Rezension: Königin bis zum Morgengrauen

Paul Grote – Königin bis zum Morgengrauen

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  • Verlag: Dtv
  • Seitenzahl: 384
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Nicolas Hollmann macht mit seiner Frau und seiner Tochter Urlaub in Würzburg. In der Zeit wohnen Sie bei seinen Schwiegereltern, obwohl sie sich mit wirklich gut verstehen. Er und seine Frau Rita wollen auch beruflich einiges erledigen für ihr  Weingut am Rio Douro in Portugal und spezielle Weinreisen. Ohne mit Nicolas zu sprechen wird er als Juror für die Wahl einer Weinkönigin „abgeordnet“ und tief in die Geschehnisse verwickelt, als die Gewinnerin am nächsten Tag tot in einer Diskothek gefunden wird. Denn er soll bei seinen vielen Winzerbesuchen in der Gegend herauszufinden versuchen, was hinter dem Mord stecken könnte… Dabei erfährt er nicht nur jede Menge über Wein sondern auch über die Menschen…
  • Rezension:  Als mich das Buch im August erreicht hat, habe ich mich sehr darüber gefreut, besonders auch, weil es ja eigentlich noch gar nicht auf dem Markt war. Außerdem hatte ich gerade einen Film über Weinanbau gesehen. Doch dann ist das Buch wieder in Vergessenheit geraten und ich habe es erst jetzt endlich gelesen. Irgendwie fand ich das Cover seltsam, aber der Klappentext klang nach einem Krimi mit Lokalkolorit und die mag ich eigentlich. Doch leider bin ich jetzt enttäuscht von dem Buch, es ist für einen Krimi viel zu langweilig. Über weiter Teile erfährt man nur Details über den Weinanbau und die  nach Meinung des Autors schlechten Menschen in Franken. Das finde ich sehr schade, ich wollte kein Sachbuch und auch nicht zu viel Gesellschaftskritik, sondern einen spannenden Krimi. Den habe ich nicht wirklich bekommen und die Kritik ist mir zu viel und oft nicht angemessen. Daher kann ich den Titel eher nicht weiter empfehlen, auch wenn ich die Widmung wirklich toll fand.  Vielen Dank an das Team vom Blanvalet Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 3 Sterne

Rezension: Todeszimmer

Jeffery Deaver – Todeszimmer

Todeszimmer

  • Verlag: blanvalet
  • Seitenzahl: 608
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der Lincoln – Rhyme – Thriller – Serie.
  • Inhalt: Der querschnittsgelähmte Lincoln Rhyme und seine Kollegin Amelia Sachs haben einen neuen Fall zu lösen: Ihre Auftraggeberin ist Nance Laurel: Der regierungskritische US-Bürger Roberto Moreno wird in seinem Hotelzimmer auf den Bahamas erschossen aufgefunden, ebenso seine Bodyguards und ein zufällig anwesender Reporter. Steckt wirklich der amerikanische Geheimnis hinter dem kaltblütigen Mord? Kommen die beiden dem Killer Jacob Swann auf die Spur ohne selbst zu sehr in sein Visier zu geraten und sich so in Gefahr zu begeben?
  • Rezension: Ich war sehr neugierig auf dieses Buch und war schnell von der Geiste gefesselt, doch ich hatte irgendwie das Gefühl, dass mir Lincoln Rhyme und seine Kollegin Amelia Sachs irgendwie bekannt vorkommen. Also habe ich etwas recherchiert und dann herausgefunden, dass ich vor ca. 5 Jahre bereits den vierten Teil „Das Gesicht des Drachen“ gelesen habe. Und das ich mich nach so langer Zeit und sie vielen gelesen Büchern noch daran erinnern kann, dass ist doch schon mal ein sehr gutes Vorzeichen – dachte ich. Genauso war es, ich habe auch dieses Buch förmlich verschlungen und war teilweise richtig gefangen davon, so dass ich auch das das Buch kaum aus der Hand legen konnte, als mir abends die Augen schon fast zugefallen sind. Die Protagonisten sind einfach unglaublich sympathisch und ihr neuer Fall sehr packend und die Machtspielchen der amerikanischen Regierung und die Problematik eines Wistleblowers ja sehr aktuell – und in diesem Buch sehr authentisch verarbeitet. So versteht es jeder, wie gefährlich es sein kann, wenn man aufgrund von falschen Informationen Menschen bringen lassen kann und welche Macht die Regierung hat, man kann nichts geheim halten und muss immer vorsichtig sein und selbst dann kann man sich nicht sicher sein… An manchen Stellen ist das Buch sehr „heftig“ wenn die Morde geschildert werden, daher kann ich das Buch nicht an zu zart besaitete Menschen empfehlen. Wer aber einen packenden Thriller sucht, der ist hier  genau richtig!!! Vielen Dank an das Team vom blanvalet Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Bangalore Masala

Karin Kaiser – Bangalore Masala

Bangalore Masala

  • Verlag: conbook Verlag
  • Seitenzahl: 288
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die ehrgeizige Journalistin Anjali Mathur lebt in der indischen Millionenstadt Bangalore, dem „Silicon Valley“ Indiens. Als alleinerziehende und berufstätige Mutter ist sie eine exotische Ausnahmeerscheinung in der traditionellen Kultur ihres Heimatlandes. Ihr Leben ist geprägt vom täglichen Spagat zwischen den tief verwurzelten hinduistischen Traditionen und dem modernen Indien. Gemeinsam mit der Aktivistengruppe »Action Green« kämpft Anjali gegen das wirtschaftliche und politische Großprojekt ISTO, dessen Initiatoren ein riesiges Gebiet geschützten Dschungels mit Skrupellosigkeit und Korruption in Bauland für einen gigantischen Technologiepark umgewandelt haben. Je näher sie bei ihren Recherchen den Machenschaften der ISTO kommt, desto größer wird die Bedrohung für ihr eigenes Leben. Als ihr dann noch ein entscheidendes Beweisstück in die Hände fällt, wird sie endgültig zur Zielscheibe – und ahnt dabei noch nicht, dass ihr das Wichtigste in ihrem Leben genommen werden wird. Bangalore Masala erzählt die Geschichte einer jungen, indischen Frau im Kampf gegen ein korruptes System, das weder Ehre noch Menschenleben achtet, um die eigenen Ziele zu erreichen. (Quelle: http://www.conbook-verlag.de)
  • Rezension: Eigentlich mag ich Länderkrimis und Indien ist ein spanendes Land, über das ich bisher aber wenig weiß. Da dachte ich,d ass mir dieses Buch sicher gut gefallen würde. Dem war leider nicht so. Das vermittelt zwar eine Menge Infos über das Leben einer  Alleinerziehenden in einer großen Stadt in Indien, aber irgendwie hat es mich trotzdem nicht überzeugt bzw. berührt. Ich weiß gar nicht genau woran es liegt… aber es war nicht mein Buch. Auch der „Krimi-Anteil“ gerät meiner Meinung nach irgendwie zu sehr in den Hintergrund – es ist für meinen Geschmack zu viel „Kampf gegen ein korruptes System“. Deshalb kann ich es auch eher nicht weiter empfehlen.  Vielen Dank an den conbook Verlag  der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 3 Sterne

Rezension: Piagnolia

Matthias von Arnim – Piagnolia

Piagnolia

  • Verlag: Verlag die Werkstatt
  • Seitenzahl: 288
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Italien 1934: Die zweite Fußballweltmeisterschaft steht bevor, sie wird in Mussolinis Italien ausgetragen, und der »Duce« setzt buchstäblich alles daran, dass es keinen anderen Sieger als eben Italien geben wird. Handfeste Indizien deuten auf Schiedsrichterbestechung und weitere Manipulationen hin.
    Diesen historischen Hintergrund nimmt der Roman auf und verknüpft ihn mit der fiktiven Geschichte um den US-Sportreporter Nick Soriano, den aus dem Libyen-Krieg in sein Heimatdorf Piagnolia heimgekehrten Guido Ventura und deren Gegenspieler Oberst Briccone, der als Handlanger Mussolinis die Geschicke der WM lenken soll. Bestechungsgelder werden in Cafés übergeben, Dopingmittel den Trinkflaschen der Spieler zugesetzt, Schiedsrichter werden um die Ecke gebracht.
    Die souverän gegeneinander montierten unterschiedlichen Handlungsebenen und -orte erzeugen Tempo und Spannung. Der Roman folgt dem zeitlichen Ablauf des Turniers und endet beim Endspiel am 10. Juni 1934 in einem furiosen Finale.(Quelle: http://www.werkstatt-verlag.de)
  • Rezension: Ich war sehr neugierig auf dieses Buch und jetzt, da ja gerade WM ist, dachte ich, ich lese es endlich mal… Und da nun gestern Italien ausgeschieden ist, fand ich den Zeitpunkt  ganz passend endlich mal die Rezension zu verfassen. Ich fand das Buch sehr spannend, auch wenn ich einige der Hintergründe nicht verstanden habe und es sich manchmal eher wie ein Bericht als ein Roman liest. Zudem ist es wirkliche erschreckend,  noch einmal so deutlich vor Augen geführt zu bekommen, wie  bestechlich die Fußballwelt war und vielleicht immer noch ist. Dem Autor gelobt es, das alles sehr authentisch zu schildern und gleichzeitig spannend zu erzählen. Für Fußballfans mit einer Liebe für historische Begebenheiten und Machtverhältnisse ist dieses Buch gerade jetzt zur WM ein „absolutes Muss“. Wer aber einfach einen spannenden Roman sucht, der muss sich darauf gefasst machen, dass dieses Buch  sehr stark von historischen Fakten lebt.  Vielen Dank an den Autor und den Verlag Die Werkstatt, die mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 4 Sterne

Tipp: Die Hebamme

HebammeVielleicht habt ihr am Dienstag den Film „Die Hebamme“ auf Sat1 gesehen? Ich habe ihn leider verpasst, aber dank moderater Technik konnte ich ihn gestern Abend ansehen. Er beruht auf dem gleichnamigen Buch von Kerstin Cantz und ist wirklich sehr empfehlenswert. Kurze Infos zum Buch:
– Verlag: Diana Taschenbuch
– Seitenzahl: 416
– Inhalt: Gesa macht sich nach dem Tod ihrer Mutter auf den Weg nach Marburg, um dort selbst Hebamme zu werden. Schnell muss sie feststellen, dass die Entbindungen wenig mit ihrem eigenenVerständnis von der Tätigkeit einer Hebamme gemeinsam haben. Außerdem lernt sie Ergibn, eine Hebamme die nicht im Geburtshaus arbeiten möchte und Jugendfreundin ihrer Mutter, kennen, von der sie sehr viel lernt. Bei alledem gerät sie schnell in die typischen Machtkämpfe des Mittelalters.
Hebamme DVDDas Buch lebt von viele Details aus dem Leben des Mittelalters und insbesondere dem Gebären, hat aber trotzdem auch eine sehr fesselnde Geschichte und unglaublich starken Protagonistinnen. Zudem macht es einmal mehr deutlich, welche Gefahren entstehen können, wenn man Geheimnisse vor Menschen hat, die einem nahe stehen und welche Gefahren aus Machtmissbrauch entstehen.
Wer den Film verpasst hat, sollte sich den Film auf DVD bestellen (dieses ist seit Donnerstag verfügbar) oder einfach das Original – das Buch – lesen.

Rezension: Bei Abflug Mord

Carla Rot – Bei Abflug Mord

Bei Abflug Mord

  • Verlag: instant books (Carlsen)
  • Seitenzahl: 243
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die Schauspielerin Simone hat einen Job als  ´Computerspiel-Entwicklerin angenommen. Sie sitzt gerade am Düsseldorfer Flughafen und nutzt die Wartezeit auf ihren Rückflug um sich in einem Café schon mal ein paar Notizen zu machen. Dort trifft sie auf zwei Männer, die ihr irgendwie unheimlich sind. Beim Einchecken trifft sie einen von Beiden wieder , denn er bricht vor der Sicherheitskontrolle vor ihren Augen tot zusammen. Sie erfährt, dass der Tote der Patentanwalt ihres verstorbenes Vaters war und damit bekommt das Ganze eine ganz andere Dimension und Simone versucht herauszufinden, was am Flughafen und vor allem damals bei Tod ihres Vaters wirklich passiert ist.
  • Rezension: Der Titel des Buches hat sofort meine Neugier geweckt und ich bin nicht enttäuscht worden.  „Bei Abflug Mord“ ist wirklich eine sehr fesselnde Geschichte. Ich finde es großartig, wie sich die verschiedenen Ebenen zu einem großen Ganzen zusammenfügen und vor allem, wie ich immer wieder überrascht words bin von der Geschichte. Dabei lebt die Geschichte auch von den authentischen Charakteren, besonders habe ich Simone und Mick ins Herz geschlossen aber auch den Ermittler kurz vor seiner Pensionierung, der auf einmal sein Polizisten-Handeln hinterfragt finde ich wirklich toll. Auch die kleine technische Spielerei des Digitalstiftes finde ich sehr gelungen. Zudem gelingt es der Autorin die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht zu halten ohne unrealistisch zu werden.  Alles in allem also ein Buch, dass ich kaum aus der Hand legen konnte, nachdem ich einmal mit dem Lesen begonnen hatte (Eine Tatsache, die ich dem glücklichen Zufall verdanken, dass ich mein „Originalbuch“ vergessen hatte bzw. der Akku leer war.) Daher kann ich es uneingeschränkt weiter empfelen. Vielen Dank an den instant books (Carlsen) Verlag, der mir dieses eBook freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Tipp / Kurzrezension: Die Welle

Morton Rhue – Die Welle

Die Welle

  • Verlag: Ravensburger
  • Seitenzahl: 139
  • Teil einer Reihe?: Nein. (Aber es gibt inzwischen neue Ausgaben und auch Verfilmungen)
  • Inhalt: Ein Lehrer startet einen Unterrichtsversuch, um seine Schüler davon zu überzeugen, dass auch heute noch faschistische Systeme eine Chance hätten. Doch das Experiment breitet sich sehr schnell aus und läuft aus dem Ufer…
  • Rezension: Ich habe das Buch als Jugendlicher zum ersten Mal gelesen und dann aber auch den Film gesehen und muss wirklich sagen, dass es mich immer wieder erschreckt vor Augen geführt zu bekommen, wie einfach es wäre…. Trotzdem oder gerade deshalb ist das Buch absolut empfehlenswert und kein bisschen veraltet und eigener sich meiner Meinung nach auch sehr gut für den Politik- und Geschichtsunterricht, um Jugendliche für die Themen „blinder Gehorsam“, „Macht“ und „Gruppendruck und Dynamik“ zu sensibilisieren.
  • Bewertung: 5 Sterne