Rezension: Die Brüder Sass – geliebte Ganoven

Horst Bosetzky –  Die Brüder Sass- geliebte Ganoven

  • Verlag: Gmeiner
  • Seitenzahl: 217
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:Der biografische Kriminalroman , Untertitel „Wahre Verbrechen“, schildert das kurze Leben der Brüder Franz und Erich Sass als Geldschrankknacker im Berlin der 1920er Jahre und später in Dänemark. Die Handlung basiert zwar auf realen Begebenheiten, mit Personen, Daten und Ereignissen wird aber frei umgegangen. Erich und Franz entstammen einer zerrütteten Arbeiterfamilie. Zwar gibt es beide Elternteile, diese sind aber für die Kinder selten greifbar. Der Vater kümmert sich nicht um die Familie und die Mutter arbeitet viel und schwer, um ihre fünf Jungs und sich über die Runden zu bringen, also sind diese meist sich selbst überlassen. Die mittleren Söhne geraten schnell auf die schiefe Bahn, der älteste Bruder Paul kommt bald nach der Geburt zu einer Pflegefamilie, und nur der jüngste Bruder Hans besucht später mit Erfolg die Handelsschule und wird ehrbarer Kaufmann.Trotz dieses Hintergrundes wurden die Brüder Sass berühmt und das nicht nur durch überaus geschickt geplante und durchgeführte Beutezüge, die auf der genialen Idee beruhten, Banktresore mit Hilfe eines Schneidbrenners zu knacken. Da sie von dem erbeuteten Geld den Armen in Berlin in Robin Hood-Manier etwas abgaben, wurden sie zu Kultfiguren. Die Polizei, allen voran Kriminalsekretär Max Fabich, kommt ihnen zwar auf die Spur, aber man kann ihnen nichts nachweisen. Später, als die Nazis an die Macht kommen, fliehen sie nach Dänemark, wo sie ihr Handwerk weiter ausüben. Wegen Nichtigkeiten- wie abgelaufene ( gefälschte ) Pässe- werden sie nach Deutschland ausgeliefert und nach zwei Jahren Untersuchungshaft verurteilt und mit 36 bzw. 34 Jahren hingerichtet.
  • Rezension: Der Roman ist kurzweilig geschrieben, geschmückt mit Milieuschilderungen des damaligen Berlins. Erfrischend auch die immer wieder eingeflochtene Berliner Mundart. Die Familie wächst dem Leser ans Herz und man fiebert mit bei den akribischen Vorbereitungen der Beutezüge. Über weite Passagen lässt der Autor den Leser teilhaben an den logischen und zielgerichteten Planungen der Brüder, und man erkennt die praktische Intelligenz der beiden. Sie sind der Polizei haushoch überlegen und vergackeiern sie, z.B. durch den genialen Coup, mit Hilfe der abgetrennten Hand eines Toten irreführende Fingerabdrücke zu hinterlassen. Dass die Brüder niemanden verletzen und gegenüber der Polizei nicht kuschen sondern souverän argumentieren, macht sie nur noch sympathischer. Das alles liest sich sehr vergnüglich. Eher berührend und mitfühlend wird es, als der Autor die brüderlichen Gedanken nach dem Scheitern einiger Versuche schildert. Beide sind Stehaufmännchen und handeln nach dem Prinzip: „Jetzt erst recht.“ Sie wissen, dass sie keine Alternative haben. Sie haben einander und eine logische und umsichtige Denkweise, die sie zum Überleben brauchen. Dazu kommt das “gute Herz“ und der Autor schafft es, dass der Leser bei den Schilderungen des Jahres 1940 richtig traurig über die Hinrichtungen und damit über das Ende der Geschichte ist. Der Stil ist gradlinig vordergründig, eher “dem Volk aufs Maul geschaut“, aber das ist der Geschichte durchaus angemessen. Was hätte aus den Brüdern bei einem andern familiären Hintergrund alles werden können!!
  • Bewertung: 

Zwei Karten für die Buchpräsentation „Wie ein springender Delfin“ von Mark Lowery in Berlin zu gewinnen

Heute gibt es zwei Karten für die Buchpräsentation „Wie ein springender Delfin“ von Mark Lowery am 27.09.17 in Berlin zu gewinnen.

Wer Interesse hat schreibt mir bitte. Wer zuerst schreibt, bekommt die Karten…

Für alle anderen gibt es in Kürze ein Exemplar zu gewinnen!!!

WZ_Lowery_Wie ein springender Delfin

Erinnerung: Comic Festival Hamburg startet in zwei Wochen

Zum elften Mal zelebriert das Comicfestival Hamburg in diesem Herbst die Vielfalt und Lebendigkeit der Independent-Comicszene.

Vom 05. bis zum 08. Oktober 2017 wird Hamburg zum Treffpunkt für große und kleine Comicbegeisterte. Mit lokalen und internationalen Gästen wie Anke Feuchtenberger oder Jillian Tamaki, mit zahlreichen Ausstellungen und Lesungen, einem großen Kindercomicprogramm sowie der aus den Vorjahren bekannten Verlagsmesse möchte das Comicfestival Hamburg auf aktuelle Comics, neue und etablierte Künstler*innen und frische Bewegungen der Szene aufmerksam machen.

Mehr infos findet ihr unter: www.comicfestivalhamburg.de

SUB September

Diesen Monat schaffe ich es leider erst sehr spät meinen SUB zu veröffentlichen…. und inzwischen müsste ich auch ca. 15 Rezensionen online stellen. Bitte habt noch etwas Geduld….

Stapel Ungelesener Bücher

  1. Jorn Precht – Das Geheimnis des Dr. Alzheimer (RE Gmeiner)
  2. Hajo Schuhmacher – Solange du deine Füße (…) (RE Verlag)
  3. Gino Sich (u.a.) -Dungeons & Workouts (RE Meyer & Meyer Verlag)
  4. Sandra Hünger – Kinderjahrbuch 2018 (RE Autorin)
  5. Maria del Carmen Limberger – Die Elfenapotheke (RE Autorin)
  6. Thomas Bauer – (…) fremdes Japan (RE Autor)
  7. Thomas Bauer, Bruno Mazza – Italien Erwandern (…)  (RE Autor)
  8. Ilka Piepgras – Wie ich einmal auszog, den Tod (….) (RE DROEMER)
  9. Hans-Ulrich Grimm – Gummizoo macht Kinder froh (…) (RE DROEMER)
  10. Martin Grundwald – Homo Hapticus (RE DROEMER)
  11. A. Rossa – Circus Baldoretti (RE Autor)
  12. Christoph Probst- Weiße Rose.Briefe gelesen (…) (RE ucello Verlag)
  13. Stina Lund – Preiselbeertage (RE Rowohlt)
  14. Hans de Beer – Kleiner Eisbär (…) (RE Nord Süd Verlag)
  15. Judith Grindl – Das Leben meines besten Freundes (RE Knesebeck)
  16. Barbara Pachl-Eberhart – Federleicht (…) (RE INTEGRAL)
  17. Jesper Juul – Essen kommen (…) (RE BELTZ)
  18. Ilona Reny – Thomas und das Meer (RE Katja Verlag)

Diese Bücher lese ich gerade.

 Diese Titel habe ich bereits gelesen und (hoffentlich bald) rezensiert.

Erinnerung: In einer Woche ist der Weltalphabetisierungstag

Am Welttag der Alphabetisierung erinnert die UNESCO an die Bedeutung von Alphabetisierung und Erwachsenenbildung. Lesen und schreiben zu können, ist Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Dies zu erlernen, ist in vielen Regionen der Welt jedoch noch immer ein Privileg. Weltweit können etwa 758 Millionen Menschen nicht lesen und schreiben. Fast zwei Drittel von ihnen sind Frauen und Mädchen. Jedes Jahr am 8. September begeht die UNESCO den Welttag der Alphabetisierung und macht damit auf den Stand der Alphabetisierung weltweit aufmerksam.

Quelle: www.unesco (…) alphabetisierungstag.

Ich darf bei einer spannenden Aktion mitmachen: /www.stephienchen.de/weltalphabetisierungstag-am-8-september/

Rezension: Fräulein Schmalzbrot & Billie Ballonfahrer kriegen Besuch

Rieke Patwardhan – Fräulein Schmalzbrot & Billie Ballonfahrer kriegen Besuch

  • Verlag: Knesebeck
  • Seitenzahl: 144
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der zweite Band mit Geschichten von Fräulein Schmalzbrot und Billie Ballonfahrer
  • Inhalt: Fräulein Schmalzbrot und Billie Ballonfahrer sind Schwestern und eigentlich verstehen sie sich richtig gut. Daher ist es auch kein Problem, dass sie sich kurzfristig ein Zimmer teilen müssen, da ihr Opa aus Indien zu Besuch kommt. Doch langweilig wird es natürlich nie und die beiden erleben so manches Abenteuer.
  • Rezension: Allein schon die Namen der beiden Schwestern und das Cover sind einfach großartig und unglaublich lustig. Sie versprechen auf ein tolles Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legen kann und an dem nicht nur Kinder ihren Spaß haben. Und genau das bekommt man. Eigentlich mag ich keinen Regen, aber am letzten Samstag war ich froh, dass ich so sehr viel zeit zum (Vor-)Lesen dieses Buches hatte. Und wir hatten jede Menge Spaß. Die Mädels sind wirklich große klasse. Man kann das Buch aber auch sehr gut über einen längeren Zeitraum z.B. in der Frühstückspause oder abends vor dem Einschlafen lesen. Die einzelnen Geschichten sind in sich abgeschlossen und bauen trotzdem aufeinander auf. Ich bin total begeistert und kann das Buch nur wärmstens weiter empfehlen.
  • Bewertung: 

Das Buch erscheint erst am 17.8.17.