Auch zum Geburtstag gab es Bücher zum Thema „Kindererziehung“

Auch zu meinem letzten Geburtstag Ende Dezember habe ich zwei Bücher zum Thema „Kindererziehung“ geschenkt bekommen:

Das FamilienhausJe näher die Geburt meines Sohnes rückte, desto mehr habe ich mich mit Fragen zur Kindererziehung beschäftigt – aus einer neuen Perspektive, nicht mehr als Lehrerin, sondern als Mutter. Immer wieder bin ich dabei auf den Namen „Jasper Juul“ gestoßen. Um so mehr habe ich mich  über dieses Buch gefreut und sofort darin zu lesen begonnen. Und auch, wenn ich jetzt noch nicht wirklich beurteilen kann, wie gut ich die Tipps finde und wie grelaitsisch deren Umsetzung ist, so war ich doch sehr beeindruckt. Es macht auf jeden Fall nachdenklich und lässt sich sehr angenehm lesen. Was aber für mich das Wichtigste war, es macht wirklich Lust sich – wie es der Klappentext beschreibt – mit Enthusiasmus und Gelassenheit auf das Abenteuer Familie einzulassen. Dieses Buch ist wirklich absolut zu empfehlen und allein schon das Cover, der Untertitel und das Vorwort sind großartig. Ich bin mir sicher, dass es dazu beitragen kann, dass viele Familien glücklicher zusammen leben können.

das_erziehungs_abc__gu_Es gibt wohl unendlich viele Erziehungsratgeber und ich denke fast alle (werdenden) werden mehr als einen davon besitzen. Dieses Buch gefällt mir für den ersten Einstieg sehr gut, zu 50 alltäglichen Problemen bekommt man eine kurze Antwort, die einem schon mal einen ersten Eindruck davon geben kann, wie man damit umgehen könnte. So kann man das Buch als Nachschlagewerk benutzen oder auch schon vorher mal lesen, was es eigentlich so alles für Probleme geben könnte, denn man denkt ja gar nicht an alles. Ich denke das Buch wird in den nächsten ein ständige Begleiter sein…

 

Rezension: In der Entfernung liegt die Wahrheit

Lena Steening – In der Entfernung liegt die Wahrheit. Ein Münsterland – Roman

In der Entfernung liegt die Wahrheit

  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Seitenzahl: 276
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Pauline Große-Landhorst ist beruflich in Hamburg, um in einer Werbeagentur ein Interview durchzuführen. Dort trifft sie auf Jan und verliebt sich sofort in ihn. Sie verbringen den Abend miteinander, doch am nächsten Morgen muss Pauline zurück nach Münster. In den nächsten Tagen wartet sie sehnsüchtig auf ein Lebenszeichen von Jan. Dieser kämpft währenddessen mit seinem Privatleben, überdenkt seine Beziehung zu seiner Freundin und seinem Vater. Auch Pauline denkt über ihr Leben nach und stößt dabei zufällig auf das Tagebuch ihrer Mutter. Nach und nach wird deutlich das es eine Verbindung zwischen ihren beiden Familien gibt, doch damit haben die beiden kein bisschen gerechnet. Was werden sie herausfinden und wie wird sich ihre Vergangenheit auf ihr aktuelles Leben auswirken?
  • Rezension: Das Buch war schon allein deshalb spannend, weil es in Hamburg (dem Ort wo ich lebe) und Münster (dort wohnen meine jüngeren Geschwister) spielt. Und deshalb habe ich das Buch auch gern gelesen, obwohl mich das Cover so gar nicht angesprochen hätte. Die Handlung gefällt mir sehr gut und hat mich schnell in ihre Bann gezogen. Immer wieder erfährt man Dinge aus den verschiedensten Perspektiven, denn es sind wirklich jede Menge Menschen verwickelt. Das macht das Ganze sehr spannend und man stellt schnell jede Menge Vermutungen auf, wie alles zusammenhängt und möchte es den Protagonisten mehr als einmal zurufen, zusammen mit Tipps wie sie sich bitte verhalten sollen. Ich konnte das Buch dann auch gar nicht mehr aus der Hand legen, bis sich endlich alles aufgeklärt hat. Wer ein spannendes Buch mit einer Mischung aus Liebes-und Familiengeschichte sucht, der ist hier genau richtig. Die Autorin hatte mir „Spaß beim lesen, kurzweilige Unterhaltung oder Ablenkung vom Alltag“ gewünscht und ich habe alles Drei bekommen.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Black Rabbit Hall

 Eve Chase – Black Rabbit Hall. Eine Familie. Ein Geheimnis. Ein Sommer, der alles verändert. 

  • Verlag: Random House Audio
  • Länge: 6 CDs, Laufzeit: 7h 13
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Lorna Smith ist auf der Suche nach einer Location für ihre eigene Hochzeit. Irgendetwas zieht sie dabei nach „Black Rabbit Hall“, auch wenn sie nicht so recht wie warum. Ich und nach erfährt sie immer mehr über die Vergangenheit des Hause und vor allem die Menschen die dort gelebt haben. Parallel wird die Geschichte der der vier Altin-Geschwister um das Jahr 1968, die sehr viel Zeit in „Black Rabbit Hall“ verbrachten, dem Sommersitz ihrer Familie und die dort eine riesige Tragödie erleben mussten.
  • Rezension: Ich liebe solche Geschichten bei denen man Infos aus zwei verschiedenen Zeiten erfährt, die sich am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügen.  Daher habe ich mich sehr auf dieses Hörbuch gefreut und ich bin nicht enttäuscht worden, eher im Gegenteil. Ich bin wirklich beeindruckt davon, wie gut die Handlung dieses Hörbuches konstruiert ist. Sehr viele der Wendungen haben  mich überrascht, auch wenn einige Dinge natürlich vorhersehbar waren. teilweise war es auch erschreckend, so deutlich vor Augen geführt zu bekommen, wie weitreichend die Konsequenzen von eigentlich kleinen Entscheidungen und Vorfällen sein können und wie ein einziger Moment das Leben einer ganzen Familie grundlegend verändern kann.  Auf jeden Fall habe ich mich während der kompletten 7 Stunden sehr gut unterhalten gefühlt, was denke ich neben der fesselnden Handlung auch an der wirklich sehr angenehmen Vorlese-Stimme  gegen hat. Ich kann euch „Black Rabbit Hall“ daher wirklich absolut empfehlen.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Esperanza

Maria Caba Rall – Esperanza

Esperanza

  • Verlag: Verlag Klaus Wagenbach
  • Seitenzahl: 224
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: „Esperanza“  ist der erste Roman der spanischen Autorin, die selbst als zehnjährige nach Deutschland kam. Sie ist Drehbuchautorin und Regisseurin von Dokumentar- und Spielfilmen. Das merkt man auch dem dramaturgisch geschickt aufgebauten Roman an: die drei Hauptpersonen: Esperanza, ihre Tochter Karla und Juan, deren Halbbruder, berichten im Wechsel zum Teil über gleiche Ereignisse, aber eben aus unterschiedlichen Perspektiven. Rückblenden und Überschneidungen vertiefen die Geschichte. Es geht um die Gastarbeitergeschichte der Spanierin Esperanza, die in Deutschland ein neues Leben anfängt, einen neuen Mann findet, aber die Vergangenheit über die sie nie gesprochen hat, holt sie in Form eines jungen Mannes mit Namen Juan ein, der eines Tages vor ihrer Tür steht und ihr weggegebener Sohn ist. Alle traumatische Erfahrungen der kleinen Esperanza im spanischen Bürgerkrieg, alle zurückgelassenen Erlebnisse und Menschen werden wieder lebendig durch die Reise, die Esperanza mit ihrer Tochter nach Spanien unternimmt. Sie bricht das Schweigen und stellt sich einem schmerzhaften Erinnerungsprozess.
  • Rezension: Der Roman lässt den Leser eintauchen in eine innere und äußere Welt der 3 Hauptakteure. Der reale historisch Hintergrund, Spanien unter dem Franco-Regime, wird deutlich durch die Personen, denen erschütternde Dinge passieren und die innere Reflexion der Hauptpersonen lässt den Leser nicht aus dem Bann. Man möchte wissen, warum Esperanza ihre Vergangenheit totgeschwiegen hat, warum sie ihren Sohn ablehnt und wie er das empfindet, warum die Tochter so wütend auf die Mutter ist. Ein echter Roman zum „Eintauchen“, atmosphärisch dich und bildhaft geschrieben. Spätestens auf S. 13 wird der Leser in die Geschichte eingesogen und die Regisseurin bricht bei der Autorin wieder durch: „In diesem Moment wussten sie nicht, dass sie nur einen Ausschnitt des Drehbuches kannten, dass fremde Personen an unbekannten Schauplätzen längst mit ihnen spielten. Schon immer mit ihnen gespielt hatten.“
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Im Labyrinth der Lügen

Ute Kraus – Im Labyrinth der Lügen

  • Verlag: cbj audio
  • Länge: 4 CDs, Laufzeit: 4h 25
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Paul lebt in der DDR und hat seine Eltern schon lange nicht mehr gesehen, weil sie erst im Gefängnis waren und dann von der BRD freigekauft wurde. Daher lebt er bei seinem Onkel und seiner Oma. Eines nachts besucht er mit seiner Klassenkameradin Millie seinen Onkel Henri bei seiner Arbeit im Museum. Dort hören die beiden Kinder seltsame Geräusche, beginnen Nachforschungen anzustellen und ein großes Abenteuer nimmt seinen Anfang, das allerdings nicht ganz ungefährlich ist und für Paul und seine Familie weit reichende Konsequenzen hat.
  • Rezension: Schon das Cover finde ich genial und es passt super zum Hörbuch. Die Geschichte von Paul ist sehr spannend und auch wenn ich natürlich weiß, dass sich solche Geschichten täglich in der DDR zugetragen haben, war es doch erschreckend sie noch einmal so zu hören und dabei zu wissen, dass sie auf einer wahren Begebenheit beruht. Ich bin mir sicher, dass dieses Hörbuch das Potential hat auch Jugendlichen diesen Aspekt der deutschen Geschichte nahe zu bringen – weil sie durch Paul und seine Freunde und Familie so unglaublich real und greifbar wird. Dabei ist sie kein bisschen trocken, sondern sehr authentisch und lebendig und man bekommt sehr viel von den alltäglichen Probleme mit, z.B. dem Aspekt, das Paul nicht mehr weiß was er denken und wem er vertrauen kann. So bekommt man einen ganz neuen Blick auf das Thema Freundschaft und Ehrlichkeit. Ich bin echt begeistert und kann das Hörbuch nur weiterempfehlen und das nicht nur aber auch ganz besonders an Jugendliche.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Ein totes Leben

Dominik Seiberth – Ein totes Leben

Ein totes Leben

  • Verlag: book´s house
  • Seitenzahl: 298
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Hauptkommissar Jonathan Weizsäcker hat gerade wieder begonnen zu arbeiten, nachdem er lange Zeit mit den Folgen eines Falles zu kämpfen hatte, den er nicht hat aufklären können und der ihn in Depressionen hat fallen lassen. Und schon wieder verschwindet ein kleiner Junge spurlos aus seinem Elternhaus. Jonathan muss bei diesem Fall also alles geben und gegen die Schatten seiner Vergangenheit ankämpfen und den Täter suchen. Dabei geht es nicht nur um das Leben des kleinen Jungen…
  • Rezension: Der Autor selbst hat mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Und ich bereue es kein bisschen, dass ich es gelesen habe, denn es ist unglaublich fesselnd. Man ahnt zwar immer schon, dass irgendwie mehr hinter allem stecken muss, aber kann es nicht festmachen. Für mich war das Buch kein bisschen vorhersehbar und genau das macht einen guten Thriller meiner Meinung nach aus, wenn man immer wieder von der Handlung überrascht wird, sie aber dann sofort als logisch empfindet. Besonders beeindruckt hat mich, wie es dem Autor gelungen ist, aufzuzeigen, wie auch das Leben von Jonathan durch das Ganze aus der Bahn geworfen wurde. Denn dass es das Leben einer Familie völlig verändert, wenn ein Kind verschwindet ist wohl auch vorher schon jedem klar gewesen – auch wenn man nicht unbedingt mit solchen „Abgründen“ rechnet. Mehr möchte ich hier jetzt aber auch gar nicht verraten – lest selbst!
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Das goldene Haus

Rebecca Martin – Das goldene Haus

  • Verlag: Random House Audio
  • Länge: 6 CDs, Laufzeit: 6h 58
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Bettina Wessling tut aus Pflichtgefühl alles um ihren Mann bei seinem Traum zu unterstützen, dem Aufbau eines Kaufhauses. Dafür stellt sie ihre eigenen Bedürfnisse zurück, so wie sie es schon immer getan hat und das obwohl sie ihn eigentlich nicht heiraten wollte, sondern seinen Bruder. Das ist aber nicht das einzige Geheimnis, das die Familie Wessling mit sich herumschleppt. Auch bei der Finanzierung des Kaufhause und in der Vergantet der Brüder gibt es jede Menge Dinge, die besser nicht an die Oberfläche kommen sollten. Und auch die jüngeren Wesslings führe kein einfaches Leben…
  • Rezension: Ich mag Bücher, bei denen man das Leben einer Familie über viele Jahre hinweg begleitet. Deshalb war ich auch nicht überrascht, dass mir auch dieses Hörbuch sehr gut gefallen hat – auch wenn ich anfangs etwas „überfordert“ war mit den verschiedenen „Nebenschauplätzen“. Allerdings kann ich nicht sagen, dass mir die Protagonisten so unwahrscheinlich sympathisch waren. Vielen von ihnen hätte ich außerdem am liebsten ständig zugerufen, dass sie auf ihr Herz hören sollen und sich selbst und ihren Gefühlen vertrauen sollen. Aber das ist sicher ein Problem, dass nicht nur die Menschen in frühen zwanzigsten Jahrhundert hatten, sondern auch noch viele Menschen heute. Genauso wie auch heute noch viele Familien unter großen Lebenslügen und Geheimnissen zu leiden haben. Ohne das ich hier zu viel verraten möchte, aber es ist erschreckend zu was die Menschen hier im Buch zu tun in der Lage sind, um die Aufdeckung der Geheimnisse zu verhindern. Aber es gibt ja zum Glück auch Charaktere, die Mut machen, weil sie tun, was ihnen ihr Herz sagt und die sich nicht unterkriegen lassen. Wer eine spannende Familiengeschichte lesen bzw. vorgelesen bekommen möchte, dem kann ich dieses Hörbuch wirklich absolut empfehlen.
  • Bewertung: 5 Sterne