Rezension: Umweg nach Hause

Jonathan Evison – Umweg nach Hause

Umweg nach Hause

  • Verlag: RandomHouse Audio
  • Länge: 420 Minuten, 6 CDs
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Ben Benjamin Leben läuft alles andere als rund. Er hat alles verloren, seine Familie, seinen Job und sein Zuhause. Weil er keinen anderen Ausweg weis, besucht er den Kurs „Grundlagen der häuslichen Pflege“ und beginnt kurz darauf bei der Familie des 19-jährigen Trev zu arbeiten. Der Junge ist sehr frustriert und daher oft zynisch und Ben hat es nicht leicht. Doch irgendwie mag er Trev trotzdem und möchte etwas in seinem Leben verändern. Deshalb macht er sich gemeinsam mit ihm in einem VW-Bus auf den Weg quer durch die USA um seinen Vater zu besuchen. Unterwegs erleben sie jede Menge Abenteuer, die nicht spurlos an ihren vorbei gehen.
  • Rezension:  Das Buch hat mich sehr neugierig gemacht, besonders weil ich bei meinen Nachforschungen festgestellt habe, dass der Autor es wie er selbst sagt geschrieben hat um den Tod seiner Schwester zu verarbeiten, die eines  Tages einfach nicht zurück nach Hause gekommen ist. Auch fand ich es spannend, dass er sagt, er wollte zuerst gar kein „Roadmovie“ schreiben, aber die Geschichte hätte es einfach erzwungen. Das and ich zuerst seltsam, jetzt nachdem ich die Geschichte kenne, weiß ich aber, was er meint. Ich habe es gemütlich in der Sonne liegend angehört. Dabei ist mir zuerst aufgefallen, dass die Stimme wirklich sehr angenehm ist. Die Protagonisten waren mir bei gleich sehr sympathisch so unterschiedlich sie auch sind und auch wenn Trev natürlich anfänglich eher unsympathisch rüber kommt – aber das ist absolut nachvollziehbar und er verändert sich ja unterwegs. Das Buch war gerade unter dem Aspekt der Veränderung der Persönlichkeiten von Menschen sehr spannend und auch wegen der vielen Dinge, die sie unterwegs erleben. Vielen Dank an das Team vom RandomHouse Audio Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Die Unvollendete

Kate Atkinson – Die Unvollendete

Die Unvollendete

  • Verlag: Droemer Knauer
  • Seitenzahl: 592
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Ursula Todd ist ein ganz besonderer Mensch. Sie wir im Januar 1910 geboren und immer, wenn sie stirbt, dann beginnt ihr Leben wieder von vorn am selben Tag im Januar 1910. So kann sie sich die unzähligen „Was wäre wenn? – Fragen“ beantworten und ausprobieren, wie ihr Leben verlaufen wäre, wenn sie dies und jenes getan hätte oder eben gerade nicht. So kann sie das tun, was normalerweise nicht möglich ist, nämlich jeden Fehler im Leben Rückgängig machen um so ein perfektes Leben zu führen. Doch was ist das eigentlich und kann man wirklich fehlerlos leben? Was soll sie mit ihrem Leben anfangen? Für welchen Weg soll sie sich entscheiden?
  • Rezension: Obwohl ich zugeben muss, dass mich das Cover des Buches eher abschreckt, habe ich mich von der Inhaltsangabe des Verlages dazu verleiten lassen, mir dieses Buch zu wünschen. Und ich kann wirklich sagen, dass dies eine gute Entscheidung war, denn die Geschichte ist wirklich sehr lesenswert und so ganz anders als die meisten Bücher. Man beginnt sich selbst zu fragen, welche Dinge im Leben man selbst gern anders machen würde und kommt dann zwangsläufig zu dem Schluss, dass das nicht so einfach ist, weil man dann ja auch ein anderer Mensch wäre und die Entscheidung wahrscheinlich weitreichende Konsequenzen hätte. Aber zurück zum Buch: Eigentlich mag ich Bücher, die mit einer Schlussszene beginnen und dann neugierig machen darauf, wie es dazu kommt. Doch hier war es ein wenig anders, denn es hat mir den Schluss dann doch irgendwie vorweg genommen. Generell kann ich sagen, dass ich den Anfang des Buches großartig finde und die Idee an sich auch, dass sich aber in der Mitte und dem Schluss für mich ein paar Längen eingeschlichen haben (ein paar Details weniger hätten gereicht) und zu viel Politik. Aber das ist mein persönlicher Geschmack und ich empfinde das Buch trotzdem als absolut lesenswert. Vielen Dank an denDroemer Knauer Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Sternenschimmer

Kim Winter – Sternenschimmer

Sternenschimmer 1

  • Verlag: im.pressSternensturm
  • Seitenzahl: 742
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der Beginn der Sternen-Trilogie. Der zweite Band erscheint schon diesen Donnerstag, 8.1.2015.
  • Inhalt: Die 17-jährige Mia lebt auf der Erde, die inzwischen, die inzwischen so sehr in Mitleidenschaft gezogen wurden, dass die Menschen u.a. den größten Teiles des Jahres unter einer Kuppel leben müssen. Sie engagiert sich sehr stark sozial und so kommt es, dass sie sich auch in einer Wohngruppe einbringt, in der Kinder und Jugendliche, die auf dem Planeten Loduun lebten, aber flüchten mussten, da dort krieg herrscht. Hier lernt sie auch den 19-jährigen Iason kennen und verliebt sich sofort in ihn. Doch hat ihre Liebe eine Chance? Denn Iason muss Bald nach Loddun zurückkehren…
  • Rezension:  Ich war von dem Cover einfach total verzaubert, als ich es das erste Mal gesehen habe. Mia ist einfach ein unglaubliches Mädchen, dass man einfach mögen muss, weil sie sich so sehr für einandere einsetzt aber dabei eben nicht eingebildet ist und ihre kleinen Fehler hat, was sie umso sympathischer macht. Es ist so toll, die Geschichte aus ihrer Perspektive zu lesen, besonders natürlich die Passagen, in denen sie sich in Iason verliebt – eine wunderschöne Beschreibung, sich in seinen Augen zu verlieren, die ich sehr gut nachvollziehen kann. Iason selbst war mir zuerst etwas suspekt und ich wusste nicht so recht was ich von ihm halten sollte, was die Geschichte aber umso interessanter macht. Besonders im zweiten Teil wird eine so wundervolle Liebesgeschichte geschildert, dass es sich allein schon dafür lohnt das Buch zu lesen. In seine kleine Schwester Hope habe ich mich sofort verliebt und in viele der anderen Loduuner Kinder und Jugendliche sowie Mias irdische Freunde ebenso. Ich fand es sehr spannend zu lesen, wie es der Autorin gelingt die Idee von Außerirdischen so umzusetzen, dass es irgendwie realistisch ist und vor allem so erfreulich anders als in den meisten Filmen. Sie sind den Menschen sehr ähnlich, haben aber besondere Eigenschaften und Fähigkeiten, von denen ich die Idee des „Sinns“ sehr spannend finde, mir allerdings etwas „sinnvolleres“ für Hope gewünscht hätte, nicht nur Kinder zeugen, sondern Kindern ein liebevolles Zuhause geben oder so. Auch das momentan ja brandaktuelle Thema vom Umgang mit Flüchtlingen finde ich in diesem Buch sehr sensibel und gut umgesetzt und ich kann mir gut vorstellen, dass es anregt auch darüber nachzudenken, wie wir mit den Flüchtlingen umgehen. Und dann sind da ja auch noch so wichtige Themen wie Freundschaft, Verantwortung für die Umwelt und seine Mitmenschen  und Loyalität. Das Buch ist also sehr vielschichtig und ich bin schon gespannt, wie es weitergeht. Apropos weitergeht, besonders spannend fand ich das Bonusmaterial als die Outtakes und das alternative Ende, so etwas hatte ich bisher noch bei keinem Buch zuvor – ein weiteres Highlight des märchenhaften Beginns der Sternen -Trilogie von Kim Winter. Ich kann euch dieses Buch wirklich nur wärmstens ans Herz legen und freue mich schon sehr auf den nächsten Teil, der ja schon in wenigen Tagen erscheint – wobei ich eben gerade als ich das Cover rausgesucht habe sah, dass es das Buch als Printversion bei einem anderen Verlag schon seit 2012 gibt, aber ich warte jetzt auf den nächsten Teil als eBook. Vielen Dank an das Team vom im.press Verlag, der mir dieses eBook freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Eine Weihnachtsgeschichte

Charles Dickens – Eine Weihnachtsgeschichte

Weihnachtsgeschichte

  • Verlag: RandomHouse Audio
  • Länge: ca. 70 Minuten
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Ebenezer Scrooge findet, dass Weihnachten Humbug ist. Daher ist der Geschäftsführer auch sehr unfreundlich, als ihn sein Schreiber Bob Cratchit bittet, einen Tag Weihnacht-Urlaub zu bekommen. In der darauffolgenden Nacht, der direkt vor Weihnachten, erscheinen ihn dann aber vier Geister, die ihm jede Menge zeigen und ihn sein Leben ändern lassen. Zuerst begegnet er seinem ehemaligen Geschäftspartner, danach den Geistern der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht.
  • Rezension: Ich habe  schon lange vorgehabt endlich einmal das Original von Charles Dickens Weihnachtsgeschichte lesen. Nun war es endlich soweit, auch wenn ich ich es mir habe vorlesen lassen statt es selbst zu lesen. Die Handlung der Geschichte an sich war mir nicht neu, hat mich aber trotzdem wieder berührt und wirklich überzeugt. Diese Hörbuch-Version hat mich in eine perfekte Stimmung versteht, ich habe mich teilweise auch richtig gegruselt und am Ende kam mir wirklich fast die Tränen, weil es so real war. Die Stimmungen sind perfekt transportiert worden und die Geschichte an sich ist einfach schön gerade zu Weihnachten, daher trägt sie zurecht diesen Titel. Ich kann das Hörspiel auch wirklich nur weiterempfehlen, gerade jetzt in der kalten und regnerischen Zeit vor Weihnachten. Vielen Dank an de im.press Verlag, der mir dieses eBook freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Im schönsten Moment

Madame Missou – Im schönsten Moment. Die Geschichte von Lilly und August

Im schönsten Moment

  • Verlag: Madame Missou eBooks & Ratgeber
  • Seitenzahl: 75
  • Teil einer Reihe?: Nein, aber es gibt noch viele Ratgeber von Madame MIssou.
  • Inhalt: Lilly und August bleiben gemeinsam in einem Fahrstuhl stecken und aus Langeweile beginnen sie mit einem Spiel, bei dem man sich abwechselnd Fragen stellt. So lernen sie sich zwangsläufig besser kennen. Nach zwei Stunden werden sie befreit. Werden sich die beiden vergessen oder vielleicht noch oft aneinander denken, sich vielleicht sogar wiedersehen?
  • Rezension:  Ich habe gerade das Buch „Im schönsten Moment. Die Geschichte von Lilly und August“ den ersten Kurzroman von Masame Missou gelesen und er hat mir wirklich gut gefallen. Es gefällt mir sehr gut, wie dieser steckengebliebene Fahrstuhl das Denken der beiden so nachhaltig beeinflusst. Lustig wie sich die beiden so oft nur knapp verpassen…. Leider endet der Kurzroman für mich dann doch zu früh – ich wüsste gerne wie es weitergeht. Vielleicht gibt es ja noch einen zweiten Teil. Vielen Dank an die  Autorin Madame Missou, die mir diese eBook freundlicherweise als Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 4 Sterne

 

Rezension: Traummänner und andere Hirngespinste

Annika Bühnemann & Anna Fischer – Traummänner und andere Hirngespinste

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  • Verlag: —
  • Seitenzahl: 208
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Marietta ist eine Frau in den 30ern und hat es nicht leicht mit den Männern – ständig gerät sie an den Falschen. Nach einem Unfall schient sie endlich ihren Traummann gefunden zu haben. Doch leider stellt sich dieser nach kurzer Zeit als pures Hirngespinst heraus, es gibt ihn nur in ihrem Kopf. Trudi, eine mütterliche Freundin, gibt Marietta dann den Tip eine Therapie zu machen bei  dem Hypnocoach Paul. Marietta versucht dies letztendlich, weil ihr Hirni – so hat sie den hypnotisierten Mann genannt – so sehr auf die Nerven geht und überdenkt dabei ihr Leben…
  • Rezension: Die Autorin selbst hat mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht, nachdem ich ihren Roman „Achtung! Braut“ gelesen und ihr die Rezension geschickt hatte. Zuerst bekam ich eine Leseprobe (Die ihr euch auch auf ihrer Homepage herunterladen könnt.) Ich war sehr neugierig auf das Buch, besonders als ich hörte, dass es gemeinsam von einer Frau und einem Mann (Pseudonym Anna Fischer) geschrieben worden ist. Nachdem ich dann die Leseprobe förmlich verschlungen hatte, war ich Feuer und Flamme für dieses Buch und konnte es kaum abwarten wie es mit Marietta und ihrem halluzinierten Mann weiter geht. Besonders toll finde ich nun, da ich das ganze Buch gelesen habe, die Figur der Trudi – wegen mir hätte sie ruhig noch öfter zu Wort kommen können – und die Zitate zu Beginn eines jeden Kapitels. Und natürlich sind auch Marietta, Hirni, Paul und Hannes interessante Charaktere, obwohl mir nicht wirklich sympathisch – Hirni nervt und der echte Hannes war von Anfang an auch nicht so richtig mein Ding. Die Story ist zwar völlig an den Haaren herbei gezogen aber sehr unterhaltsam, genau das richtige für den Sommer-Urlaub. Tiefgang hatte ich nicht erwartet und bin überrascht worden, denn das was Marietta über sich selbst lernt kann wirklich zum Nachdenken anregen, was wirklich wichtig ist im Leben und in Beziehungen. Vielleicht sollte sich jeder öfter mal Gedanken drüber machen, wer er eigentlich sein möchte und was er sich wünscht und dabei die Vernunft ausschalten. Zuletzt möchte ich noch loswerden, dass ich den Titel einfach großartig finde – weil es so schön deutlich macht, dass sich eben nicht allesim Leben darum drehen sollte, welche Meinung  anderen Menschen, besonders Männer von uns haben. Ich kann die Geschichte wirklich weiter empfehlen. Vielen Dank an Annika Bühnemann, die mich auf dieses eBoob aufmerksam gemacht und mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung:  5 Sterne

Rezension: Das Huhn das vom Fliegen träumte

Sun-Mi Hwang –  Das Huhn das vom Fliegen träumte

Das Hihn das vom Fliegen träumte

  • Verlag: Kein & Aber
  • Seitenzahl: 157
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Eine moderne Fabel über die Möglichkeit sein Leben trotz massiver Widerstände in die eigene Hand zu nehmen, große Träume zu wagen und Mut zu beweisen. Die Legehenne mit dem hoffnungsbringenden Namen „Sprosse“ ist ihres langweiligen Lebens  überdrüssig und beschließt auszubrechen, und ihre Sehnsüchte nach Aufzucht eines Kückens und einem freien Leben auf dem Bauernhof, in dem sie in einer Legebatterie eingesperrt ist, zu verwirklichen. das Leben in Freiheit erweist sich als sehr schwierig, aber sie lässt sich nicht beirren und überwindet viele Wiederstände mit Mut, Konsequenz und Herz. Ihr Traum von einem eigenen Kücken erfüllt sich durch den Fund eines verlassenen Entengeleges. Sie brütet das Ei aus, in der Annahme, sie ziehe dann ein Hühnerkücken groß. Die folgenden Schwierigkeiten überwindet sie mit viel Herz, Mutterliebe und Opferbereitschaft.
  • Rezension: Ein ganz emotional packendes Buch. Der Leser empfindet sofort eine große Sympathie für das rebellische Huhn und wünscht sich eine ähnliche Leidenschaft für sein eigenes Leben. Trotz vieler Widerstände gibt Sprosse nicht auf und zieht sich nicht in ihr bekanntes, überschaubares und gesichertes Leben in der Legebatterie zurück. Das macht Mut und animiert zum Träumen, Wünsche und Nachmachen. Ein einfaches Huhn schmiedet sein Glück  – sollte man nicht selbst auch so etwas wagen? Ich habe das Buch verschlungen  und bin zutiefst berührt. Interessanterweise entwickelt man auch zu Sprosses Feind, dem Wiesel, eine emotionale Beziehung, die sogar in Mitleid umschlägt – trotz des fatalen Ausgangs für Sprosse – als er für seinen Nachwuchs sorgen muss und sich als fürsorglich erweist. Anstoß zum Perspektivwechsel, Mut zur Veränderung, Träumen, Sehnsucht, Spannung – das alles bietet der kleine Band auf 157 Seiten! Nebenbei sei noch erwähnt, dass das Cover sehr reizvoll gestaltet ist. Toll! Vielen Dank an den Kein & Aber Verlag der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne