Rezension: Flammen über Arcadion

Bernd Perplies – Flammen über Arcadion

  • Verlag: Egmond LYX
  • Seitenzahl: 528
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist Band 1.
  • Inhalt: Carya lebt in Arcadion, einer Stadt, die den Menschen die letzte Zuflucht in einer ansonsten öden und verwüsteten Welt bietet. Doch über diesen Ort herrscht der religiöse Orden des Lux Dei und dieser unterstreicht seine Macht indem er Angst und Irrglauben verbreitet. Der Freund ihrer besten Freundin wird von den Iquisitoren verhaftet und Carya lässt sich zu einer verzweifelten Tat hinreißen, die sie nun selbst zur Gejagten macht. Wird ihr die Flucht gelingen und kann ihr der junge Templer Jonan dabei helfen?
  • Rezension: Das Buch ist klasse, es spielt in der Zukunft aber greift die Inquisition wieder auf und hat damit Züge des Mittelalters, wie ich finde. Die Geschichte an sich ist sehr spannend und irgendwie beängstigend, weil sie so real anmutet. Ich mag mir nicht vorstellen, dass so etwas wirklich eintreten könnte. Und ich denke, dass ist auch ein Grund warum das Buch für Jugendliche sicher ähnlich fesselnd ist wie für Erwachsene. Daher könnte ich mir vorstellen, dass es sich auch als Schullektüre eignet, auf alle Fälle aber vielfältige Gesprächsanlässe bietet. Interessant ist auch wie die Themen, Technik und künstliches Leben aufgegriffen werden. Aber auch die Liebesgeschichte zwischen Carya und Jonan ist sehr besonders und zeichnet die wachsende Beziehung zweier starker Jugendlicher nach, die über sich selbst hinauswachsen um gegen Ungerechtigkeit und um das eigenen Überleben zu kämpfen. Das ist wirklich beeindrucken. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil und bin sehr gespannt wie es weitergeht in Arkadien. Vielen Dank an den Egmond LYX Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Vakuum

Antje Wagner – Vakuum

        

  • Verlag: Bloomsbury
  • Seitenzahl: 367
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Fünft Jugendliche, die eigentlich nichts gemeinsam haben, bis sich mysteriöse Dinge ereignen. Plötzlich bleibt die Zeit stehen, um 15:07 Uhr und alle Menschen verschwinden, alle bis auf Kora, Tamara, Leon, Hannes und Alissa. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden was passiert ist und müssen dabei auch gegen einen unerwartet auftauchenden Nebel kämpfen. 
  • Rezension:
    Ich habe mich sehr gefreut, als ich erfahren habe, dass ich ausgewählt wurde, dieses Buch zu rezensieren. Noch mehr gefreut habe ich mich dann, als ich das Buch in Händen hielt und auf der ersten Seite diese schöne, persönliche Widmung der Autorin entdeckt habe. Das Buch ist spannend von der ersten Seite an, man möchte sofort wissen, was die Jugendlichen verbindet und welche Geheimnisse sich in ihrer Vergangenheit finden lassen. Warum ist Kora im Gefängnis? Warum stellt Hannes immer um halb neun Schilder auf dem Golfplatz auf? Wer ist diese Nina, die im Leben von Alissa und Leon scheinbar eine so wichtige Rolle gespielt hat? Und vor allem, was ist in der Stadt passiert? Was hat das mit diesem seltsamen und gefährlichen Nebel auf sich? Fragen über Fragen – und die Antworten erfährt man erst nach und nach, die letzten Buchstäblich auf den letzten Seiten. Das Buch ist aber nicht nur sehr spannend, sondern es regt auch zum Nachdenken an über vielen Themen: Freundschaft, Schuld, Ehrlichkeit,Familie, Ehrlichkeit, Vertrauen und Zusammenhalt. Das Ende des Buches finde ich irgendwie komisch, nachdem ich den Rest des Buches verschlungen habe, war ich etwas enttäuscht. Es ist zwar stimmig und irgendwie überraschend und genial, aber mir persönlich bleiben zu viele Fragen offen, so dass das Ende dann doch etwas unbefriedigend bleibt. Toll finde ich aber, wie deutlich wird, dass die Jugendlichen nur dann gegen den Nebel gewinnen bzw. bestehen können, wenn sie zusammen halten und gemeinsam dagegen an kämpfen. Auch die Botschaft, dass es gut tut und irgendwie letztendlich „heil macht“ die Wahrheit zu sagen finde ich enorm wichtig und schön aufgegriffen. Ich kann verstehen, dass das Buch bereits einen Preis gewonnen hat und denke, dass es besonders bei jugendlichen Lesern großen Zuspruch finden wird. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, wenn du es lesen möchtest, findest du es z.B. hier.
    Vielen Dank an das Team von BlogDeinBuch und den Bloomsburry Verlag  , die mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.
  • Bewertung: 

Rezension: Stadt aus Trug und Schatten

Stadt aus Trug und Schatten

  • Verlag: Loewe
  • Seitenzahl: 415
  • Teil einer Reihe?: Ja
  • Inhalt: Floras Seele führt ein Doppelleben, denn wenn sie schläft begibt sich ein Teil von ihr in eine ander Welt und muss dort aufregende Abenteuer bestehen. Alle Seelen verbringen die Nacht in einer Traumwelt mit Namen Eisenheim. Doch normalerweise erinnern sich die Schlafenden nach dem Aufwachen nicht an ihre Erlebnisse. Die können nur die Wanderer und auch Flora wird eines Tages zu einem Wanderer und damit ändern sich nicht nur ihre Träume.
  • Rezension: Das Buch war einfach genial – eine wundervolle, märchenhafte Geschichte, die mich völlig in ihren Bann gezogen hat. Schon dieses wunderschöne Cover und die Bildchen zu beginn eines jeden Kapitels haben mich begeistert und das pink sowieso. Ich wusste sofort, dieses Buch muss ich lesen. Auch der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht. Nun habe ich gerade das Buch beendet und ich kann wirklich sagen, dass meine Erwartungen vollkommen erfüllt worden sind. Das Buch ist einfach toll, bis zum letzten Satz, dem schönen Ende der Danksagung. Ich hoffe es wird noch viele andere Bücher von Mechthild Gräser geben mit ähnlich wunderbaren Geschichten und Charakteren, die man einfach lieben muss. In Flora habe ich mich von der ersten Seite an verliebt, aber auch ihre Freunde in beiden Welten sind einfach toll. Auch die Geschichte an sich ist einfach traumhaft und hat trotz ihrer Leichtigkeit einen großen Tiefgang, der sich in den Details bemerkbar macht, in der so schwierige Themen wie Loyalität, Freundschaft und Vertrauen behandelt werden. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.
    Vielen Dank an den Loewe Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 

Rezension: Der Grashalm

Adrian Plass – Der Grashalm

  • Verlag: Brendow
  • Seitenzahl: 78
  • Teil einer Reihe?: Nein.
  • Inhalt:
    Der Autor Paul ist verheiratet, hat zwei Kinder und es gerade nicht leicht im Leben. Eines Abends geht er wie jeden Freitag in eine Kneipe, um sich dort mit seinem Kumpel Greg zu treffen. Doch diesmal verläuft der Abend anders als sonst, denn Greg ist gerade zum Glauben gekommen und er ist auch nicht allein gekommen. Diese Tatsache gefällt Paul nicht wirklich, eigentlich hätte er seinem Freund gern, wie es ihm geht. Und auch sonst läuft es in seinem leben gerade nicht wirklich rund. Am Ende eröffnet das Gespräch mit einem Grashalm für Paul den Weg heraus seiner Krise.
  • Rezension:
    Genauso wie schon „Der Besuch“ fand ich auch dieses Buch sehr schön und berührend. Pauls Leben und Probleme werden sehr einfühlsam erläutert. Ich fand es schön, mal ein Buch aus Sicht eines Mannes mit „den typischen Männerproblemen“ zu lesen, wie z.B. der Schwierigkeit Gefühle zu zeigen. Es  hat mich tief bewegt, zu lesen, wie Paul vor seiner Frau weint und ihr endlich zu sagen versucht, was ihn bewegt und wie es ihm dann leider wieder nicht gelingt. Miteinander ehrlich und offen reden zu können, die Sprachlosigkeit zu überwinden und wahre Gefühle zu zeigen ist für Beziehungen einfach unglaublich wichtig. Das ist mir anhand dieses Buches noch einmal sehr deutlich geworden. Auch das Problem als Nicht-Christ einem „frisch“ zum Glauben gekommenen Freund zu begegnen wurde meiner Meinung nach aus einer sehr interessanten Perspektive beleuchtet. Auch die Schwierigkeiten, die Eltern damit haben, ihre Kinder loszulassen sind mir durch dieses Buch noch deutlicher geworden und vielleicht verstehe ich meine Mutter und meinen Vater jetzt noch ein wenig besser. Das Highlight des Buches ist aber die Szene als Paul aus lauter Verzweiflung mit einem Grashalm spricht und ihm alles das sagen kann was ihn tief bewegt. Fast erschrocken stellt er fest, dass er wahrscheinlich gerade mit Gott gesprochen hat und was das schönste ist, Paul fühl endlich Frieden. Ich kann das gut nachvollziehen, dass Nachdenken in der Natur hilft sich zu sortieren und Gott (wieder) zu finden. Vielleicht gefällt mir gerade deshalb der letzte Satz so gut: „Da gibt es einen Grashalm, den ich dir gern vorstellen möchte“ sagt Paul zu seiner Frau und ich glaube fast, dass es für die beiden anschließend auch in ihrer Beziehung aufwärts gegangen ist. Das Buch ist einfach wundervoll und ich kann wirklich jedem empfehlen es zu lesen, es ist  nur ganz kurz aber wahnsinnig wertvoll.

    Vielen Dank an den Brendow Verlag der mir dieses Büchlein freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: