Rezension: Auf Ehre und Gewissen

Elizabeth George – Auf Ehre und Gewissen

  • Verlag: Goldmann
  • Seitenzahl: 468
  • Teil einer Reihe?: Ja-Teil 3 der Thomas-Lynley-und-Barbara-Havers-Serie
  • Inhalt:
    Bredgar Chambers ist ein typisches englisches Internat für die Elite des Landes. Dort gilt wie überall, dass Ehre und Leistung ganz hoch gehalten werden. Die Idylle gerät ins Wanken, als eine Leiche gefunden wird. Trotzdem gestalten sich die Nachforschungen alles andere als einfach, denn die Ermittler kämpfen gegen ein kollektives Schweigen.
  • Rezension:
    Das Buch hat mir von Anfang an sehr gut gefallen, so gut, dass ich es direkt an eine Freundin weiterverliehen habe. Die Geschichte war sehr spannend und der Leser wusste häufig nicht mehr als die Inspektoren und konnte so mit rätseln, wie das wohl alles zusammenhängt. Ich kann das Buch allen Freunden von Elizabeth George nur wärmstens empfehlen. Es ist ein toller Krimi.
  • Bewertung: 

Rezension: Der Name der Rose

Umberto Eco – Der Name der Rose

  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 679
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Ein italienisches Benediktinerkloster im 14. Jahrhundert: Es gibt einen mysteriösen Todesfall und deshalb wird der Franziskanermönch William von Baskerville zur Hilfe geholt, der für seinen scharfen Verstand berühmt ist und früher für die Inquisition gearbeitet hat. Als macht dieser sich gemeinsam mit dessen Gehilfen Adson von Melk, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, zum Kloster und deckt dort einige mysteriöse Vorkommnisse auf. Damit macht er sich allerdings nicht nur Freunde und kann nicht verhindern, dass noch mehr Mönche sterben. Auch ein Buch spielt eine wichtige Rolle und ein blinder Mönch, der dieses um jeden Preis zu schützen möchte, damit es nicht in „falsche“ Hände gerät.
  • Rezension:
    Das Buch ist ein Klassiker, der auch verfilmt worden ist. Ich denke die meisten sind mit der Geschichte vertraut. Auch ich hatte schon viel über das Buch gehört, bevor ich es selbst gelesen habe. Die Geschichte an sich ist sehr spannend und regt an vielen Stellen zum Nachdenken an, z.B. über die Bedeutung des Lachens und des Glaubens an Gott. Leider fand ich es zeitweise etwas sehr ausführlich und dadurch etwas schwierig zu lesen. Das Buch ist aber trotzdem zu empfehlen, denn es ist spannend und man erfährt eine Menge über das Leben im Kloster des Mittelalters und über das Leben als Benediktinermönch.
  • Bewertung:  

Rezension: Silbertot

 F. E. Higgins – Silbertot

 

  • Verlag: Oetinger Taschenbuch Verlag
  • Seitenzahl: 303
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Pin lebt während einer gefährlichen Zeit in der Stadt Urbs Uminda, denn ein Mörder geht um und hinterlässt bei allen seinen Opfern einen silbernen Apfel. Außerdem ist da noch eine Gruppe von Schaustellern, die behaupten, dass einer von ihnen Tote zum Leben erwecken kann und ein zwielichtiger Autor, der Artikel für eine Tageszeitung schreibt über die Vorkommnisse in Urbs Uminda. Pin versucht hinter die Geheimnisse zu schauen und wird dabei selbst fast zum nächsten Opfer des Silberapfel-Mörders. Gemeinsam mit seiner Freundin Juno versucht er Licht ins Dunkel zu bringen und den Täter zu entlarven.
  • Rezension:
    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist spannend bis zum Schluss. Als Leser weiß man nicht mehr als die Romanfiguren und kann deshalb mit ihnen gemeinsam Vermutungen anstellen darüber wer der Apfelmörder ist und was es mit dem Auferwecken der Toten auf sich hat. Ich finde Pino und Juno sind zwei wundervoll erdachte Charaktere und es macht sehr viel Spass mit ihnen gemeinsam Nachforschungen anzustellen. Dabei ist das Buch seeeeeehr spannend, als die beiden sich z.B. im Sarg verstecken ist mir fast das Herz stehen geblieben. Das absolute Highlight ist aber das Ende des Buches. Es gibt ein großes Finale und alles kommt irgendwie doch ganz anders als erwartet und die vielfältigen Verknüpfungen innerhalb der Geschichte werden deutlich. Sehr gut gefällt mir auch die Verbindung dieser Geschichte mit der Geschichte des Buches „Das schwarze Buch der Geheimnisse“, welches ein Parallelgeschichte darstellt. Sehr gerne würde ich ein drittes Buch lesen, in dem diese beiden Geschichten gemeinsam fortgeführt werden.
    Vielen Dank an den Oetinger- Taschenbuch-Verlag (bzw. den dtv-Verlag), der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!
  • Bewertung:  

Rezension: Splitterndes Glas

John Harvey – Splitterndes Glas 

  • Verlag : dtv
  • Seitenzahl : 432
  • Teil einer Reihe? : Ja – Es ist der erste Teil einer Krimi-Reihe mit Will Grayson und Helen Walker.
  • Inhalt:
    Der Filmdozent Stephen Bryan arbeitet an der Universität in Cambridge. Eine Angestellte findet ihn to in seiner Wohnung – sein Gesicht ist völlig entstellt. Kommisar Will Grayson und seine Kollegin Helen Walker versuchen herauszufinden, was passiert ist. War es Raubmord? Welche Rolle spielt es, dass er homosexuell war? Hat es etwas mit seinen Nachforschungen über die Schauspielerin Stella Leonard zu tun? Auch Bryans Schwester Lesley lassen diese Fragen keine Ruhe und sie ermittelt auf eigene Gefahr.
  • Rezension:
    Ein tolles und vor allem sehr spannendes Buch mit interessanten, vielschichtigen, wandelbaren Charakteren. Die Figuren sind sehr nicht einfach zu durchschauen und zeigen sich jeweils von verschiedenen Seiten und Perspektiven. Auch eine Unterteilung in „Gut und Böse“ fällt nicht immer leicht und auch die scheinbar „Guten“, z.B. die beiden Kommissare haben ihre Schwächen und Fehler. Das macht die einzelnen Charaktere sehr authentisch und das Buch besonders spannend. Besonders gut gefällt es mir auch, wie John Harvey sich einzelne Szene des Drehbuches des Filmes „Splitterndes Glas“ mit der Schilderung des Mordfalls (der eigentlichen Geschichte) unkommentiert abwechseln lässt, so dass der Leser am Ende zwei von einander unabhängige Geschichten kennt. Wobei das Drehbuch im Rahmen des Buches eine immer wichtigere Rolle spielt, teilweise sogar indirekt als Mordursache vermutet wird und meiner Meinung nach zu verschiedenen Morden – aber nicht dem an  an Stephen Bryan – geführt haben. Außerdem spielt die restliche Familie der inzwischen toten, ehemaligen Hauptdarstellerin des Filmes, Stella Leonard,  innerhalb des Buches und somit der Aufklärung des Mordes an Stephen Bryan eine sehr entscheidende Rolle und sorgt auch für eine sehr unerwartete, dafür aber umso schockierendere Enthüllung am Ende des Buches, die für die Aufklärung des Mordes aber völlig unwichtig ist. Diese Art verschiedene Stories innerhalb einer großen Geschichte zu verweben gefällt mir sehr gut. Dazu gehört auch die detaillierte Schilderung des Privatlebens der beiden Kommissare Will und Hellen. Bis zum Schluss ahnt der Leser nicht, wie die einzelnen Episoden zusammenhängen und ich war über das Ende dann sehr überrascht und habe das Buch bis zur letzten Seite verschlungen. Abschließend kann man nur sagen: Ein toller Krimi, man darf gespannt sein auf die nächsten Fälle von Will und Helen.
    Vielen Dank an den dtv-Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!
  • Bewertung: