Rezension: Ismales Orangen

Claire Hajaj  – Ismaels Orangen

Ismaels Orangen

  • Verlag: blanvalet
  • Seitenzahl: 442
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Jaffa, im April1948. Salim Al Ismaeli ist der Sohn eines palästinensischen Orangenzüchters. Er ist sieben Jahre alt und wartet sehnsüchtig darauf, die ersten Orangen des zu seiner Geburt gepflanzten Orangenbaumes zu ernten, um dann ein „Mann“ zu sein. Doch der israelisch-palestinensische Konflikt, der seit der Gründung des israelischen Staates auf arabischem Boden schwelt, weitet sich zu einem Krieg aus und die fünfköpfige Familie – Salim hat noch 2 Brüder – muss fliehen. Seit der Zeit hat Salim einen Traum, dem er alles unterordnet: In sein Land zurückkehren. Doch die Familie hat alles verloren, seit der jüdische Staat 1950ein Gesetz erlassen hat, das alle palästinensischen Staatsbürger enteignet, die vor den Bomben im Krieg geflohen sind. Zur selben Zeit wächst Judith als Tochter von Holocaust-Überlebenden in England auf versucht alles, um ein normales und angepasstes Leben zu führen. Salim und Judith begegnen sich im London der 60er Jahre, wohin Salim nach einem trostlosen Aufenthalt in Nazareth bei seiner Halbschwester zum Studieren gegangen ist. Die beiden verlieben sich und werden ein Paar – trotz aller Widerstände in den jeweiligen Familien. Bei der Hochzeit versprechen sie sich, alles Trennende zu überwinden. Doch auf Dauer wird die Unvereinbarkeit der Ehe zur Zerreißprobe und überträgt sich auch auf ihre Kinder. Weder Judith noch Salim können de Geschehnisse im geteilten Palästina ausblenden – nicht die Terrorattacken der PLO in Israel und nicht die Gräueltaten der Israelis in den besetzten Gebieten.
  • Rezension: Um es vorweg zu sagen: Es ist ein wunderbarer Roman, der mitreißend  die Geschichte zweier Familien erzählt und gleichzeitig den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis derart schildert, dass der Leser Verständnis für beide Seiten aufbringt. Hier wird eine Brücke im Kampf der Kulturen und das in einer intensiven und sinnlichen Sprache, die in den Bann zieht. Schon äußerlich lädt das Buch zum zugreifen ein: ein fester, satt gelber Umschlag, ein viele Früchte tragender Orangenbaum und ein Junge, der sich von ihm entfernt. Außerdem hat das Buch ein orangefarbenes Lesebändchen, dass man einsetzten kann, falls man das Buch einmal beiseite legen muss!! Die Autorin weiß, wovon sie schreibt, ist sie doch selber in London als Tochter  einer jüdischen Mutter und eines palästinensischen Vaters geboren und genauso wie ihre Hauptfiguren hat sie in England und im nahen Osten gelebt. Deshalb durchzieht den ganzen Roman eine Sehnsucht nach Frieden und die Hoffnung, dass es vielleicht doch einmal möglich sein wird nicht mehr zu streiten. Jeder Krieg muss einmal zu Ende sein – so die Botschaft. Claire Hajaj hat auf jeden Fall einen Baustein zum Verständnis beider Seiten geschrieben. Ein großartiger Familienroman und eine ausgezeichnete Schilderung des Nahostkonfliktes. Dieser deutet sich bereits im Titel an, denn Ismael war ja der erstgeborne Sohn Abrahams, der zu Gunsten des zweitgeborenen Sohns Isaak verstoßen wurde. Ismael soll der Bibel nach der Stammvater der Muslime und Isaak der Gründer des Judentums sein. (Buch Genesis). Vielen Dank an das Team vom blanvalet Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Lucindarella

Nadin Hardwiger  – Licindarella. Es war einmal… war gestern

H_Cover_01_Luci_-fotolia.comMari79.jpeg1

  • Verlag: dp digital publishers
  • Seitenzahl: ca. 90
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Lucinda ist schon Mitte zwanzig und führt mittlerweile eine kleine Boutique, in der sie unter anderem ihre eigenen Kleider verkauft. Doch trotzdem fühlt sie sich sofort wieder wie Aschenputtel, wenn sie nach Hause fährt und dort auf ihre Mutter und ihre Stiefschwestern trifft. So auch dieses Mal – daher möchte sie eigentlich sofort wieder zurück, aber sie wird von ihrem persönlichen Prinzen davon abgehalten. Und weil ihre Großeltern ihr so unendlich am Herzen liegen beliebt sie und näht sogar wieder für ihre Schwestern – obwohl sie auch dieses Mal sehr unter ihnen zu leide hat. Wird es für Lucinda ein Happy End geben?
  • Rezension: Ich habe dieses Buch gemütlich auf einer Decke in der Sonne gelesen und es ist wirklich das perfekte Sommer-Märchen. Bereits das Inhaltsverzeichnis fand ich einfach großartig – eine sehr tolle Idee, die ich hier jetzt aber nicht verraten werde ;-). Und schon nach wenigen Seiten hatte ich mich dann auch unglaublich in Cinda und ihren Prinz David verliebt und später dann auch auch in Hilla sowie Cindas Großeltern. Ich habe die komplette Geschichte in einem Rutsch gelesen und dabei sogar vergessen etwas zu trinken oder mich einzucremen. Es ist wirklich ein modernes Märchen und genauso zauberhaft wie es schon das wunderhübsche Cover hoffen lässt.  Der Untertitel „Es war einmal… war gestern“ passt perfekt, denn es ist viel mehr als ein typisches Märchen und zum Anderen verändert sich Cindas Leben ja wirklich grundlegend. Die Geschichte  ist aber nicht nur was für die Romantiker unter euch, die eine sehr schöne Lebensgesichte bekommen. Sie macht auch Mut an das gute im Menschen zu glauben und für sich selbst einzustehen. Ich kann sie euch wirklich wärmstens ans Herz legen und wer sich unsicher ist, der sollte sich aber auf jeden Fall die kostenlose Appetizer-Version herunterladen und dem Buch ein Chance geben. Ich bin mir sicher, dass die meistens von euch es genauso sehr lieben werden wie ich. Vielen Dank an das Team von dp digital publishers, die mir dieses eBook freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Die kleine Spinne Widerlich

Diana Ampft  – Die kleine Spinne Widerlich

51LC777oNAL._SX258_BO1,204,203,200_

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Seitenzahl: 32
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die kleine Spinne Widerlich möchte unbedingt herausfinden, warum die Menschen Angst vor Spinnen habe. Deshalb macht sie sich auf den Weg und befragt jede Menge Freunde und Verwandte. Dabei bekommt sie jede Menge unterschiedliche Antworten und kehr am Ende glücklich zu ihrer  Mama zurück.
  • Rezension: Ich habe heute ein weiteres wundervolles Bilderbuch über Spinnen zum ersten Mal Kindern vorgelesen und bin unendlich begeistert davon, wie gut es angekommen ist und wie es tatsächlich dazu beiträgt, dass die Kleinen verstehen, dass man vor Spinnen keine Angst haben muss und das jeder irgendwie etwas Besonderes ist. Die Bilder sind wunderschön und laden zum entdecken und darüber sprechen ein – dabei kann man ganz nebenbei u.a. das Thema Angst (nicht vor vor Spinnen) besprechen. Durch die immer wiederkehrende Frage lädt das Buch auch sehr zum Mitsprechen und Nachspielen ein und die Kinder haben sich genauso wie ich sofort in die kleine Spinne verliebt. Ich kann euch allen dieses Bilderbuch wirklich sehr empfehlen.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Cinaed 1. Aus dem Feuer geboren

