Rezension: In der Entfernung liegt die Wahrheit

Lena Steening – In der Entfernung liegt die Wahrheit. Ein Münsterland – Roman

In der Entfernung liegt die Wahrheit

  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Seitenzahl: 276
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Pauline Große-Landhorst ist beruflich in Hamburg, um in einer Werbeagentur ein Interview durchzuführen. Dort trifft sie auf Jan und verliebt sich sofort in ihn. Sie verbringen den Abend miteinander, doch am nächsten Morgen muss Pauline zurück nach Münster. In den nächsten Tagen wartet sie sehnsüchtig auf ein Lebenszeichen von Jan. Dieser kämpft währenddessen mit seinem Privatleben, überdenkt seine Beziehung zu seiner Freundin und seinem Vater. Auch Pauline denkt über ihr Leben nach und stößt dabei zufällig auf das Tagebuch ihrer Mutter. Nach und nach wird deutlich das es eine Verbindung zwischen ihren beiden Familien gibt, doch damit haben die beiden kein bisschen gerechnet. Was werden sie herausfinden und wie wird sich ihre Vergangenheit auf ihr aktuelles Leben auswirken?
  • Rezension: Das Buch war schon allein deshalb spannend, weil es in Hamburg (dem Ort wo ich lebe) und Münster (dort wohnen meine jüngeren Geschwister) spielt. Und deshalb habe ich das Buch auch gern gelesen, obwohl mich das Cover so gar nicht angesprochen hätte. Die Handlung gefällt mir sehr gut und hat mich schnell in ihre Bann gezogen. Immer wieder erfährt man Dinge aus den verschiedensten Perspektiven, denn es sind wirklich jede Menge Menschen verwickelt. Das macht das Ganze sehr spannend und man stellt schnell jede Menge Vermutungen auf, wie alles zusammenhängt und möchte es den Protagonisten mehr als einmal zurufen, zusammen mit Tipps wie sie sich bitte verhalten sollen. Ich konnte das Buch dann auch gar nicht mehr aus der Hand legen, bis sich endlich alles aufgeklärt hat. Wer ein spannendes Buch mit einer Mischung aus Liebes-und Familiengeschichte sucht, der ist hier genau richtig. Die Autorin hatte mir „Spaß beim lesen, kurzweilige Unterhaltung oder Ablenkung vom Alltag“ gewünscht und ich habe alles Drei bekommen.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Black Rabbit Hall

 Eve Chase – Black Rabbit Hall. Eine Familie. Ein Geheimnis. Ein Sommer, der alles verändert. 

  • Verlag: Random House Audio
  • Länge: 6 CDs, Laufzeit: 7h 13
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Lorna Smith ist auf der Suche nach einer Location für ihre eigene Hochzeit. Irgendetwas zieht sie dabei nach „Black Rabbit Hall“, auch wenn sie nicht so recht wie warum. Ich und nach erfährt sie immer mehr über die Vergangenheit des Hause und vor allem die Menschen die dort gelebt haben. Parallel wird die Geschichte der der vier Altin-Geschwister um das Jahr 1968, die sehr viel Zeit in „Black Rabbit Hall“ verbrachten, dem Sommersitz ihrer Familie und die dort eine riesige Tragödie erleben mussten.
  • Rezension: Ich liebe solche Geschichten bei denen man Infos aus zwei verschiedenen Zeiten erfährt, die sich am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügen.  Daher habe ich mich sehr auf dieses Hörbuch gefreut und ich bin nicht enttäuscht worden, eher im Gegenteil. Ich bin wirklich beeindruckt davon, wie gut die Handlung dieses Hörbuches konstruiert ist. Sehr viele der Wendungen haben  mich überrascht, auch wenn einige Dinge natürlich vorhersehbar waren. teilweise war es auch erschreckend, so deutlich vor Augen geführt zu bekommen, wie weitreichend die Konsequenzen von eigentlich kleinen Entscheidungen und Vorfällen sein können und wie ein einziger Moment das Leben einer ganzen Familie grundlegend verändern kann.  Auf jeden Fall habe ich mich während der kompletten 7 Stunden sehr gut unterhalten gefühlt, was denke ich neben der fesselnden Handlung auch an der wirklich sehr angenehmen Vorlese-Stimme  gegen hat. Ich kann euch „Black Rabbit Hall“ daher wirklich absolut empfehlen.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Esperanza

Maria Caba Rall – Esperanza

Esperanza

  • Verlag: Verlag Klaus Wagenbach
  • Seitenzahl: 224
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: „Esperanza“  ist der erste Roman der spanischen Autorin, die selbst als zehnjährige nach Deutschland kam. Sie ist Drehbuchautorin und Regisseurin von Dokumentar- und Spielfilmen. Das merkt man auch dem dramaturgisch geschickt aufgebauten Roman an: die drei Hauptpersonen: Esperanza, ihre Tochter Karla und Juan, deren Halbbruder, berichten im Wechsel zum Teil über gleiche Ereignisse, aber eben aus unterschiedlichen Perspektiven. Rückblenden und Überschneidungen vertiefen die Geschichte. Es geht um die Gastarbeitergeschichte der Spanierin Esperanza, die in Deutschland ein neues Leben anfängt, einen neuen Mann findet, aber die Vergangenheit über die sie nie gesprochen hat, holt sie in Form eines jungen Mannes mit Namen Juan ein, der eines Tages vor ihrer Tür steht und ihr weggegebener Sohn ist. Alle traumatische Erfahrungen der kleinen Esperanza im spanischen Bürgerkrieg, alle zurückgelassenen Erlebnisse und Menschen werden wieder lebendig durch die Reise, die Esperanza mit ihrer Tochter nach Spanien unternimmt. Sie bricht das Schweigen und stellt sich einem schmerzhaften Erinnerungsprozess.
  • Rezension: Der Roman lässt den Leser eintauchen in eine innere und äußere Welt der 3 Hauptakteure. Der reale historisch Hintergrund, Spanien unter dem Franco-Regime, wird deutlich durch die Personen, denen erschütternde Dinge passieren und die innere Reflexion der Hauptpersonen lässt den Leser nicht aus dem Bann. Man möchte wissen, warum Esperanza ihre Vergangenheit totgeschwiegen hat, warum sie ihren Sohn ablehnt und wie er das empfindet, warum die Tochter so wütend auf die Mutter ist. Ein echter Roman zum „Eintauchen“, atmosphärisch dich und bildhaft geschrieben. Spätestens auf S. 13 wird der Leser in die Geschichte eingesogen und die Regisseurin bricht bei der Autorin wieder durch: „In diesem Moment wussten sie nicht, dass sie nur einen Ausschnitt des Drehbuches kannten, dass fremde Personen an unbekannten Schauplätzen längst mit ihnen spielten. Schon immer mit ihnen gespielt hatten.“
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Psst! War da was?

Gianna Marino – Psst! War da was?

Psst! War da was?

  • Verlag: Ravensburger
  • Seitenzahl: 40
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Ein Opossum, ein Stinktier und nach und nach immer mehr nachtaktive Tiere fürchten sich eines nachts vor den Geräuschen, die sie hören und vor allem vor Nachttieren wie z.B. Fledermäusen. Ihnen ist nicht bewusst, dass sie selbst auch zur Gruppe der nachaktiven Tiere gehören. Doch kaum haben sie das verstanden hören sie schon wieder ein Geräusch und sehen kurz darauf ein Zelt mit Kindern, die eine Taschenlampe auf sie richten.
  • Rezension: Ich bin bei einer Suche nach Büchern zum Thema „Abenteuer“ per Zufall auf dieses wunderschöne Bilderbuch aufmerksam geworden. Es ist wirklich etwas ganz Besonders, gerade auch weil die Handlung so einfach ist. Daher kommt es auch ohne viele Worte aus – die wunderschönen Bilder und Sprechblasen sind unglaublich aussagekräftig. Als Lehrerin ist mir natürlich auch gleich aufgefallen, dass man es sehr gut Im Unterricht einsetzten könnte, etwa im Deutschunterricht zum  Thema „wörtliche Rede“. Darüberhinaus lässt es sich auch sehr gut dafür nutzen, um mit den Schülern über Ängste oder das Thema nachtaktive Tiere zu sprechen. Besonders wertvoll sind hierfür die Informationen zu allen im Buch vorkommenden Tiere auf der ersten Doppelseite des Buches. „Psst! War da was?“ ist  lustig, informativ,  optisch sehr ansprechend und bietet unterschiedlichste Gesprächsanlässe schon für kleine Kinder. Ich kann es euch allen wirklich nur wärmstens ans herz legen.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Giraffentheater

Leo Grasset – Giraffentheater. Anekdoten aus der Savanne

Giraffentheater

  • Verlag: Verlag Klaus Wagenbach SALTO
  • Seitenzahl: 144
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Wieder ein gelungenes, sinnliches zebraartig gestreiftes Cover vom Wagenbach Verlag, das den Inhalt schon ahnen lässt: Tiere der Savanne werden dem Leser anekdotisch nahegebracht. In der Präambel erzählt der französische Biologe Grasset, wie das Buch entstanden ist. Anlässlich zweier Exkursionen nach Simbabwe zur Vermessung von Zebrastreifen (!) schrieb er 15 mit eigenen Fotos und Illustrationen veranschaulichte Beiträge für seinen Blog, die er später als Buch veröffentlichte. es handelt sich um Erörterungen so spannender Fragen wie: Warum haben Kühe Hörner, warum haben Männer Brustwarzen, warum haben Zebras Streifen (die Zebras sind übrigens schwarz mit weißen Streifen), warum haben die Giraffen so lange Hälse, warum töten Löwen die Nachkommen fremder Männchen und wieso ist der Honigdachs eine Massenvernichtungswaffe? Die 15 Kapitel sind in vier Gruppen eingeteilt, die folgendermaßen zusammengefasst sind: Evolution, Verhaltensweisen, lustige Tierchen und der Mensch und die Savanne. Tipps zur ergänzenden Lektüre runden dieses überaus kurzweilige Buch ab.
  • Rezension: Das erste Buch des jungen französischen Biologen ist clever und komisch zugleich. Flüssig geschrieben erfährt der Leser kurzweilige Tatsachen über Tiere, denen Grasset im Hwange- Nationalpark in Simbabwe begegnet ist. Obwohl die Inhalte populärwissenschaftlich präsentiert werden, so dass auch der Laie eine Chance hat, die Evolution zu verstehen, merkt man den Texten doch den fundierten Sachverstand des Autors an. Das macht die Lektüre so spannend!
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Wetter im Anzug

Claudia Casagrande – Wetter im Anzug. Antonia bekommt Besuch

Wetter im Anzug

  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Seitenzahl: 190
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die kleine Antonia liegt mal wieder krank im Bett als sie im wahrsten Sinne des Wortes dem Regen begegnet. Auf einmal kann sie sich mit dem Wetter unterhalten und es sehen:  Herrn Regen,  Frau Wolke, den Nebel und den Windsurfer Föhn. Alle haben sie Probleme mit dem Wind und Sturm. Antonia hilft ihnen bei ihrem Problem und erfährt nebenbei jede Menge Dinge darüber wie Wetter entsteht. Außerdem bekommt sie dabei jede Menge neues Selbstbewusstsein.
  • Rezension: Ich habe den heutigen völlig verregneten und stürmischen Nachmittag auf dem Sofa verbracht und endlich mal das Buch „Wetter im Anzug“ gelesen. Ich war ein wenig skeptisch weil ich zugeben muss, dass mich das Cover nicht so ganz angesprochen hat. Die Bilder treffen auch nach wie vor nicht meinen Geschmack, aber die Geschichte an sich ist einfach großartig. Durch dieses Buch wird das Wetter im wahrsten Sinn des Wortes greifbar und unglaublich leicht verständlich. Die Idee, dass ein kleines Mädchen den verschiedenen Wetterphänomenen in personalisierter Form begegnet finde ich einfach klasse. Besonders toll ist, dass die verschiedenen „Personen“ auch wirklich jeder einen eigenen Charakter haben, der perfekt zu ihnen passt. Was man norddeutschen Kindern dabei wahrscheinlich erklären müsste ist der Föhn, denn den kennt man hier nicht. Besonders wertvoll wird das Buch dadurch, dass man im Alltag immer wieder darauf zu sprechen kommen kann, was man Neues gelernt hat, denn dem Wetter begegnet man ja täglich. Ich finde die Gesichte eignet sich nicht nur deshalb, sondern auch wegen der kurzen Kapitel perfekt als abendliche Bettlektüre für kleine Forscher, die mehr über das Wetter erfahren wollen und ich bin mir sicher auch die Eltern werden dabei Spaß haben. Ich kann es wirklich absolut weiter empfehlen.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Book Elements 3: Das Geheimnis unter der Tinte

Stefanie Hase – Book Elements 3. Das Geheimnis unter der Tinte

Book Elements 3

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 360
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist das Ende einer Trilogie. Der erste Band trägt den Titel:  „Book Elements 1. Die Magie zwischen den Zeilen“ und der Zweite „Book Elements 2. Die Welt hinter den Buchstaben.“
  • Inhalt: Das Buch spielt gleichzeitig in der realen Welt, wo wir Laurie begleiten und in der Welt von Oherside, wo Lin und die anderen haben immer noch gefangen sind. Ihr Leben ist unglaublich gefährlich, denn es verändert sich ständig. Ihre einzige Chance ist es, das Tor zur Realität zu finden. Wird es ihnen gelingen und wie sehr wird Zac dabei helfen, auch wenn es Rio nicht in den Kram passt? Und wie wird sich Laurie in der realen Welt schlagen, kann sie den in Otherside gestrandeten helfen und wie kommt sie mit ihrer eigenen vergantet klar?
  • Rezension: Ich hatte mir sehr gewünscht, dass mich das Ende der Trilogie wieder würde so sehr gefangen nehmen können, wie es der Beginn getan hat. Aber leider war das nicht der Fall. Ich habe einfach nicht wieder in die Geschichte hineingefunden und fand sie eher langweilig. Das kann aber auch schlicht und einfach daran liegen, dass ich die ersten deine Bände schon im Dezember gelesen habe. Allerdings war es ehre ein emotionales als ein inhaltliches Problem, denn von der Handlung her schließt es sich logisch an und die ersten Kapitel helfen sich an das vorangegangenen zu erinnern. (Trotzdem muss man zwingend die ersten beiden Bände lesen, bevor man diesen hier verstehen kann.) Allein schon das Eifersuchtsthema zwischen Ric, Lin und Zac, das ja eigentlich Potential gehabt hätte, kam irgendwie nicht bei mir an. Vielleicht war ich einfach nicht in der richtigen Stimmung für diesen doch eher düsteren Abschluss der Trilogie, woran dann auch das Ende nichts mehr ändern konnte. Fantasyfans kann ich aber trotzdem sehr empfehlen der „Book Elements Reihe“ eine Chance zu geben, denn das erste Buch und die Idee an sich finde ich nach wie vor großartig!
  • Bewertung: 3 Sterne