Rezension: Die unbeugsame Dame

Deeanne Gist – Die unbeugsame Dame 

  • Verlag : GerthMedien
  • Seitenzahl : 416
  • Teil einer Reihe? :  Nein
  • Inhalt:
    Während des Goldrausches in San Francisco 1849 macht sich auch die Familie van Buren auf den Weg nach Kalifornien. Der Vater stirbt auf der Überfahrt und so sind die drei Kinder komplett verwaist und die älteste Tochter Rachel muss sich um den Lebensunterhalt kümmern. Dies gelingt, indem sie für ein Dach über dem Kopf , Nahrungsmittel und einen geringen Lohn bei dem Saloon-Besitzer Johnny Parker arbeitet. Doch bald muss sich Rachel eingestehen, dass er mehr ist als ihr Arbeitgeber und auch sonst gestaltet sich ihr Leben alles andere als einfach.
  • Rezension:
    Eine wundervolle Liebesgeschichte mit sehr viel Liebe zum Detail – einfach um dahinschmelzen. Der Roman lässt sich sehr leicht lesen und der Leser fiebert mit Rachel und John mit, die es nicht einfach haben zueinander zu finden und deren Liebesbeziehung sich sehr spannend entwickelt und vielfältige Momente zum Schmunzeln liefert. Auch das sonstige Leben von Rachel und ihren Geschwistern wird sehr liebevoll ausgeschmückt und vermittelt einen Eindruck der schwierigen Verhältnisse in denen eine Frau in den Verhältnissen rund um den Goldrausch in Kalifornien ausgesetzt war. Rachel ist einfach eine tolle Persönlichkeit mit vielen Facetten, die sich und ihren Idealen aber trotz aller Widrigkeiten treu bleibt und so nicht den einfachsten Weg im Leben geht, aber einen sehr schön zu lesenden.
  • Bewertung:  

Rezension: Mein Wunderkind

Catleen Lewis – Mein Wunderkind

  • Verlag : GerthMedien
  • Seitenzahl : 256
  • Teil einer Reihe? :  Nein
  • Inhalt:
    Rex ist ein ganz besonderer Junge. Er ist von Geburt an blind und außerdem Autist. In diesem Buch wird seine Lebensgeschichte (bis zum 13. Lebensjahr) aus Sicht seiner Mutter mit allen Höhen und Tiefen geschildert. Die Musik spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle, denn durch sie findet Rex einen Zugang zur Welt.
  • Rezension:
    Dieses Buch hat mich sehr tief berührt. Es ist ein Buch, bei dem mir häufig die Tränen gekommen sind und über das ich noch lange nachgedacht habe – es ist ein beindruckendes Zeugnis für die Kraft der Liebe und des Glaubens und zeigt das Wunder auch heute noch geschehen. Die Autorin beschreibt sehr bewegend, detailliert und liebevoll, wie sie das Leben mit Rex erlebt hat, wie schwer es besonders am Anfang war, als eine Hiobsbotschaft die nächste ablöste und wie sie aber nie den Mut verloren und aufgegeben hat. Außerdem macht sie deutlich, wie sehr ihr der Glaube an Gott dabei Halt gegeben hat. Das hat mich sehr beeindruckend. Man merkt der Autorin an, wie positiv sie trotz allem ihren Sohn und sein Leben sieht und wie sehr sie ihn liebt, dass spürt man schon an der wirklich schönen Wahl des Titels für ein Buch über das Leben eines blinden, autistischen Jungen. Das Buch gibt Ermutigung und Hoffnung, für Kinder mit „Handicaps“ und regt neu zum Nachdenken darüber an, was „Behinderungen“ eigentlich sind und ob sie nicht manchmal wahren Wunder mit sich bringen können. Auch die Bedeutung die Musik als Schlüssel zur Welt hat, wird meiner Meinung nach in diesem Buch auf eine besondere Art und Weise  beschriebenen. Heute gibt Rex auf der ganzen Welt Konzerte – er ist wirklich ein ganz besonderes Wunderkind. 
  • Bewertung:  


