Rezension: Schneewittchen muss sterben

Nele Neuhaus – Schneewittchen muss sterben

  • Verlag: List (Aktion zum Welttag des Buches)
  • Seitenzahl: 536
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der vierte von fünf Teilen.
  • Inhalt:
    Tobias wird nach 10 Jahren aus dem Gefängnis entlassen und kehrt in sein Heimatdorf zurück. Dort beginnt er sofort die Feindseligkeiten der anderen Dorfbewohner zu spüren. Kurz danach wird seine Mutter von einer Brücke gestoßen. Die Kriminalkommissarin Pia beginnt zu ermitteln und gerät dabei schnell an den Punkt, an dem ihr klar wird, dass sie die Vergangenheit wieder neu aufrollen muss. Als dann erneut ein Mädchen verschwindet wird es richtig brenzlig…
  • Rezension:
    Ich kannte bisher nur „Wer Wind sät“, hatte aber schon viel Positives über Nele Neuhaus gehört und mich deshalb ja ach bei der Aktion zum Welttag des Buches für „Schneewittchen muss sterben“ entschieden und meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Das Buch ist einfach klasse und fesselnd bis zur letzten Seite. Zugleich ist es auch erschreckend zu lesen, wie sich ein ganzes Dorf gegen einen Einzelnen verschwört und welche Macht gleichzeitig ein anderer Einzelner haben kann. Toll, dass es der Autorin trotzdem gelingt deutlich zu machen, das Vertrauen auch unter schwierigen Bedingungen aufrecht erhalten werden kann. Das macht Mut. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.
    Vielen Dank an die Stiftung Lesen, die mir und 30 anderen Lesern dieses Buch zur Verfügung gestellt haben.
  • Bewertung: 

Rezension: Hinter weißen Zäunen

Susan Meissner – Hinter weißen Zäunen

  • Verlag: GerthMedien
  • Seitenzahl: 384
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Als ihre Großmutter unerwartet stirbt, wird Tally spontan von ihrer Tante Amanda Janvier und ihrer Familie aufgenommen, da ihr Vater unauffindbar ist. Und damit beginnt nach und nach die perfekte Fassade der Familie Janvier zu bröckeln. Wie werden die einzelnen Familienmitglieder damit umgehen und wird am Ende alles ans Licht kommen?
  • Rezension:
    Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es zeigt auf sehr einfühlsame Art und Weise welche Gefahr in Geheimnissen besonders innerhalb des Gefüges einer Familie haben kann und wirbt für Vertrauen und Offenheit ohne dabei aber moralisch und überheblich zu wirken. Die Geschichte hat mich wirklich bewegt, besonders beeindruckt haben mich dabei die beiden jugendlichen Hauptpersonen Tally und Neil und vor allem ihren Erlebnissen im Altersheim. Es ist faszinieren mitzuerleben, wie sich Neil an immer mehr erinnert und wie gleichzeitig immer mehr Geheimnisse ans Licht kommen. Ich finde dieses Buch macht Mut, die Realität hinter der schönen Fassade zu zeigen und einfach menschlich zu sein. Das gefällt mir sehr gut, denn unser Leben ist halt nicht immer perfekt und dafür muss man sich nicht schämen, das macht dieses Buch deutlich. Aber auch der Umgang mit dem Thema Schuld ist meiner Meinung nach sehr gelungen, da er so sensibel behandelt wird, ebenso die Frage nach Gott und dem Leid. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!
  • Bewertung: 

Rezension: Raum / Room

Eva Donoghue – Raum   Room

  • Verlag / Publisher: Piper / Back Bay Books
  • Seitenzahl/ number of pages: 416 / 363
  • Teil einer Serie/ Part of a series Nein  No
  • Inhalt / Contents:
     Jack ist 5 Jahre alt und seine komplette Welt ist ein Raum, in dem er seit seiner Geburt mit seiner Mutter lebt. Dort schläft, ißt und spielt er und versteckt sich im Scgrank, wenn Old Nick kommt… Gerne sieht Jack fernsehen, denn dann trifft er „seine Freunde“ z.B. Cartonfiguren. Andere Menschen kennt er nicht und er weiß auch nicht von der Welt außerhalb des Raumes, bis er und seine Mutter einen Fluchtplan schmieden, nachdem sie ihm von „draußen“ erzähält und erklärt hat, dass sie versuchen müssen dorthin zu fliehen…
     Five year old Jack lives with his Ma in Room, were he is born. He has never seen something else till his mother an he he try to leave this place.
  • Rezension/ Review:
     Das Buch ist aus Sicht eines 5-jährigen Jungen geschrieben, also auch in seiner doch recht einfachen und besonderen Sprache. Daran muss man sich als Leser erst gewöhne, dann trägt es aber dazu bei, dass man noch besser in die Welt des kleinen Jungen  Jack eintauchen kann und versteht, wie er die Welt wahrnimmt. Das Buch ist sehr bedrückend,  aber trotzdem auf seine ganz besondere Art und Weise wundervoll. Dies liegt vor allem an Jack, einem wirklich bezaubernden Jungen, in den man sich als Leser unweigerlich von der ersten Seite an verliebt aber auch an seiner Mutter, einer wirklich beindruckenden Frau. Wie die beondere Beziehung der beiden geschildert wird ist wirklich sehr ergreifend, ebenso der Teil des Buches, als sich die Beiden auf einmal in der „normalen“ Welt zurecht finden müssen. Doch was it eigentlich „normal“?! Ich bin mir sicher, dass man die Welt mit ganz anderen Augen sehen wir, nachdem man diese ergreifende Geschichte gelesen hat, die ja auf einer wahren Begebenheit beruht. Mir persönlich ging es zumindest so.
     I love this book. Wonderful to read about the love of a mother in such a special way with so much empathy.
  • Bewertung / Evaluation: 

Rezension: Missing. Gefährliche Träume

Meg Cabot – Missing. Gefährliche Träume

  • Verlag: cbj
  • Seitenzahl: 256
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Jess kann eigentlich nichts aus der Fassung bringen, bis sie eines Tages seltsame Träume hat und nach dem Aufwachen unerwartet den Aufenthaltsort vermisster Kinder kennt, deren Bild sie zuvor auf einer Milchpackung gesehen hat. Sofort beginnt Jess mit der Rettung dieser Menschen, doch dann wird ihr klar, dass vielleicht gar nicht alle gefunden werden wollen und auch dem BFI bleibt ihre Gabe nicht lange verborgen. Plötzlich ist ihr Leben Ales andere als einfach…
  • Rezension:
    Fesseln bis zum Schluss! So lautet mein Fazit zu diesem Buch. Auch wenn die Gabe an sich für mich völlig unglaubwürdig ist so ist der Gedanke doch bis zum Schluss folgerichtig zünde gedacht und eröffnet ein sehr spannenden Feld, nämlich die Frage danach, ob alle vermissten Menschen auch gefunden werden wollen, und ob es nicht manchmal besser ist, wenn sie weiterhin im verborgenen Leben können. Auch Jess wird dieser Konflikt schnell klar und sie handelt entsprechend. Dabei finde ihren Charakter genial konstruiert , denn man erleben förmlich mit, wie sehr sie damit kämpft herauszufinden, was „richtig“ ist und was nicht. Dabei ist sie wahnsinnig liebenswert und sympathisch, was u.a. anderes an ihrem Umgang mit ihrer Familie und Sean, dem ersten Jungen, dessen Aufenthaltsort sie erträumt hat. Ihr Verhältnis zu Rob gibt der Geschichte ein weitere, interessante Facette und wirft die Frage nach sozialen Gruppen und ihrer Bedeutung sowie  Vorurteilen gegenüber Menschen auf. Ich denke dieses Buch trifft genau in die Lebenswelt von Jugendlichen und ist spannend bis zur letzten Seite. Deshalb wird es sicherlich nicht nur von dieser Altersgruppe verschlungen werden. Ich kann es trotz des zuerst etwas unrealistisch wirkenden Inhaltes nur weiter  empfehlen.
    Vielen Dank an den cbj-Verlag , der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Rachel Joyce – Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

  • Verlag: Krüger (Fischer)
  • Seitenzahl: 382
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Harold Fey wollte eigentlich nur einen Brief in den Briefkasten werfen, doch dann pilgert er spontan 1000 Kilometer quer durch England. Wie es dazu kommt? Der Brief  ist eine Antwort auf einen anderen Brief, den Harold zu Beginn des Buches bekommt. Dieser stammt von Queenie, einer ganz alten Freundin, die ihm mitteilt, dass sie schwer an Krebst erkrankt ist. Am Briefkasten denkt Harold dann es ist irgendwie nicht der richtige Zeitpunkt zum einwerfen und geht immer weiter von Briefkasten zu Briefkasten bis er sich schließlich entscheidet zu Fuß zu Queenie zu gehen, um sie zu retten. Wie diese Reise aussieht? Lest selbst in diesem Buch.
  • Rezension:
    Dieses Buch ist einfach genial und ich war sofort angetan, als ich es überraschenderweise zugeschickt bekommen habe. Auch die damit verbunden Aktion des „Bücher-wanderns“ hat mich sogleich angesprochen und überzeugt. Natürlich habe ich da mitgemacht. Das Buch ist, versehen mit meinen Kommentaren, schon auf der Reise zu einer Freundin, die das Buch als nächste Lesen und kommentieren wird. Die Geschichte von Harold ist einfach unwahrscheinlich bewegend und hat mich sehr zum nachdenken angeregt, darüber was eigentlich wichtig ist im Leben. es ist beeidruckend wie sehr Harlod an seine Idee glaubt und wie er es ohne jegliche Vorbereitung umsetzt. Ich glaube das könnte ich nicht, diese Spontanität und Konsequenz ist wirklich beeindruckend. Insgesamt war ich von der Person des Harold Fry sehr beeindruckt und auch davon wie in dem Buch mit den Themen unbewätigte Vergangenheit, Loyalität, Liebe und Sterben umgegangen wird. Es ist toll zu lesen, wie Harold Menschen bewegt und er ihnen hilft einfach dadurch, dass er da ist und zuhört. Ich selbst durfte auch schon oft die Erfahrung machen, dass man mit Zufallsbekanntschaften sehr gute und tiefsinnige Gespräche führen kann. Außerdem hat mich das Buch nachdenklich gemacht darüber, wie schnell Dinge in die Medien geraten und so „außer Kontrolle geraten“ können. Die Krönung der Geschichte, in der ich immer wieder selbst über mich nachgedacht habe und die an sich schon bewegend ist, ist dieses unwahrscheinlich schöne und tiefsinnige Ende, dass damit beginnt, dass Harold und Maureen endlich über die Vergangenheit sprechen können, zuerst allein und dann sogar miteinander. Auch das Zusammentreffen von Harold und Queenie ist so unglaublich einfühlsam und schön geschrieben trotz seiner Traurigkeit. Mir sind die Tränen gekommen, als ich das Ende gelesen habe. Danke für dieses wundervolle Buch! Ich bin sicher, es wird noch viele Menschen auf seiner Reise berühren und sie zu einer eigenen inneren Reise anregen. Ich kann es daher nur weiterempfehlen!
    Vielen Dank an den Krüger bzw. Fischer -Verlag,  der mir dieses Buch freundlicherweise als Vorab-Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und mich auf die Aktion aufmerksam gemacht hat!
  • Bewertung: 

Rezension: Das Stonehenge-Ritual

Sam Christer – Das Stonehenge-Ritual

  • Verlag: Fischer
  • Seitenzahl: 528
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Einige Tage vor der Sommersonnenwende wird ein Mann Opfer eines Ritualmordes. Zur selben Zeit begeht ein Archäologe Selbstmord. Wie hängen dieses beiden Ergebnisse zusammen und welche Rolle spielt Gideon, der Sohn des toten Archäologen? Wird es der Polizei rund um die Ermittlern Megan die mysteriösen Geschehnisse aufzudecken, vermisste zu finden und weitere Moder zu verhindern und welche Rolle spielt Stonehenge ei der ganzen Sache?
  • Rezension:
    Das Buch ist einfach klasse! Ebenso wie der Autor hat mit Stonehenge sofort in seinen Bann gezogen, als ich es mit eigenen Augen gesehen habe. Ich liebe mysteriöse Thriller im Stil von Dan Brown und war deshalb sofort begeistert als ich von diesem Buch hörte. Und meine Erwartungen sind voll auf erfüllt worden. Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite und hat mich mit immer neuen Verwicklungen überrascht. Besonders habe ich mit den Frauen Caitlyn und Megan mitgefiebert und immer gehofft das für die beiden alles gut ausgeht. Aber auch Gideon ist eine beindruckende Figur. Die Geschichte hat mich vollends in ihren Bann gezogen und ich konnte das Buch am Ende kaum aus der Hand legen. Ich kann es allen Liebhabern von spannenden Thriller mit religiösem bzw. mystischem Hintergrund uneingeschränkt weiterempfehlen und bin mir sicher sie werden es lieben.
  • Bewertung: 

Rezension: Was sich liebt, das rächt sich

Sasha Wagstaff – Was sich liebt, das rächt sich

  • Verlag: blanvalet
  • Seitenzahl: 604
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Zwei Männer, die sich absolut nicht ausstehen können und deren Feindschaft nach 20 Jahren wieder auflebt: Judd Harrington und Lochlin Maguire. Sie bekämpfen sich auf allem Ebenen sowohl privat als auch geschäftlich. Ausgerechnet ihre eigenen Kinder verlieben sich ineinander, was von den Väter natürlich nicht gebilligt wird. Hat die Liebe trotzdem eine Chance?
  • Rezension:
    Mich persönlich hat diese aktuelle Version der Romeo und Julia Thematik nicht wirklich überzeugt. Die Geschichte ist meiner Meinung nach zu verworren und lang – vielleicht hätte die Autorin besser zwei Teile machen sollen. Auch die Charaktere haben mich nicht wirklich überzeugt und die gesamte Handlung mich nicht wirklich fesseln können. Es ist unglaublich, wie viel Kraft der hass haben kann, dass macht das Buch deutlich, zum Glück aber auch, dass die Liebe noch mehr Kraft haben kann. Auch zeigt das Buch noch einmal, welche Gefahren Machtmissbrauch und Missgunst mit  sich bringen, dass macht durchaus nachdenklich. Trotzdem kann ich das Buch nicht wirklich weiter empfehlen, zumindest nicht für Leser, die eine schöne und romantische Lovestory erwarten. 
    Vielen Dank an den blanvalet-Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: