Rezension: Eisige Schwestern

S. K. Tremayne – Eisige Schwestern

eisige schwestern

  • Verlag: Droemer Knaur
  • Seitenzahl: 400
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: „Eisige Schwestern“ oder im Original treffender „The Ice Twins“ ist der Spitzname der Zwillinge Kristie und Lydia, den ihnen ihr Großvater gibt, weil sie – mit eisblauen Augen und schneeblondem Haar – am kältesten Tag des Jahres zur Welt gekommen sind. Auch die Geschichte lässt einem das Blut in den Adern gefrieren: Ein Zwilling kommt im Alter von sechs Jahren durch einen tragischen Unfall ums Leben. Doch die Aufklärung der Umstände erweist sich als vielschichtig und mysteriös. Die Eltern ziehen aus England weg auf eine einsame Privatinsel der Schottischen Hebriden. Sie sind psychisch mehr als angespannt und versuchen mehr schlecht als recht einen Neuanfang. Dieser misslingt  gründlich, weil der überlebende Zwilling plötzlich behauptet , der vermeintliche Tote zu sein, die Eltern hätten die falsche Tochter beerdigt. Zunehmend verdichtet sich das Geschehen, die Eheleute entfremden und hassen sich, weil jeder dem anderen die Schuld für die Vorfälle gibt. Jeder weiß etwas, das er dem anderen verschweigt. Dazu kommen mysteriöse „Erscheinungen“ und die Information, das Haus sei ein ehemaliger „Thingplatz“, also ein Treffpunkt für Geister. Also: Was geschah wirklich in jener verhängnisvollen Unfallnacht?
  • Rezension: Normalerweise mag ich Thriller nicht besonders, aber sobald „Psycho…“ davor steht werde ich neugierig! Diesmal wurde die Neugier belohnt! Aufmerksam gemacht durch Stephi gefiel mir auch – für mich sehr wichtig – das geheimnisvolle Cover. Kaum aufgeschlagen konnte ich das Buch nicht mehr beiseite legen. Es gibt keinen Mörder, keinen Kommissar, aber jede Menge „psychologische“ Ermittlungen; jede der detailliert und glaubwürdig gezeichneten Figuren sucht in ihrem Inneren nach Motiv und eigenem Verschulden. Intensiv und schnörkellos dringt der Autor in das Seelenleben seiner Protagonisten ein. Durch geschickt eingesetzte Perspektivwechsel erfährt der Leser viele Facetten des Familienlebens und fiebert der „endgültigen“ Wahrheit entgegen.
  • Bewertung: 5 Sterne
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Über Zorro

Ich heiße Angelika Zörnig, bin Jahrgang 1948 und liebe Bücher und "Mon Cherie". Diese Kombination ist unschlagbar, besonders wenn es sich um Biografien, Familienromane, Psychodramen, Kurzgeschichten, Novellen und Lyrik handelt. Ansonsten gehe ich leidenschaftlich gern ins Theater und ins Kino oder beschäftige mich mit Märchenerzählen. Ich arbeite als Honorarkraft an einer Hamburger Grundschule. In dieser schönsten Stadt der Welt bin ich auch geboren und habe den größten Teil meines Lebens dort verbracht. Die Rezensionen werden von Stephi abgetippt.

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