Rezension: Du bist einmalig

Max Lucado – Du bist einmalig

www.scm-haenssler.de

  • Verlag : SCM Hänssler
  • Seitenzahl : 32
  • Teil einer Reihe? :  Ja – Er hat mehre Bücher über das Leben der sog. Wemmicks und insbesondere Punchinello geschrieben.
  • Inhalt:
    Die Wemmicks sind ein Volk von Holzpuppen, Punchinello ist einer von ihnen. Den ganzen Tag beschäftigen sie sich damit, sich gegenseitig Sternchen und Punkte anzukleben. Sternchen bekommen die Holzpuppen, die sehr hübsch aussehen oder etwas ganz besonders tolles können, Punkte dagegen die Wemmicks, die nicht mehr ganz neu aussehen und denen häufig etwas nicht gelingt und die sich sehr tollpatschig anstellen oder die eben schon viele Punkte haben. Ein solcher Wemmick mit vielen Punkten ist Punchinello. Er ist sehr traurig darüber. Eines Tages trifft er Lucia, ein Wemmick-Mädchen, dass weder Punkte noch Sternchen hat. Er wundert sich darüber und spricht sie an. Sie erzählt ihm, dass die Aufkleber an ihr nicht haften bleiben und gibt ihm den Tipp zu Eli dem Holzschnitzer zu gehen. Punchinello folgt ihrem Rat und erfährt dort, dass er in den Augen Elis etwas ganz besonderes ist:  Eben einmalig genauso wie er ist. Und da fällt der erste Punkt von ihm ab.
  • Rezension:
    Mir gefällt das Buch mit seinen großen und sehr deutlich für sich selbst sprechenden Zeichnungen sehr gut. Max Lugado beschreibt sehr detailliert, wie sich der arme Punchinello fühlt, wie traurig er ist und wie er immer wieder scheitert, aber auch, wir wahnsinnig einfühlsam und liebevoll Eli auf ihn eingeht. Er macht auch deutlich, dass man häufig gar keine Chance mehr auf ein neutrale Meinungsbildung des Gegenübers hat, wenn einem die Gesellschaft erst einmal ein bestimmtes Etikett „aufgeklebt“ hat. Auch regt er das Nachdenken darüber an, was eigentlich wichtig ist in der Gesellschaft um anerkannt zu werden. Trotz der Tiefe des Inhalts eignet es sich aber aufgrund seiner leicht verständlichen Sprache und der wirklich sehr schönen Bilder hervorragend auch schon für kleine Kinder, die sich auf kindliche Art und Weise sehr gut mit Puncinello identifizieren und sich mit ihm mitfreuen können. Meiner Meinung nach können aber nicht nur Kinder, sondern auch wir Erwachsenen viel daraus mitnehmen. Wir können von Punchinello lernen, die Beurteilungen der anderen nicht so wichtig zu nehmen, denn dann können sie im wahrsten Sinne des Wortes auch nicht so gut an uns haften bleiben. Die wichtigste Botschaft des Buches aber ist meiner Meinung nach, dass jeder Mensch etwas Besonderes ist, weil er einmalig und von Gott (Eli) geschaffen und geliebt ist, ganz genauso wie er bzw. sie ist. Und das gilt eben auch ganz besonders dann, wenn die Anderen schlecht über einen Mitmenschen denken, oder wenn dieser sich selbst nicht als etwas  Positives und Wertvolles empfindet.
  • Bewertung:  

    Ein spannendes Buchquiz zu diesem Buch findest du auch unter www.antolin.de
    © Schroedel, Braunschweig

Rezension: Léon und Louise

Alex Campus – Léon und Louise

  • Verlag : Carl Hanser Verlag
  • Seitenzahl : 315
  • Teil einer Reihe? :  Nein
  • Inhalt:
    Ausgehend von dessen Beerdigung wird rückblickend das Leben von Léon beschrieben und so die merkwürdige Begebenheit aufgeklärt, dass während seiner Beerdigung eine der Familie unbekannte Frau eine Fahrradklingel in den Sarg legt und anschließend die Kathedrale von Notre-Dame wieder verlässt. Im Laufe des Buches erfährt man viele liebenswerte Details aus dem Leben von Léon in der Zeit der beiden Weltkriege. Die Beziehung zu seiner Jugendliebe Louise spielt darin eine wichtige Rolle. Er lernt sie mit 19 Jahren kennen und verliert sie dann aber schnell aus den Augen, als sie während eines Bombenangriffs getrennt werden und dann Fehlinformationen erhalten. Zufällig begegnen sie sich 10 Jahre später in Paris wieder und damit wird es richtig spannend…
  • Rezension:
    Der Roman wird aus Sicht eines der Enkelkinder einer fiktiven Person geschrieben und beginnt mit eben dessen Beerdigung,was, wie ich finde, eine sehr interessante Erzählperspektive ist. Auch handelt es sich um eine sehr untypische aber dafür besonders rührende fast märchenhafte Art und Weise an dieser Liebe festzuhalten, die unter sehr ungünstigen Umständen begann und deshalb keine Chance hatte. Der Leser fragt sich immer wieder wie die Geschichte zwischen den beiden wohl weitergeht und wie es zu dem Ende kommt, an dem Louis zu der Beerdigung von León geht und ihm eine Fahrradklingel, ein Symbol ihrer Liebe, ins Grab legt. Der Weg dorthin ist sehr schön beschrieben und der Autor legt viel Wert auf kleine Details. Besonders gut gefallen mir Louises Briefe und die Rolle der Frau von Léon, der Großmutter des Erzählers. Sie ist einer Frau mit vielen Facetten und macht im Laufe der Erzählung eine Wandlung durch und zeigt Stärke, sowie Verständnis und Liebe für ihren Mann, die wirklich beeindruckend sind. Die Zeit in der das Buch spielt wird, wie ich finde, auf eine sehr interessante und untypische aber durchaus authentische Art und Weise geschildert. Der Umgang mit der Besatzung von Paris durch die Deutschen spielt dabei eine wichtige Rolle. Außerdem macht dieses Buch sehr schön deutlich, wie unterschiedlich Liebe zu einem Menschen sein kann und welche Schwierigkeiten und Probleme sie überdauert und auf welchen verschiedenen Ebenen sie wirken kann. Es ist ein unvergessliches Buch!
  • Bewertung:  

Rezension: Der Tag, an dem meine Tochter verrückt wurde

Michael Greenberg – Der Tag, an dem meine Tochter verrückt wurde

  • Verlag : dtv
  • Seitenzahl : 283
  • Teil einer Reihe? :  Nein
  • Inhalt:
    Der Schriftsteller Michael Greenberg erzählt in seinem Buch von einer wahren Begebenheit aus seinem Leben: dem Sommer, in dem seine 16-jährige Tochter Sally unter einer Psychose litt. Dadurch ändert sich sein Leben schlagartig von einem Tag auf den anderen. Er beschreibt die Zeit in der Klinik und die erste Phase nach der Entlassung mit ambulanter Therapie. Das Buch endet mit einer Zusammenfassung der darauffolgenden Jahre im Leben seiner Tochter.
  • Rezension:
    Auf eine sehr behutsame, einfühlsame und trotz des schweren Themas leicht lesbare Art und Weise beschreibt der Autor in seinem Buch, wie es ihm ging in dem Sommer, in dem wie er selbst sagt, seine Tochter verrückt wurde, ohne dabei sentimental zu wirken. Man bekommt einen guten Einblick darin, wie es sich für ihn als Vater angefühlt haben muss und welche Hilflosigkeit er gespürt hat, wie er aber trotzdem sehr um Verständnis für die Situation seiner Tochter und ihre „Rückkehr in eine normales Leben“ kämpft. Dadurch bekommt der Leser Informationen über das Leben mit einer Psychose ohne hochwissenschaftliche Ausdrücke und sentimentales Drumherumgerede. Die Art und Weise des Autors mit dem Thema aus Sicht eines Vaters umzugehen gefällt mir sehr gut und ich denke, dass die Leser dieses Buches ein Verständnis für das Leben von Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Angehörigen entwickeln, dass mehr ist als Mitleid. Außerdem empfinde ich es als ein sehr mutmachendes Buch, dass vielleicht auch dazu beitragen kann Vorurteile und Ängste aus Unwissenheit abzubauen. Es ist meiner Meinung nach ein rundherum gelungenes Buch.
  • Bewertung: