Rezension: Das Vermächtnis der Wanderhure

Iny Lorenz – Das Vermächtnis der Wanderhure

  • Verlag: Knaur
  • Seitenzahl: 720
  • Teil einer Reihe?: Ja
  • Inhalt:
    Als Maries Todfeindin Hulda erfährt, dass ihre Rivalin wieder schwanger ist, schmiedet sie einen perfiden Plan: Marie soll entführt und für tot erklärt werden. Zunächst scheint der Plan zu gelingen: Marie landet in den Händen eines Handelsherrn, der sie als Sklavin verkaufen lässt. Zusammen mit dem Sohn, den sie inzwischen geboren hat, gerät sie in den Besitz von Anna, Gemahlin des Neffen des Großfürsten von Moskau. Es gelingt ihr, Annas Vertrauen zu gewinnen, doch dann schwebt diese selbst in höchster Gefahr und muss fliehen. Als es Marie endlich gelingt, unter Einsatz ihres Lebens den Weg in die Heimat zu finden, muss sie feststellen, dass ihr geliebter Michel nicht mehr frei ist … (Quelle: http://www.droemer-knaur.de)
  • Rezension:
    Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Ich mag historische Romane sehr gerne, am liebsten solche mit starken Frauengestalten des Mittelalters. In Marie habe ich mich sofort verliebt, es ist beindruckend wie stark sie ist und wie sehr sie für ihre Interessen und die Menschen kämpft, die ihr wichtig sind. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, auch gerade den Menschen, denen der Film heute Abend gut gefallen hat und die etwas über die Vorgeschichte wissen möchten.
  • Bewertung: 

Rezension: Saeculum

Ursula Poznanski – Saeculum

  • Verlag: Loewe
  • Seitenzahl: 494
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Leben wie im Mittelalter, fernab von jeglicher Zivilisation mitten in einem Waldstück.  Eigentlich mag Bastian so etwas gar nicht, aber Sandra ist ja auch dabei… Kurz vor der Abfahrt erfährt er, dass ein Fluch auf dem Waldstück liegen soll und Bastian ist sich immer weniger sicher, ob das wirklich so ein gute Idee war. Eigentlich ist Bastian ja nicht abergläubisch, aber was da im Wald passiert ist ihm trotzdem irgendwie unheimlich und außerdem wird es mit der Zeit richtig gefährlich für ihn und die anderen – im wahrsten Sinne des Wortes lebensgefährlich. 
  • Rezension:
    Dieses Buch hat mir richtig gut gefallen. Es ist wirklich seeeeeehr spannend, an manchen Stellen sogar richtig gruselig und unheimlich. Ich kann euch nicht empfehlen es an einem dunklen Abend zu lesen, wenn ihr allein in eurer Wohnung sitzt. Die Geschichte ist so fesselnd und spannend geschrieben, dass man sofort mittendrin ist im Buch und mit Bastian mitfiebert und ebenfalls Vermutungen darüber anstellt, was hinter dem Fluch steckt. Die einzelnen Charaktere sind sehr authentisch und gefallen mir besonders deswegen so gut, weil sie komplexe Persönlichkeiten sind und eine Wandlung durchmachen und den Leser mit neuen Wesenszügen überraschen. Das Buch ist ein tolles und gleichzeitig erschreckendes Beispiel für die Folgen von Aberglaube und Eifersucht unter Familienangehörigen und Freuden.  Somit ist das Buch nicht nur spannend, sondern regt den Leser auch zum Nachdenken an, z.B. über Live-Rollenspiele, Eifersucht und Neid, sowie Aberglaube. Ebenso wie Ursula Poznanski sich in ihrem Buch „Erebos“ mit dem Thema „Computerspiele“ auseinandersetzt tut sie dies nun in diesem Buch mit dem Thema „Live-Rollenspiele“ indem sie eine spannende aber durchaus authentische Geschichte konstruiert und damit auf die Gefahren hinweist. Das finde ich genial und besonders gut für Jugendbücher, denn ich denke auf diese Art und Weise findet ein ganz besonderes und reflektiertes Nachdenken statt. Ich persönlich finde allerdings, dass in diesem Buch eine „Verwicklung“ „zu viel“, die „Nebengeschichte“ mit Simon hätte meiner Meinung nach nicht unbedingt eingebunden werden müssen. Damit öffnet sie eine neue Fragestellung, die dann nicht ausreichend behandelt wird, nämlich die Gefahr, die in einer falschen Partnerwahl stecken kann und wie man einer solchen Beziehung entfliehen kann. Dies wäre vielleicht Thema für ein neues Buch. Hier hätte mir als Beweggrund der Geschwisterkonflikt und die Enttäuschten Gefühle des verschmähten Kindes gereicht. Trotzdem kann ich das Buch sehr empfehlen, allerdings muss Thriller wirklich mögen. 
  • Bewertung: 

