Rezension: Der Winter Transfer

Philip Kerr – Der Wintertransfer

Wintertransfer

  • Verlag: Klett-Cotta
  • Seitenzahl: 425
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Für Scott Manson ist die Weihnachtszeit immer sehr stressig, denn er arbeitet als Co-Trainer der Mannschaft vom Erstligisten London City. Und dann wird zu allem Überfluss auch noch die portugiesische Trainerlegende Zarco umgebracht. Scott versucht sofort herauszufinden, wer der Täter ist, dabei gerät er schnell und Fänge von Hinterzimmerdeals und Bestechungen der Liga und macht sogar Bekanntschaft mit der Russenmafia.
  • Rezension: Ich muss sagen, dass ich zuerst etwas skeptisch war, als ich von diesem Buch hörte, denn ich konnte mir nur schwer vorstellen, wie man einen guten Thriller schreiben möchte, der authentisch in der Welt des Profi-Fußballs spielt. Und wenn ich ehrlich bin, hatte ich gehofft einfach einen guten Thriller zu bekommen. Doch „leider“ muss ich sagen, dass ich mich getäuscht hatte, denn das Buch ist wirklich sehr gut recherchiert und spiegelt authentisch die Welt des Profifussballs wieder und davon verstehe ich einfach gar nichts, weshalb das Buch für mich phasenweise langweilig  und etwas schwer nachzuvollziehen war. das ist aber ja eigentlich eher mein Fehler als der des Autors ;-). Ansonsten hat mir das Buch gut gefallen, die Handlung ist sehr spannend und der Schreibstil sehr angenehm zu lesen. Trotzdem kann ich diesen Thriller wirklich nur absoluten Fußball-Fans empfehlen, denn ich fürchte allen anderen wird es gehen wie mir und sie werden sich ein wenig verloren fühlen. Leser, die aber Fußball genauso lieben wie ein spannendes Buch, die werden dieses Roman sicher verschlingen!
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Der Augensammler

Sebastian Fitzek – Der Augensammler

Augensammler

  • Verlag: Lübbe Audio
  • Länge: 4 CDs, Laufzeit: 310  Minuten
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Der Polizei-Jornalist Alexander Zorbach erzählt  von seiner Suche nach dem sogenannten Augensammler. Dieser brutale Psychopath entführt Kinder nachdem er deren Mutter umgebracht hat und stellt den Vätern ein Ultimatum, bis wann sie ihr Kind finden müssen. Läuft der Countdown ab bringt er die Kinder um und entfernt ihnen das linke Auge.  Unterstützung bekommt er von einer mysteriösen blinden Physiotherapeutin, die behauptet sie hätte immer mal wieder Visionen, wenn sie Menschen berührt. Diesmal hat sie den Augensammler behandelt und dabei jede Menge Details gesehen… Die Suche nach den verschwundenen Kindern nimmt Fahrt auf, besonders weil Alexander schnell selbst zum Verdächtigen wird…
  • Rezension: Ich habe im Winter mit Begeisterung Passagier 23 von Sebastian Fitzek  angehört und als ich dann in der Bücherhalle auf dieses Hörbuch gestoßen bin wusste ich, es ist genau das richtige für die nächste lange Fahrt. Und dem war so, die Geschichte hat mich und meinen Freund von Anfang an gefesselt, so sehr, dass wir es sofort zu Ende hören mussten als wir schon wieder zu Hause waren. Anfangs waren wir ein wenig verwirrt, weil die Kapitel irgendwie rückwärts laufen, aber nachdem wir uns daran gewöhnt hatten kann ich nur sagen, es ist wirklich eine geniale Idee, so den Countdown noch deutlicher zu machen. Die Handlung ist unglaublich spannend allerdings finde ich es irgendwie seltsam, dass dieses Medium auftaucht und Visionen hat. Klar es spielt eine zentrale Rolle, aber trotzdem…. Auch ist das Ende zwar sehr überraschend aber irgendwie meiner Meinung nach nicht ganz schlüssig. Details will ich jetzt aber nicht verraten und das Hörbuch ist es trotzdem absolut wert, angehört zu werden!
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Realmord

Ralph F. Wild – Realmord

Realmord

  • Verlag: dp Digital Publishers
  • Seitenzahl: 206
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Frank Mellendorf ist durch Öl zum Multimillionär geworden und gönnt sich nur selten Urlaub. Doch wenn, dann fährt er gern nach  Cannes. Zeitgleich hält sich auch der Regisseur Michael Mc Lorey dort auf, um einen ganz besonderen Film zu drehen. Die Hauptrolle soll Frank Mellendorf spielen, natürlich ohne sich besser bewusst zu sein…
  • Rezension: Diese Geschichte hat mich sehr neugierig gemacht, allein schon der Titel Realmord verspricht ja ein besonderes Buch. Die Rahmenhandlung ist auch wirklich mal etwas Besonderes  – sehr erschreckend die Vorstellung einen Mord nur deshalb zu begehen, um einen guten Film zu drehen. Dieses Buch macht sehr deutlich, wie viel Menschen zu tun bereit sind, wenn es um ihren eigenen Erfolg geht. Für mich persönlich war es ein wenig zu heftig. Durch die schnellen Wechsel der Kapitel war es fast wie bei einem Film – sehr passend zu dem Inhalt, aber für mich persönlich manchmal zu schnell und zu „abgeklärt“. Besonders die düsteren Momente waren mir zu heftig. Mein Fazit lautet daher, „Realmord“ ist ein wirklich gutes Buch aber für mich persönlich ein wenig zu realistisch und extrem.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Der Schneeleopard

Tess Gerritsen – Der Schneeleopard

Schneeleopard

  • Verlag: Limes
  • Seitenzahl: 416
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der elfte Band der Rizolli & Isles – Thriller.
  • Inhalt: In Botswana begeben sich einige Touristen auf eine Safari, die allerdings schnell für den ersten von ihnen zum Tode führt. War es ein Unfall oder Mord? In Boston wird die grausam zugerichtete Leiche eines bekannten Jägers und Tierpräparators gefunden. Gibt es einen Zusammenhang zu den Vorfällen in Botswana? Kann die Kommissarin Jane Rizzoli, gemeinsam mit ihrer Freundin der Pathologin Maura Isles und ihr Teams den Fall lösen?
  • Rezension: Ich kannte die beiden Ermittler Rizolli & Isles schon aus dem Fernsehen. Ich wusste aber bis vor Kurzem nicht, dass dieses Serie auf Büchern basiert. Daher war ich sehr begeistert, als ich von diesem Buch erfuhr und es auch noch gratis bekommen sollte. Es war noch spannender als die Filme – was kaum noch möglich gewesen ist – und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Am Anfang war ich ziemlich verwirrt, was die beiden Handlungsstränge miteinander zu tun haben und habe dann nach und nach immer mehr eigene – teils sogar richtige – Vermutungen angestellt. Wie sich dann aber am Ende alles zusammengefügt hat fand ich großartig und ich hätte nie mit dem Ende gerechnet. Ich kann euch diesen  Rizolli & Isles – Thriller wirklich sehr empfehlen, wenn ihr noch ein fesselndes Buch für den Urlaub sucht oder Ablenkung vom stressigen Alltag. Lasst euch nicht von dem Cover abschrecken, was wie ich finde leider gar nicht zu dem Buch passt und mich gar nicht angesprochen hätte.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Zerrspiegel

Katja Montejano – Zerrspiegel

Zerrspiegel

  • Verlag: SWB Media Publishing
  • Seitenzahl: 260
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Jazz muss zwei Schicksalsschläge auf einmal verarbeiten, denn es verschwinden gleichzeitig sowohl ihre Mutter als auch ihre Schwester.  Die Polizei kann nicht aufdecken was passiert ist, aber es steht die Vermutung im Raum, dass ein Serientäter dahinter steckt. Und der will Rache – wohingegen Jazz am Ende nur versucht zu überleben…
  • Rezension: Da ich schon wusste, dass ich den schreibst der Autorin mochte, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Es ist wirklich unglaublich spannend und nicht vorhersehbar. Leider bin ich mit den Charakteren nicht ganz warm geworden. Besonders Jazz hat mich verwundert, sie soll unter dem Asperger-Syndrom leiden, (Worüber ich gerade Infos in Comic-Form gelesen habe!) verhält sich aber Meinung nach nicht wirklich passend. Außerdem ist mir der Täter einfach viel zu heftig – zu crass für meinen Geschmack. Aber wenn das nicht abschreckt (man lernt ihn schon am Anfang kennen), dem kann ich dieses Buch empfehlen.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

Mario Giordano – Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

  • Verlag: Bastei Luebbe
  • Seitenzahl: 367
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: „Meerblick. Sonne. Ruhe. Mehr will Poldi nicht, als sie kurz nach ihrem sechzigsten Geburtstag von München nach Sizilien zieht. Dabei hat sie aber nicht mit der Familie ihres verstorbenen Exmannes gerechnet. Denn die, Sizilianer durch und durch, wollen Poldi natürlich das Dolce Vita nahebringen. Das war’s dann mit der Ruhe. Als wäre es damit nicht genug: Eines Tages verschwindet Valentino, der Poldi in Haus und Garten ausgeholfen hat, spurlos. Ist er etwa in die Fänge der Mafia geraten? Poldi macht sich auf die Suche – und kreuzt dabei schon bald den Weg des attraktiven CommissarioMontana… “ (Quelle: www.luebbe.de/tante-poldi-und-die-sizilianischen-loewen
  • Rezension: Ich muss zugeben, dass Tante Polt wirklich jemand ist, den man nicht so schnell vergisst und dem Autor wirklich eine ganz besondere Figur gelungen ist. Doch leider muss ich zugeben, dass sie mir so gar nicht sympathisch ist – sie ist mir zu laut, zu bestimmend und vor allem zu bayrisch. Ständig betont sie, dass sie aus der Nähe von München stammt und sie spricht einfach immerzu bayrisch. Da kann auch der an sich wirklich fesselnde Krimi nichts daran ändern, dass mir persönlich das Buch nicht gefällt. Aber ich habe etwas daraus gelernt, ich werde keine bayrischen Bücher mehr lesen , zumindest keine mit deutlich zu erkennenden bayrischen Einfluss und bayrischer Sprache. Daher empfehle ich diesen Krimi nur allen Bayern unter meinen Lesern.
  • Bewertung: 3 Sterne

Rezension: Verheissung

Jussi Adler Olsen – Verheissung 

Verheisung

  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 608
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der sechste Fall für den  für Carl Mørck und das Sonderdezernat Q.
  • Inhalt: Carl Mørck vom Sonderdezernat wird von Polizeikommissar Christian Habersaat aus Bornholm um Hilfe bei der Aufklärung eines unaufgeklärten Falls gebeten. Dieser siebzehn Jahre zurückliegenden Fall, bei dem eine junge Frau tot kopfüber in einem Baum hängend aufgefunden wurde, wurde schnell als Unfalltod deklariert. Doch Polizeikommissar Habersaat glaubt nicht an einen Unfall und ermittelt weiter. Kurz nach dem Anruf bei Carl Mørck begeht Habersaat Selbstmord und nachdem auch noch Habersaat Sohn tot aufgefunden wird, wendet sich das Sonderdezanat Q der Sache zu. Schnell wird klar, dass bei dem alten Fall tatsächlich ein Mord dahintersteckt. Die Ermittlungen führen sie nach Öland, zu einer esoterischen Gruppierung und in eine lebensbedrohliche Situation….
  • Rezension: Ich habe mich lange nicht an das Buch heran gewagt, weil ich wusste es ist der sechste Teil und ich kenne die ersten fünf Bände nicht. Da hatte ich Sorge, dass ich nur schwer in die Rahmengeschichte hineinfinden würde, weil mir die Hintergründe fehlen. Und dem war leider auch so, das Buch war zwar spannend aber ich hatte ständig das Gefühl, dass ich nicht alles verstehe und mir wichtige Infos fehlen… Daher war ich nicht wirklich begeistert von dem Buch. Doch dann sah eine Kollegin mich diese Buch lesen und war sofort Feuer und Flamme, sie sagte sie sei totaler Fan der Reihe und wolle sich dieses Buch unbedingt kaufen. Kurzerhand habe ich es ihr geschenkt und sie gebeten mir im Anschluss ihren Eindruck mitzuteilen. Aber am besten lasse ich sie jetzt selbst zu Wort kommen: „Nach „Erbarmen“, „Schändung“, „Erlösung“, „Verachtung“ und „Erwartung“ ist „Verheißung“ der sechste Fall für den Sonderermittler Carl Morck und seinen Kollegen Assad. Auch dieses Geschichte ist wieder im typischen Style von Adler Olsen geschrieben. Das Buch ist in zwei Handlungssträngen geschrieben, die in Verbindung zueinander stehen, sich nach einiger Zeit zusammenfinden, und rasant und unerwartet enden. An einigen Stellen sind die Beschreibungen zu detailliert, wodurch die Spannung leidet. Aber ab etwa der Mitte des Buches nimmt die Spannung zu und auch in diesem Buch erwartet einen am Ende wieder ein sehr spannendes Finale, was wieder mal überraschend und gelungen ist. Auch in diesem Band spielen die bekannten Protagonisten Carl, Assad und Rose wieder mit. Da dieses Buch jedoch hauptsächlich auf die Ermittlungen fokussiert ist, bin ich froh dass die Personen mir aus den vorherigen Bänden bekannt waren. Die Einblicke in die Privatleben, fehlen hier weitgehend und so wird es für einen „Neuleser“ schwierig bzw. unmöglich sich in die Charaktere einzufühlen. Mein Fazit: Auch wenn das Buch phasenweise zu langatmig geschrieben ist, ist es dennoch spannend und überraschend. Ich habe nach sechs Bänden eine emotionale Bindung zu den Charakteren und lebe mit ihnen mit. Auch wenn es nicht das beste Buch der Reihe ist, ist es trotzdem sehr unterhaltsam. Insgesamt eher Durchschnittsware, die gerne mehr Spannung beinhalte könnte. Ich wünsche mir vom nächsten Band allerdings mehr Entwicklung in den Figuren und mehr Einblicke in die Privatleben. Verheißung ist nur etwas für Menschen die die vorherigen Bände gelesen haben, Gefallen an der Carl-Mörck-Sonderdezernat-Q-Serie gefunden haben und die weiterhin ungeklärten Hintergründe der Gesamtgeschichte ergründen wollen.“ Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen und wünsche euch viel Spaß mit dem sechsten Fall der Serie um Carl Mørck und das Sonderdezernat Q. Vielen Dank an das Team vom dtv Verlag, die mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 4 Sterne