Rezension: Mördermädchen

Sandra Brown – Mördermädchen

Moerdermaedchen von Elizabeth Little

Moerdermaedchen von Elizabeth Little

  • Verlag: Der Hörverlag
  • Länge: 1 mp3-CD, Laufzeit: 7h 15
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Janie Jenkins ist gerade erst 16 Jahre alt, als sie ins Gefängnis muss – verurteilt für den Mord an ihrer Mutter. Zehn Jahre später wird klar, dass bei ihrem Verfahren Beweise manipuliert worden sind und sie kommt frei. Sofort macht sie sich auf die Suche danach, wer ihre Mutter wirklich umgebracht hat. Sie selbst kann sich nicht mehr an die Nacht erinnern, will aber an ihre Unschuld glauben. So begibt sie sich auf die Spuren ihrer Mutter….
  • Rezension: Ich war auf der Suche nach einem spannenden Hörbuch und da bin ich auf diesen Thriller aufmerksam geworden. Und die Geschichte hat mich wirklich sehr gut unterhalten, was unter anderem auch an der sehr angenehmen Vorlese-Stimme gelegen hat, aber natürlich auch an der fesselnden und ungewöhnlichen Handlung. Man hat gemeinsam mit Janie immer mehr über ihre Mutter und deren Vergangenheit erfahren – irgendwie ist damit der Mord etwas in der Hintergrund getreten  – eine Tatsache, bei der es Janie aber ganz ähnlich ging und die der Spannung absolut keinen Abbruch getan hat. Ab und zu war die Handlung von Berichten unterbrochen, was dem Ganzen einen sehr authentischen Aspekt beigefügt hat. Ich kann euch diesen etwas ungewöhnliche aber extrem spannenden Thriller wirklich absolut empfehlen, aber Vorsicht, wieder einmal schaut man tief in die Abgründe von Menschen, wenn es um Gefühle, Macht und Geld geht. Auch wird deutlich wie wichtig die Vergangenheit eines Menschen für sein späteres Leben ist.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Eisige Glut

Sandra Brown – Eisige Glut

Eisige Glut von Sandra Brown

Eisige Glut von Sandra Brown

  • Verlag: Random House Audio
  • Länge: 6 CDs, Laufzeit: 7h 30
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Der Journalisten Dawson Scott wird nachts ständig von seiner Vergangenheit heimgesucht. Er ist froh über die Ablenkung, die eine neue Story mit sich bringt. Er soll über einen Doppelmord berichten. Bei seinen Nachforschungen trifft er auf Amelia Nolan, die Ex-Frau eines der Opfer. Er erfährt immer mehr aus ihrem Leben und deckt Zusammenhänge auf, die mehr als erschreckend sind…
  • Rezension: Ich habe schon viele Bücher von Sandra Brown gelesen und habe mich daher auf eine weitere spannende Geschichte gefreut. Und da bin ich nicht enttäuscht worden. „Eisige Glut“ habe ich gestern und heute in einem „Rutsch“ angehört, genau das richtige, wenn man mit einer fiesen Erkältung kämpft und seinem Körper Ruhe gönnt. Ich habe gar nicht gemerkt, wie die Zeit vergangen ist. Die Handlung war unglaublich fesselnd und hat mich wirklich bis zur letzten Minuten in seinen Bann gezogen. Gut war aber, dass ich nicht alleine war, denn teilweise ist dieses Hörbuch schon ziemlich unheimlich – ein sehr guter Thriller, den ich euch wirklich empfehlen kann. Aber Achtung, er öffnet mal wieder Abgründe der menschlichen Psyche – erschreckend, was Menschen zu tun in der lange sind, denn ich fürchte das alles ist zwar Fiktion aber durchaus nicht unbedingt total unrealistisch.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Tod des Patriarchen

Leif Davidsen – Der Tod des Patriarchen

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  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 464
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Adam Lassen ist gerade unterwegs, um einen Film zu drehen, als er vom Tod seines Zwillingsbruders Gabriel erfährt. Dieser hatte dort als  ein enger Vertrauter des russischen Patriarchen Bichon II gearbeitet, der nur weniger Tage vorher ebenfalls gestorben ist.  So schnell es ihm möglich ist, macht er sich gemeinsam mit seiner Mutter Anastasia auf den Weg nach Russland, wo diese aufgewachsen aber seit der Heirat nicht mehr gewesen ist.
  • Rezension: Ich lese sehr gern gut recherchierte Thriller, daher habe ich mich auch auf dieses Buch gefreut und gehofft, dass es aber nicht zu viel Politik enthält. Diese Sorge war allerdings glücklicherweise unbegründet. Die Mischung aus politischen Infos über das heutige Russland und dem zur Zeit des KGB sowie die Spannung der Geschichte stehen in einem guten Verhältnis zueinander. Und ich hatte mich vorher noch nicht so oft mit Russland beschäftigt, daher war dies sehr interessant für mich und ich fürchte das die Verstrickungen der Mächtigen aus Politik und Kirche nicht so fiktional sind sondern durchaus jede Menge Wahrheit enthalten. Außerdem wird mal wieder deutlich, dass viele Familie doch sehr große Geheimnisse haben, die man so gar nicht erwarten würde und dass es sich durchaus lohnt seine Eltern und Großeltern sofern man noch welche hat einmal danach zu fragen, wie sie ihre Kindheit und Jugend verbracht haben. Wer einen spannenden Thriller lesen und zugleich etwas über Russland erfahren möchte, dem kann ich dieses Buch wirklich empfehlen.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Wintergäste

Sybil Volks – Wintergäste

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  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 416
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Alle denken, dass Inge Boysens gestorben ist. Deshalb treffen sich ihre Kinder und Enkelkinder in ihrem Haus Tide, um sich dort von ihr zu verabschieden. Als sie dann bemerken, dass Inge gar nicht wirklich gestorben ist, ist es bereits zu spät, um wieder abzureisen, denn draußen zieht ein gewaltiger Schneesturm auf. So kommt es das all die Menschen weniger Tage vor dem Jahreswechsel komplett von der Außenwelt abgeschnitten werden und sich mit sich selbst und miteinander auseinander setzten müssen…
  • Rezension: Das Cover versprach irgendwie schon ein „gemütliches Buch“ und auch die lese ich von Zeit zu Zeit sehr gern. Familien-Geschichten mag ich eigentlich. Doch irgendwie konnte mich die Geschichte von Anfang an nicht richtig berühren. Wahrscheinlich liegt es auch daran. dass mir die einzelnen Familienmitglieder einfach nicht sympathisch waren.ich konnte mich auch irgendwie nicht wirklich in sie hineinversetzen oder mit ihnen mitfühlen. Deshalb haben mich ihre Schicksale auch nicht so wirklich interessiert, die man ja im Laufe des Buches immer genauer erfährt. Es hat mich teilweise sogar verwirrt, so viele verschiedene Handlungsstränge erzählt zu bekommen, die dann auch noch wenig miteinander zu tun haben. Vielleicht war ich aber so kurz vor Weihnachten auch einfach nicht in der richtigen Stimmung für ein Buch, in dem deutlich wird, dass zu viel Ruhe und Nähe einer Familie nicht unbedingt gut tun muss und das manchmal sehr viel offen gelegt wird, was besser „verborgen“ geblieben wäre. Es kann aber auch daran gelegen haben, dass das Buch echt wenig Aktion hat und das nach den beiden Thrillern eventuell zu wenig war für mich. Auf jeden Fall kann ich das Buch eher nicht weiter empfehlen, obwohl es durchaus Potential hat.
  • Bewertung: 3 Sterne

Rezension: Bedenke was du tust

Elizabeth George –  Bedenke was du tust

Bedenke was du tust

  • Verlag: der Hörverlag
  • Länge: 2 Hörbuch MP3-CDs, Laufzeit: 1235 Minuten
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der Band 19 der Inspector-Lynsey-Romane.
  • Inhalt: Barbara Havers hat sich einen Alleingang zu viel geleistet und so muss sie sich nun beweisen. Das tut sie, indem sie gemeinsam mit ihrem Kollegen DI Thomas Lynley einen Mord aufzuklären versucht. Die Bestsellerautorin Clare Abbott stirbt auf einer Lesereise und nicht nur ihre Freundin und Lektorin Rory Statthat hat Zweifel daran, dass es sich dabei um einen natürlichen Tod handelt. Spätestens als sie kurze Zeit später ebenfalls dem Tode nahe aufgefunden wird, ist klar, es war Mord. Doch wer steckt hinter alle dem? Barbara und Thomas stoßen auf jede Menge Intrigen und Geheimnisse….
  • Rezension: Ich habe schon einige andere Inspector-Lynsey-Romane gelesen und war immer begeistert von der Vielschichtigkeit der Geschichte und der darin enthaltenen Personen. Genauso ging es mir auch hier – immer wieder lernt man neue Facetten kennen und ist überrascht über die Wendungen die die Handlung dadurch nimmt. Das Hörbuch bleibt wirklich spannend bis zur letzten Minuten und ich hätte nie vermutet, wie das alles zusammenhängt. Auch finde ich es erschreckend, welche tiefen Abgründe sich in dem Schicksal eines Menschen auftun können und zu was Menschen zu tun bereit sind und aus welchen Beweggründen. Auch wird man dazu angeregt darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist ist im Leben und wie wichtig Ehrlichkeit ist. Trotzdem hat mich das Hörbuch sehr gut unterhalten und ich kann es wirklich weiter empfehlen.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Die verletzte Tochter

Jeanette Hagen –  Die verletzte Tochter. Wie Vaterentbehrung das Leben prägt

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  • Verlag: Scorpio Verlag
  • Seitenzahl: 239
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Das Buch ist ein sehr persönliches Sachbuch, geschrieben in der Ich-Form, da die Autorin selbst betroffen ist. Sie erzählt ihre Geschichte stellvertretend für viele, die das Schicksal „fehlender Vater“ mit sich herumtragen. Zusätzlich liefert sie eine Fülle wissenschaftlicher Erkenntnisse zum besseren Verständnis der Problematik auch für Nichtbetroffene. Jeanette Hagen erklärt ihr Vorgehen so: „Die kursiv gedruckten Passagen am Anfang der Kapital erzählen nach und nach meinen Weg, damit bringe ich viel Privates in die Öffentlichkeit, was für ein Sachbuch, in dem es gemeinhin um das Wir und nicht um das Ich geht, eher ungewohnt sein mag. Aber ich bin überzeugt, das das Begreifen einer gesellschaftlichen Situation über das Verstehen des Individuums geht.“ Vaterentbehrung ist sicher für alle Betroffenen ein komplexes Leben und Leiden und die Autorin vermerkt, dass die Auswirkungen für Jungen und Mädchen teils ähnliche, aber auch unterschiedliche Auswirkungen hat. Ihr Schwerpunkt in dem Buch liegt auf den Folgen, die es für Töchter hat, wenn der Vater sich abwendet. Nach jeder Schilderung eines eigenen Entwicklungsschrittes beleuchtet sie diesen wissenschaftlich, angereichert mit Zitaten von Psychoanalytikern und Betroffen.
  • Rezension: Es ist nicht ganz leicht, das Buch zu bewerten, wenn man nicht das gleiche Schicksal teilt. Berührend und informativ ist es auf jeden Fall. Ich kann mir vorstellen, dass die Zweigleisigkeit der Autorin eine hohe Identifikationsmöglichkeit bietet und viele Betroffene sich total wiederfinden in den Texten und auch Neues erfahren, wie man sich aus den eigenen Verstrickungen lösen kann. Insofern ist es ein sehr persönliches aber auch nützliches Buch, das sich mit einem Thema befasst, das in unserer Gesellschaft häufig vorkommt und sicher andere Aspekte hat, als die Vaterlosigkeit der Kriegsgenerationen. Der Stil der Autorin ist angenehm sachlich und verständlich im wissenschaftlichen Teil und berührend emotional ohne melancholisch zu werden im autobiografischen Teil. Ihre Bewältigungsstrategien haben auch gestalttherapeutische Sitzungen in der Gruppe oder allein mit eingeschlossen. Sie arbeitet sich Schickt für Schicht zurück zum Ich, heraus aus der Opferrolle. Das Ganze ist sehr überzeugend geschildert und macht (hoffentlich) anderen Betroffenen Mut, sich auch auf die Suche nach dem eigenen Ich zu machen, um bei einem Bedingungslosen „Ja“ zu sich selbst zu landen, auch wem der Vater, von dem sich das alle Kinder wünschen, dieses „Ja“ nie vermitteln konnten.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Der Engelsbaum

Lucinda Riley –  Der Engelsbaum

Engelsbaum

  • Verlag: Goldmann
  • Seitenzahl: 640
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Greta Marchmont kehr nach 30 Jahren in ihre alte Heimat zurück. Allerdings kann sie sich nicht mehr daran erinnern, denn nach einem Unfall leidet sie unter Gedächtnisverlust. Per Zufall entdeckt sie dann aber bei einem Spaziergang das Grab ihres eigenen Sohnes und versucht deshalb der Vergangenheit wieder zu entdecken und besonders mehr darüber herauszufinden, wer sie einmal war. Doch nicht alles, was sie dabei herausfindet gefällt ihr und sie braucht sehr viel Kraft, um sich dem Ganzen zu stellen…
  • Rezension: Auch wenn es sich hier um ein sehr frühes Werk der Autorin handelt, dass jetzt noch einmal neu aufgelegt wurde, so kann man doch den typischen Stil der Autorin entdecken. Man bekommt wieder eine Familiengeschichte, die ans Herz geht und eine starke Protagonistin. Dabei merkt man, dass Menschen manchmal eine große Veränderung innerhalb ihres Lebens durchmachen können und dass es viele nicht leicht haben.  Außerdem wird wieder einmal deutlich, welche große Rolle die Familie im Leben von Menschen spielen kann und wie gefährlich Geheimnisse sein können.
  • Bewertung: 4 Sterne