Rezension: Fünf am Meer

Emma Sternberg – Fünf am Meer

  • Verlag: RandomHouse Audio
  • Länge: 6 CDs, Laufzeit: 7h 11
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Linn hat sich gerade frisch getrennt, als sie erfährt, dass sie ein Haus geerbt hat. Also entschiedet sie spontan mit nach New York zu reisen und sich die Villa anzuschauen. Dort stellt sie fest, das nicht nur diese schon etwas älter ist, sondern auch deren fünft Bewohner, von denen sie vorher nichts wusste. Sie fühlt sich immer wohler im Haus, was sie aber ja eigentlich verkaufen wollte und dann ist da ja auch noch der Journalist…
  • Rezension: Dieses Hörbuch hat mich aufgrund seines farbenfrohen Covers sehr angesprochen. Und es hat mir dann eine sehr anstrengende Autofahrt ein kleines bisschen angenehmer gemacht. Es ist unglaublich amüsant Linn dabei zu lauschen, wie sie die Bewohner entdeckt und ich habe diese und auch Linn sofort ins Herz geschlossen. Irgendwie ist die ganze Situation auch total knuffig, wenn ich mir vorstellen, wie die Bewohner da so zusammen sitzen und wie detailliert ihre Eigenheiten am Anfang beschrieben werden. Aber auch Linn hat etwas ganz besonderes und ich habe gern ihrer Geschichte gelauscht, denn die Vorslesestimre war sehr angenehm. Auch wenn der Sommer ja jetzt schon in den letzten Zügen steckt kann ich dieses Hörbuch absolut empfehlen.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Der Psychopath

Bram Dehouck – Der Psychopath

  • Verlag: btb
  • Seitenzahl: 224
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Sam ist anders als andere Kinder. Das merken seine Eltern früh. Doch der Arzt und die Krankenschwester können damit umgehen. Sams Verhalten wird erst zum Problem, als er in die Schule kommt. Niemand hat den aufbrausenden Jungen im Griff. Während seine Mutter glaubt, der Sohn werde gemobbt, ist sein Vater Chris mehr und mehr davon überzeugt, dass mit Sam etwas nicht stimmt. Manisch sammelt er Fachartikel, die beweisen sollen, dass sein Sohn ein geborener Psychopath ist. Als Sam eines Tages einer Katze den Bauch aufschlitzt, um nachzusehen, was sich darin verbirgt, versteift sich Chris immer mehr auf seine Theorie. Und er sieht nur eine Lösung. Eine Lösung, die ein Vater sonst nie wählen würde: Er will den eigenen Sohn umbringen … (Quelle: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-Psychopath)
  • Rezension: Ich bin bei einem Bücher-Abend in einer Buchhandlung auf dieses Buch aufmerksam geworden. Dort wurde das Buch so spannend vorgestellt, dass ich es sofort lesen wollte… Leider muss ich sagen, dass es mir in der Realität dann überhaupt nicht gefallen hat. Ich habe dem Buch mehrere Chancen gegeben, aber es war immer das Selbe. Schon nach wenigen Kapiteln habe ich das Lesen abgebrochen, weil es mir einfach zu heftig war. Ich kann mich jetzt auch schon gar nicht mehr erinnern, was mich damals angesprochen hat, sicher nicht die Tatsache, das ein Vater seinen Sohn umbringen möchte… Ich kann das Buch daher auch nur denen empfehlen, die diese Thematik nicht abschreckt.
  • Bewertung: 2 Sterne

Rezension: Masterminds. Im Sog des Verbrechens

Gordon Korman – Masterminds. Im Sog des Verbrechens

masterminds 2

  • Verlag: Guliver
  • Seitenzahl: 272
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist die Fortsetzung von „Masterminds. Im Auge der Macht„. Es wird noch einen dritten Teil geben.
  • Inhalt: Eli, Tori, Malik und Amber haben es geschafft aus der scheinbar perfekten Welt zu entkommen und wollen nun das große Geheimnis von Projekt Osiris aufdecken. Doch das gestaltet sich als schwieriger als erwartet und sie bleiben dabei nicht unbedingt auf der legalen Seite. Steckt doch mehr von ihren Verbrecher Klonen in ihnen als sie wahr haben wollen?
  • Rezension: Bereits der erste Teil der Masterminds-Trilogie hat mich wirklich begeistert und „Im Auge der Macht“ ist ein mehr als würdiger Nachfolger. Daher hat mich dieses Buch genauso schon nach wenigen Seiten in seinen Bann ziehen können. Die Gesichte der Jungendlichen ist wirklich sehr fesselnd und macht deutlich, wie das Leben in unserer Welt wirklich ist und nicht nur spannend ist sondern mich an einigen Stellen auch wirklich zum Lachen gebracht hat aber auch Tiefgang hat. Und es hat mich mehr als einmal überrascht hat. Ich kann es sehr weiter empfehlen und bin schon auf das Ende in Band 3 gespannt.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Freundschaftsquelle. Die Abenteuer von Fee Lix und Fee Lizitas

Britta Kirsten – Freundschaftsquelle. Die Abenteuer von Fee Lix und Fee Lizitas

freundschaftsquelle

 

  • Verlag: Papierfresserchen
  • Seitenzahl: 68
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Zwei Regenbogenfeen, ein braunes Kaninchen mit weißem Ohr und Sprachfehler, ein Eichhörnchen, das von seiner eigenen Courage überrascht ist, eine kleine, vegetarische Spinne mit Höhenangst … Alle zusammen erleben sie ein Abenteuer an der Freundschaftsquelle und finden neben Kristallen und tollen Lieblingssalatrezepten auch neue beste Freunde. (Quelle: http://www.papierfresserchen.del)
  • Rezension: Das Buch wurde mir von der Autorin selbst ans Herz gelegt und obwohl mir das Cover nicht so gut gefallen hat und ich bei Feen immer etwas skeptisch werde ob es mir nicht zu kitschig ist hat mich die Geschichte doch angesprochen. Schade finde ich allerdings immer noch, dass die beiden Feen auf dem Cover nicht so aussehen wie die beiden im Buch beschriebenen. Aber das sind Feinheiten. Auch finde ich die Namen allgemein etwas gewöhnungsbedürftig. Klar, die Idee mit Fee Lix und Fee Lizitas ist lustig und hat einen hohen Wiedererkennungswert, aber beim Lesen etwas komisch. Auch bin ich mir nicht sicher, warum dieser arme Hase unbedingt einen Sprachfehler haben muss. Aber so bleibt er besser in Erinnerung und vielleicht können sich Kinder mit Sprachfehler mit ihm identifizieren. Und trotz meiner kleinen Kritik muss ich sagen, dass ich die Geschichte wirklich sehr gelungen finde und sie kleinen Mädchen unbedingt empfehlen kann, allerdings eindeutig als Buch zum Vorlesen. Ein wenig schade finde ich, dass es keine Bilder gibt und auch keine Kapitel, das macht das Vorlesen in Abschnitten z.B. als Gute-Nacht-Geschichte viel einfacher. Trotzdem kann ich das Buch uneingeschränkt weiter empfehlen!
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Die kleinen Tugenden

Natalie Ginzburg – Die kleinen Tugenden

tugenden

  • Verlag: Klaus Wagenbach
  • Seitenzahl: 160
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Natalie Ginzburg, eine italienische Schriftstellerin, hat zu ihren Lebzeiten leidenschaftlich am öffentlichen Leben teilgenommen, sich eingemischt und über Dinge geschrieben, die ganz intensiv ihre Empfindungen ausdrückten. 2016 jährt sich ihr Geburtstag zum 100. Mal und deshalb wurde einige ihrer Texte als Anthologie erneut herausgebracht. Wie immer ist das Buch liebevoll gebunden und ein optischer und taktiler Genuss. In den Texten geht es um prägende Lebenserfahrungen in allen Lebensaltern. Wie geht es zu unter Menschen, die sich gern haben, aber in schwierigen Zeiten leben? Warum man die großen Tugenden den kleinen vorziehen soll und besonders deutlich in der letzten Geschichte, die Freigebigkeit der Sparsamkeit gegenüber stellt und deren Auswirkungen metaphorisch auf den Charakter der Kinder beschreibt.
  • Rezension: Das Buch ist unterteilt in einen ersten Teil, der wohl sehr autobiografisch ist und einen zweiten, der allgemeinere Betrachtungen über menschliche Beziehungen und Entwicklungen festhält. Die einzelnen Kapitel sind umwerfend! Geprägt von einer direkten soliden und doch vielschichtigen Sprache schildert die Autorin seelische Befindlichkeiten, die jeder kennt aber selten mit so einer Klarheit vorgehalten bekommen hat. Es geht nicht um die „großen Tragödien“ sondern um kleine Gedanken, die man immer schon hatte, aber die selten so präzise geschildert wurden. Beispiel: jeder kennt den Wunsch sich durch die Anerkennung beliebter Schulfreunde dazugehörig zu fühlen, aber Natalia Ginzburg schildert auch die Kehrseite: Das Zusammensein mit den Klassenbesten war so mühsam, dass wir zum Schluss fühlten, wie unsere Gesichtsmuskeln vor Anstrengung falsch zu lachen erstarrten.“ Ohne Verurteilung – fast lieblos – schildert sie die menschlichen Schwächen und ermöglicht so dem Leser, neue Erkenntnisse aus erlebten Empfindungen zu ziehen.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Die Pantherin

Stefano Benni – DiePantherin

Die Pantherin

  • Verlag: Klaus Wagenbach
  • Seitenzahl: 96
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt/Rezension: Wieder ein schöner roter Wagenbach Band: 2 Erzählungen, die beide gleichsam außergewöhnliche Leben schildern, mit einer mitreißenden Intensität, die es unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen. Besonders die titelgebende Geschichte, die das Billardspiel als Metapher für Ringen um einen Platz n der Gesellschaft benutzt, ist so atemberaubend, dass man sich die beiden – oder drei – Protagonisten so gut vorstellen kann, als sein man selbst mit ihnen bekannt und Bewohner der Szene. Ein fünfzehnjähriger Junge jobbt in einem Billardsalon seiner Stadt, nachdem er die Schule geschmissen hat. Er schildert das Ambiente in diesem Salon sehr intensiv und seine Erzählung spitz sich immer weiter zu, wenn er den Auftritt der „Pantherin“ und ihre Begegnung mit „dem Engländer“, einem der besten Billardspieler, schildert. Diese Frau entsteht so lebendig vor dem Auge des Lesers, als wäre er dabeigesessen: ein Göttin, die im Salon mit 40 Tischen und den „Drei Prinzen“, den Billardtischen,die nur den Besten vorbehalten sind, alle Augen auf sich zieht, alles besiegt und in ein Duell mit dem „allerbesten“, dem „Engländer“eintritt, bei dem es um viel mehr als Gewinner und Verlierer beim BiIlliardduell geht.
    Das Geschehen verdichtet sich, der Autor lässt uns wissen, was wir schon lange ahnten: Die Macht der Pantherin war schrecklich. Beim Spielen rächte sie sich für irgendetwas, und nichts würde sie je aufhalten. Die Sprache ist sehr bildhaft, man sieht die Diele vor sich und fiebert mit, obwohl der Ausgang eigentlich klar ist: Das kann nicht gut gehen, aber wie es nicht gut geht, ist so meisterhaft geschildert, dass man zunächst erstmal innehält und nicht weiterlesen möchte. Doch auch die 2. Geschichte ist sehr lesenswert. Es geht auch hier um Leben in Extrem- bzw. Ausnahmesituationen: Die zwölfjährige Maria Alina, genannt Cixi lebt mit ihrem todkranken Vater auf Sardinien. Er ist Fischer und Aixi versucht ihm dadurch zu helfen, dass sie Fische aus dem Meer fangen und diese verkaufen will, um für ihren Vater Medizin und Essen zu besorgen. Die Erzählung dieses nächtlichen Vorhabens wird mit intensiven Bildern gemalt, zeugt von überschäumender Fantasie und ist zuweilen recht skurril. Fazit: Lesenswert, reicht aber nicht an die Pantherin heran.
  • Bewertung: 5 Sterne / 3 Sterne

Rezension: Der Hund der zu träumen wagte

Sun-Mi Huang – Der Hund der zu träumen wagte

der hund der zu träumen wagte

  • Verlag: Kein&Aber
  • Seitenzahl: 176
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt und Rezension: Das Huhn, das vom Fliegen träumte“ war die erste intensive Fabel der Autorin. Nun ist eine neue Erzählung von ihr auf deutsch erschienen: Der Hund der zu träume wagte laut Klappentext wieder eine Fabel über Liebe und Verlust, Vertrauen, Enttäuschung und nicht zuletzt Hoffnung. Hühner träumen vom Fliegen, Hunde wagen zu träumen – die Tiere tun Dinge außerhalb ihrer „normalen“ Verhaltensweisen und sollen uns ermutigen auch über uns hinaus zu wachsen, Dinge zu tun, die wir Menscheneigentlich immer wollen, aber oft nicht in den Alltag integriert bekommen. Also lesen wir davon in solchen reizenden Büchern und träumen uns fort aus dem Alltag. Das gelang bei der ersten Erzählung besser als bei der Hundegeschichte, die meines Erachtens keine eindeutige Fabel ist, dazu fehlt eine moralische Lehre. Die Geschichte handelt von einer mutigen, tapferen Hündin „Zotti“ und parallel dazu von dem Leben und Schicksal ihres Herrchens. Man muss nicht den ganzen Inhalt schildern, das Bild ist klar: Besondere Individuen tun Dinge, die man nicht von ihnen erwartet hätte. Also – tun wir es ihnen nach!
  • Bewertung: 3 Sterne