Rezension: Funkenflieger

Rita Falk – Funkenflieger

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  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 320
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Elvira ist eine noch junge Mutter zweier Söhne, Marvin und Kevin. Sie hatten es nicht leicht, besonders seit die Mutter arbeitslos wurde.  Der ältere der Beiden, Kevin, wird nun selbst bald unerwartet Vater. Seine Freundin Aicha ist türkischer Abstammung und ihre Mutter möchte unbedingt verhindern, dass sie das Kind bekommt und will sie in die Türkei bringen. Deshalb müssen die Jugendlichen schnell eine Lösung finden, wo sich Aicha verstecken kann. Und damit wird nicht nur ihr Leben komplett aus der Bahn geworfen, sondern nach und nach auch das ihrer Freunde und Familie…
  • Rezension:  Das Buch wird auf dem Kappentext als „zauberhafter Roman und modernes Märchen“ angekündigt und ich dachte, dass das bestimmt ein sehr begeisterter Leser geschrieben hat. Jetzt, da ich das Buch gelesen habe kann ich das aber wirklich nur selbst unterschreiben. Die zumeist jugendlichen Protagonisten sind einfach wundervoll, wie sie alle zusammenhalten und sich so wahnsinnig rührend um Aicha und einander kümmern. ich finde auch ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen unglaublich. Außerdem haben sie ein unglaubliches Gespür dafür, was die richtige Entscheidung ist und nehmen für das Wohl der anderen auch persönliche Probleme auf sich. das find eich großartig, besonders weil ihr eigenes Leben eben nicht einfach ist und sie teilweise wirklich unter den Konsequenzen ihrer Entscheidungen zu leiden haben, so z.B. bei der Szene die zu dem wie ich finde sehr schönen Buchcover  und Titel passt. Das Buch ist nicht leicht zu lesen, aber einfach schön und wirklich märchenhaft. Ich kann es wirklich nur weiter empfehlen. Vielen Dank an das Team vom Dtv Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Sechs Jahre

Charlotte Link – Sechs Jahre. Der Abschied von meiner Schwester. 

  • Sechs JahreVerlag: Blanvalet Verlag
  • Seitenzahl: 320
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Charlotte Link erzählt in diesem sehr persönlichen Buch davon, wie sie und ihre Familie die Krankheit und das Sterben ihrer Schwester Franziska begleitet haben. Dabei gibt sie nicht nur Einblick in ihr eigenes Leben und Fühlen, sondern sie beschreibt den Klinikalltag in Deutschland, das Zusammentreffen mit großartigen, engagierten Ärzten, aber auch mit solchen, deren Verhalten zweifeln lässt. Und Sie plädiert dafür, die Hoffnung nie aufzugeben, denn nur sie verleiht die Kraft zu kämpfen.
  • Rezension:  Als ich von dem Buch und dem damit verbundenen LiveTalk hörte, wusste ich sofort, dass mich dieses Buch sehr bewegen würde. Zuerst war ich mir unsicher, ob ich es lesen möchte oder ob es mir wohl zu nah gehen wird. Doch dann habe ich mich schnell dafür entschieden, denn es war irgendwie klar, dass es mich nicht wieder loslassen würde und ich – auch wenn es sicher für viele irgendwie seltsam klingen mag –  große Hoffnungen in dieses Buch gesetzt habe. Vor zwei Stunden habe ich nun mit Tränen in den Augen die letzten Seiten gelesen und das Buch hat mich wie erwartet sehr tief bewegt. Auch in meiner Familie mussten wir Bekanntschaft mit Krebserkrankungen, die immer wieder zurück kommen und das kompletten Leben verändern. Dabei meine ich nicht nur das Leben der Betroffenen selbst, sondern auch der nahen Angehörigen. Ich habe mich an so vielen Stellen in den Worten von Charlotte wieder gefunden – das war irgendwie ein unglaublich tröstendes Gefühl, dass es Menschen gibt, die meine Gedanken nachvollziehen können. Und auch wenn unsere Geschichte eine ganz andere ist und ich jetzt nicht persönlicher werden möchte würde ich jetzt am liebsten Charlotte Link einen Brief schreiben und mich bei ihr für dieses Buch bedanken – aber ich könnte es wahrscheinlich nicht in Worte fassen, wie großartig ihr Buch für mich ist… und auch diese Rezension kann es nicht Worte fassen, was ich gerade denke. Auf jeden Fall finde ich dieses Buch einfach großartig und kann es wirklich allen Menschen empfehlen. Ich habe kurz überlegt, ob ich denke, dass es Menschen Angst machen könnte die gerade in einem „Krebs-Kampf“ stecken, habe dann aber schnell entschieden, dass dies absolut nicht der Fall ist, denn diesen Menschen ist ohnehin schon klar, was alles noch passieren kann. Und vielleicht können sie aus diesem Buch Kraft ziehen, weil sie sich verstanden fühlen und ganz vielleicht kann es ja helfen, dass die eine oder andere Familie sich früher traut etwas zu sagen und eine Behandlung zu hinterfragen.  Allen anderen kann es vielleicht die Augen dafür öffnen, was ich den Angehörigen von schwerkranken Menschen oft vor sich geht. Und zuletzt macht dieses Buch einfach deutlich wie wertvoll das Leben ist und das man  jeden Tag davon nutzen sollte und seine Lebenszeit nicht mit unnötigen Dingen und Ärgernissen verschwenden sollte. (Das meine ich absolut nicht so trivial wie es klingen mag – ich kann es nur nicht treffender formulieren.)  Vielen Dank an das Team vom Blanvalet Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne 

Rezension: Vollkommen

Patricia Rabs – Vollkommen

Vollkommen

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 382
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Teresa Evans gehört in ihrer Gesellschaft zu den Privilegierten, deren Blut so wertvoll ist, dass sie es anderen Spenden dürfen und daher so wichtig sind, dass sie in der sogenannten Mitte wohnen. Doch dann besteht sie den Test zur Einstufung nicht und ihrer Familie droht die Gefahr in den Rand abgeschoben werden, wo die Menschen wohnen, die nicht spenden und die weniger Komfort haben. Teresa kennt den Rand, weil sie oft dort ist, um Kinder und Jugendliche zu unterrichten, unter ihnen auch Lukas, den sie inzwischen wirklich gern mag. Dann passiert das unerwartete, Lukas besteht die Einstufung und darf fortan Blutspenden und mit seiner Familie deshalb in die Mitte ziehen. Sie begleitet ihn zu seiner ersten Spende und damit beginnt sich ihrer beiden Leben grundlegend zu ändern und vieles ist auf einmal anders als sie dachten, es wird sogar richtig gefährlich…
  • Rezension: Das Buch klang wirklich sehr spannend und das war es auch, auch wenn mir irgendwie schnell klar war, dass die Sache mit dem Blut irgendwie eine zentrale Rolle spielen wird. Trotzdem hat mich die Geschichte sehr gefesselt und die zumeist Jugendlichen Protagonisten habe ich schnell ins Herz geschlossen. Besonders spannend war zu verfolgen, wie Tessa zu den Jungen steht und wie schwierig es sein kann jemanden zu lieben und wie wichtig Emotionen für das Leben sind. Daneben ist das Thema Loyalität ein sehr großes im Buch und man wird immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob man sich selbst „opfern“ sollte für andere ggf. sogar die ganze Menschheit. Das alles sind keine einfachen Fragen, macht das Buch aber meiner Meinung nach gerade deshalb so besondern und spannend für Jugendliche. Leider ist es zeitweise etwas schwer den ganzen Verwirrungen und Positionen zu folgen (so ähnlich ist es aber wohl auch Tessa gegangen.). Leider endet das Buch für mich dann auch ohne ein wirkliches Ende, die Geschichte muss meiner Meinung nach noch weitergehen und ich hoffe es gibt eine Fortsetzung. Aber auch so kann ich das Buch wirklich empfehlen. Vielen Dank an das Team vom im.press Verlag, der mir dieses eBook freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Träume der Finsternis

Annika Dick – Träume der Finsternis

Träume der Finsterniss

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 221
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die Zwillinge Dagny und Dhelia sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht oder Sommer und Winter. Doch sie sind trotzdem so unzertrennlich wie Licht und Dunkelheit, die sie verkörpern. Sie sind Wächter des Gleichgewichtes zwischen verschiedenen Welten, müssen ihre Fähigkeiten aber geheim halten. Nicht nur das sorgt, dafür, dass die beiden Zwillingsschwestern unzertrennlich sind und ein sehr gutes Verhältnis zueinander haben. Dies ändert sich erst, als Dhelia Mo begegnet und ihm immer näher kommt, denn er ist ein Traumdämon und Dagny hat Angst um ihre Schwester, besonders als sie von einer Prophezeiung erfährt…
  • Rezension: Das Buch hat mich wirklich neugierig gemacht – ich mag schon seit meiner Jugend Bücher sehr gerne, in denen die magische Welt das Leben von „normalen“ Menschen berührt. Daher hat mir auch dieses Buch wirklich gut gefallen, die beiden Schwestern und ihre Familie sind wirklich sehr interessante und authentische Protagonisten. Das Buch den lässt zudem darüber nachdenken, wem gegenüber man Loyal sein sollte und wie wichtig es ist auf seinen Kopf und das Herz  zu hören. Für mich persönlich werden aber zu viele Phantasie-Begriffe auf einmal eingeführt, so dass ich beim Lesen ständig durcheinander gekommen bin. Vielleicht wäre ein kurzes Glossar im Anhang hilfreich gewesen, wo man schnell nachschauen kann, welcher Begriff noch einmal was bedeutet. Trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich würde mich freuen, wenn es einen zweiten Teil geben würde. Vielen Dank an das Team vom im.press Verlag, der mir dieses eBook freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Gefährliches Gelände

Rosemarie Bus – Gefährliches Gelände

Gefährliches Gelände

  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 400
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Einen Mord am Schliersee gibt es nicht oft. Daher ist es für Hauptkommissarin Josefa Lautenschläger um so wichtiger, dass sie das Rätsel des Todes dieses Mannes schnell aufklärt. Was hat die einflussreiche Familie Hochstetten damit zu tun? Kann ihr die Journalistin Stella helfen, die derzeit für dieses Familie arbeitet?
  • Rezension: Ich mag keine Bücher, bei denen auf dem Klappentext und der Kurzinformationdes Verlages zu viele Informationen stehen. Das ist bei diesem Buch leider der Fall, man muss  mehr als ein drittel des Buches lesen, bevor alle Dinge eingetreten sind, die man schon weiß. Das hat mir wirklich eine Menge Spannung genommen, was sehr schade ist, denn eigentlich ist die Geschichte wirklich gut. Ich mag die beiden Frauen, die hier die Hauptrollen spielen, Joe und Stella und der Fall hat wirklich etwas besonderes durch die Zwickmühle, in der sich Stella befindet, weil sie den Toten sofort erkennt, aber loyal gegenüber ihrer Arbeitgeberin sein möchte bzw. Angst vor den Konsequenzen hat, wenn sie etwas verrät. Aber mehr möchte ich jetzt auch hier nicht verraten. Das Buch ist wirklich zu empfehlen, wenn man bayrische Krimis mag. Vielen Dank an das Team vom dtv-Verlag , der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Der Apfelsammler

Anja Jonuleit – Der Apfelsammler

Der Apfelsammler

  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 368
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Nach dem Tod ihrer Tante Eli reist Hannah nach Umbrien in den Ort Castelnuovo, um dort das Erbe anzutreten. Beim Aufräumen des kleines Steinhaus merkt sie, dass dies voller Rätsel steckt – sie findet Teile eines Briefes, den Eli geschrieben hat und indem sie von ihrer Vergangenheit erzählt. Sie beginnt darin zu lesen… Gleichzeitig freundet sie sich mit dem „Apfelsammler“ an – einem etwas merkwürdigen Dorfbewohner, der es sich zum Ziel gesetzt hat möglichst viele Apfel- und Birnen Sorten in seinem Garten zu erhalten. Auch Eli hat im zu Lebzeiten schon bei der Ernte geholfen. Ist er das Verbindungsstück zwischen Vergangenheit und Gegenwart und damit zwischen dem Leben von Eli und dem vom Hannah.
  • Rezension: Ich kannte bereits das Buch „fremde Tochter“ von Anja Jonuleit und da ich von diesem sehr begeistert war, habe ich mich auch auf dieses Buch gefreut. Und ich bin nicht enttäuscht worden, denn „Der Apfelsammler“ ist einfach großartig. Immer abwechselnd erfahren wir einen teil aus dem Leben von Eli (in der Vergangenheit) und dem von Hannah (in der Gegenwart) – so liest man sozusagen zwei spannenden Lebensgeschichten gleichzeitig, die am Anfang völlig unabhängig voneinander sind, aber jede für sich von einer unglaublichen Frau erzählen und sehr fesselnd sind. Ich weiß gar nicht welche der beiden mir besser gefällt, sie sind so unterschiedlich und beide unglaublich liebenswert. Besonders spannend war für mich persönlich, dass das Buch in Umbrien, in der Nähe von Perugia spielt, wo ich selbst schon einmal einen sehr schönen Sommer verbracht habe – so konnte ich die Stimmung sehr gut nachvollziehen und da ich gerade in der Sonne gelegen habe, während ich den Großteil des Buches gelesen habe, war ich teilweise selber irgendwie in Umbrien. Die Geschichte oder besser die Geschichten sind wirklich unglaublich schon und irgendwie war es am Ende gar nicht mehr so wichtig, wie die beiden Lebensläufe genau zusammenhängen, mal davon abgesehen, dass Hannah ja bei Eli aufgewachsen und ihr naher sehr nahe ist. Ich kann euch allen das Buch wirklich nur wärmstens ans Herz legen. Vielen Dank an das Team vom Dtv Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Bitterschokolade

Mirjam Pressler – Bitterschokolade

Bitterschokolade

  • Verlag: BELTZ & Gelberg
  • Seitenzahl: 2 Std. 33 Min. (2 CDs)
  • Teil einer Reihe?: Nein.
  • Inhalt: Die 15-jährige Eva steckt mitten in der Pubertät und entspricht nicht unbedingt dem „normalen“ Schönheitsideal, denn sie ist dick. Daher fühlt sie sich einsam und ungeliebt – ihren Frust frisst sie in sich hinein und plündert nachts den Kühlschrank. Doch als die Michel kennenlernt beginnt sich ihr Selbstbild und auch ihr Verhalten zu ändern.
  • Rezension: Das Buch ist aus dem Jahr 1980 (zufälligerweise mein Geburtsjahr) und wurde gleich nach dem Erscheinen mit dem Oldenburger Jugendpreis ausgezeichnet. Daher war ich sehr neugierig darauf, es zu lesen, denn die Thematik  ist ja keinesfalls veraltet, sondern immer noch aktuell. Trotzdem merkt man dem Buch deutlich an, dass es schon mehr als 30 Jahre alt ist – die Namen sind etwas veraltet, es gibt noch keinen Euro und auch keine Handys. Auch wirkt das gesamte Leben von Eva etwas „veraltet“, eben nicht mehr passend für das Jahr 2014. Trotzdem ist die Geschichte inhaltlich sehr authentisch geschildert und daher für Jugendliche heute denke ich immer noch passend – denn sie schildert sehr gut, wie sic Eva fühlt und wie einsam sie ist, welche Probleme sie zuhause und in der Schule hat. Daher kann ich das Buch weiterempfehlen, es muss dem Leser bzw. Hörer aber bewusst sein, dass man dem Buch  bzw. Hörbuch deutlich anmerkt, dass es aus den 80ern ist.
  • Bewertung: 4 Sterne