Rezension: Kai & Annabell, Band 2: Von dir besessen

Veronika Mauel – Kai & Annabell, Band 2: Von dir besessen

Kai und Anabell 2

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 289
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der zweite Teil einer Reihe. Der erste Band heißt „Kai & Annabell, Band 1: Von dir verzaubert„
  • Inhalt: Kai und Anabell haben gerade begonnen ihre Liebe zu genießen, da erfährt Kai von einem großen Familiengeheimnis und beendet darauf die Beziehung. Anabell versteht ihn nicht und ist am Boden zerstört. Sie bekommt Kai einfach nicht aus dem Kopf und auch ihm gelingt es nicht sie zu vergessen. Wird er ihr das Geheimnis offenbaren und wie wird es danach mit den beiden weitergehen?
  • Rezension: Ich habe mich sehr auf dieses Fortsetzung gefreut, denn das Ende des ersten Bandes ist einfach zu „krass“. Man muss einfach weiterlesen. Doch leider fand ich den zweiten Band dann zwar sehr stimmig, doch irgendwie auch zu düster und dramatisch. Obwohl gerade dadurch erst deutlich wird, was in den beiden Jugendlichen vor sich geht und andere es wahrscheinlich genau deshalb als sehr gelungen bezeichnen würden. Mir persönlich hat der erste band aber besser gefallen. Trotzdem kann ich die beiden Bücher wirklich empfehlen, besonders auch zum Thema Gewalt in der Familie. Denn es macht erschreckend deutlich, was für schlimme Auswirkungen diese hat. 
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Dr. Siri und seine Toten

Colin Cotterill – Dr. Siri und seine Toten

dr siri

  • Verlag: Random House Audio
  • Länge: 4 CDs, ca. 306 Minuten
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der erste von bisher 9 Romanen der Dr. Siri-Romane.
  • Inhalt: Der 72-jährige Dr. Siri Paiboun wird gegen seinen Willen in hohem Alter von der kommunistische Partei von Laos  zum einzigen Leichenbeschauer des Landes ernannt. Sein erster wirklicher  Fall ist der Tod der Frau eines hohen Tieres in der Partei. Doch davon lässt er sich nicht abschrecken und auch nicht davon,dass er dafür nur seine Intuition und ein französisches Pathologie- Handbuch von 1948 zur Verfügung hat.
  • Rezension: Dieses Hörbuch hat mir mein Vater ausgeliehen und auf die Frage, ob es gut sei antwortete er etwas wage „Joa“. Ich wollte es daraufhin schon aus der Hand legen, denn auch das „Brigitte“ auf dem Cover hatte mich ein wenig aufgeschreckt, da meinte er, dass es schon ganz gut sei und ich es mir ruhig anhören solle. Das habe ich dann auch getan und ich habe es nicht bereut, verstehe aber was er meinte. Der Krimi ist wirklich hörenswert, aufgrund seine ganz besonderen Ermittlers, die Story aber für meinen Geschmack ein wenig zu verworren. Da wird mehr als ein Mord aufgedeckt und man muss auch erstmal jede Menge über den Menschen Siri erfahren. Doch lohnt es sich wirklich durchzuhalten und die Vorlese-Stimme von Jan Josef Liefers ist auch sehr angenehm, so dass ich es letztendlich wirklich empfehlen kann. 
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Schwamm drüber

Ursula Schröder – Schwamm drüber

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  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 288
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Frida ist eine 40-jährige, geschiedene Lehrerin, die eigentlich mit ihrem Leben ganz zufrieden ist. Doch unter der Fassade verbregen sich ein paar Probleme und es zeigt sich, dass sie nicht ganz so stark ist, wie es scheint. Einigen davon muss sie sich stellen, als sie ihrem Bruder auf dem Sterbebett verspricht, sich um seine Frau Louise zu kümmern.  Sie zieht zu ihr auf das Landgut Wernebeck und auf einmal lassen sich die Probleme nicht mehr mit einem einfachen „Schwamm drüber“ besiegte schieben, sondern Frida muss beginnen sich mit dem Leben auseinander zu setzen…
  • Rezension: Leider muss ich sagen, dass ich das Cover und den Titel ein wenig langweilig fand und mich das Buch daher nicht so wirklich angesprochen hat. Dieser Eindruck hat sich dann auch beim Lesen nicht wirklich verändert. Das Buch „plätschert“ so dahin, wirklich mitreisen hat mich das Leben von Frida nicht können. Das Buch ist auch nicht wirklich schlecht, aber eher was für zwischendurch und so richtig vom Hocker gehauen hat es mich nicht. Daher kann ich es auch nur eingeschränkt weiterempfehlen an Menschen, die sich dafür interessieren und keinen spannenden Roman erwarten. 
  • Bewertung: 3 Sterne