Rezension: Der Name der Rose

Umberto Eco – Der Name der Rose

  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 679
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Ein italienisches Benediktinerkloster im 14. Jahrhundert: Es gibt einen mysteriösen Todesfall und deshalb wird der Franziskanermönch William von Baskerville zur Hilfe geholt, der für seinen scharfen Verstand berühmt ist und früher für die Inquisition gearbeitet hat. Als macht dieser sich gemeinsam mit dessen Gehilfen Adson von Melk, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, zum Kloster und deckt dort einige mysteriöse Vorkommnisse auf. Damit macht er sich allerdings nicht nur Freunde und kann nicht verhindern, dass noch mehr Mönche sterben. Auch ein Buch spielt eine wichtige Rolle und ein blinder Mönch, der dieses um jeden Preis zu schützen möchte, damit es nicht in „falsche“ Hände gerät.
  • Rezension:
    Das Buch ist ein Klassiker, der auch verfilmt worden ist. Ich denke die meisten sind mit der Geschichte vertraut. Auch ich hatte schon viel über das Buch gehört, bevor ich es selbst gelesen habe. Die Geschichte an sich ist sehr spannend und regt an vielen Stellen zum Nachdenken an, z.B. über die Bedeutung des Lachens und des Glaubens an Gott. Leider fand ich es zeitweise etwas sehr ausführlich und dadurch etwas schwierig zu lesen. Das Buch ist aber trotzdem zu empfehlen, denn es ist spannend und man erfährt eine Menge über das Leben im Kloster des Mittelalters und über das Leben als Benediktinermönch.
  • Bewertung:  

Rezension: Arabesk. Die Abenteuer eines ritterlichen Pferdes

Kinster – Arabesk. Die Abenteuer eines ritterlichen Pferdes 

  • Verlag : Arena
  • Seitenzahl : 132
  • Teil einer Reihe? : Ja. Es ist der Start einer Trilogie. Der nächste Teil erscheint im Sommer 2012.
  • Inhalt:
    Ella ist ohne Eltern aufgewachsen und als ihre Amme immer älter wird, entscheiden sie sich schweren Herzens, dass Ella von nun an als Magd für den Ritter Schwartengrimm arbeiten soll. Dieser ahnt nicht, wie spannend die nächste Zeit wird. Nach einigem hin- und her tritt Ella bei einem richtigen Turnier an und ist dank ihres sprechenden Pferdes Arabesk auch sehr erfolgreich, obwohl Fürst Pinkerton gemeine Tricks auf Lager hat . Dort treffen sie auch auf den Kindermönch Urs, der auch noch ein Geheimnis mit sich bringt…
  • Rezension:
    Das Buch hat mir super gefallen. Eigentlich wollte ich nur mal kurz hineinschauen und jetzt haben ich es schon komplett gelesen. Die Geschichte ist total toll. Ella, Urs und Arabesk sind einfach sehr liebeswert und die Zeichnungen genau richtig. Besonders gut haben mir auch die thematischen Einschübe und die farblich gekennzeichneten Anmerkungen des Autors gefallen. Sie machen das Buch, neben den Zeichnungen und der ohnehin sehr guten Geschichte noch wertvoller. Die Geschichte endet mit vielen offenen Fragen und ich würde am liebsten jetzt schon erfahren, wie es mit Ella und Urs weitergeht, was die beiden verbindet und wie sich der Fürst Pinkerton und Ritter Schwartengrimm weiter entwickeln. Ich bin mir sicher auch Grundschulkinder werden das Buch lieben und davon beeindruckt sein wie mutig Ella ist.
    Mit dem Kauf dieses Buch wird die Aktion „KNISTERschool“ unterstützt, die sich zum Ziel gesetzt hat in Indien eine Schule für Kinder zu bauen, die sonst nicht zum Unterricht kommen könnten. Ich finde das ist eine tolle Idee, die viel Unterstützung verdient.
    Vielen Dank an den Arena-Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung:   

    Ein spannendes Buchquiz zu diesem Buch findest du auch unter www.antolin.de
    © Schroedel, Braunschweig

Rezension: Das flandrische Siegel

Marie Cristen – Das flandrische Siegel

  • Verlag : Knaur
  • Seitenzahl : 558
  • Teil einer Reihe? : Ja – Es ist der dritte Teil der historischen Flandern Saga:
    1. Beginenfeuer
    2. Die Stunde des Venezianers
    3. Das flandrische Siegel
    4. Der Damenfriede
  • Inhalt:
    Brügge im 15.Jahrhundert: Die christliche Kaufmannstocher Christina hat sich in einen Juden verliebt und will nicht den von ihrem Vater für sie ausgesuchten Ehemann heiraten. Auch ihr Bruder Lucas leidet sehr unter dem Vater. Außerdem wird die Familie erpresst. Es bleibt nur ein Ausweg: Die Flucht nach Venedig. Eine sehr beschwerliche und abenteuerliche Reise beginnt und am Ende kommt alles anders als geplant. 
  • Rezension:
    Dieses Buch war ein Zufallskauf, über den ich sehr froh bin, denn ich habe mich sofort in das Buch verliebt. Es ist ein toller, sehr spannend geschriebener historischer Liebesroman. Er beinhaltet mindestens vier wundervolle Liebes-geschichten: 1. Christina und Daniel: Wie stark die Gefühle der Beiden sind und welchen Mut und wie viel Kraft sie daraus schöpfen ist einfach toll. Sehr beeindruckend finde ich wie Christina aus Liebesgründen zum Judentum konvertieren möchte und vor allem aber, wie sie auf dem Schiff bleibt um den zum todgeweihten Daniel nicht im Stich zu lassen. 2. Hannah und Lucas: Es ist einfach rührend mitzuerleben, wie behutsam Lucas mit Hannah umgeht und wie unendlich viel Geduld sie mit ihm hat. Wie schön, dass ihre Gefühle, die Hannah seit Kindertagen empfunden hat, nun endlich erwidert werden als Lucas endlich ein Licht aufgeht und ihm deutlich wird, was er für Hannah fühlt. Es ist beeindruckend zu Lesen, wie die Liebe Wunden heilen kann. Hannah will für Lucas ihre Religion wechseln und  Christin werden, aber auch, weil sie findet der Gott der Christen ist ein segnender und nicht so strenger Gott wie bei den Juden. 3. Matthis und Anneke: Die Beiden nähern sich in diesem Buch nur sehr zaghaft an. Man merkt aber an Annekes Verhalten trotzdem deutlich, welche Kraft Menschen entwickeln können, wenn sie sich gegen ein Unrecht zur Wehr setzen wollen, das Menschen angetan wird, die ihnen etwas bedeuten. Leider kommen die beiden (in diesem Buch) aufgrund ihrer Standesunterschiede nicht zusammen. Ich hoffe allerdings sehr, dass dies u.a.  Inhalt des fünften Bandes ist. 4. Christian und Lionel: Einfach zum „dahinschmelzen“ wie sich der Kapitän der Esperanza alle erdenkliche Mühe gibt Christiana nach dem Tod von Daniel neuen Lebensmut zu schenken, indem er ihr z.B. die kleine Katze in die Obhut gibt, die sie fortan begleitet. Ich war beeindruckt von seinem Verhalten, besonders nach Christians Beichte. Es ist so schöööööön, dass die beiden am Ende heiraten. Auch wenn das beinahe wieder knapp an Christinas Selbst-zweifeln und ihrem Stolz gescheitert wäre. Sehr gut gefallen hat mir, wie alle drei Geschwister und Hannah ebenso eine starke Persönlichkeitsentwicklungen durchmachen, wie sich sich entwickeln und gestärkt aus diesen schlimmen Erfahrungen herausgehen und dabei über sich selbst hinauswachsen. Auch die anderen Charaktere des Buches sind sehr liebevoll geschildert. Mir gefallen dabei besonders die beiden Jungen Peter und Mauro, die zeigen wie stark Kinder in der damaligen Zeit schon sein mussten, die beide dabei aber so wahnsinnig liebenswert sind. Generell erfährt man während der Lektüre viele Informationen über das Leben im späten Mittelalter viele kleine Details aus dem täglichen Leben und insbesondere über das Christen- und Judentum. Das gefällt mir sehr gut. Man wird angerecht darüber nachzudenken, welche Bedeutung die Religion im Leben eines Menschen hat, was die Unterscheide  zwischen Juden und Christen ausmacht, welche Gemeinsamkeiten es gibt und wie eine Beziehung zwischen Menschen verschiedener religiöser Richtungen möglich ist. Dies ist eine Frage, die auch heute noch aktuell ist. Ich finde es toll, wie deutlich dieser Roman macht, dass Liebe ihren Weg findet auch gegen alle Hindernissen und Schwierigkeiten. Ich bin sehr begeistert von diesem Roman und bin schon sehr gespannt auf die anderen drei Bände und freue mich auf den fünften Teil, der im Frühling 2011 erscheinen soll.
  • Bewertung:  

Rezension: Catherine. Lady wider Willen

Karen Cushman – Catherine. Lady wider Willen

 

  • Verlag : dtv
  • Seitenzahl : 236
  • Teil einer Reihe? : Nein
  • Inhalt:
    Das Buch spielt 1290 in England. Der Vater der 14-jährige Catherine möchte diese gern möglichst „gewinnbringend“ verheiraten. Doch Catherine hat ihre eigenen Vorstellungen, wie ihr zukünftiger Ehemann aussehen soll und möchte auf keinen Fall eine langweilige aber wohlerzogene Lady werden. So gelingt es ihr dann auch viele der Bewerber abzuwimmeln. Aber irgendwann findet ihr Vater einen Bewerber, bei dem es ihr nicht gelingen will, ihn zu vertreiben und auch sonst ist Catherines Leben alles andere als langweilig.
  • Rezension:
    Das Buch ist sehr kurzweilig und es macht Spass es zu lesen. Ich denke das liegt vor allem auch daran, dass es wie ein Tagebuch der 14-jährigen Catherine aufgemacht ist und sich deshalb auch ihrer Gedanken und Ausdrucksweise bedient. Die Geschichte ist spannend und ich musste häufig schmunzeln, wenn Catherine mal wieder einen Bewerber vertreibt, indem sie sich z.B. als Dorfbewohnerin ausgibt und ganz im Vertrauen etwas schlechtes über Lady Catherine berichtet oder sie sich ein ihre Zähne schwarz anmalt. Besonders lustig ist es aber auch, dass ihr Vater häufig selbst der Grund war, dass sie Bewerber von ihr Abstand nahmen. Das Buch hat aber auch ernste Züge, wenn es z.B. um die Fehlgeburten der Mutter von Catherine geht. Außerdem vermittelt das Buch sehr gut, wie das Leben im Mittelalter für ein junges Mädchen aussah und wie ungewöhnlich Catherines Weg ist, sich gegen den Vater und seine Heiratspläne aufzulenhen. Dabei schildert die Autorin auch kleine, unwichtige Details des alltäglichen Lebens sehr liebevoll und einfallsreich. Catherine macht im Laufe des Buches eine Entwicklung durch und ist keines Falls ein eindimensionale Persönlichkeit. Ich finde es toll, wie sie sich  für Andere einsetzt und am Ende zu einer wichtigen Erkenntnis kommt, was es bedeutet man selbst zu sein. Ich denke, dass sich dieses Buch auch von Jugendlichen sehr gern gelesen wird und sich durchaus auch als Schullektüre zum Thema „Leben im Mittelalter“ eignet. Aber auch für Erwachsene ist es interessant zu lesen und durch das Lesen wurde mir neu bewusst, wie froh ich bin, nicht im Mittelalter zu leben und mir insbesondere meinen Partner selbst aussuchen und auch den Zeitpunkt der Hochzeit selbst bestimmen zu dürfen.
    Vielen Dank an den dtv-Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!
  • Bewertung: