Rezension: Die Entdeckung des Hugo Cabret

Brian Selznick – Die Entdeckung des Hugo Cabret

  

Quelle:http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Entdeckung-des-Hugo-Cabret/Brian-Selznick/e310611.rhd

  • Verlag: cbj
  • Seitenzahl: 544
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Hugo ist ein Waisenkind, das nach dem Tot seine Onkels weiterhin allein im geheimen in einem Zimmer im Pariser Bahnhof wohnt und sich dort darum kümmert, dass alle Uhren immer richtig gehen. Niemand weiß von ihm, bis er eines Tages auf ein Mädchen und den Spielzeughändler trifft, bei dem dieses Mädchen wohnt. Er hat dem Mann schon mehrfach kleine mechanische Spielzeuge entwendet, aber es ist vorher nie aufgeflogen. Dieser nimmt ihm daraufhin sein geliebtes Notizbuch weg und Hugo befürchtet nun doch nicht den mechanischen Mann, das Vermächtnis seines Vaters, fertigstellen zu können. Nach und nach wird klar, dass der Spielzeugverkäufer und das Mädchen mehr mit Hugo und seinem Notizbuch zu tun haben, als anfangs gedacht…
  • Rezension: Ich habe eine neues Lieblingsbuch! Diese Buch ist einfach wundervoll. Schon die Einleitung hat mich begeistert, durch die Art und Weise, wie der Autor den Leser direkt anspricht, wird dieser von Anfang an mit hinein genommen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es an nur einem Tag komplett durchgelesen. Die Geschichte ist wahnsinnig schön konstruiert und die Charaktere sind einfach traumhaft. Ich kann gar nicht sagen, wer mir am besten gefällt, sie sind alle sehr schön und nicht nur Figuren, sondern richtige Persönlichkeiten. Es ist sehr spannend im Laufe der Geschichte gemeinsam mit Hugo und Isabelle herauszufinden, wie alles zusammen hängt. Und auch, wenn sich die wirkliche Lebensgeschichte des realen Filmemachers Georges Méliés fast komplett von der des erdachten Georges Méliés unterscheidet, finde ich die Idee doch wunderschön und die Art der Verarbeitung seines Lebens sehr gelungen.  Das gesamte Design des Buches gefällt mir sehr gut und schon von außen und beim ersten Blättern macht das Buch neugierig. Das absolute Highlight des Buch sind  meiner Meinung nach die vielen, sehr schönen schwarz-weiß Bilder, die immer wieder anstelle des Texte den Verlauf der Geschichte weiter erzählen. Das ist einfach einmalig und wundervoll. Ich konnte mich an den Bilder kaum satt sehen und konnte förmlich hören, wie sie zu mir gesprochen haben. Ich habe mich in das Buch verliebt und kann es nur weiter empfehlen, es ist definitiv nicht nur ein Buch für Kinder, auch wenn ich glaube, dass gerade sie es ebenfalls lieben werden. Aber es hat auch unwahrscheinlich viel Tiefe und Gefühl und ist einfach traumhaft, deshalb sollte es auch von Erwachsenen gelesen bzw. betrachtet werden. Vielen Dank an den cbj-Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung:  

Rezension: Irgendwann passiert alles von allein

Philipp Mattheis – Irgendwann passiert alles von allein

  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 217
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Die vier Jungen Johannes, Schenz, Leo und Sam sind Jugendliche, die vom Großstadtleben träumen und deren Leben von Kiffen und Skaten geprägt sind. Doch dann entdecken sie in einem leer stehenden Haus eine Menge Geld. Mehrfach kehren sie in dieses Haus zurück, um sich Geld zu holen und damit ändert sich ihr Leben, allerdings nicht unbedingt so, wie sie sich es erträumt haben.
  • Rezension:
    Das mich hat mich leider nicht überzeugt. Der Aufhänger der Geschichte gefällt mir sehr gut, doch die Art und Weise wie der Autor die Vorkommnisse aus sich von Johannes erzählt, gefällt mir nicht. Ich finde es ist langweilig geschrieben und bleibt vor allem sprachlich zu flach. Die Kritik an dem Verhalten der Jungen ist zu leise und wird nicht ernst genommen. Auch ist eigentlich von Anfang an klar, wie das Ganze endet, nämlich mit einer Katastrophe. Ein Jugendlicher ist am Ende tot, einer in der Psychiatrie und ein Dritter im Gefängnis. Die Geschichte hätte viel Potential gehabt, das leider nicht genutzt worden ist. Ich persönlich kann das Buch deshalb leider nicht weiter empfehlen. Aber es gibt sicher Menschen, denen das Buch gut gefällt, denn ich habe im Vorfeld auch sehr positive Kommentare gelesen und bin so ja auch auf das Buch aufmerksam geworden. Und eines steht fest, das Buch regt zum Nachdenken an, darüber was man selbst machen würde, wenn man selbst plötzlich zu so viel Geld kommen würde und darüber wie wichtig Freundschaften sind und das man sie nicht leichtfertig aufs Spiel setzen sollte.
    Vielen Dank an den dtv-Verlag der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Das Weihnachtssammelsurium

Norbert Golluch – Das Weihnachtssammelsurium

  

  • Verlag: arsedition
  • Seitenzahl: 120
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    „Wie ging noch einmal gleich die Geschichte von Rudolph, dem rotnasigen Rentier? Und was hat es mit der isländischen Weihnachtskatze auf sich? Feiern die Chinesen Weihnachten? Wer hat den größten Weihnachtsbaum? Wo gibt es die teuersten Geschenke? Alles über Weihnachten! Skurriles, nutzloses und extrem unterhaltsames Wissen zum Fest der Feste.“ So steht es auf dem Klappentext des Buches und ich finde, das gibt den Inhalt sehr gut wieder.
  • Rezension:
    Das Büchlein hat mir sehr gut. Es ist kurzweilig, lustig uns spannend und hat dazu beigetragen, dass ich viele neue Infos zum Thema Weihnachten erfahren habe. bzw. mir eigentlich schon bekannte Fakten wieder ins Gedächtnis gerufen worden sind.  Die einzelnen Texte sind dabei sehr kurz und knackig und die Überschriften sehr hilfreich, besonders durch das Schlagwortverzeichnis am Ende des Büchleins. Auch die breite der Artikel und Themen gefällt mir sehr gut. Ich werde in den nächsten Wochen sicher noch oft hineinschauen und somit aufkommenden Fragen beantworten können, wenn es in einem Gespräch darum geht, z.B. zu beantworten: Wie war das noch mit dem Adventskranz? Weiß jemand wie man in Dänemark Weihnachten feiert? Was mach ich eigentlich zur Vermeidung eines brennenden Tannenbaumes? und vieles mehr. Das Büchlein ist wirklich sehr empfehlenswert.
    Vielen Dank an den Verlag arsedition, in dessen Adventskalender-Türchen Nummer 10 ich dieses Büchlein gefunden und dann anschließend gewonnen habe!
  • Bewertung:  

Rezension: Dead Beautiful. Deine Seele in mir.

Yvonne Woon – Dead Beautiful. Deine Seele in mir

  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 480
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist Teil 1 von 3. (Teil 2 erscheint im Sommer 2012 und Band 3 ist auch schon in Arbeit.)
  • Inhalt:
    Renée hat vor kurzem ihre Eltern an den Tod verloren. Sie hat sie sogar selbst im Wald gefunden, nachdem sie auf myteriöse Art und Weise gestorben sind. Sie wird daraufhn von ihrem Großvater auf eine Privatschule geschickt. Auch dort stößt sie auf mysteriöse Todesfälle und hat einen ungewöhnlichen Stundenplan mit Fächern wie z.B. Gartenkunde. Außerdem verliebt sie sich dort in Dante, der aber scheinbar auch ein tödliches Geheimnis in sich birgt.
  • Rezension:
    Der Roman hat mir sehr gut gefallen. „Dead Beautiful. Deine Seele in mir“ ist ein sehr spannendes Buch mit einem sehr romantischen Ende über das Leben in einem ganz besonderen Internat. Die Charaktere gefallen mir besonders gut: Renée ist einfach total vielseitig und lebhaft und nimmt keinen Blatt vor den Mund. Das finde ich sehr beeindruckend. Und Dante ist Charakter zum dahinschmelzen, romantisch und geheimnisvoll. Deshalb ist auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden so schön, besonders das Ende gefällt mir richtig gut. Ich möchte nun allerdings unbedingt wissen, wie es denn nun mit den beiden weitergeht. Aber da muss ich wohl bis zum Sommer warten. Die Botschaft, wahre Liebe ist stärker als der Tod gefällt mir aber schon mal sehr gut und ich hoffe das das Buch wundervoll weitergeht und es eine Zukunft für das Paar gibt.  Auch lässt die Geschichte die Sprache Latein in einem ganz neuen Licht erscheinen. Dazu möchte ich ein Zitat einfügen, das Dantes Worte während einer der Nachhilfestunden von Renée wiedergibt : „Das Tolle an Deklinationen ist, dass sie jedem Wort eine Persönlichkeit geben. Durch sie bekommt jedes Substantiv oder jedes Objekt eine ganz andere Form oder einen anderen Klang. Ein Wort das vielleicht hässlich klingt, kann richtig schön klingen, wenn man es mit dem richtigen Pronomen verbindet. Das ist ein bisschen, wie wenn zwei Leute gegenseitig ihre jeweils besten Eigenschaften hervorbringen.“ Ein schönes Buch, das Lust macht auf mehr, man muss allerdings Fantasy mögen!
    Vielen Dank an den dtv-Verlag der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung:  

Rezension: Seidenkinder

Christina Brudereck – Seidenkinder

  • Verlag: Brendow
  • Seitenzahl: 366
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Der Inder Jaya ist selbst Halbwaise und wurde als Jungen von der Kindernothilfe unterstützt, nun will er den Straßenkindern in den Slums helfen. Er hat ein  Kinderheim gegründet und bieten den Kindern dort ein ganz besonderes Zuhause. Er lernt die Ärztin Kala kennen und diese unterstützt ihn bei seiner Arbeit. Matt und sein Sohn Tom, beide Amerikaner, kommen nach Indien um Priya  und ihren Sohn Jaya zu finden. Anne, die Mutter bzw. Großmutter der beiden, war als Jugendliche selbst in Indien und hat dort Priya kennengelernt und bittet ihren Sohn und Enkel jetzt in Indien nach den beiden zu suchen. Für die beiden beginnt eine abenteuerliche Reise, auf der sie viel interessante Erfahrungen machen.
  • Rezension:
    Ich habe gerade ein sehr schönes, spannendes und bewegendes Buch beendet und dabei eine Menge über Indien erfahren und viel über das Thema Religionen und „den eigenen Weg finden“ nachgedacht. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die Idee die Geschichten zweier so verschiedener Menschen zu verknüpfen ist gut gelungen. Die Personen begegnen sich dabei erst am Ende des Buches, trotzdem sind ihre Lebensgeschichten auf wundersame Art und Weise miteinander verknüpft. Auf ihrer Suche begegnen Matt und Tom vielen Menschen und lernen eine Menge über Indien, Politik, Religion und Sinn des Lebens. Außerdem kommen sich die beiden so ganz besonders nahe. Das alles hat mich beeindruckt und nachdenklich gemacht. Auch die andere Geschichte, die von Priya und Jaya hat mich tief bewegt. Es ist toll zu lesen, wie sehr er sich um die Straßenkinder Indiens kümmert und auch die zarte Liebesgeschichte zwischen Jaya und Kala finde ich sehr schön und rührend. Ich finde es ist ein rundherum gelungenes, sehr schönes und wertvolles Buch!
    Vielen Dank an den Brendow-Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung:  

Rezension: Die weltbesten Briefe von Felix

 Annette Langen & Constanza Droop – Die weltbesten Briefe von Felix

    • Verlag: Coppenrath
    • Seitenzahl: 40
    • Teil einer Reihe?: Ja, es gibt noch mehr Bücher von Felix.
    • Inhalt:

      Sophie besucht ihre Tante in Berlin und mitten in der Nacht verschwindet ihr Felix spurlos. Doch Sophie macht sich keine Sorgen, denn sie weiß, dass er wieder auf Reisen gegangen ist. Traurig ist sie aber trotzdem. Aber zum Glück schreibt er auch diesmal  viele Briefe: aus Berlin vom Reichstag,  aus Transsilvanien, aus Indien, aus China, auf hoher See mitten im Pazifik,  aus Mexiko und aus Florida. Und auch Sophie erlebt wieder spannende Dinge, während Felix unterwegs ist. Zusätzlich kann man einen Fotorahmen, ein Tangram-Spiel und eine Bandana in den Umschlägen entdecken.

    • Rezension:
      Das Buch hat mir ebenso wie die anderen Felix-Bücher sehr gut gefallen und auch die Kinder lieben das Buch. Besonders reizen sie die Umschläge und die darin enthaltenen Briefe und Überraschungen. Immer wieder kommt eines der Kinder und bittet mich, ihm oder ihr den Brief vorzulesen. Die Idee der Briefe kommt an und ist auch für die Kinder etwas ganz besonderes. Ansonsten schauen sich die Kinder auch sehr gern die Bilder an und errinnern sich so gegenseitig an das Gehörte oder denken sich neue Geschehnisse zu den Bildern aus. Aber auch die einzelnen kleinen Geschichten innerhalb des Buches faszinieren die Kinder, denn es geht um das Leben in fernen und spannenden Orten. Und alles was weit weg ist, ist für Kinder natürlich sehr aufregend.  Ich kann das Buch daher nur empfehlen.
      Noch einmal VIELEN DANK an den Coppenrath-Verlag der uns diese tollen Bücher geschenkt hat!
    • Bewertung:   

      Ein spannendes Buchquiz zu diesem Buch findest du auch unter www.antolin.de
      © Schroedel, Braunschweig

 


 

Rezension: Ewiglich die Sehnsucht

Brodi Ashton- Ewiglich die Sehnsucht

  • Verlag: Verlag Friedrich Oettinger
  • Seitenzahl: 382
  • Teil einer Reihe?: Ja – es ist der Beginn einer Trilogie. Der zweite Teil erscheint erst im Frühjahr 2013.
  • Inhalt:
    Nikki hat 100 Jahre im Ewigseits verbracht, weil sie von Cole dazu verführt worden ist, doch anders als üblich kann sie sich anschließend noch an die Oberwelt und vor allem an Jack, ihre große Liebe, erinnern und will dahin zurückkehren, nicht zu letzt weil sie Jack noch einmal sehen möchte und um dort richtig Abschied zu nehmen. Dies wird ihr gewährt, für ein halbes Jahr darf sie zurück. Als „Andenken“ bleibt ihr ein schwarzes Mal, das mit der Zeit wächst. Aber das bleibt nicht das einzige Geheimnis des Ewigseits und nach und nach wird deutlich, dass Jack es nicht zulassen wird Nikki noch ein weiteres Mal zu verlieren. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Antworten…
  • Rezension:
    Das Buch ist einfach total schööööön. Ich habe es fast komplett an einem Tag gelesen und war von der ersten Seite an total davon begeistert. Die Art und Weise wie die Geschichte von Nikki immer abwechselnd in Vergangenheit und Gegenwart erzählt wird gefällt mir sehr gut und macht das Buch besonders spannend, denn man erfährt die Details erst nach und nach und fragt sich als Leser bis zum Ende, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass Nikki im Ewigseits gelandet ist. Die Charaktere sind sind sehr liebevoll erdacht und wirken dadurch authentisch wie  sie sich innerhalb des halben Jahres verändern, in dem das Buch spielt. Besonders gut gefällt mir neben Nikki Jack. Es ist unglaublich wie sehr er Nikki liebt und damit auch nicht aufgehört hat, nachdem sie spurlos verschwunden ist. Außerdem gefallen mir die Verknüpfungen mit der Mythologie sehr gut. Die Idee einer „Zwischenwelt“ fernab von Himmel und Hölle ist bis zum Ende durchdacht und für mich sehr viel „realistischer“ als z.B. die vielen Vampirstories, die momentan im Umlauf sind. Auch der Gedanke, des Gefühle Aufsaugens gefällt mir sehr gut. Besonders weil es ohne „Nebewirkungen“ funktioniert, wenn man es nur für den Anderen tun. Aber das tollste an diesem Buch ist, wie das Thema Sehnsucht und Liebe, die ewig währt und sogar den Tot überdauert, verarbeitet wird. Und das Ende ist einfach zum dahinschmelzen. Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht! Es ist wirklich ein wunderschönes Buch über die Kraft der Liebe!!!
    Vielen Dank an den Verlag Friedrich Oettinger, der mir dieses Buch als exklusive Leseexemplar zur Rezension zugesandt hat.
  • Bewertung: