Rezension: Kommissar mit Herz

Carlos Benede  – Kommissar mit Herz. Meine Jungs, meine Leben, unser Weg

Komissar mit Herz

  • Verlag: Knaur
  • Seitenzahl: 240
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Carlos Benede arbeitet bei der Münchener Polizei und hat dort eine ganz besondere Aufgabe, er kümmert sich um die Opfer von Verbrechen. Durch seine Arbeit  im Kommissariat für Prävention und Opferschutz lernt er auch Alex kennen. Der elfjährige Junge hat den Mord an seiner Mutter mit erlebt. Nach einiger Zeit äußert dieser den Wunsch, dass er bei Carlos aufwachsen möchte und er sagt spontan „ja“ und adoptiert ihn später sogar. Die beiden wachsen immer mehr zusammen und haben es dabei nicht immer leicht. Einige Jahre später bekommt Carlos mitten in der Nacht einen Anruf und kurze Zeit später hat er noch einen zweiten Sohn, denn er spürt, dass er sich um den Kleinen einfach kümmern muss….
  • Rezension: Diesen Buch hat sofort mein Interesse geweckt, aber ich wusste ich kann es erst lesen, wenn es bei mir wieder etwas ruhiger geworden ist, denn es war klar, dass mich das Buch sehr beschäftigen würde. Die Schicksale von Kindern gehen mir immer besonders ans Herz und es war klar, dass dieses Buch alles andere als Lektüre sein würde, denn es handelt sich ja um eine wahre Begebenheit und das echte Leben ist häufig viel grausamer als das, was sich irgendwie Autor ausdenkt. Ich musste beim Lesen sehr häufig an meine Kids in der Schule und meine eigene Kindheit denken, die sehr schön war und bin wieder neu dafür dankbar, dass ich so behütet aufgewachsen bin. Vor Carlos kann ich wirklich nur den Hut ziehen, wie er sich um die beiden Jungs kümmert und um die vielen anderen, dass ist wirklich großartig. Und auch seine eigene Lebensgeschichte als Kind und Jugendlicher, die er uns im Buch ebenfalls erzählt hat mich wirklich berührt.  Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und ich bin mir sicher, dass es euch genau ergehen wird wie mir. Es ist wirklich absolut weiter zu empfehlen, aber Vorsicht, es wird einen bleibenden Eindruck bei euch hinterlassen und euch die Gesellschaft und eurer Leben ein wenig mit anderen Augen sehen lassen. Vielen Dank an das Team vom Knaur Verlag, die mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Lucindarella

Nadin Hardwiger  – Licindarella. Es war einmal… war gestern

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  • Verlag: dp digital publishers
  • Seitenzahl: ca. 90
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Lucinda ist schon Mitte zwanzig und führt mittlerweile eine kleine Boutique, in der sie unter anderem ihre eigenen Kleider verkauft. Doch trotzdem fühlt sie sich sofort wieder wie Aschenputtel, wenn sie nach Hause fährt und dort auf ihre Mutter und ihre Stiefschwestern trifft. So auch dieses Mal – daher möchte sie eigentlich sofort wieder zurück, aber sie wird von ihrem persönlichen Prinzen davon abgehalten. Und weil ihre Großeltern ihr so unendlich am Herzen liegen beliebt sie und näht sogar wieder für ihre Schwestern – obwohl sie auch dieses Mal sehr unter ihnen zu leide hat. Wird es für Lucinda ein Happy End geben?
  • Rezension: Ich habe dieses Buch gemütlich auf einer Decke in der Sonne gelesen und es ist wirklich das perfekte Sommer-Märchen. Bereits das Inhaltsverzeichnis fand ich einfach großartig – eine sehr tolle Idee, die ich hier jetzt aber nicht verraten werde ;-). Und schon nach wenigen Seiten hatte ich mich dann auch unglaublich in Cinda und ihren Prinz David verliebt und später dann auch auch in Hilla sowie Cindas Großeltern. Ich habe die komplette Geschichte in einem Rutsch gelesen und dabei sogar vergessen etwas zu trinken oder mich einzucremen. Es ist wirklich ein modernes Märchen und genauso zauberhaft wie es schon das wunderhübsche Cover hoffen lässt.  Der Untertitel „Es war einmal… war gestern“ passt perfekt, denn es ist viel mehr als ein typisches Märchen und zum Anderen verändert sich Cindas Leben ja wirklich grundlegend. Die Geschichte  ist aber nicht nur was für die Romantiker unter euch, die eine sehr schöne Lebensgesichte bekommen. Sie macht auch Mut an das gute im Menschen zu glauben und für sich selbst einzustehen. Ich kann sie euch wirklich wärmstens ans Herz legen und wer sich unsicher ist, der sollte sich aber auf jeden Fall die kostenlose Appetizer-Version herunterladen und dem Buch ein Chance geben. Ich bin mir sicher, dass die meistens von euch es genauso sehr lieben werden wie ich. Vielen Dank an das Team von dp digital publishers, die mir dieses eBook freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Die kleine Spinne Widerlich

Diana Ampft  – Die kleine Spinne Widerlich

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  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Seitenzahl: 32
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die kleine Spinne Widerlich möchte unbedingt herausfinden, warum die Menschen Angst vor Spinnen habe. Deshalb macht sie sich auf den Weg und befragt jede Menge Freunde und Verwandte. Dabei bekommt sie jede Menge unterschiedliche Antworten und kehr am Ende glücklich zu ihrer  Mama zurück.
  • Rezension: Ich habe heute ein weiteres wundervolles Bilderbuch über Spinnen zum ersten Mal Kindern vorgelesen und bin unendlich begeistert davon, wie gut es angekommen ist und wie es tatsächlich dazu beiträgt, dass die Kleinen verstehen, dass man vor Spinnen keine Angst haben muss und das jeder irgendwie etwas Besonderes ist. Die Bilder sind wunderschön und laden zum entdecken und darüber sprechen ein – dabei kann man ganz nebenbei u.a. das Thema Angst (nicht vor vor Spinnen) besprechen. Durch die immer wiederkehrende Frage lädt das Buch auch sehr zum Mitsprechen und Nachspielen ein und die Kinder haben sich genauso wie ich sofort in die kleine Spinne verliebt. Ich kann euch allen dieses Bilderbuch wirklich sehr empfehlen.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Gewitterherzen

Felicitas Brandt – Gewitterherzen

Gewitterherzen

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 477
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: In einer Gewitternacht begegnen sich Nate und Eve das erste Mal als er ihr wahrscheinlich das Leben rettet. Spontan nimmt er sie mit nach Hause und beide kommen sich näher. Doch schnell wird klar, dass die beiden jeder ein großes Geheimnis vor dem jeweils anderen verbergen. Werden sie den Mut aufbringen sich gegenseitig zu vertrauen und welche Rolle spielen Bibelverse im Leben der beiden?
  • Rezension: Das Buch ist unglaublich schön und wirklich einzigartig. Ich habe schon viele sehr schöne Liebesgeschichten gelesen, auch solche, in denen es im Vertrauen und dunkele Geheimnisse aus der Vergangenheit geht. Aber keines war wie dieses – hatte diese Tiefe und Sensibilität. Was es aber wir mich persönlich so besonders macht, ist, das ich noch nie ein wirklich gute und nicht klischeehafte Liebesgesichte gelesen habe, in der der Glaube an Gott eine so wichtige Rolle spielt. Dieses Buch ist wundervoll und behandelt das schwierige Thema, dass man seinen Zugang zu Gott verlieren kann nachdem etwas schlimmes passiert ist auf eine sehr schöne Art und Weise thematisiert ohne dabei auch nur ein einziges Mal „platt“ zu sein und das auf der anderen Seite so schön beschreibt, wie jemand zum Glauben kommt ohne krampfhaft missionarisch zu wirken. Das finde ich einfach großartig, besonders weil das alles in einem so wunderschönen Sommer-Raman geschieht, der an sich schon total wundervoll ist. Allein der Teil in dem Eve  Nate ihre Vergangenheit zeigt… oder jeder andere Moment in dem deutlich wird, wie gut sich die beiden tun und wie sehr sie das Leben des jeweils anderen verändern.  Ich kann euch dieses Buch wirklich wärmstens ans Herz legen und   gebe euch den Tipp es so wie ich Stück für Stück zu lesen und immer wieder ein wenig sacken zu lassen – dann wird es euch vielleicht genauso sehr berühren wie mich und vielleicht sogar euer Leben wieder ein wenig in einen andere Richtung schubsen. Vielen Dank an das Team vom im.press Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Winterwassertief

