Rezension: Schattenspringer. Wie es ist anders zu sein

Daniela Schreiter – Schattenspringer. Wie es ist anders zu sein

SCHATTENSPRINGER

  • Verlag: panini
  • Seitenzahl: 160
  • Teil einer Reihe?: Ja, es gibt noch eine Fortsetzung. Sie trägt den Titel „Schattenspringer 2. Per Anhalter durch die Pubertät“.
  • Inhalt: Daniela ist Asperger-Autistin. Seit ihrer Diagnose wollte sie einen Comic darüber zeichnen, wie es ist, als Autist zu leben, zu sehen, zu fühlen. Wörter allein haben dafür einfach nie ausgereicht. In ihrem Debüt „Schattenspringer“ zeichnet sie nun ihre Kindheit bis zum Erwachsenenalter auf und zeigt, welche Hürden es dabei zu meistern gilt, von denen Nicht-Autisten nicht einmal ahnen, dass sie überhaupt existieren. Einfühlsam und authentisch legt sie dar, wie sich im Anderssein der Alltag gestaltet. Gleichzeitig erkennt man sich auch als Leser oft in den von ihr beschriebenen Situationen wieder. (Quelle: www.paninicomics.de
  • Rezension: Ich war sehr neugierig, als ich von diesem Comic erfuhr. Aber ich muss zugeben, dass ich auch etwas skeptisch war, denn Comics sind eigentlich eher nicht so „mein Ding“. Dieser hier ist aber etwas ganz anderes, ich habe ihn, nachdem ich mehrmals mit Spaß daran gelesen hatte, in einem Stück von vorne bis hinten gelesen und dabei völlig die Zeit vergessen, wie es mir nur bei wirklich guten Büchern passiert. Die Art und Weise wie die Autorin von ihrem Leben als Asperger-Autstin erzählt finde ich einfach  großartig und ich bin mir sicher, dass es dazu beitragen wird, dass viele Menschen besser verstehen, wie ein Asperger die Welt wahrnimmt. Besonders für mich als Lehrerin war es auch noch einmal sehr interessant, zu erfahren welche großen Probleme der Schulalltag für ein solches Kind mit sich bringen kann, an die man zuerst gar nicht gedacht hat. Ich kann dieses Buch daher wirklich 100%-ig weiterempfehlen, und vor der Autorin den Hut ziehen. Es macht Spaß zu lesen und ist sehr lehrreich – einfach genial. Diesen Tiefgang hätte ich bei einem Comic nie erwartet und ich bin froh, dass ich ihm trotzdem eine Chance gegeben habe, denn ich hätte sonst definitiv etwas verpasst. Ich denke ein „normales“ Buch hätte die ganze Thematik auch sicher nicht so genial zur Sprache bringen können!
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

Mario Giordano – Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

  • Verlag: Bastei Luebbe
  • Seitenzahl: 367
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: „Meerblick. Sonne. Ruhe. Mehr will Poldi nicht, als sie kurz nach ihrem sechzigsten Geburtstag von München nach Sizilien zieht. Dabei hat sie aber nicht mit der Familie ihres verstorbenen Exmannes gerechnet. Denn die, Sizilianer durch und durch, wollen Poldi natürlich das Dolce Vita nahebringen. Das war’s dann mit der Ruhe. Als wäre es damit nicht genug: Eines Tages verschwindet Valentino, der Poldi in Haus und Garten ausgeholfen hat, spurlos. Ist er etwa in die Fänge der Mafia geraten? Poldi macht sich auf die Suche – und kreuzt dabei schon bald den Weg des attraktiven CommissarioMontana… “ (Quelle: www.luebbe.de/tante-poldi-und-die-sizilianischen-loewen
  • Rezension: Ich muss zugeben, dass Tante Polt wirklich jemand ist, den man nicht so schnell vergisst und dem Autor wirklich eine ganz besondere Figur gelungen ist. Doch leider muss ich zugeben, dass sie mir so gar nicht sympathisch ist – sie ist mir zu laut, zu bestimmend und vor allem zu bayrisch. Ständig betont sie, dass sie aus der Nähe von München stammt und sie spricht einfach immerzu bayrisch. Da kann auch der an sich wirklich fesselnde Krimi nichts daran ändern, dass mir persönlich das Buch nicht gefällt. Aber ich habe etwas daraus gelernt, ich werde keine bayrischen Bücher mehr lesen , zumindest keine mit deutlich zu erkennenden bayrischen Einfluss und bayrischer Sprache. Daher empfehle ich diesen Krimi nur allen Bayern unter meinen Lesern.
  • Bewertung: 3 Sterne

Rezension: Zwetschgendatschi-Komplott

Rita Falk – Zwetschgendatschi-Komplott. Ein Provinzkrimi

zwetschgendatschikomplott

  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 272
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der sechste Fall von Franz Eberhofer und Rudi Birkenberger,
  • Inhalt:
  • Rezension: Ich habe bereits den zweiten Fall der beiden gelesen und trägt den Titel „Dampfnudel-Blues“. Eigentlich dachte ich, dass es noch nicht so lange her ist, dass ich dieses Buch gelesen habe, denn das Cover lies mich sofort daran denken. Auch dieses Buch macht seinem Untertitel „Ein Provinzkrimi“ eindeutig alle Ehre. Und leider muss ich sagen, dass ich wenig „Krimi“ und eher „Humor“ bekommen habe. Das Buch ist trotzdem irgendwie unterhaltsam und man bekommt ganz nebenbei noch ein paar bayrische Rezepte freu Haus. Doch mir hat es trotzdem nicht so gut gefallen. Ich denke dass liegt vor allem daran, dass ich der bayrischen Sprache einfach nicht so viel abgewinnen kann (und mich diese sehr gestört hat, neben der gewöhnungsbedürftigen Mentalität) und wirklich lieber echte Krimis lese. Alle Fans von Rita Falk und ihren bayrischen Krimis werden aber sicher begeistert sein.  Ich persönlich mag aber lieber andere Bücher von ihr wie z.B. Funkenflieger. Vielen Dank an den dtv Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 3 Sterne

Rezension: Alias Mr. Grey

Natalie Luca – Alias Mr. Grey. Von drei Nerds, die auszogen, die Frauenwelt zu erobern

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  • Verlag: (Selbstveröffentlichung)
  • Seitenzahl: 166
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Fritz, Berni und Willi sind beste Freunde und totale Nerds. Bei Frauen haben sie bisher eher wenig Erfolg und das möchten Sie jetzt ändern. Sie erstellen sich ein gemeinsames Online-Flirt-Profil – Mr Lightgrey, Mr Mediumgrey und Mr Darkgrey die lustigen Herren. Schon nach kurzer Zeit blinkt der Briefumschlag das erste Mal…
  • Rezension: Die Autorin selbst hat mich auf ihren neuen Kurzroman für Erwachsene aufmerksam gemacht. Eigentlich dachte ich, dass es lange dauern würden, bis ich ihn lese, doch dann musste ich letzte Woche aufgrund ungünstiger Umstände unerwartet längere Zeit in „Offies“ verbringen. Mir war unglaublich langweilig, weil ich kein Buch dabei hatte und dann viel mir auf, dass ich ja dieses eBook herunterladen könnte, weil es nicht so groß ist und sich die entsprechende Mail noch in meinem Postfach befand, gesagt – getan. Kurze Zeit später war ich von den drei Jungs gefangen genommen. Jetzt hatte ich endlich ein paar Minuten zeit um das Buch zuende zu lesen und muss wirklich sagen, dass ich mich sehr gut amüsiert habe. „Alias Mr. Grey“ passt super zu seinem Untertitel „Von drei Nerds, die auszogen die Frauenwelt zu erobern.“ und ist eine tolle Lektüre für zwischendurch – aber wirklich nur für Erwachsene. Es ist unglaublich lustig gerade weil die drei Jungs und ihre Missgeschicke so authentisch rüber kommen. Ich kann ihn euch wirklich sehr empfehlen  – das super Buch für zwischendurch gerade an Tagen die nicht so super laufen bringt es euch sicher zum Schmunzeln.  Dieser Kurzroman für Erwachsene ist genau das richtige an einem stressigen Arbeitstag, an dem alles schief läuft. Vielen Dank an Natalie Luca, die  mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Isch hab Geistesblitz

Philipp Möller – Isch hab Geistesblitz

isch hab geistesblitz

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Seitenzahl: 304
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist das dritte Buch. Die ersten Beiden heißen „Ich geh Schulhof“ und „Bin isch Freak, oda was?!“
  • Inhalt: Eigentlich wollte der Ex-Leher Philipp Möller nie wieder unterrichten, doch dann wird er gebeten sich des Problemschüler Khalim anzunehmen. Und natürlich hat der 16-jährige eine völlig andere Sprache als Philip und auch seine Umgangsformen sind irgendwie anders. Aber trotzdem nimmt sich Philip Khalil helfen seinen Schulabschluss doch noch zu schaffen.
  • Rezension: Ich hatte schon viel über die Bücher von Philipp Möller gehört und wollte mir einfach selbst mal ein Bild machen. Leider kann ich jetzt nachvollziehen, wieso seine Bücher so polarisieren – entweder man liebt sie oder man mag sie gar nicht. Ich gehöre eher zu Letzteren, was sicher daran liegt, dass ich zum einen selbst Lehrerin bin und mir zum Anderen Berlin nicht wirklich nah ist. Mir ist das Buch einfach zu „krass“ und „nah an meinem Alltag“ – ich kann da nicht wirklich drüber lachen und nachdenken möchte ich über Schule in meiner Freizeit auch nicht ständig… Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass es viele Leser gibt, bei denen dieses Buch genau den Punkt trifft und ich muss zugeben, dass mir Khalil irgendwie trotzdem ans Herz gewachsen… Trotzdem kann ich persönlich das Buch ehr nicht weiter empfehlen.  Vielen Dank an das Team vom Bastei Lübbe Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 3 Sterne

Rezension: Wofür sitzen Sie eigentlich hier?

Andreas Schorsch – Wofür sitzen Sie  eigentlich hier? Geschichten vom DB-Servive-Point

DB Service Point

  • Verlag: Goldmann
  • Seitenzahl: 256
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Andreas Schorsch arbeitet an einem der vielen Service Points der Deutschen Bahn und kann daher aus erster Hand berichten was er dort tagtäglich erlebt.  Er begegnet dabei jeder Menge verschiedener Menschen: Senioren, Kindern, Fußballfans und gestressten Businessreisenden. Die Gespräche die er dort führt sind mehr als einmal ziemlich kurios, z.B. mit einer Dame die seit Jahren immer wieder vorbei kommt, um ihren verschollenen Koffer abzuholen.
  • Rezension: Ich wusste sofort, dass mir dieses Buch sehr gut gefallen würde, denn ich habe selbst schon sehr viele Stunden in Zügen und somit auch an Bahnhöfen verbracht. Dabei bin ich selbst mehr als einmal Zeuge geworden der zum Teil sehr kuriosen Gespräche an den Service Points. Und da Andreas Schorsch sein Wissen aus erster Hand bekommt und es ihm gelingt dieses auf überaus amüsante Art und Weise zu erzählen sind meine Erwartungen noch übertroffen worden. Ich musste mehr als einmal laut lachen und so hat mir dieses Buch die Wartezeit auf meine Weisheitszahn OP gestern wirklich auf sehr lustige Art und Weise verkürzt. Aber auch schon meine Eltern, bei denen ich das Buch am Wochenende zu lesen begonnen hatte, waren sofort überzeugt und konnten sich ein Lächeln nicht verkneifen. Ich kann euch dieses Buch wirklich sehr empfehlen, wenn ihr lustige Lektüre sucht, vielleicht ja sogar für die nächste langweilige Bahnfahrt. Vielen Dank an das Team vom Goldmann Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Oma Else startet durch

Thomas Letocha – Oma Else startet durch

Oma else startet durch

  • Verlag: Goldmann
  • Seitenzahl: 192
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der zweite Teil. Der erste Band heißt „Oma Else kann´s nicht lassen„.
  • Inhalt: Oma Else lebt glücklich mit ihrem guten Freund Mario (den sie in ersten Abenteuer kennen geratne hat) in einem kleinen Haus am Mittelmeer. Doch dann beschließt dieser von den einen auf den anderen Tag, dass er dringend zurück nach Deutschland muss. Oma Else hört lange nichts von ihm und beginnt sich Sorgen zu machen, da taucht Hardy auf uns sagt, er habe von Mario den Auftrag bekommen einige seiner Sachen für seine Söhne nach Deutschland zu holen. Oma Else versteht das Ganze nicht wirklich, macht sich aber dann gemeinsam mit Hardy in dem alten VW-Bus auf den Weg in den Norden. Natürlich verläuft diese Reise alles andere als langweilig und ein neues Abenteuer für Oma Else beginnt…
  • Rezension: Vor ca. 1,5 Jahre habe ich Oma Else kennen und lieben gelernt und mich unglaublich auf den zweiten Band gefreut. Und ich muss wirklich sagen, dass meine Erwartungen mehr als erfüllt worden sind. Oma Else ist einfach großartig und dem Autor geliebt es erneut sie so detailliert zu beschrieben, dass man sie förmlich vor Augen sieht. Ich finde es wirklich enorm, was dieses alte Dame alles erlebt und wie sie sich immer wieder selbst in Schwierigkeiten und Probleme verstrickt und dabei aber immer ihren ganz speziellen Charme versprüht. Aber auch dieses Buch hat zwischendurch wieder ernste Töne und das macht es so besonders. Oma Else hinterlässt wirklich Spuren im Leben der Menschen – das finde ich toll.  Ich hoffe es gibt noch ein drittes Abenteuer von Oma Else und kann euch die ersten zwei wirklich nur wärmstens ans Herz legen. Ihr solltet aber wirklich mit dem ersten Teil beginnen, da im zweiten immer wieder darauf Bezug genommen wird und man ihn hinterher nicht mehr mit dem selben Genuss lesen könnte.  Vielen Dank an das Team vom Goldmann – Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne