familie sich früher traut etwas zu sagen und eine Behandlung zu hinterfragen.  Allen anderen kann es vielleicht die Augen dafür öffnen, was ich den Angehörigen von schwerkranken Menschen oft vor sich geht. Und zuletzt macht dieses Buch einfach deutlich wie wertvoll das Leben ist und das man  jeden Tag davon nutzen sollte und seine Lebenszeit nicht mit unnötigen Dingen und Ärgernissen verschwenden sollte. (Das meine ich absolut nicht so trivial wie es klingen mag – ich kann es nur nicht treffender formulieren.)  Vielen Dank an das Team vom Blanvalet Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne 

Rezension: Der Klang der Lüge

Liv Winterberg – Der Klang der Lüge

Klang der Lüge

  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 400
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Alissende ist auf der Flucht und findet für sie völlig unerwartet Zuflucht im kleinen Dorf Sériol. Das die meisten der Dorfbewohner Katharer sind wird ihr erst spät klar, aber eigentlich ist es ihr auch egal. Sie ist glücklich, wenn sie genug zu Essen hat und dann hat sie ja auch noch den netten Hirten Simon kennenlernt. Alles scheint perfekt. Doch dann will der Bischof das Dorf von den Menschen befreien, die seiner Auffassung  nach Ketzter sind und nimmt fast alle Dorfbewohner fest. Außer Alissende bleiben  nur ein paar Kinder verschont, um die sie sich  von nun an kümmert und herauszufinden versucht was hinter allem steckt…
  • Rezension: Als ich das Buch das erste Mal in Händen hielt hat mich sein Cover sofort an etwas erinnert. Ich wusste zuerst nicht was, nur das ich dachte ich hätte so ein Cover schon mal gesehen, zuerst dachte ich würde das Buch schon kennen, aber der Klappentext war mir neu. Also habe ich nach anderen Büchern von Liv Winterberg gesucht und schnell festgestellt, dass ich vor fast zwei Jahre bereits das Buch „Sehet die Sünder“ von ihr gelesen habe. Und es hat mir wirklich sehr gut gefallen und hat einen so bleibenden Eindruck hinterlassen, dass ich mich nach fast zwei Jahren immer noch daran erinnert habe. Das ist ja schon mal ein gutes Zeichen und so habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Warum es trotzdem so lange gedauert hat, bis ich es endlich lese, weiß ich selbst nicht so genau. Jetzt habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen komplett gelesen und habe nur Pausen gemacht, wenn ich das Buch nicht mehr halten konnte. Es ist wirklich eine großartige Geschichte von einer unglaublich starken Frau – Alissende ist wirklich eine beeindruckende Frau, die sich nicht mit ihrem Schicksal abfindet, sondern den Mut aufbringt auch gegen sehr mächtige Gegner zu kämpfen und dabei immer ihren eigenem Herz und Bauch vertraut. Auch in diesem Buch erfährt man wieder jede Menge Hintergründe über das Leben im Mittelalter – das gefällt mir sehr gut. Die Fakten tragen dazu bei, dass die ganze Handlung noch authentischer und spannender ist und lenken kein bisschen ab – das finde ich klasse. Ich kann dieses Buch wirklich nur als absolut gelungen uns sehr lesenswert bezeichnen. Vielen Dank an den das Team vom Dtv-Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Der Apfelsammler

Anja Jonuleit – Der Apfelsammler

Der Apfelsammler

  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 368
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Nach dem Tod ihrer Tante Eli reist Hannah nach Umbrien in den Ort Castelnuovo, um dort das Erbe anzutreten. Beim Aufräumen des kleines Steinhaus merkt sie, dass dies voller Rätsel steckt – sie findet Teile eines Briefes, den Eli geschrieben hat und indem sie von ihrer Vergangenheit erzählt. Sie beginnt darin zu lesen… Gleichzeitig freundet sie sich mit dem „Apfelsammler“ an – einem etwas merkwürdigen Dorfbewohner, der es sich zum Ziel gesetzt hat möglichst viele Apfel- und Birnen Sorten in seinem Garten zu erhalten. Auch Eli hat im zu Lebzeiten schon bei der Ernte geholfen. Ist er das Verbindungsstück zwischen Vergangenheit und Gegenwart und damit zwischen dem Leben von Eli und dem vom Hannah.
  • Rezension: Ich kannte bereits das Buch „fremde Tochter“ von Anja Jonuleit und da ich von diesem sehr begeistert war, habe ich mich auch auf dieses Buch gefreut. Und ich bin nicht enttäuscht worden, denn „Der Apfelsammler“ ist einfach großartig. Immer abwechselnd erfahren wir einen teil aus dem Leben von Eli (in der Vergangenheit) und dem von Hannah (in der Gegenwart) – so liest man sozusagen zwei spannenden Lebensgeschichten gleichzeitig, die am Anfang völlig unabhängig voneinander sind, aber jede für sich von einer unglaublichen Frau erzählen und sehr fesselnd sind. Ich weiß gar nicht welche der beiden mir besser gefällt, sie sind so unterschiedlich und beide unglaublich liebenswert. Besonders spannend war für mich persönlich, dass das Buch in Umbrien, in der Nähe von Perugia spielt, wo ich selbst schon einmal einen sehr schönen Sommer verbracht habe – so konnte ich die Stimmung sehr gut nachvollziehen und da ich gerade in der Sonne gelegen habe, während ich den Großteil des Buches gelesen habe, war ich teilweise selber irgendwie in Umbrien. Die Geschichte oder besser die Geschichten sind wirklich unglaublich schon und irgendwie war es am Ende gar nicht mehr so wichtig, wie die beiden Lebensläufe genau zusammenhängen, mal davon abgesehen, dass Hannah ja bei Eli aufgewachsen und ihr naher sehr nahe ist. Ich kann euch allen das Buch wirklich nur wärmstens ans Herz legen. Vielen Dank an das Team vom Dtv Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Der Gesang der Wellen nach dem Sturm

Kirsty Wark – Der Gesang der Wellen nach dem Sturm

Der Gesang der wellen

  • Verlag: knaur
  • Seitenzahl: 179
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Elizabeth Pringle lebt auf einer kleinen Insel in West-Schottland. Sie weiß, dass sie bald sterben wird, daher entscheidet sie sich etwas ungewöhnliches zu tun und ihr Haus einer Frau zu schenken, die ihr früher im Leben einmal begegnet und ihr Interesse am Haus bekundet hat. Außerdem möchte sie sich endlich einiges von der Seele schreiben. Anna Morrison ist die Frau, an die sich das Geschenk richtetet. Doch diese leidet unter Demenz und so nimmt sich ihre Tochter Martha des Gazen an und reist um die Insel, um sich das Haus anzusehen. Auch bei ihr ruft das jede Menge Erinnerungen wach.
  • Rezension: Zwei sehr unterschiedliche Frauen – zwei ganz unterschiedliche Lebens-Entwürfe – ein wirklich schöner und bewegender Roman, der mich sehr an die Filme von Rosamunde Pilcher erinnert. Man darf kann Buch erwarten, was besonders realistisch ist, aber das hatte ich auch nicht. Es ist ein typisches Frauenbuch mit jeder Menge Herzschmerz, Dramatik und einer spannenden Rahmenhandlung mit wundervollen weiblichen Protagonistinnen. Ich finde es großartig wie  die beiden Frauen, Martha und Elisabeth, immer abwechselnd zu Wort kommen und man so nach und nach immer mehr über deren Leben erfährt. Wer ein Frauenbuch mit Sommerfeeling sucht, der ist hier genau richtig – alle anderen rate ich  „lieber Hände weg“. Vielen Dank an das Team  vom Knaur Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 4 Sterne