Lilly Lindner  – Winterassertief

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  • Verlag: Droemer
  • Seitenzahl: 356
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist die Fortsetzung von „Splitterfasernackt„.
  • Inhalt: Nach der beklemmenden Autobiografie „Splitterfasernackt“, in der Lilly Lindner die Stationen ihrer tiefen Verletzungen schildert, erzählt sie nun, was danach kam. Sie hatte im Bordell angefangen ihre Geschichte aufzuschreiben: Von den Vergewaltigungen durch den Nachbarn mit 6 Jahren, der Entführung und dem Martyrium mit 17 und der Zeit, in der sie sich prostituiert hatte und dem, was ihr vom Leben übrig geblieben war. Sie findet einen Verleger, der zu einem Vertrauten wird, die Freunde aus dem ersten Buch stehen immer noch an ihrer Seite. Obwohl sie der Prostitution entkommen ist, heißt das noch lange nicht, dass ihr Leben nun in geordneten Bahnen verläuft. Wie auch bei der Schwere der Verletzungen? Aber sie schafft es mit Hilfe ihres großartigen Freundes Chase einen neuen Weg zu beschreiten und ihre Autobiografie öffentlich zu machen. Das Buch beschreibt ihre widersprüchlichen Gefühle darüber, ihren Umgang mit der Tatsache, dass ihre Gesichte nun für jedermann offen daliegt. Unaushaltbare Spannungen werden weiterhin durch Anorexie und Selbst Selbstverletzungen „bekämpft“ und umgeleitet. Trotzdem schafft sie es, auf Lesereise zu gehen und schildert im letzten Teil ihre Begegnung mit Zuhörern und Lesern, die sich ihr oft als Menschen mit ähnlichen Schicksalen offenbaren.
  • Rezension: Ich muss gestehen, mich hat das Buch geärgert. War „Splitterfasernackt“ noch berührend und schockierend, mischt Lilly hier Gegenwart und Geschichten aus der Vergangenheit so, dass jemand, der das 1. Buch nicht gelesen hat, nicht alles verstehen kann und für denjenigen, der es gelesen hat, ist vieles eine Wiederholung, die keine neuen Aspekte erleuchtet. Auch stilistisch alles wie gehabt: Wortakrobatik, die sich wie selbstverliebt um sich dreht und nicht zur Erklärung und Vertiefung beiträgt. Das ist an manchen Stellen als Wortspiel ganz nett, aber es langweilt irgendwann. Trotzdem glaubt man Lilly sowohl sanftmütige Gefühle als auch eine eiskalte Ausdruckslosigkeit. Aber ihr Stil trägt für mich eher zur Abständigkeit und nicht zum Mitleiden bei. Auch das alte Spiel des Lebens aus dem ersten Buch wird hier fortgesetzt, nur dass die Komplimente diesmal Harry (Lillys Literaturagent) in den Mund gelegt werden. Zitat S. 104 „Ach Lilly“, seufzt Harry, „Kann es sein, dass du ein kleines bisschen hochbegabt bist?“ „Du bist unglaublich.“ Lilly schmeichelt sich aus der Sicht eines anderen, hoffentlich kann sie sich später einmal auch direkt beurteilen. Ich wünsche es ihr, ist es doch ein Zeichen von Gesundheit und Realitätsnähe. Vielen Dank an das Team vom Droemer Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 1 Stern

Rezension: echt

Christoph Scheuring – echt

echt

  • Verlag: magellan
  • Seitenzahl: 240
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Albert hat ein besonderes Hobby: Er sammelt Abschiede. Dafür fährt der täglich zum Hamburger Hauptbahnhof und fotografiert dort Menschen die sich am Gleis voneinander verabschieden – Umarmungen und  Tränen. Dabei trifft er auch auf Kati, die auf einmal gegenüber von ihm auf einer Bank sitzt und übt eine große Anziehungskraft weil sie auf der einen Seite verletzlich und auf der anderen Seite auch unglaublich abgehockt wirkt. Kati bittet Albert ihr seine Fotos zeigen. Besonders begeistert ist sie von Alberts Lieblingsbild – allerdings behautet sie, dass es sich dabei um eine Lüge handelt. Gemeinsam gehen sie dem Ganzen auf die Spur und versuchen herauszufinden, was wirklich hinter dem Bild steckt…
  • Rezension: Auch auf diesen Titel bin ich im Rahmen der Leipziger Buchmesse aufmerksam geworden und habe dann erfahren, dass es für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert ist.  Das Buch ist allein schon von seinem äußeren Erscheinungsbild her sehr anders, denn es hat einen sehr umgewöhnlichen Einband – der neugierig macht. Es wirkt ein wenig als wäre es ein „Prototyp“ – das erste gerade fertig gewordene Exemplar… Ich kann es schwer in Worte fassen, aber es gefällt mir sehr gut. Auch der Inhalt des Buches hat mir von der ersten Seite an gefangen genommen, besonders weil es in meiner Heimatstadt Hamburg spielt und ich mich so noch viel besser in die Szenen hineinversetzen konnte. Am Hauptbahnhof z.B. habe ich auch schon sehr viele Stunden verbracht – auch mit vielen Abscheiden und deshalb fand  das Buch auch von Anfang an so spannend. Das Beobachten der Menschen auf einem Gleis ist wirklich sehr interessant und ich würde gerne die Fotos von Albert sehen, schade, dass es im echten Leben keine Möglichkeit gibt sie anzuschauen. Albert und Kati sind mir sofort ans Herz gewachsen, so unterschiedlich sie auch sind, aber genau das macht den ganz besonderen Reiz der Geschichte aus. Manchmal habe ich richtig mit den beiden, besonders Albert mit gelitten. Zeitweise war ich richtig erschrocken, wie deutlich und erschreckend das Leben der Jugendlichen geschildert wird. Auch war es erschreckend, wie schnell Albert – eigentlich ein braver Junger mit der Polizei in Kontakt kommt und kriminell wird, wenn auch aus sehr ehrenwerten Gründen… Ich möchte jetzt nicht zu viel vorweg nehmen, aber die Geschichte hat mich wirklich tief beeindruckt und bewegt. Ich kann sie mir durchaus als Lektüre für Hamburger  Schüler vorstellen und bin mir sicher, dass sie das Buch genauso wie ich sehr mögen würden.  Aber auch allen Erwachsenen, besonders den in Hamburg lebenden, kann ich dieses Buch wirklich absolut ans Herz legen. Man bekommt einen ganz neuen Blick auf die Stadt und die Jugendlichen am Hauptbahnhof. Vielen Dank an das Team vom magellan Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Jenseits der blauen Grenze

Dorit Linke – Jenseits der blauen Grenze

Jenseits der blauen Grenze

  • Verlag: magellan
  • Seitenzahl: 304
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Im August 1989 beschließen Hanna und Andreas aus der DDR zu fliehen, weil sie es dort nicht mehr aushalten. Sie wünschen nichts mehr als ein selbstbestimmtes Leben ohne Willkür, Misstrauen und Repressalien. Daher entscheiden sie, dass sie gemeinsam über die Ostsee fliehen wollen. Nach ausgiebiger Vorbereitung geht es los und die beiden Schwimmen im Dunkeln Richtung Westen und dabei können sie sich nicht mal sehen aber sie sind nur ein dünnes Seil, an ihren Handgelenken verknotet, verbunden.
  • Rezension: Im Rahmen der Leipziger Buchmesse bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und haben dann erfahren, dass es für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert ist. Jetzt wo ich das Buch endlich gelesen haben, kann ich nur sagen, dass ich findet, dass es  absolut zu Recht vorgeschlagen wiurde. Dieses Buch beschriebt einen Teil deutscher Geschichte aus einer ganz besonderen Perspektive. Besonders beklemmend ist es dadurch, dass man immer im Hinterkopf hat, dass es keine Fiktion ist, sondern dass viele Menschen wirklich versucht haben über die Ostsee zu fliehen und dabei ums Leben gekommen sind. Zum Glück beschriebt das Buch aber nicht nur die Flucht der Beiden, sie wird immer wieder unterbrochen durch Rückblenden aus dem Leben der Beiden in denen wir jede Menge über den Alltag in der DDR erfahren und außerdem erzählt bekommen, wie es überhaupt zur Flucht gekommen ist.  Ich finde es besonders toll, dass wir das alles aus Hannas Perspektive erfahren und so auch ihre Ängste „hautnah“ mitbekommen. In den Rückblenden wird so detailliert über das Leben in der DDR erzählt, dass sich sicher viele Menschen, die es – anders als ich selbst – miterlebt haben sicher sicher an viele kleine Details erinnert fühlen und trotz des Fluchtgeschehens auch so etwas wie Nostalgie aufkommen kann. Ich persönlich kenne das alles ja nur aus Erzählungen, aber man merkt dem Buch an, dass Dorit Linke selbst in der DDR gelebt hat – sie war 18 als die Mauer fiel also in etwa so alt wie Hanna und Andreas. Mich hat das Buch wirklich sehr bewegt und am Ende konnte ich gar nicht schnell genug weiterlesen um zu erfahren, wie es ausgeht und war dann ein wenig überrascht. Ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, aber nachdem ich ein wenig darüber nachgedacht habe finde ich genau diese Art des Endes genau richtig als Abschluss für dieses Buch. Meiner Meinung nach sollten es einfach alle Jugendlichen als Teil des Geschichtsunterrichts lesen, denn es ist lebendige deutsche Geschichte. Ich kann „Hinter der blauen Grenze“ – was im übrigen neben dem bewegenden Inhalt auch noch ein wundervolles Cover hat – wirklich absolut weiter empfehlen. Vielen Dank an das Team vom magellan Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne