Rezension: Miese Opfer

Silas Matthes – Miese Opfer 

Miese Opfer

  • Verlag: Oetinger34
  • Seitenzahl: 192
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Leo und Fred sind beste Freunde und genießen  ihre Ferien. Doch leider beginnt in wenigen Tagen wieder die Schule und dann werden die beiden auch wieder auf ihren Mitschüler Sebastian treffen, der sie ständig fertigmacht. Doch irgendwann hält Leo das Mobbing nicht mehr aus und beginnt sich zu wehren und auch Fred findet, dass es an der Zeit ist etwas zu ändern. Doch wie weit werden sie dabei gehen…
  • Rezension: Der Roman hat ein sehr ansprechendes Cover und behandelt ein meiner Meinung nach sehr wichtiges Thema, nämlich Mobbing unter Jugendlichen. Dabei sind die Protagonisten Fred und Leo wirklich unglaublich sympathisch und authentisch – man versteht sehr gut, warum sich die beiden nicht trauen etwas zu erzählen und wie es ihnen irgendwann einfach zu viel wird. Dabei hat das Buch trotz seines ersten Themas aber auch sehr lustige Passagen und ist sehr unterhaltsam und spannend geschrieben. Besonders gut gefällt mir das Ende und das es kein bisschen belehrend wirkt. Daher kann ich es mir auch sehr gut als Lektüre im Unterricht und als Hilfe für betoffene Jugendliche und zu generellen Sensibilisieren für das Thema vorstellen. Aber auch einfach so kann ich das Buch absolut empfehlen – ein großartiges Debüt.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Linkslesestärke oder die Sache mit den Borten und Wuchstaben

Anja Janotta – Linkslesestärke oder die Sache mit den Borten und Wuchstaben

LInksleseatärke

  • Verlag: cbt
  • Seitenzahl: 240
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:  Mia ist ein ganz besonderes Mädchen und sie hat eine Linkslesestärke, denn  Rechtschreibung ist nicht zu ihr Ding, aber dafür ist sie die perfekt in der Kunst des  Buchstabenverdrehens. Leider hat sie es in der Schule nicht so wirklich leicht, was unter anderem auch daran liegt, dass es ihr so schwer fällt, sich Namen zu merken. Auf einmal scheinen sich alle gegen sie verschworen zu haben. Doch woran liegt das und wer steckt dahinter?
  • Rezension: Vor etwas  zwei Woche habe ich eine Mail bekommen mit folgendem Wortlaut: „Liebe /lieber …denNamenhabeichjetztleidervergessen, ich heiße Rebecca, bin zehn Jahre alt und habe eine full-mien-TanteRechtschreibschwäche. (…) Weil meine Mama mich aufmuntern wollte, wollte sie mir ein Buch kaufen mit einer Heldin, der es ähnlich geht wie mir. Aber leider – sie hat irgendwie keins gefunden. Es gibt nur Ratgeber für Eltern, aber keines, was wir Kinder lesen können. Dabei sollen wir LR-Schwächlinge doch möglichst viel lesen! Also hat meine Mama kurzerhand ein Mutmachbuch selber geschrieben: „Linkslesestärke, oder Die Sache mit den Borten und Wuchstaben“.(…)“ Ich war sofort von diesem Buch begeistert, weil seine Entstehung und dieses Mal mich tief berührt haben und habe mich unglaublich gefreut, als ich es am Wochenende in den Händen hielt. Eigentlich habe ich gerade ein ganz anderes Buch gelesen, aber ich könnte Mias Geschichte einfach nicht mehr aus der Hand legen. Und ich finde dieses Buch ist auch perfekt um damit meine Schulferien einzuläuten. Jeden Tag habe ich dort mit Kindern zu tun, die ebenso wie Mia unter einer Rechtschreibschwäche leiden. Ich werden meiner Klasse nach den Ferien 100%-ig dieses wundervolle Buch vorlesen, obwohl man es ja eigentlich selbst lesen muss, und bin mir sehr sicher, sie werden genauso viel Spaß daran haben wir ich und die Kinder, denen die richtige Rechtschreibung auch so unglaublich schwer fällt werden darin sicher ein wenig Trost finden. Es ist wirklich toll, dass es jetzt endlich ein Buch gibt mit einer Heldin, die es nicht so hat mit dem Rechtschreiben. Aber auch sonst ist dieses Buch einfach großartig, wa nicht zuletzt daran liegt, dass ich mich sofort in diese freche und lebenslustige Mia verliebt habe, die sich ihre Mut, ihren Humor  und Optimismus nicht nehmen lässt, egal, was  passiert. Mobil ist ein wichtiges Thema auch schon unter Grundschulkindern und dieses Buch greift auch dieses Thema wie ich finde sehr sensibel und auf besonders schöne Art und Weise auf und kann sicher dazu beitragen, dass es dem einen oder anderen Mobbing-Opfer besser geht und es etwas weniger Mobbing gibt, weil auch die stille Zuhörern angeregt werden etwas dagegen zu tun. Und zu letzt ist es auch eine wundervolle Geschichte über Freundschaft und Mut. Die Krönung sind diese tollen Illustrationen, die die Worte, auch wenn dieses schon für sich sprechen, perfekt unterstützen und noch lebendiger machen. Ich kann dieses Buch allen Kindern, Eltern und Lehrern nur wärmstens ans Herz legen und ganz besonders denen unter euch, die auch froh sind, dass es inzwischen Rechtschreibprogramme auf Computern gibt, die Menschen mit Rechtschreibschwäche unterstützen. Das Buch ist einfach großartig und es erscheint heute, ihr solltet es euch alle sofort kaufen :). Und wisst ihr was das Beste ist? – Es wird noch eine Fortsetzung geben! Wenn ihr die Zeit bis dahin so wich ich kaum erwarten könnt und einfach nicht genug von der „Linkslesestärke“ bekommen könnt, dann schaut doch einfach mal auf http://linkslesestaerke.de vorbei.  Vielen Dank an die Autorin des Buches und das Team vom  cbt Verlag, der mir dieses eBook freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

Rezension: Kim kann stark sein

Elisabeth Zöller – Kim kann stark sein 

  • Verlag: Loewe
  • Seitenzahl: 32
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:
    Kim ist auf dem Weg in den Kindergarten und wieder einmal bedrohen Sie auf dem Weg die große Grit und der fiese Fritz, zwei Kinder aus ihrem Kindergarten. Kim macht sich klein und erzählt nix, weil sie denkt ja doch nix machen zu können. Doch als die beiden ihre „Schatzkiste“ kaputt machen ändert sich etwas: Kim merkt dass sie doch etwas tun kann, nimmt allen ihren Mut zusammen und springt über ihren Schatten.
  • Rezension:
    Dieses Buch ist einfach toll, die Illustrationen einfach wundervoll und die Geschichte sehr gut und passend für Kinder. Ich habe das Buch in der vergangenen Woche im Rahmen einer Projektwoche mit meiner ersten Klasse bearbeitet und bin jetzt, wenn das überhaupt möglich ist, noch mehr von dem Buch begeistert als ich es vorher ohnehin schon war. Besonders gut gefällt mir die Aktion mit den Schatzkisten, bei der sich die Kinder auf die Suche nach ihren inneren Schätzen machen. Die Geschichte macht auf sehr kindgemäße und einfühlsame Art und Weise deutlich wie viel Mut es kostet mal über seinen Schatten zu springen aber ermutigt die Kinder gleichzeitig genau dies zu tun. Auf den Doppelseiten am Anfang und Ende des Buches finden sich zudem viele weitere tolle und leicht umzusetzende Tipps zum Umgang mit kindlichem Mobbing und Konfliktlösungen. Meine Kids waren von der Geschichte genauso begeistert wie ich und hatten viel Freude daran Bilder dazu zu malen, die Geschichte nachzuspielen und eigene innere Schätze zu suchen, zudem haben sie gelernt Dinge bei sich selbst und anderen zu entdecken, die toll sind und Möglichkeiten kennengelernt, mit Problemen und Streit umzugehen. Ich würde das Buch jederzeit wieder einsetzen und kann es Eltern, Erziehern und Lehrkräften nur wärmstens ans Herz legen und bin froh, von einer Kollegin auf dieses wundervolle Buch aufmerksam gemacht worden zu sein.
  • Bewertung: 

    Ein spannendes Buchquiz zu diesem Buch findest du auch unter www.antolin.de
    © Schroedel, Braunschweig