Rezension: Kai & Annabell, Band 1: Von dir verzaubert

Veronika Mauel – Kai & Annabell, Band 1: Von dir verzaubert

Kai und Anabell 1

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 289
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der Beginn einer Reihe. Der zweite Band heißt „Kai & Annabell, Band 2: Von dir besessen“
  • Inhalt: Das Leben von Kai und Anabell könnte auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein, doch sie sind sich ähnlicher als sie denken. Sie ist eine reiche Arzttochter, die versucht allen das heile Leben vorzuspielen. Und er versucht seine kaputte Familie mit coolen Sprüchen und Punker-Look von allen fern zu halten. Doch ab dem Zeitpunkt, an dem sie das erste Mal zusammen sprechen spüren sie, dass sie etwas verbindet und sie sich gegenseitig brauchen…
  • Rezension: Ich muss zugeben, dass ich zuerst etwas skeptisch war, weil ich dachte mich erwartet die übliche „Prinzessin“ verliebt sich in „Bad Boy“ Geschichte und auch das Cover hat mich nicht angesprochen. Ich hatte aber Lust mal wieder eine Lovestory zu lesen und schnell war ich von der Geschichte von Anabell und Kai gefangen genommen, die wesentlich mehr  Tiefe hat, als ich erwartet hätte. Das Thema Gewalt in der Familie ist ein sehr wichtiges und ich finde, dass die Autorin es auf sehr besondere Art und Weise zur Sprache bringt, die sicher einige Jugendliche zum Nachdenken anregen und vielleicht sogar Mut machen wird, nicht länger darüber zu schweigen. Besonders toll ist, dass man sehr genauen Einblick in die Gedanken und Gefühle der Beiden bekommt, denn es wird immer abwechselnd aus der Perspektive von Anabell bzw. Kai geschrieben. Es ist schon unglaublich, was Jugendliche alles tun, damit niemand hinter ihre Fassade schauen kann und erschreckend was sie teilweise erleben müssen, denn dieses Buch ist sicher nicht nur Fiktion. Daher kann ich es auch absolut empfehlen. Nur das Ende finde ich dann doch etwas heftig, aber zum Glück kann man ja direkt den zweiten Band lesen. 
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Die Frau am See

Sara Gruen – Die Frau am See

Die Frau am See

  • Verlag: Kindler
  • Seitenzahl: 448
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die reiche Maddie, eine junge Frau aus der amerikanischen Oberschicht, reist mit ihrem Ehemann Ellis und dem gemeinsamen Freund Hank im Januar 1945 aus den Staaten ins ferne Schottland in ein abgelegenes Dorf im schottischen Hochland an den „Loch Ness“, um das sagenumwobene Ungeheuer zu finden und dessen Existenz per Foto zu belegen. Ungeachtet des Krieges begeben sie sich auf die gefährliche Reise über den Ozean, w sie zum ersten Mal mit Kriegsopfern konfrontiert werden. Diese Konfrontation wird Maggie Leben später beeinflussen, doch davor liegt ein langer Weg der Selbstfindung. Denn am Zielort verändert sich Maggies Leben zunächst durch die egoistische Besessenheit ihres Gatten, das Ungeheuer zu finden. Ihnen geht es auch um die Rehabilitierung seiner Vaters der ebenfalls früher die Existenz zu beweisersuchte und dem dabei Manipulationen unterstellt wurden. Bei den Exkursionen der beiden unzertrennlichen Freunde Elli und Hank stellt sich immer mehr deren Unfähigkeit heraus, sich auf ihnen fremde Menschen einzulassen, neuen Situationen mit Flexibilität zu beginnen und Maggie in ihr Unternehmen mit einzubeziehen, denn schließlich ist sie nicht ganz freiwillig mitgekommen, sondern in der Hoffnung ihr Gatte möge durch den Nachweis des sagenumwogenden Tieres den Konflikt mit seinem Vater lösen und wieder zum dem Charmanten, leichtlebigen Tunichtgut werden, den sie geliebt und geheiratet hat. Alleingelassen in der gemeinsamen Pension beweist sie den eigentlichen Mut, sich Menschen zu nähern, die eigentlich nicht zu ihrer Schicht gehören. Die Annäherung verändert Maggie und lässt die Beziehung zu Ellis und Hank explodieren.
  • Rezension:
    Die Autorin erzählt die Geschichte aus Maggies Sicht in der Ich-Form und ermöglicht dem Leser damit, sich ganz auf die junge Frau einzulassen. Dabei erlebt man die Wandlung der Protagonistin hautnah mit, wie aus der ehemals oberflächlichen, snobistischen Maddie eine mitfühlenden, emphatische und zupackenden Frau wird, die eben nicht nur reich und verwöhnt durch´s Leben geht, sondern ihrem Leben einen tieferen Sinn gibt. Wie sich diese Wandlung im einzelnen vollzieht, welche Überraschungen das Schicksal für Maddie bereithält sei hier nicht verraten. Nur soviel: die Schilderung der Ereignisse ist voller geballter Erzählkraft, das Porträt von Maddie ist sorgfältig und überzeugend. Die Freundschaft der beiden Männer ist sehr subtil geschildert und hauptsächlich in Handlung und Worte verpackt, ohne Erklärung, aber es verdichtet sich beim Leser langsam das Gefühl, das zwischen die beiden gar keine Frau passt, sondern dass sie zwei Hälften eines Charakters sind. Das alles ist mit geballter Erzählkraft geschriebenen fesselt den Leser nicht nur mit einer weiblichen Emanzipationsgeschichte, sondern auch mit den Facetten der Liebe, Abenteuerlust, Kindheitstraumata und Selbstbestimmung. Der Krieg selbst spielt in der Geschichte nur eine untergeordnete Rolle. Es sind eher die Schicksale der Menschen, die durch diesen Krieg Verluste und Prägungen erlebt haben. In einem Nachwort wird von der Autorin erklärt, wie es sich mit den Anteilen von Fiktion und Wahrheit verhält. Das alles ist aufschlussreich aber nicht wirklich wichtig, da es sich bei dem Roman nicht um historische Korrektheit handelt, sondern um einen Liebesroman, gespickt mit Abenteuer, Familienkonflikt und Mystik. Das Ganze ist Lesern zu empfehlen, die gerne eher leichte Kost bevorzugen, die aber mit realistischen Charakteren geschildert wird, die vielschichtig sind und wandlungsfähig. Das Stil ist angenehm flüssig und verlockt, das Buch erst gar nicht aus der Hand zu legen, bevor man die Lösung der Konflikte erfährt. Danach ist man zufrieden und hat ein schönes Leseerlebnis gehabt ohne zu stark gefordert zu sein. Trotzdem sei nicht unerwähnt, dass mich manche Passagen wirklich in eine andere Welt eintauchen ließen.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Frösche küssen

Andrus Kivirähk (Text), Anne Pikkov (Illustration) – Frösche küssen

Froesche-kuessen

  • Verlag: Willegoos
  • Seitenzahl: 32
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Jeder weiß, dass man einen Frosch nur zu küssen braucht, damit er sich in einen Prinz verwandelt. Auch einigen Tieren, die durch ein Problem des Weihnachtsmannes unerwartet auf ein Märchenbuch stoßen wird dies schlagartig klar und sie machen sich auf den Weg zum nächsten Froschteich. Doch was dort passiert, damit hätten sie nicht gerechnet…
  • Rezension: Ich liebe Geschichten, bei denen man überrascht wird, weil etwas völlig anderes passiert, als man erwartet hatte. Diese beginnt schon mit einer absoluten Überraschung, die ich jetzt sicher nicht verrate, die aber den Stein überhaupt erst ins Rollen bringt. Die Idee ist einfach großartig, genauso wie der Einfall Tiere ein Märchenbuch lesen zu lassen und daraufhin Frösche küssen zu wollen. Und das Ende, dass zwar sehr märchenhaft wenn auch gar nicht wie im Märchen ist, hat mich dann vollends überzeugt, auch wenn das gar nicht mehr notwendig war. Neben der Geschichte sind aber auch die Illustrationen eifach großartig, auf jeder Seite gibt es irgendetwas lustiges zu entdecken. Ganz nebenbei regt es noch dazu an, darüber nachzudenken, was man sich wünscht und über Märchen zu sprechen. Ich bin mir sicher Kinder werden es genauso lieben wie ich, aber auch andere Erwachsene werden sicher viel Freunde daran haben. Daher kann ich es euch allen nur wärmstens empfehlen.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Lift

Kätlin Vainola (Text), Ulla Saar (Illustration) – Lift

LIFT

  • Verlag: Willegoos
  • Seitenzahl: 32
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Fast alle kleinen Kinder lieben es mit dem Fahrstuhl zu fahren und ganz besonders mögen sie es auf den Knopf zu drücken. In diesem Bilderbuch kommt ein Lift zur Sprache und erzählt davon, wen er im Laufe eines Tages so alles zu Besuch hat. Da wären z.B. Frau Octopus oder Känguru.
  • Rezension: Allein schon die Idee ein Bilderbuch aus Sicht eines Liftes zu schreiben finde ich großartig und schon auf den ersten Blick habe ich mich in die Zeichnungen der Hausbewohner verliebt. Sie sind alle sehr unterschiedlich aber jeder für sich liebenswert, außerdem gibt es bei jedem von Ihnen etwas darüber zu entdecken, was man im Lift machen kann und wie man sich benehmen sollte, während man dort ist. Und die Illustrationen, sind wie bereits erwähnt, wirklich klasse und laden zum drüber sprechen und „weiterspinnen“ der Geschichte ein, genauso wie das Ende des Buches. Ich liebe dieses Buch schon jetzt und freue mich darauf, es Kindern vorzulesen. Euch kann ich das Buch wirklich absolut ans Herz legen, es ist wunderschön anzuschauen und hat ganz besondere Protagonisten.
  • Bewertung: 5 Sterne