Baby Pixi Bücher sind super

Inzwischen haben wir schon 8 Baby-Pixi Bücher (vielen Dank an den Carlsen Verlag, der mir ein paar zur Verfügung gestellt hat). Ich bin von der Vielfalt wirklich sehr begeistert. Es gibt solche, die eher wie Wörterbücher bzw. Sachbücher aufgebaut sind und andere, in denen man richtige kleine Geschichten findet. Es gibt sie in drei Stufen (+ 9, +12 und + 18 Monate) wobei der Grad der Komplexität zunimmt. Allen ist aber gemeinsam, dass sie wasserfest, reißfest und schadstofffrei sind und es richtig Spaß macht in ihnen zu blättern auch schon für kleine Leser. Sie machen dabei alles mit und sind so klein und leicht, dass sie in jede (Wickel-)tasche passen und ganz nebenbei lernen schon kleine Kind die Welt der Bücher kennen und lieben.
Weil ich so begeistert von diesen Büchern bin, werde ich nach und nach immer mehr Baby-Pixi Bücher vorstellen und auch eine Übersicht zusammenstellen.

Rezension: Köstlicher Orient. Eine Geschichte der Esskultur

Peter Heine – Köstlicher Orient. Eine Geschichte der Esskultur

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  • Verlag: Wagenbach
  • Seitenzahl: 240
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Zuerst war ich enttäuscht: Ich hatte ein orientalisches Kochbuch erwartet mit appetitanregenden Bilder der Opulenten Küche des Orients. Doch weit gefehlt: Zwar gibt es Rezepte, die, außer dass sie hellgrau unterlegt sind mit zauberhaften Miniaturen von Menschen und Tieren gekennzeichnet sind, aber ansonsten steht die Esskultur im Vordergrund und das Bekanntmachen mit den orientalischen Küchen. Und das ist wirklich lesenswert!
  • Rezension:  Wie immer ist die Umschlaggestaltung zauberhaft: ein in Blautönen gehaltenes Mosaik aus dem Orient, dazu ein dunkelblaues Lesebändchen, das auch dringend notwendig ist. Der Autor schildert so viele Richtungen der orientalischen Esskultur, die dem Laien – wie mir – fremd sind aber höchst informativ und erstmal im wahrsten Sinne des Wortes verdaut werden müssen. Mit dem Buch hält man eine Kulturgeschichte in der Hand, die garniert ist mit Kochrezepten, Aufschluss gibt über Gewürze und Zutaten, Essgewohnheiten, Köche und Köchinnen und die regionalen Unterschiede in der orientalischen Küche, so z.B. die arabische Küche, die osmanische, die persische, die Moghul Küche. Abgerundet wird die einzigartige Kultur durch einen Exkurs darüber, was Politik und Wirtschaft mit den Speisen zu tun haben. Klingt theoretisch liest sich aber wie das ganze Buch höchst unterhaltsam. Schön ist auch, dass man die einzelnen Abschnitte, acht an der Zahl, nach eigener Neugier lesen kann und das ohne Verständnisverlust, weil man das vorherige Kapitel nicht gelesen ha. So bin ich gleich mitten rein gesprungen in das Kapitel Döner und Falafel – Orientalische Küche in Europa und wurde bestens informiert und kurzweilig unterhalten. Man erfährt auch im Schlusskapitel, dass bei Tisch witzige Anekdoten über Essen und Trinken, Gedichte darüber und die Kochkunst selbst üblich sind. Besonders kurze Gedichte werden gern rezitiert und es entwicklen sich spontan Wettbewerbe, wer die meisten Gedichte aufsagen kann. Hier ein Beispiel:

    Sonne Mond und Sternespiegeln im Flusswasser sich gerne.Dann werden die Sonne ein Brot und die Sterne Eierund der Vollmond ein Büffels im Weiher.

    Im Anhang befinden sich ein Verzeichnis der Rezepte (z.B. ein Fischrezept, bei dem der Kopf gebacken, die Mitte gekocht und der Schwanz frisiert wird!), eine alphabetische Zutatenliste, eine Zeittafel von der Entstehung des ersten muslimischen Staates (622) bis zur Entkolonialisierung der muslimischen Staaten 1945 -1955 und Empfehlungen zum Weiterlesen und Kochen. Ein rundherum gelungenes Buch.

  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Shackeltons Reise

William Grill – Shackeltons Reise

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  • Verlag: Nord Süd
  • Seitenzahl: 80
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Schon als kleines Kind träumt der spätere Polarforscher Ernest Shackleton davon einmal mit einem Schiff in die Arktis zu reisen. Später setzt er dieses Traum wirklich in die Tat um. Von seinen Abenteuern an Bord der Endusance, dem Sinken im Packeis und der anschließenden Rettungsaktion erzählt dieses Bilderbuch.
  • Rezension: ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil es kürzlich auf der Leipziger Buchmesse  von der Kritikerjury des für den Deutschen Jugendliteraturpreises 2016 in der Sparte Sachbuch nominiert wurde. Das hat natürlich mein Interesse geweckt und ich muss sagen, dass ich die Jury wirklich verstehen kann, denn das Buch ist großartig und sehr lehrreich. Die Geschichte ist gleich sehr spannend und informativ und die Illustrationen unterstützen den besonderen Flair des Buches und haben einen ganz eigenen Charme. Ich bin mir sicher, dass nicht nur Kindern sondern auch Erwachsene sehr viel Spaß daran haben werden werden durch dieses Buch die Geschichte von Ernest Shackleton kennen zu lernen und ganz nebenbei etwas über die damalige Zeit und eine Expedition mit dem Schiff sowie die damit verbundenen Gefahren zu erfahren. Besonders beindruckend ist die Handlung natürlich dadurch, dass man weiß, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt und sich das Ganze wirklich so zugetragen hat. Ich kann dieses ganz besondere Bilderbuch daher nur wärmstens empfehlen, für große und kleine Polarfans und Abenteuer – so wird Geschichte lebendig.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Über die Wolken

Gerhard Josten – Über die Wolken

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  • Verlag: Re Di Roma (Books on Demand)
  • Seitenzahl: 296
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: „Dreiviertel unserer Erde sind sehr wechselhaft von Wolken bedeckt. Diese himmlischen Gebilde genießen unter uns Menschen eine recht unterschiedliche Wahrnehmung. Im Bereich der diversen Künste und der Literaturen spielen Wolken eine recht unterschiedliche Rolle. Erst bei näherer Betrachtung wird eine gewisse Vielfalt in der Deutung und Wahrnehmung deutlich. Dem Autor dieses Buchs ist es gelungen, neben sehr vielen bekannten auch unbekannte Co-Autoren für seine vielfältige Anthologie über die Wolken zu gewinnen. Nicht nur berühmte Poeten wie Goethe oder Brecht kommen hier zu Wort, sondern es äußern sich auch viele Liebhaber der Wolken in sehr vielen Facetten. Bilder spielen dabei eine nur untergeordnete Rolle, weil die besondere Art der diversen persönlichen Sichtweisen und Beurteilungen hier im Vordergrund stehen soll ? und weil sich Wolken in unseren Breiten ohnehin in großer Fülle am Himmel präsentieren.“ (Quelle: http://www.bod.de/buch/-gerhard-josten/ueber-die-wolken/l)
  • Rezension: Zuerst war ich ein wenig überrascht, über den Titel, denn eigentlich müsste es „über den Wolken“ heißen, dachte ich. Aber genau das ist der Unterschied , den das Buch macht, es handelt sich hier wirklich um ein Buch „über die Wolken“. Es war sehr spannend darin so viele verschiedene Texte über „Wolken“ zu lesen, ich hätte gar nicht damit gerechnet, dass wirklich so viele unterschiedliche Autoren sich näher damit beschäftigt haben. Wer mal etwas anderes lesen möchte, dem kann ich dieses Buch wirklich empfehlen, es ist etwas für zwischendurch. Man kann es immer wieder zur Hand nehmen und einen anderen Text lesen.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Du bleibst was du bist

Marco Maurer – Du bleibst was du bist. Warum bei uns 

Du bleibst was du bist

  • Verlag: Droemer
  • Seitenzahl: 384
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: In Deutschland gilt nach wie vor das Prinzip der sozialen Auslese satt Bildungsgerechtigkeit. Das hat auch der Autor Marco Maurer erlebt, denn er gehört zu den nur 23% der Nicht-Akademikerkinder, die es geschafft haben zu studieren. Aber das war alles andere als leicht. In seinem Buch erzählt er woran das liegen könnte. Er spricht dafür mit Bildungsforschern, Neurowissenschaftlern, Psychologen und natürlich vielen selbst Betroffenen.
  • Rezension: Ich bin selbst Lehrerin in einem sozialen Brennpunkt und daher liegt mir die Thematik besonders am Herzen. Außerdem habe auch ich studiert ohne das meine Eltern selbst einen Uni-Abschluss haben. Das Buch ist sehr lehrreich, allerdings phasenweise etwas schwer zu lesen. Man sollte es nicht an einem Stück lesen, sondern immer mal wieder ein Kapitel. Vielleicht rüttelt es den einen oder anderen auf und trägt dazu bei, dass sich die Verhältnisse in Deutschland doch wieder zum Positiven verändern und nicht weiter gilt, „du bleibst, was du bist“. Wer an der Thematik interessiert ist, dem kann ich das Buch wirklich empfehlen, es ist eine gute Grundlagenlektüre, die offen mit dem Thema umgeht.
  • Bewertung: 4 Sterne

Rezension: Wo gehts denn hier zum Glück?

Maike van den Boom – Wo gehts denn hier zum Glück?

Wo gehts denn hier zum Glück

  • Verlag: Random House Audio
  • Länge: 4 Audio-CDs, ca. 286 Minuten
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Maike van den Boom macht sich auf den Weg in die 13 glücklichsten Länder der Welt, um herauszufinden, was wirklich glücklich macht. Und sie findet heraus, dass die Zutaten zum Glück eigentlich gar nicht so schwer sind und sich überall auf der Welt sehr ähnlich sind.
  • Rezension: Schon das Cover und die Einleitung des Hörbuches, gelesen von der Autorin selbst, fand ich einfach großartig und je mehr ich dann der Stimme von Shary Reeves gelauscht habe. Besonders beeindruckt hat mich schon zu Beginn, dass deutlich wird, dass man sich keinen Glücks-Stress machen soll und dass sich die Wege zum Glück in den verschiedenen Ländern gar nicht so sehr voneinander unterscheiden, sondern nur die Art und Weise wie die Menschen es genau äußern und konkret ausleben. Aber immer wird deutlich, dass u.a. die Menschen besonders glücklich sind, die besonders viel Zeit in Gemeinschaft verbringen, mit ihren Freunden und ihrer Familie – auch hier variiert stark wer als solche wahrgenommen wird. Das war dann für mich auch das extrem spannende an diesem Hörbuch, zu erfahren, welche Unterschiede es trotz der großen Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Ländern gibt. Dabei hat es Mike van den Boom geschafft sehr unterhaltsam und authentisch von ihrer Reise zu berichten und die einzelnen befragten Menschen und Kulturen vorzustellen. Mir hat das Hörbuch wirklich unglaublich gut gefallen und ich kann es nur weiterempfehlen – es ist sehr informativ und regt zum nachdenken an und außerdem macht es einfach Spaß es zu hören. Vielen Dank an das Team vom Random House Audio Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Hubble. Das Universum im Visier

Oli Usher / Lars Lindberg Christensen – Hubble. Das Universum im Visier

Hubble

  • Verlag: WILEY-VCH
  • Seitenzahl: 170
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Das Weltraum-Teleskop Hubble bietet ungeahnte Möglichkeiten das Universum zu beobachten. Über seine Geschichte, Ergebnisse und die Zukunft wird in diesem Buch berichtet, ergänzt durch zahlreiche großformatige Abbildungen und eine DVD.
  • Rezension: Nachdem ich im Dezember mal wieder zu Besuch im Planetarium war, kam dieses Buch genau richtig. Das Universum finde ich unglaublich spannend und die Informationen aus diesem Buch haben mich viele neue Details entdecken lassen. Die Bilder sind unglaublich schön und wirken fast wie Kunstwerke und nicht wie pure Forschungsergebnisse, wenn ich mich nicht schon vorher dafür interessiert hätte, wäre mein Interesse nach diesem Buch auf alle Fälle geweckt worden. Die darin vorstellten Fakten zu Hubble sind so einfach beschrieben, dass man sie auch als Laie verstehen kann aber trotzdem sehr umfassend gerade auch durch die Abbildungen und vor allem die DVD. Ich kann es kleinen und großen Sternen-Fans auf jeden Fall wärmstens ans Herz legen. Vielen Dank an den WILEY-VCH Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne