Rezension: Ein Sommer ohne uns

Julia K. Stein – Regenbogenzeit

Ein Sommer ohne uns

  • Verlag: Loewe
  • Seitenzahl: 240
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Tom und Verena kennen sich so lange sie denken können und seit sie dreizehn Jahre alt sind, sind sie sogar ein Paar. Die beiden lieben sich, aber kurz vor dem Abi beginnen sie plötzlich an ihrer Beziehung zu zweifeln und fragen sich, ob das schon alles gewesen ist. Daher treffen sie eine folgenreiche Entscheidung, deren Konsequenzen sie am Anfang gar nicht absehen können und die ihre Liebe auf eine harte Probe stellt.
  • Rezension: Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, jetzt kann ich euch nur den Tipp geben, lest ihn nicht. Er verrät viel zu viel. Generell finde ich dass es zu lange dauert, bis die Geschichte an diesen wichtigen Wendepunkt ankommt. Gut gefällt mir, dass man von Anfang an immer abwechselnd die Perspektive von Tom und von Verena erzählt bekommt. Das ist besonders bei dieser Thematik sehr wichtig, weil man so viel tiefer in das Innere der Beiden eintauchen kann. Aber leider sind sie mir so gar nicht sympathisch und ich mag auch die Sprache die ihnen die Autorin in den Mund legt nicht. Daher hatte ich beim Lesen nicht so viel Spaß und habe auch kaum „mitgefiebert“, wie es mit der Liebe der Beiden weitergeht. Zudem gefällt mir diese Art von Experimenten persönlich auch einfach gar nicht, vielleicht ein weiter Punkt, warum ich diese eBook eher nicht weiter empfehlen kann.
  • Bewertung: 3 Sterne

Achtung! Das Buch erscheint offiziell erst am 15.02.16. 

Rezension: Die Sprache der Knochen

Kathy Reichs – Die Sprache der Knochen

Die Sprache der Knochen

  • Verlag: Random House Audio
  • Länge: 6 CDs, Laufzeit: ca. 7h 33 Min.
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der inzwischen 18 Band . der „Tempe – Brennan – Roman – Reihe“.
  • Inhalt: Die forensische Anthropologin Tempe Brennan muss diesmal einen besonders kniffligen Fall lösen. Eine Hobbydetektivin konfrontiert sie mit einer mysteriösen Tonaufnahme und der Vermutung, dass es sich dabei um ein Mädchen mit Namen Cora handelt. Tempe versucht herauszufinden, was es mit der Aufnahme und Coras Verschwunden auf sich hat und ob einige bisher nicht identifizierte Knochen damit zu tun haben. Auch in ihrem Privatleben wird es turbulent, denn ihr Kollege Detective Andrew Ryan macht ihr einen Heiratsantrag, von dem sie nicht wirklich weiß, ob sie ihn annehmen soll. Wie wird Tempe sich entscheiden und kann sie auch diesmal die Sprache der Knochen benutzen, um den Fall im Cora zu lösen und was hat die Kirche damit zu tun?
  • Rezension: Ich kannte schon einige Bücher von Kathy Brennen, unter anderem „Knochenjagd“ und die „Virals -Reihe„. Daher war ich mir sicher, dass mich ein spannendes Hörbuch erwarten würde. Und meine Erwartungen sind mehr als erfüllt worden. Die Geschichte ist einfach unglaublich fesselnd und hat mir den Ärzte-Marathon Anfang der Woche und die damit verbundenen Wartezeiten enorm verkürzt. Immer wieder war ich von den Wendungen der Handlung überrascht – ich mag Bücher, die so gar nicht vorhersehbar sind. Und Tempe Brennan ist einfach eine beeindruckender Charakter. Die Geschichte ist teilweise sehr unheimlich aber wirklich extrem spannend – allen Thriller-Liebhabern unter euch kann ich dieses Hörbuch daher wirklich empfehlen.
  • Bewertung: 5 Sterne

 

Rezension: Regenbogenzeit

Julia K. Stein – Regenbogenzeit

Regenbogenzeit

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 230
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der Beginn einer neuen Serie.
  • Inhalt: Leda kommt aus Amerika und eigentlich kann sie sich für ihre Ferien schöneres vorstellen als in einem kleinen Ort in der Nähe von Berlin ein Praktikum in einem Schlachthaus zu machen. Doch sie möchte unbedingt herausfinden, was mit ihrer Mutter passiert ist. Diese hatte vor einem Jahr einen tödlichen Unfall und hatte genau in dem Schlachthaus recherchiert. Als wäre das nicht schon aufregend genug trifft Leda dort auch noch auf Silas und es knistert sofort zwischen den Beiden. Doch auch er hat ein Geheimnis…
  • Rezension: Schon das Cover und der Titel haben mich neugierig gemacht. Und das Buch war dann wirklich etwas ganz Besonders – auch wenn ich immer wieder ein wenig „verwirrt“ war über den Verlauf der Handlung. Ich hätte Anderes erwartet und habe mich mehr als einmal fast ein wenig geärgert über die Protagonisten und das was erzählt wurde. Mich haben ganz andere Fragen interessiert. Aber auch das kann ein gutes Buch ausmachen, dass man fast ein wenig mit den Personen „streitet“. So war dann auch das Ende etwas unbefriedigend und ich bin gespannt, was der nächste Band bringt. Trotzdem fand ich „Regenbogenzeit“ absolut lesenswert, auch wenn ich den Titel noch immer nicht verstehe.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Tief im Herzen

Nora Roberts – Tief im Herzen

Tief im Herzen von Nora Roberts

Tief im Herzen von Nora Roberts

  • Verlag: Random House Audio
  • Länge: 5 CDs, Laufzeit: 6h 15
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der Beginn der Quinn-Saga:
    2. Gezeiten der Liebe
    3. Hafen der Träume
    4. Ufer der Hoffnung
  • Inhalt: Cameron Quinn verspricht seinem Vater auf dem Sterbebett, sich um den kleinen Seth zu kümmern. Deshalb kehrt er zurück an die stürmische Küste Maryland. Von da an ist das Leben des ehemaligen Draufgängers sehr turbulent und aufregend und das liegt nicht nur an dem Jungen, sondern auch an einer Frau, die Cameron den Kopf verdreht.
  • Rezension: Schon der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht und ich freue mich immer, wenn eine neue Saga beginnt. Und die Quinns sind wirklich großartig – ich habe mich sofort in die vier Brüder verliebt – in Anna natürlich auch… Ihre Geschichte macht Mut, dass Veränderungen uns manchmal wirklich gut tun können und das aus schlimmen Situationen etwas sehr Gutes erwachsen kann. Nicht zuletzt ist es aber ein wunderschönes Beispiel für die Kraft der Liebe innerhalb einer Familie und dafür, dass man mehr „schaffen“ kann als man denkt, wenn man zusammenhält und ehrlich ist. Ich kann euch dieses Hörbuch absolut ans herz legen und freue mich auf die nächsten drei Teile.
  • Bewertung: 5 Sterne

Achtung, dieser Titel erscheint offiziell erst am Montag, den 08.02.2016. 

Rezension: Kai & Annabell, Band 2: Von dir besessen

Veronika Mauel – Kai & Annabell, Band 2: Von dir besessen

Kai und Anabell 2

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 289
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der zweite Teil einer Reihe. Der erste Band heißt „Kai & Annabell, Band 1: Von dir verzaubert
  • Inhalt: Kai und Anabell haben gerade begonnen ihre Liebe zu genießen, da erfährt Kai von einem großen Familiengeheimnis und beendet darauf die Beziehung. Anabell versteht ihn nicht und ist am Boden zerstört. Sie bekommt Kai einfach nicht aus dem Kopf und auch ihm gelingt es nicht sie zu vergessen. Wird er ihr das Geheimnis offenbaren und wie wird es danach mit den beiden weitergehen?
  • Rezension: Ich habe mich sehr auf dieses Fortsetzung gefreut, denn das Ende des ersten Bandes ist einfach zu „krass“. Man muss einfach weiterlesen. Doch leider fand ich den zweiten Band dann zwar sehr stimmig, doch irgendwie auch zu düster und dramatisch. Obwohl gerade dadurch erst deutlich wird, was in den beiden Jugendlichen vor sich geht und andere es wahrscheinlich genau deshalb als sehr gelungen bezeichnen würden. Mir persönlich hat der erste band aber besser gefallen. Trotzdem kann ich die beiden Bücher wirklich empfehlen, besonders auch zum Thema Gewalt in der Familie. Denn es macht erschreckend deutlich, was für schlimme Auswirkungen diese hat. 
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Kai & Annabell, Band 1: Von dir verzaubert

Veronika Mauel – Kai & Annabell, Band 1: Von dir verzaubert

Kai und Anabell 1

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 289
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der Beginn einer Reihe. Der zweite Band heißt „Kai & Annabell, Band 2: Von dir besessen“
  • Inhalt: Das Leben von Kai und Anabell könnte auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein, doch sie sind sich ähnlicher als sie denken. Sie ist eine reiche Arzttochter, die versucht allen das heile Leben vorzuspielen. Und er versucht seine kaputte Familie mit coolen Sprüchen und Punker-Look von allen fern zu halten. Doch ab dem Zeitpunkt, an dem sie das erste Mal zusammen sprechen spüren sie, dass sie etwas verbindet und sie sich gegenseitig brauchen…
  • Rezension: Ich muss zugeben, dass ich zuerst etwas skeptisch war, weil ich dachte mich erwartet die übliche „Prinzessin“ verliebt sich in „Bad Boy“ Geschichte und auch das Cover hat mich nicht angesprochen. Ich hatte aber Lust mal wieder eine Lovestory zu lesen und schnell war ich von der Geschichte von Anabell und Kai gefangen genommen, die wesentlich mehr  Tiefe hat, als ich erwartet hätte. Das Thema Gewalt in der Familie ist ein sehr wichtiges und ich finde, dass die Autorin es auf sehr besondere Art und Weise zur Sprache bringt, die sicher einige Jugendliche zum Nachdenken anregen und vielleicht sogar Mut machen wird, nicht länger darüber zu schweigen. Besonders toll ist, dass man sehr genauen Einblick in die Gedanken und Gefühle der Beiden bekommt, denn es wird immer abwechselnd aus der Perspektive von Anabell bzw. Kai geschrieben. Es ist schon unglaublich, was Jugendliche alles tun, damit niemand hinter ihre Fassade schauen kann und erschreckend was sie teilweise erleben müssen, denn dieses Buch ist sicher nicht nur Fiktion. Daher kann ich es auch absolut empfehlen. Nur das Ende finde ich dann doch etwas heftig, aber zum Glück kann man ja direkt den zweiten Band lesen. 
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Die Frau am See

Sara Gruen – Die Frau am See

Die Frau am See

  • Verlag: Kindler
  • Seitenzahl: 448
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die reiche Maddie, eine junge Frau aus der amerikanischen Oberschicht, reist mit ihrem Ehemann Ellis und dem gemeinsamen Freund Hank im Januar 1945 aus den Staaten ins ferne Schottland in ein abgelegenes Dorf im schottischen Hochland an den „Loch Ness“, um das sagenumwobene Ungeheuer zu finden und dessen Existenz per Foto zu belegen. Ungeachtet des Krieges begeben sie sich auf die gefährliche Reise über den Ozean, w sie zum ersten Mal mit Kriegsopfern konfrontiert werden. Diese Konfrontation wird Maggie Leben später beeinflussen, doch davor liegt ein langer Weg der Selbstfindung. Denn am Zielort verändert sich Maggies Leben zunächst durch die egoistische Besessenheit ihres Gatten, das Ungeheuer zu finden. Ihnen geht es auch um die Rehabilitierung seiner Vaters der ebenfalls früher die Existenz zu beweisersuchte und dem dabei Manipulationen unterstellt wurden. Bei den Exkursionen der beiden unzertrennlichen Freunde Elli und Hank stellt sich immer mehr deren Unfähigkeit heraus, sich auf ihnen fremde Menschen einzulassen, neuen Situationen mit Flexibilität zu beginnen und Maggie in ihr Unternehmen mit einzubeziehen, denn schließlich ist sie nicht ganz freiwillig mitgekommen, sondern in der Hoffnung ihr Gatte möge durch den Nachweis des sagenumwogenden Tieres den Konflikt mit seinem Vater lösen und wieder zum dem Charmanten, leichtlebigen Tunichtgut werden, den sie geliebt und geheiratet hat. Alleingelassen in der gemeinsamen Pension beweist sie den eigentlichen Mut, sich Menschen zu nähern, die eigentlich nicht zu ihrer Schicht gehören. Die Annäherung verändert Maggie und lässt die Beziehung zu Ellis und Hank explodieren.
  • Rezension:
    Die Autorin erzählt die Geschichte aus Maggies Sicht in der Ich-Form und ermöglicht dem Leser damit, sich ganz auf die junge Frau einzulassen. Dabei erlebt man die Wandlung der Protagonistin hautnah mit, wie aus der ehemals oberflächlichen, snobistischen Maddie eine mitfühlenden, emphatische und zupackenden Frau wird, die eben nicht nur reich und verwöhnt durch´s Leben geht, sondern ihrem Leben einen tieferen Sinn gibt. Wie sich diese Wandlung im einzelnen vollzieht, welche Überraschungen das Schicksal für Maddie bereithält sei hier nicht verraten. Nur soviel: die Schilderung der Ereignisse ist voller geballter Erzählkraft, das Porträt von Maddie ist sorgfältig und überzeugend. Die Freundschaft der beiden Männer ist sehr subtil geschildert und hauptsächlich in Handlung und Worte verpackt, ohne Erklärung, aber es verdichtet sich beim Leser langsam das Gefühl, das zwischen die beiden gar keine Frau passt, sondern dass sie zwei Hälften eines Charakters sind. Das alles ist mit geballter Erzählkraft geschriebenen fesselt den Leser nicht nur mit einer weiblichen Emanzipationsgeschichte, sondern auch mit den Facetten der Liebe, Abenteuerlust, Kindheitstraumata und Selbstbestimmung. Der Krieg selbst spielt in der Geschichte nur eine untergeordnete Rolle. Es sind eher die Schicksale der Menschen, die durch diesen Krieg Verluste und Prägungen erlebt haben. In einem Nachwort wird von der Autorin erklärt, wie es sich mit den Anteilen von Fiktion und Wahrheit verhält. Das alles ist aufschlussreich aber nicht wirklich wichtig, da es sich bei dem Roman nicht um historische Korrektheit handelt, sondern um einen Liebesroman, gespickt mit Abenteuer, Familienkonflikt und Mystik. Das Ganze ist Lesern zu empfehlen, die gerne eher leichte Kost bevorzugen, die aber mit realistischen Charakteren geschildert wird, die vielschichtig sind und wandlungsfähig. Das Stil ist angenehm flüssig und verlockt, das Buch erst gar nicht aus der Hand zu legen, bevor man die Lösung der Konflikte erfährt. Danach ist man zufrieden und hat ein schönes Leseerlebnis gehabt ohne zu stark gefordert zu sein. Trotzdem sei nicht unerwähnt, dass mich manche Passagen wirklich in eine andere Welt eintauchen ließen.
  • Bewertung: 4 Sterne