Tanja Höflinge – Cinaed 1. Aus dem Feuer geboren

cinaed-1-band

  • Verlag: Fabulus Verlag
  • Seitenzahl: 320
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der Beginn einer Trilogie. Band 2 trägt den Titel „Cinaed. Durch Blut getränkt“. Der 3 Teil wird im Juni erscheinen und den Titel „Cináed: Zum Werkzeug der Macht“ tragen.
  • Inhalt: Das Leben von Daniel Frayne ist das eines ganz normalen Jugendlichen bis er an seinem 16. Geburtstag einen geheimnisvollen Stift geschenkt bekommt. Durch ihn gelangt er eine Elite-Ausbildungsstätte, die Conwy-Akademie und erlebt dort nach und nach welche Magie in dem Stift steckt. nach kurzer Zeit gibt er dem Stift einen keltischen Namen – Cinaed. Aber damit beginnen die Abenteuer erst richtig gefährlich zu werden. Besonders als die Schüler aufgefordert werden nach eben diesem geheimnisvollen Stift Ausschau zu  halten und dann auch noch die alljährlichen Wettkämpfe zwischen den Schülern beginnen. Was genau hat es mit diesem Stift auf sich? Wie wird David das Ganze überstehen und wem kann er dabei vertrauen?
  • Rezension:  Zuerst sind mir der feuerrot gefärbte Schnitt des Buches aufgefallen noch ehe ich in das Buch hineingeschaut habe – das hätte mich sofort neugierig auf das Buch gemacht, wenn ich es nicht ohnehin schon gewesen wäre. Als zweites hat mich dann die tolle Widmung überrascht, so dass ich jetzt endlich das Buch lesen muss. Nachdem ich heute die letzten Worte gelesen habe, muss ich sagen, dass meine Erwartungen nicht enttäuscht worden sind. Die Geschichte ist unglaublich spannend und in sich sehr stimmig und irgendwie trotz der magischen Elemente irgendwie authentisch. Sie hat mich sehr schnell gefesselt und ich habe bis zur letzten Seite mit David mitgefiebert, wie er das Leben an dieser besonderen Academy meistert und nach und nach immer mehr über sich selbst und den Stift erfährt und dabei feststellen muss, dass er nicht jeden Menschen vertrauen kann.  Diesen Aspekt der Geschichte finde ich unglaublich gut – besonders als sich David dann auch noch entscheiden muss, inwieweit er dem Stift glaubt. Auch Liebe und Eifersucht spielen eine wichtige Rollen, ebenso wie die typischen Kämpfe zwischen Jugendlichen um Anerkennung und Macht, die in diesem Buch aber eine ganz neue Dimension bekommen. Nachdem ich jetzt den ersten Band beendet haben, bleiben noch sehr viele Fragen offen. Aber zum Glück ist es ja erst der Beginn einer Trilogie und was am tollsten ist, ich kann sofort mit dem Lesen des zweiten Bandes weitermachen und da werden dann sicher schon jede Menge Fragen beantwortet aber sicher auch wieder viele neue aufgeworfen. Ich kann euch den Beginn dieser Trilogie wirklich sehr empfehlen – nicht nur jugendlichen Lesern, aber denen ganz besonders. Vielen Dank an das Team von Literaturtest und dem Fabulus Verlag, die mir diese Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gesellt haben.
  • Bewertung: 5 Sterne

 

Rezension: Die Piratin. Das Leben der Grania O’Malley

Sabine Diller – Die Piratin. Das Leben der Grania O’Malley

Die Piratin

  • Verlag: Lübbe Audio
  • Länge: 269 Minuten, 4 CDs
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:  Die O’Malleys haben ein Problem, ihnen fehlt ein männlicher Nachkomme um das Erbe des Vaters anzutreten. Doch die Tochter Grania liebt nichts so sehr wie mit dem Vater auf See zu fahren. Daher wird sie seine Nachfolgerin, aber nur bis zu ihrer Hochzeit. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse…
  • Rezension: „Die Piratin“ ist wirklich eine ganz besondere Geschichte, in der die Sagen im Grania O´Malley zum Leben erweckt werden. Dabei wird man Zeuge des Lebens eines ganz besonderen, sehr mutigen Mädchens und jeder Menge gemeiner Intrigen. Ich kann es allen großen und kleinen Abenteuern wirklich ans Herz legen. Wenn man dieses Hörbuch lacht vergeht die Zeit wie im Flug, bei mir war es auf jeden Fall so.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Vier um die Welt

Alexandra Frank – Vier um die Welt. Vom Abenteuer mit Kindern rund um den Globus zu reisen

Vier um die Welt

  • Verlag: Goldmann
  • Seitenzahl: 256
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Alexandra Frank berichtet in diesem Buch von ihren eigenen Erfahrungen während der Weltreise, die sie gemeinsam mit ihrem Mann, und ihren zwei Töchtern (5 Monate und 4 Jahre) gemacht hat. Sie waren fünf Monate mit zwei Rucksäcken unterwegs von Südamerika über Neuseeland nach Australien und Singapur und habend bei jede Menge erlebt.
  • Rezension: Ich habe freue mich sehr, dass ich auf dieses Buch aufmerksam geworden bin auch wenn ich bisher weder Kinder habe, noch  eine Weltreise plane. Aber der Titel durfte mit mir in die Sonne fliegen und ich habe dieses wunderbare Buch verschlungen während ich gemütlich am Strand in der Sonne lag. Es hat mir sehr gut gefallen und ich habe mir vorher auch nicht wirklich vorstellen können, wie das funktionieren kann mit zwei kleinen Kindern eine Weltriese zu machen, besonders da ich gerade hautnah erlebte wie schwer es ist mit Kindern im Urlaub zu sein. (Einige meiner Mitreisenden warne Familien mit kleinen Kindern.) Und bisher war ich auch immer skeptisch was eine Weltreise betraf – jetzt habe ich richtig Lust mal irgendwann selbst eine zu machen und wer weiß, ja vielleicht sogar auch mit Mann und Kind. Auf jeden Fall kann ich dieses Buch allen Familien ans Herz legen, die überlegen z.B. ihre Elternzeit für so eine Reise zu nutzen. Aber auch allen Anderen, denn das Buch ist einfach wunderschön und sehr lebendig geschrieben, man hat manchmal das Gefühl selbst dabei gewesen zu sein. Vielen Dank an den im.press Verlag, der mir dieses eBook freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Winteraugen

Rebecca Wild – Winteraugen

Winteraugen

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 237
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Das Leben in Winter ist für Rae, die in Sommer aufgewachsen völlig neu und abenteuerlich. Doch genau dorthin muss sie fliehen, als in Winter die Sommerprinzessin  verschwindet und daraufhin ihre gesamte Familie der Magie bezichtigt und gefangen genommen wird.
  • Rezension: Ich habe bereits „Flügelschläge in der Nacht“ von Rebecca Wild gelesen und auch da war ich überrascht davon, welche Fantasie diese Frau hat und wie konsequent sie alles umsetzt – so ging es mir dann auch bei „Winteraugen“. Es hat nur den selben Fehler wie das andere Buch – es hört zu früh auf und man würde zu gerne eine Fortsetzung lesen. Denn Rae und North wachsen einen unglaublich ans Herz mit ihrem großen Mut und dem Glauben an das Gute. Ich wüsste so gern wie es mit dieser spannenden Geschichte in Sommer und Winter weiter geht und vor allem in dem ganz besonderen Wald. Aber auch über die Magier und die Feen würde ich gern noch mehr erfahren, besonders Mai fand ich irgendwie spannend. Vielleicht können wir ja doch auf eine Fortsetzung hoffen – auf jeden Fall kann ich euch dieses Buch wärmstens ans Herz legen. Vielen Dank an den im.press Verlag, der mir dieses eBook freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne