Rezension: Frank Einstein. Die Entführung der Roboter

Jon Scieszka – Frank Einstein. Die Entführung der Roboter

Entführung der Roboter

  • Verlag: heyne fliegt
  • Seitenzahl: 240
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Frank Einstein ist ein junger Erfinder, der gemeinsam mit seinem Freund Watson jede Menge Spaß am Forschen und Experimentieren hat und gemeinsam mit ihm an einem Wissenschafts-Wettbewerb teilnehmen möchte. Dafür dürfen sie die Werkstatt seine Großvaters, ebenfalls Erfinder, benutzen. Sozusagen aus Versehen bauen sie mit Hilfe eines Gewitters zwei mehr oder weniger intelligente Roboter, Klink und Klank. Die beiden haben auch jede Menge Spaß an der Wissenschaft, doch bevor die vier so richtig durchstarten können werden die beiden Roboter entführt…
  • Rezension: Allein schon das Cover hat mit sehr neugierig gemacht und die Illustrationen haben mir sehr gut gefallen. Dieser erste positive Eindruck ist mehr als erfüllt worden. Im Ganzen Buch finden sich großartige Illustrationen, die schon allein es wert wären, das Buch zu „lesen“. Aber auch der Inhalt ans ich ist unglaublich lustig und vor allem auch extrem lehrreich. Ich finde es einfach großartig, was man so nebenbei alles unter anderem über das Themenfeld Materie lernt. Ich bin mir sicher, dass das Buch daher besondern an Physik interessierten jungen Menschen jede Menge Spaß macht – ich musste auf jeden Fall an manchen stellen sehr schmunzeln, weil es mir aus meinen Besuch in DESY sehr bekannt vorkam. Allen jenen unter euch, die Wissenschaft mögen, denen kann ich dieses Buch wirklich sehr ans Herz legen, wenn sie mal etwas lustiges lesen möchten. Es macht wirklich Spaß es zu lesen und zeigt, wie viel Freude die Wissenschaft machen kann.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Eisige Schwestern

S. K. Tremayne – Eisige Schwestern

eisige schwestern

  • Verlag: Droemer Knaur
  • Seitenzahl: 400
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: „Eisige Schwestern“ oder im Original treffender „The Ice Twins“ ist der Spitzname der Zwillinge Kristie und Lydia, den ihnen ihr Großvater gibt, weil sie – mit eisblauen Augen und schneeblondem Haar – am kältesten Tag des Jahres zur Welt gekommen sind. Auch die Geschichte lässt einem das Blut in den Adern gefrieren: Ein Zwilling kommt im Alter von sechs Jahren durch einen tragischen Unfall ums Leben. Doch die Aufklärung der Umstände erweist sich als vielschichtig und mysteriös. Die Eltern ziehen aus England weg auf eine einsame Privatinsel der Schottischen Hebriden. Sie sind psychisch mehr als angespannt und versuchen mehr schlecht als recht einen Neuanfang. Dieser misslingt  gründlich, weil der überlebende Zwilling plötzlich behauptet , der vermeintliche Tote zu sein, die Eltern hätten die falsche Tochter beerdigt. Zunehmend verdichtet sich das Geschehen, die Eheleute entfremden und hassen sich, weil jeder dem anderen die Schuld für die Vorfälle gibt. Jeder weiß etwas, das er dem anderen verschweigt. Dazu kommen mysteriöse „Erscheinungen“ und die Information, das Haus sei ein ehemaliger „Thingplatz“, also ein Treffpunkt für Geister. Also: Was geschah wirklich in jener verhängnisvollen Unfallnacht?
  • Rezension: Normalerweise mag ich Thriller nicht besonders, aber sobald „Psycho…“ davor steht werde ich neugierig! Diesmal wurde die Neugier belohnt! Aufmerksam gemacht durch Stephi gefiel mir auch – für mich sehr wichtig – das geheimnisvolle Cover. Kaum aufgeschlagen konnte ich das Buch nicht mehr beiseite legen. Es gibt keinen Mörder, keinen Kommissar, aber jede Menge „psychologische“ Ermittlungen; jede der detailliert und glaubwürdig gezeichneten Figuren sucht in ihrem Inneren nach Motiv und eigenem Verschulden. Intensiv und schnörkellos dringt der Autor in das Seelenleben seiner Protagonisten ein. Durch geschickt eingesetzte Perspektivwechsel erfährt der Leser viele Facetten des Familienlebens und fiebert der „endgültigen“ Wahrheit entgegen.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Birdbox

Josh Malermann – Birdbox. Schließe deine Augen

birdbox

  • Verlag: penhaligon
  • Seitenzahl: 320
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Malorie lebt in einer sehr beängstigenden Welt, nachdem sich plötzlich vermehr Menschen begonnen haben das Leben zu nehmen. Es scheint nur noch sicher zu sein, wenn man sich die Augen verbindet sobald man das Haus verlässt und alle Fenster und Türen verdecken. Denn alle Opfer schienen vorher etwas gesehen zu haben. Doch Malorie gibt die Hoffnung nicht auf zu überleben und so flieht sie mit ihren beiden vierjährigen Kindern auf einem Fluss, um die Sicherheit zu finden. Doch wie ist es dazu gekommen und werden die drei sicher ankommen?
  • Rezension: Ich bin mir nicht mehr sicher, wie ich auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. Auf jeden Fall war ich zwar auf einen spannenden Thriller aber nicht auf so viel Grusel, der teilweise sogar ein Horror grenzte, vorbereitet. Trotzdem war ich schnell von dem Buch gefesselt un wollte herausfinden, wie alles begonnen hat und wie es dazu kam, das Melanie mit den beiden Kinder auf dem Fluss flieht. (Denn so beginnt das Buch). Mir gefällt es sehr gut, dass man dann auch immer abwechselt etwas über die Gegenwart (Flucht auf dem Fluss) und die Vergangenheit erfährt. Doch irgendwann wurde es mir dann wirklich zu heftig und gruselig. (Trotzdem habe ich es aber bis zum Ende nicht aus den Händen legen können.) Außerdem bleiben für mich viel zu viele Fragen offen. Ich hätte mich gefreut, wenn man ein paar mehr Rätsel lösen kann, statt sich nur unendlich zu gruseln. Daher kann ich das Buch wirklich nur eingeschränkt empfehlen. Man muss das Genre Horror mögen und nicht nur Thriller und man sollte wirklich „hart im nehmen sein“. Mir persönlich war das Buch zu heftig und ich kann mir gut vorstellen, dass man davon Alpträume bekommt – besonders wenn es gerade gewittert.
  • Bewertung: 3 Sterne

Rezension: Sommerflüstern

Tanja Voosen – Sommerflüstern

Sommerflüstern

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 405
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Taylor findet eines Tages in ihrem Sind einen Zettel mit einer merkwürdigen Botschaft: Fange an deinen Lieblingssong zu hassen! Sie kann nicht wirklich viel damit anfangen. Erst als sie Hunter kennenlernt, dem der Spind vor ihr gehört hat, beginnt das Ganze langsam einen Sinn zu ergeben. Gemeinsam gehen die beiden mehreren Hinweisen nach und lernen sich dabei immer besser kennen. Nach und nach erfahren sie dabei auch immer mehr über die Vergangenheit des jeweils anderen und was es mit den Hinweisen auf sich hat…
  • Rezension: Ich kannte die Autorin bereits von den Büchern  „Emily lives loudly“ und „wir sehen uns gestern“ und da ich von beiden Titeln sehr begeistert war, wusste ich gleich, dass mir auch „Sommerflüstern“ sehr gut gefallen würde. Gestern habe ich dann endlich im Sommer (!) in der Sonne gelegen und dieses Buch gelesen – es ist wirklich unglaublich schön und etwas ganz Besonderes. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber Taylor und Hunter sind einfach liebenswert und ihre Geschichte gerade deshalb so toll, weil sich die beiden so sehr voneinander unterscheiden und Taylor anfangs gar nicht so begeistert von Hunter ist wie alle anderen Mädchen an ihrer Schule. Besonders schön finde ich außerdem, wie das Verhältnis zu ihrer Schwester Lucy beschrieben wird  – Geschwister sind einfach etwas wunderbares und kennen einen oft besser als man sich selbst. Das macht dieses Buch wieder einmal sehr schön deutlich, außerdem dass es lohnt Menschen zu vertrauenden, auch wenn man die Gefahr eingeht, verletzt zu werden. Zudem macht die Autorin sehr schon deutlich welchen großen Einfluss unsere Vergangenheit auf unser Leben hat. „Sommerflüstern“ ist einfach ein wunderschönes Buch mit Tiefgang und Herz, dass ich euch wirklich nicht nur für den Sommer sehr empfehlen kann.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

Mario Giordano – Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

  • Verlag: Bastei Luebbe
  • Seitenzahl: 367
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: „Meerblick. Sonne. Ruhe. Mehr will Poldi nicht, als sie kurz nach ihrem sechzigsten Geburtstag von München nach Sizilien zieht. Dabei hat sie aber nicht mit der Familie ihres verstorbenen Exmannes gerechnet. Denn die, Sizilianer durch und durch, wollen Poldi natürlich das Dolce Vita nahebringen. Das war’s dann mit der Ruhe. Als wäre es damit nicht genug: Eines Tages verschwindet Valentino, der Poldi in Haus und Garten ausgeholfen hat, spurlos. Ist er etwa in die Fänge der Mafia geraten? Poldi macht sich auf die Suche – und kreuzt dabei schon bald den Weg des attraktiven CommissarioMontana… “ (Quelle: www.luebbe.de/tante-poldi-und-die-sizilianischen-loewen) 
  • Rezension: Ich muss zugeben, dass Tante Polt wirklich jemand ist, den man nicht so schnell vergisst und dem Autor wirklich eine ganz besondere Figur gelungen ist. Doch leider muss ich zugeben, dass sie mir so gar nicht sympathisch ist – sie ist mir zu laut, zu bestimmend und vor allem zu bayrisch. Ständig betont sie, dass sie aus der Nähe von München stammt und sie spricht einfach immerzu bayrisch. Da kann auch der an sich wirklich fesselnde Krimi nichts daran ändern, dass mir persönlich das Buch nicht gefällt. Aber ich habe etwas daraus gelernt, ich werde keine bayrischen Bücher mehr lesen , zumindest keine mit deutlich zu erkennenden bayrischen Einfluss und bayrischer Sprache. Daher empfehle ich diesen Krimi nur allen Bayern unter meinen Lesern.
  • Bewertung: 3 Sterne

Rezension: Tiefdunkle Nacht. Darian & Victoria 3

Stefanie Hasse – Tiefdunkle Nacht. Darian & Victoria 3

Darian & Victoria. Tiefdunkel Nacht

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 369
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der dritte Band. Der erste Teil trägt den Titel „Schwarzer Rauch“ und der Zweite „Düstere Schatten„.
  • Inhalt: Victoria kann sich endlich wieder an alles erinnern und freut sich die anderen Mitglieder der Gemeinschaft der Mondkinder wieder zu sehen. Doch ihre ehemals große Liebe Darian ist nicht dabei und auf einmal benimmt sich auch ihr neuer Partner Alexander komisch. Was steckt dahinter? Welche Rollen werden die drei für die Zukunft der Mondinder spielen und auf welche Seite kämpfen sie?
  • Rezension: Mit „Tiefdunkle Nacht“ hat Stefanie Hasse eine sehr gelungene Fortsetzung der ersten beiden Teile der „Darian & Victoria – Serie“ geschrieben. Es ist alles sehr stimmig und geht genau dort weiter, wo der zweite Teil aufgehört hat. Allerdings ist dieser Band wirklich sehr düster und extrem gruselig und für meinen Geschmack etwas zu verworren – man versteht es nur, wenn man sich noch sehr gut an die voran gegangenen Teile erinnern kann. Trotzdem wird auch hier wieder sehr eindrücklich gezeigt, welche Kraft Liebe und Freundschaft haben und dass es sich immer lohnt, nie den Glauben an das Gute im Anderen zu glauben. Ich bin gespannt, ob es noch einen weiteren Band geben wird.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Gestalkt – Tagebuch der Angst

Silvia Meixner – Gestalkt – Tagebuch der Angst. Wie ich mich gegen meinen Verfolger zur Wehr setzte

Tagebuch der Angst

  • Verlag: Heyne
  • Seitenzahl: 254
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die Autorin beschreibt, wie sie Opfer eines Stalkers wird, die Facetten des Stalkings und die persönlichen Erfahrungen die sie mit Polizei und ihrem sozialen Umfeld macht. Sie beschreibt glaubwürdig die Hölle des Ausgeliefertseins und ermuntert andere Opfer, sich nicht stillschweigend und beschämt zu verstecken, sondern durch den mutigen Gang in die Öffentlichkeit den Stalker an den Pranger zu stellen. Die acht Kapitel der Berichterstattung sind unterbrochen von Informationen über die Gesetzeslage in Deutschland und andere Hintergrundinformationen.
  • Rezension: Ein gelungener Versuch, betroffenen Menschen Mut zu machen, sich die Kontrolle über ihr Leben zurück zu erobern. Besonders bemerken wert ist die – leider oft gekürzte – Schilderung der Polizei. Die Autorin beschreibt sehr selbstkritisch, wie sie sich oft hat einschüchtern lassen von beschwichtigenden Äußerungen (… das wird schon wieder!) und überheblichen Kommentaren (… was ist daran schlimm?). Sie ruft auf, nicht den Verharmlosungen der öffentlichen Stellen, der Freunde und der Umgebung nachzugeben und zu kapitulieren. Ihre Botschaft lautet: Versteck dich nicht, du bist nicht der Täter sondern das Opfer, dem geholfen werden muss. Wie kann es sein, dass unbedeutende Blechschäden an Autos und Fahrerflucht emsiger verfolgt werden als Psychoterror an Unschuldigen? Das Buch zeigt deutlich, wie schrecklich sich Stalking-Opfer fühlen und geht dem Leser ziemlich nahe. Niemand ist dagegen gefeit – schon morgen kann eine Morddrohung in deinem Briefkasten liegen! Und die Möglichkeiten des Cybermobbings sind noch viel perfider. Es kann einer Person gelingen mit Hilfe des Internets, das Leben eines Menschen, der ihn persönlich gar nicht bekannt ist, total zu zerstören, u.a.auch weil etwas „immer hängen bliebt“. Insofern ist es ein hilfreiches Buch für Betroffene als Anweisung zum Reagieren.
  • Bewertung: 3 Sterne
    (4 Sterne als „Rezeptbuch“, 2 Sterne für das sprachliche Niveau)